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Wir hätten es so gern geglaubt!

4 Produkte, von denen wir bitter enttäuscht wurden

Ulrike Hacker, 17.07.2012

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Scheiden tut weh. Besonders das Auflösen solcher Partnerschaften, die uns Halt und Hoffnung geben in schweren Augenblicken, zum Beispiel dann, wenn der Weg so unwegsam und das Ziel doch so begehrenswert ist. Im Kampf um Gesundheit, Fitness und einen athletischen Körper verkauft sich alles gut, was als Umgehungsstraße der Mühsal dienen könnte. Dass uns aber doch beschwerliches Treppensteigen abverlangt wird, weil es keinen Fahrstuhl zum Erfolg gibt, sei an einigen Beispielen verdeutlicht.

Sauerstoff ist Powerstoff – auch aus der Flasche!

Es ist erst wenige Jahre her, da wurde der ohnehin bereits merkwürdig vielfältige Mineral- und Heilwassermarkt ungebeten von einer weiteren Innovation heimgesucht: Wasser mit zusätzlicher Sauerstoff-Anreicherung. Das Gas wird mittels komprimierter, verflüssigter Luft in die Flasche eingebracht, der O2-Gehalt liegt in der Folge zehn- bis hundertfach so hoch wie der gewöhnlichen Trinkwassers.

Die Hersteller preisen einen Effekt an, der mit dem Öffnen des Fensters in einem stickigen Raum verglichen werden kann – Konzentration, Leistungsfähigkeit, verbesserte Blutqualität wie nach einem Höhentrainingslager. Und das sind noch die bescheidenen Werbeversprechen! Wo sich an dem gesetzlichen Verbot krankheitsbezogener Reklame für Nicht-Medikamente vorbeigemogelt werden kann, wird das Wasser als Allheilmittel gegen sämtliche Volkskrankheiten bis hin zu Krebs verkauft.

Grade Sportler sind anfällig für all diese Quäntchen, die im Vorbeigehen eingesammelt werden können. Trinken muss man ja so und so – warum nicht gleich Wasser mit noch mehr Effekt?

Bis heute blieben abschließende, von neutralen (!) Wissenschaftlern erbrachte Beweise, die die positiven Wirkungen stützen könnten, aus. Allein die Suche nach diesen mutet aber auch vergeblich an: obgleich Sauerstoff tatsächlich durch den Magen aufgenommen werden kann, ist die aus einem Liter Wasser (mehr kann sich der Durchschnittsverdiener ohnehin nicht leisten) resorbierbare Menge immer noch verschwindet im Vergleich zu der, die aus der gewöhnlichen Atmung resultiert. Wer das Sauerstoff-Wasser trinkt, der wird sich hinterher erfrischt fühlen – aber ein Schluck aus dem Wasserhahn würde nichts anderes bewirken.

Ob Couchpotato oder Extremsportler – der angebliche Powerstoff bleibt, im wahrsten Sinne des Wortes, überflüssig.

Nordic Walking macht uns alles fit!

Heute fällt es schwer zu glauben, dass die ersten Jogger noch vor einigen Jahrzehnten belächelte Außenseiter waren und der heutige Jedermann-Sport erst mühsam über die Hürde der Akzeptanz gewuchtet werden musste. Doch trotz der Lehren der Vergangenheit traue ich einer Disziplin nicht zu, dass sie jemals den Schritt aus der Lächerlichkeit bewältigt: Nordic Walking!

In den 90er-Jahren im Rahmen der Diplom-Arbeit eines finnischen Sportstudenten nach dem Vorbild des Sommertrainings skandinavischer Skiläufern entwickelt, verbreitete sich der bewaffnete Spaziergang schnell in sämtlichen Ländern mit adipösen und demografischen Bevölkerungsproblemen.

Jeder Laie erkennt auf einen Blick: hier wird kein Sport getrieben! Zumindest keiner, der über die alltäglichen Bewegungsanforderungen des zivilisierten Menschen hinausgeht. Nur die Stockträger selber wähnen sich in dem Glauben, ihr Leben geändert zu haben, wenn sie die "Sportgeräte" auf dem Weg zum Einkaufen oder zum Müllrunterbringen bei sich führen. Die Hochmotivierten stoßen sich noch, wenn auch vollkommen undynamisch, vom Boden ab, die Resignierten schleifen den Stock nur noch hinter sich her.

Gut, wer auf das sanfte Gehen ausweicht, weil Übergewicht, Gelenkschmerzen oder Fitness das Laufen nicht oder noch nicht zulassen, der verdient es nicht, hier verurteilt zu werden. Wer aber glaubt, der alleinige Besitz zweier Walking-Stöcker aus der Lidl-Aktionswoche steigere die Effektivität der Tätigkeit ins Astronomische, der ist blauäugig in eine Marketing-Falle gelaufen. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass man sich die korrekte Technik in einem Kurs angeeignet hat, gilt: Nordic Walking ist allen anderen Cardio-Formen hinsichtlich Leistungssteigerung und Energieverbrauch unter- und dabei dem gewöhnlichen Walking noch nicht einmal überlegen. Selbst Wissenschaftler aus dem Ursprungsland Finnland kamen in einer anerkannten Studie, die Kalorienverbrauch, Herzfrequenz, Muskelaktivität etc. untersuchte, zu diesem Schluss.

Fazit: wer im stressfreien Watscheln die nächste eierlegende Wollmilchsau wähnte, der wurde wieder mal bitter enttäuscht.

Es sind nur deine Schuhe …

Ich habe das leidige Thema schon in einem früheren Artikel angerissen, aber noch immer lässt es mich schwerlich los, amüsiert mich die eigentlich deprimierende Dreistigkeit der Sportartikelindustrie und die gleichzeitige Naivität der Käufer. Es geht mal wieder um diese Schuhe mit Luftpolstern.

Die aktuelle Wendung im Fall Reebok Easytone motivierte mich zu einem thematischen Rückblick: Ende letzten Jahres zahlte der Hersteller umgerechnet ca. 18,3 Millionen Euro Strafe an die amerikanische Handelsaufsichtsbehörde, um einem drohenden gerichtlichen Verfahren aus dem Wege zu gehen. Der amerikanische Verbraucherschutz hatte die Werbestrategie angeprangert, nach der das Unternehmen konkrete prozentuale Steigerungsraten der Muskelaktivität nannte, ohne diese wissenschaftlich belegen zu können. Die Zahlung mag überraschend hoch ausfallen, aber prinzipiell hat es hier das richtige Bauernopfer getroffen: so wie – siehe Sauerstoffwasser – kein schlichtes Lebensmittel mit medikamentösen Heilungsversprechen werben darf, sollten auch kein simpler Turnschuh dem Verbraucher mit Zahlen aus dem nebulösen Nichts eine figurverbessernde Wirkung vorgaukeln dürfen.

Dass ein gepolsterter Schuh keinen Eisbecher mit Extrasahne und keine ausgefallene Trainingseinheit vergessen macht, dazu braucht es keine Studien. Unter Physiotherapeuten macht gar das Gerücht einer eventuell schädigenden Wirkung auf Rücken, Gelenk- und Sehnenapparat bei ganztägigem Tragen die Runde. Die Easytone-Modellreihe konnte immerhin der bis zur Markteinführung wirtschaftlich arg schwächelnden Adidas-Tochter den dringend notwendigen Umsatzaufschwung bescheren – ansonsten muss die Innovation wohl doch als Luftnummer bezeichnet werden.

Kraft, Balance und Budenzauber

Wohl jeder von uns wird sie in Werbeanzeigen, in der aufdringlichen Kassenplatzierung in einem Sportfachgeschäft oder – was noch schlimmer ist – an den Handgelenken der uns umgebenden Menschen gesehen haben: die neuen Power Balance-Armbänder, ein Stück Silikon mit verheißungsvoll schimmerndem Hologramm, das angeblich die inneren Energieströmungen (was soll das eigentlich sein?) positiv beeinflusst.

Natürlich sind es auch hier in erster Linie die sportlichen Bevölkerungsgruppen, die den mittlerweile zahlreichen Herstellern die rätselhaften Armbänder trotz ihres nicht grade knapp kalkulierten Preises aus den Händen reißen. Die Hobbyathleten folgen vielfach dem Beispiel der Profis, darunter Größen wie Cristiano Ronaldo, David Beckham, Shaquille O’Neal oder unser allseits geschätzter Sebastian Schweinsteiger. Sie alle schwören auf Effekte, von denen besonders aktive Menschen profitieren: Kraft, Gleichgewicht, Motivation, Ausgeglichenheit und Fokus. Die möglichen Wirkungen sind nie präzise beschrieben worden, die Anbieter versprechen wohl einfach alles, was nur subjektiv empfunden und nicht konkret gemessen werden kann – eben solches, das sich jederzeit per Placebo-Effekt tatsächlich einstellen kann.

Die Wirkung ist ebenso wenig aufgeschlüsselt worden wie die Wirkungsweise. Es sind die beiden Hologramm-Platten, Genaueres weiß man nicht. Der Marktführer Power Balance verweist lediglich, wie immer in solchen Fällen, auf irgendeine "jahrtausendealte Tradition in Fernost". Das muss reichen.

Viele Händler ködern ihre Kunden durch einen produktspezifischen Trick: auf einem Bein stehend wird ein ausgestreckter Arm heruntergedrückt, bis er nachgibt. Ist derselbe Arm mit einem Power Balance-Armband bestückt, entwickelt er auf spektakuläre Weise mehr Widerstandskraft. Wow-Effekt mit Kauffolge!

Der Mangel an Seriosität, mit dem dieser Jahrmarktzauber behaftet ist, stützt die naheliegende Vermutung, es handele sich auch hier wieder um teuren Hokuspokus. In einem Blindtest konnte nachgewiesen werden, dass die rätselhafte Kraftsteigerung nur auftritt, wenn die Testperson um das Armband an ihrem Handgelenk weiß.

Gut, ein bisschen Aberglaube als moralische Unterstützung für sportliche Herausforderungen sei jedem zugestanden. Auch ich trage guten Gewissens bei jedem Laufwettkampf das gleiche Paar Socken mit eingewebtem Silber. Bedenklich ist, dass wiederum ein in Billiglohnländern massenhaft zusammengeschustertes Produkt ohne nennenswerten Materialwert als Allheilmittel gegen Beschwerden verhökert wird, denen nach bisheriger Auffassung doch besser durch einen Arztbesuch begegnet werden sollte. Eine Freundin hat sich das Armband trotz schmalen Studentenbudgets zugelegt, um ihren medikamentös behandelten Bluthochdruck zu senken – die Reduktion ihres enormen Zigarettenkonsums wäre vielleicht hilfreicher gewesen.

Auch der Effekt des Power Balance Armband lässt also Nachweise, die über Huldigungen begeisterter Nutzer in Internetforen hinausgehen, schmerzlich vermissen. Der Hersteller erweitert mittlerweile mit Neoprenvarianten für den Schwimmsport, Schweißbändern, Kettenanhängern für den modebewussten Sportler und unauffällig platzierbaren Aufklebern – vielleicht für all jene, die sich ihrer Gutgläubigkeit schämen? – seine selbstgeschaffene Goldgrube. Wir schauen verwundert zu.

Lasst uns erstmal trainieren gehen.

PS: Angeblich trägt auch die gesamte holländische Fußball-Nationalmannschaft das Armband. Hat ihr scheinbar nicht weitergeholfen . verwirrt

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