Ein Artikel von
T-Nation.com
Von
Ben Bruno
Mein Name ist Ben Bruno und ich bin süchtig nach Training.
Ich stehe dazu und suche mir keine Ausreden. Ich werde damit auch nie aufhören.
Es gibt für mich viele Gründe, warum ich das Training liebe, doch der wichtigste ist wohl, dass man sich IMMER verbessern kann. Egal ob man stärker sein will, sich besser bewegen, definierter oder massiver werden will, man kann immer eine Stufe höher klettern. Dies stört vielleicht manche und zwingt sie zu einem anderen Hobby, doch ich bleibe dem Iron Game treu, Tag für Tag und Jahr für Jahr.
Es ist nicht wie auf der Xbox, wo man das Spiel einfach beendet. Es ist ein nie endendes Spiel aus Selbstverbesserung. Wenn Du erfolgreich sein willst, musst Du den Prozess lieben und nicht aufs Endergebnis aus sein. Sonst wirst Du nie an den Punkt kommen, an dem Du zufrieden sein wirst. Doch sobald Du es geschafft hast, willst Du immer mehr und strebst nach höheren Zielen. Dafür musst Du immer neue Wege finden, um eine Stufe weiter zu klettern.
Verbesserungen erfordern Veränderung und Veränderung kann tückisch sein. Verändere zuviel und Du kannst Deine Fortschritte vergessen, es ist schwer zu unterscheiden, was funktioniert und was nicht. Verändere zu wenig und Du bleibst im Sumpf der Mittelmäßigkeit gefangen. Es geht darum, dass kleine aber substanzielle Veränderungen gemacht haben, die Dich einen Schritt weiter bringen als zuvor.
Um Dir bei der Verbesserung Deines Trainings zu helfen, habe ich hier ein paar tolle Veränderungen meines Trainings aufgelistet, die mit der Meinung von ein paar Coaches konform geht.
Bret Contreras
Die größte Veränderung ist bei mir das unaufhörliche Streben nach progressiver Überlastung.
Natürlich will ich stärker und muskulöser werden, doch nicht in jeder Einheit werde ich einen neuen Rekord aufstellen können. Ungefähr einmal pro Monat schaue ich, ob ich im Kniebeugen, Bankdrücken, Kreuzheben oder Klimmziehen einen neuen Rekord aufstellen kann. Außerdem versuche ich nicht mehr, meine Gewichte bei Übungen wie Seitheben, vorgebeugtes Seitheben, Überzüge, Shrugs und Hammercurls zu steigern.
Ich trainiere seit 20 Jahren und die momentanen Gewichte sind eingebürgert. Zum Beispiel mache ich Seitheben mit minimal Schwung mit 50 Pfund Hanteln, während ich manchmal auch super sauber mit 30 Pfund arbeite. Mir ist es egal hier stärker zu werden und progressive Überlastung zu erzielen. Dies versuche ich nicht bei Kniebeugen, Bankdrücken und den Variationen des Kreuzhebens.
Ich versuche trotzdem an bestimmten Unterkörperübungen Fortschritte zu verbuchen, die sich auf meine Kreuzhebeleistung übertragen: Hip Thrusts, Rückenheben und reverse Hypers. Auch habe ich gleiches Bestreben bei den Oberkörperübungen, die meinem Bankdrücken helfen: Schrägbankdrücken und enges Bankdrücken, doch ich gehe nicht mit der Brechstange ran.
Nehmen wir an, Du bist ein Naturalathlet und trainierst seit einem Jahrzehnt oder mehr. Du wirst nicht in jeder Übung jährlich Fortschritte machen. In manchen Jahren wirst Du stärker in den Hauptübungen und im nächsten Jahr stagniert die Kraft und Du nimmst trotzdem Muskelmasse zu. Solange wir nicht beständig sind und intelligent trainieren, solltest Du in ein paar Übungen pro Jahr stärker werden und Dein Körper wird sich dementsprechend verändern.
Doch Du musst Deine Gelenke und die allgemeine Gesundheit beachten: benutze immer gute Technik, wenn Du lange in diesem Spiel blieben willst. Ich habe zu viele Lifter gesehen, die sich verletzt haben weil sie versucht haben stärker zu werden. Bis zu dem Punkt, an dem sie bei der schweren Übung zu viel Gewicht auflegten, obwohl sie dafür nicht bereit waren.
Zum Beispiel konnten sie 315 Pfund kaum für 5 Wiederholungen beugen, doch steigerten in der nächsten Woche auf 325 Pfund. Resultat war eine schreckliche Technik mit mehr Vorlage. Nächste Woche gingen sie auf 335 hoch, machten eine "Kniebeugen-Good Morning" daraus. Lifter werden so nicht stärker; sie lockern ihre Technik und setzen sich unnötigen Risiken aus.