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Wenn der Hersteller die Informationen nicht rausrückt, dann sollte man vorsichtig sein.

Anatomie eines Testosteron Booster Supplements

bulkolly, 18.04.2012

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Ein Artikel von Ironmanmagazine.com
Von Jerry Brainum

In den letzten Jahren bestand ein weit verbreiteter Trend bei Sportsupplementfirmen darin, die Inhaltsstoffe, die in einem bestimmten Produkt enthalten sind, als "proprietär" anzugeben, was mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet, dass auf dem Etikett keine präzisen Mengenangaben der Inhaltsstoffe angegeben sind. Stattdessen werden diese Inhaltsstoffe in proprietären Mischungen zusammengebündelt.

Angeblich besteht der Grund für diesen Mangel an Informationen darin, die Formel zu schützen, die die Firma entwickelt hat. Dies ist besonders wichtig, da die Inhaltsstoffe für gewöhnlich – aber nicht immer – natürlichen Ursprungs sind und deshalb nicht patentiert werden können, so dass eine genaue Auflistung der Zusammenstellung Nachahmern Tür und Tor öffnen würde. Und wenn eine Industrie für diese Praxis berüchtigt ist, dann ist es die Sportsupplementindustrie. Es scheint also vernünftig für Firmen zu sein, ihre Formeln dadurch zu schützen, dass sie die präzisen Mengen der Inhaltsstoffe nicht angeben. Man kann ihnen dies nicht vorwerfen. Aus Sicht des Konsumenten ist diese Vorgehensweise jedoch problematischer.

Erstens sind viele der Produkte recht teuer und die Preise reichen von 50 bis 100 Dollar für eine Monatsration oder weniger. Nicht genau zu wissen, welche Mengen der aktiven Inhaltsstoffe in einem Produkt enthalten sind, bedeutet, dass man viel Geld für ein Produkt bezahlen könnte, dass in Wirklichkeit nur aktive Inhaltsstoffe für ein paar Cent enthält – mit Sicherheit nicht genug, um die Resultate wie Muskelaufbau, Kraftsteigerung und/oder Fettabbau, nach denen man strebt, mit sich zu bringen. Dann ist da noch der Placebo Effekt: wenn man fest daran glaubt, dass etwas funktioniert, dann funktioniert es häufig, doch es ist nicht das Produkt, das für die Resultate verantwortlich ist – es ist der Geist in Kombination mit den körperlichen Anstrengungen im Fitnessstudio.

Ein anderes Problem bei vielen der Inhaltsstoffe, die auf aktuellen Produktetiketten aufgelistet sind, besteht darin, dass es nur wenige oder gar keine wissenschaftlichen Beweise gibt, die die häufig grandiosen Behauptungen bezüglich der Wirkungen dieser Inhaltsstoffe unterstützen. Wenn solche Beweise existiere, dann stammen sie für gewöhnlich entweder aus mit isolierten Zellen oder Tieren durchgeführten Studien. Das Problem ist, dass das, was in isolierten Zellen geschieht, unter Umständen im menschlichen Körper nicht replizierbar ist. Dasselbe gilt für Tierstudien. Auch wenn diese Studien nützlich sind, um Trends aufzuzeigen, sind die Resultate nicht immer auf den Menschen übertragbar.

Einige Firmen gehen bei der Technik der proprietären Angabe der Inhaltsstoffe noch einen Schritt weiter und listen esoterische Namen anstelle gebräuchlicherer Namen auf. Manchmal ist dies ein Versuch ein Produkt als etwas darzustellen, das exotische neue Inhaltsstoffe enthält, die noch nie zuvor im Bereich der Supplementindustrie zum Einsatz gekommen sind. In den meisten Fällen ist der primäre Grund für diese Täuschung jedoch der Profit.

Ein Beispiel umfasst unterschiedliche Produkte, die als Testosteron Booster angepriesen werde. Nachdem die amerikanische Gesundheitsbehörde gegen Firmen vorgegangen ist, die "Prohormone" verkauften, die sich als alte anabole Steroide herausstellten, die von Pharmafirmen entwickelt, aber nie auf den Markt gebracht wurden, haben sich einige Firmen pflanzlichen Unhaltsstoffen zugewandt, die den Anforderungen der Gesundheitsbehörden entsprechen. (Dies wird unter Umständen nicht lange der Fall sein, da die amerikanische Gesundheitsbehörde im Dezember einen weiteren Schlag gegen unterschiedliche Supplements angekündigt hat, die unreine Inhaltsstoffe beinhalten, die der Gesundheit schaden könnten.) Andere Firmen haben sich dem einzigen Prohormon, dass nach dem Durchgreifen der Gesundheitsbehörde noch übrig ist, zugewandt: DHEA.

DHEA, ein adrenales Steroid, ist das in der Blutzirkulation am häufigsten vorkommende Steroid. Auch wenn es als Vorläuferstoff für Testosteron agieren kann, konnte gezeigt werden, dass es bei Männern biochemische Pfadwege durchläuft, die entweder zur Produktion eines Dihydrotestosteron Stoffwechselprodukts oder der Produktion von Östrogen führen. Bei Frauen erhöht DHEA jedoch immer den Testosteronspiegel, da bei Frauen ein anderes adrenales Androgen – Androstenedion – das primäre Androgen ist, welches leicht in Testosteron umgewandelt werden kann.

Interessanterweise war Andro, wie es oft genannt wird, eines der ersten Prohormone, das Ende der neunziger Jahre auf dem Markt erschien, wobei später folgende Studien zeigten, dass es bei Männern leichter in Östrogen als in Testosteron umgewandelt wird. Die Firmen, die heute zutage DHEA basierte Prohormonsupplements verkaufen (was legal ist), führen DHEA nicht auf dem Etikett auf. Stattdessen verwenden sie den komplexen chemischen Namen von DHEA. Wer würde schon, wenn er noch ganz bei Trost ist, 60 Dollar oder mehr für eine Packung DHEA bezahlen?

Eine andere Gruppe der Testosteron steigernden Supplements wirkt auf indirekte Art und Weise. Diese Wirkstoffe werden als "Aromatasehemmer" bezeichnet, da sie das Enzym Aromatase hemmen, welches Testosteron im Körper in Östrogen umwandelt. Indem sie dies tun, sollten sie die Testosteronspiegel erhöhen. Von pharmazeutischen Aromatasehemmern wie Arimidex und Formestan konnte im Rahmen klinischer Studien in der Tat gezeigt werden, dass sie selbst bei Männern mit einem klinisch diagnostizierten Testosteronmangel den Testosteronspiegel erhöhen können.

Ein beliebter frei verkäuflicher Aromatasehemmer, der ATD als aktiven Inhaltsstoff enthielt, wurde von den Firmen vor einigen Monaten freiwillig vom Markt genommen, nachdem Firmen, die diesen Wirkstoff verkauften, Post von der Gesundheitsbehörde bekommen hatten. Warum genau die Gesundheitsbehörden wollten, dass diese Substanz vom Markt verschwindet, ist nicht ganz klar, da die möglichen Nebenwirkungen, die von den Behörden in Verbindung mit ATD aufgeführt wurden, bei keinem Anwender beobachtet werden konnten! Frühere Werbeanzeigen für ATD basierte Produkte erwähnten häufig die enorme Erhöhung der Testosteronspiegel nach der Anwendung dieser Produkte.

Ein Problem bei diesen Behauptungen besteht darin, dass ATD Stoffwechselprodukte produziert, die mit den gewöhnlichen Blutwerten von Testosteron interferieren und falsche erhöhte Messwerte produzieren. Darüber hinaus zeigten Studien mit Tieren, bei denen hohe Dosierungen von ATD verabreicht wurden, einen signifikanten Verlust an Libido oder Sexualtrieb. Analysen der Ursache hierfür zeigten, dass ATD im Gehirn eine paradoxe Wirkung verursacht – es agiert als ein Antiandrogen, indem es die Interaktion mit Testosteron beeinflusst. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass ATD durch eine Reduzierung des Östrogens den Sexualtrieb bei Tieren – und möglicherweise auch bei Menschen – beeinträchtigen könnte, da Östrogen für die volle Ausprägung des Sexualtriebs benötigt wird. Ich habe mit vielen Anwendern von ATD Produkten gesprochen, die von einem Libidoverlust berichteten, obwohl sie niedrigere Dosierungen verwendeten, als den Versuchstieren verabreicht wurden.

Ein Beispiel für einen Produktschwindel umfasst einen zur Zeit erhältlichen Aromatasehemmer, der kein ATD sondern eine Reihe von natürlichen Substanzen enthält, von denen behauptet wird, dass sie bezüglich einer Erhöhung der Testosteronspiegel hocheffektiv sind. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Behauptungen, die bezüglich der Inhaltsstoffe dieses Produkts aufgestellt werden und vergleichen wir diese mit dem, was wissenschaftlich von diesen Inhaltsstoffen gezeigt werden konnte:
  • Inhaltsstoff 1: Der chemische Name, der auf dem Etikett aufgeführt ist, ist extrem komplex, doch es handelt sich in Wirklichkeit um Trachelosid, ein Lignan, das aus Färberdistelöl gewonnen wird. Lignane sind dafür bekannt, dass sie entweder eine östrogene oder antiöstrogene Aktivität aufweisen. Von Trachelosid wird in diesem Fall behauptet, dass es einen potenten Östrogenhemmer darstellt, der mit dem Medikament Nolvadex vergleichbar ist, doch die Studie, auf der diese Behauptung basiert, umfasste lediglich isolierte uterine Krebszellen. Darüber hinaus merkten die koreanischen Wissenschaftler, die diese Studie veröffentlichten, an, dass Trachelosid einem anderen Lignan ähnelt, das im Körper von Tieren in Östrogen umgewandelt wird! Es gibt absolut gar keinen Hinweis darauf, dass dieser Wirkstoff die Östrogenspiegel bei Menschen senkt.
  • Inhaltsstoff 2: Die Werbung für den zweiten Inhaltsstoff – auch ein Lignan – behauptet, dass dieser Inhaltsstoff nicht nur die Aromataseaktivität, sondern auch das Enzym 5-alpha Reduktase – das Enzym, das Testosteron in DHT umwandelt – blockiert. Auch hier wird auf dem Etikett ein komplexer chemische Name aufgeführt, doch in Wirklichkeit handelt es sich um ein Lignan, das aus Leinöl gewonnen wird und dessen angebliche Wirkung nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt werden kann.
  • Inhaltsstoff 3: Die Werbung behauptet, dass es sich auch bei dieser Substanz um einen Aromatasehemmer handelt. Wenn man hinter den aufgeführten komplexen chemischen Namen schaut, dann findet man heraus, dass es sich um Pterostilben handelt, welches Resveratrol – ein weiteres beliebtes Supplement, das als Antiöstrogen angepriesen wird – ähnelt. An der Idee, dass Resveratrol und diese Substanz das Aromataseenzym blockieren können, ist etwa Wahres dran, doch diese Substanz wurde für diesen Zweck nie an gesunden Erwachsenen getestet – die Wirkung zeigt sich hauptsächlich bei mit Tieren oder im Reagenzglas ausgeführten Untersuchungen. Auf der positiven Seite könnte Pterostilben einige eindrucksvolle Gesundheitsvorzüge im Bezug auf Krebs und den Schutz vor Herzkrankheiten bieten, die denen von Resveratrol ähneln.
  • Inhaltsstoff 4: Von dieser Komplex wird behauptet, dass er die freien Testosteronspiegel im Plasma um gigantische 231,8 Prozent und die Spiegel des Luteinizing Hormons – das Zeugs, das die Testosteronproduktion im Körper steuert – um 147,6 Prozent erhöht. Das klingt eindrucksvoll, doch es stellt sich heraus, dass sich hinter dem chemischen Namen Gingerol, der aktive Inhaltsstoff in Ingwer, versteckt. Ingwer besitzt einige erwiesene Gesundheitsvorzüge und einige Studien zeigen in der Tat, dass Ingwer dazu in der Lage ist, die Testosteronspiegel zu erhöhen, wobei diese Studien jedoch wieder mit Mäusen oder im Reagenzglas durchgeführt wurden. Hinweise auf eine ähnliche Wirkung beim Menschen fehlen, doch die Verwendung von Ingwer hilft dabei, Reisekrankheit zu verhindern und es kann einem etwas schwindelig werden, wenn man herausfindet, dass man Geld für ein Supplement bezahlt hat, für dessen Wirkung es nur wenige oder überhaupt keine wissenschaftlichen Beweise gibt.
  • Inhaltsstoff 5: Von diesem Inhaltsstoff, der auch hinter einem komplexen chemischen Namen versteckt wird, wird behauptet, dass er entzündungshemmend wirkt und das 5-alpha Reduktase Enzym – das Enzym, das Testosteron in DHT umwandelt – hemmt. DHT bindet um den Faktor 5 besser als Testosteron an Androgenrezeptoren an und ist in vielen Gewebetypen und Organen des Körpers das aktive Androgen – jedoch nicht in den Muskeln, wo es durch Enzyme deaktiviert wird. DHT wird mit androgenbedingtem Haarausfall, Prostatavergrößerung und Akne in Verbindung gebracht. Eine aktuelle Studie, die mit isolierten Zellen und diesem Wirkstoff, bei dem es sich in Wahrheit um Kaffeesäure-Phenylester handelt, durchgeführt wurde, zeigte keine Östrogenaktivität. Der Leser hat diese Substanz wahrscheinlich schon ausprobiert, falls er Kaffee trinkt, da sie natürlich in diesem Getränk und in Bienenpollen – wo der Kaffeesäure-Phenylester im Supplement her stammt – vorkommt.
Mein Rat an potentielle Käufer eines jeden Supplements, das als Testosteron Booster beworben wird und die "richtigen" Namen der Inhaltsstoffe nicht auf dem Etikett auflistet, besteht darin, den Hersteller zu kontaktieren und zu fragen. Wenn der Hersteller die gewünschten Informationen nicht zur Verfügung stellt, dann sollte man vorsichtig sein.

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