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Stärke Dein Selbstbewusstsein

Die 5 Werkzeuge mentaler Stärke, auch genannt Eier

Friedhofschiller, 13.04.2011

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Ein Artikel von T-Nation.com
Von Matt "Kroc" Kroczaleski

Eine einfache Definition für mentale Stärke oder Härte zu finden, ist nicht einfach.

Beim Versuch diesen Begriff zu definieren, der gleichzeitig komplex und hochgradig individuell verstehbar ist, berufen wir uns meist auf unsere eigenen Erfahrungen und Beobachtungen.

Das ist der Grund, warum die Definition des einen davon handeln kann, zwei Einsätze im Irak zu überleben, die des anderen in einer Familie aufzuwachsen, in der die alleinerziehende Mutter versucht die Familie mit Arbeit in einer 60-Stunden Woche über Wasser zu halten.

Ich wurde durch meine Powerlifting-Karriere und mein Leben dazu gezwungen mentale Stärke zu entwickeln und meiner Meinung nach ist die richtige Herangehensweise zu erkennen, aus was sich eben diese zusammensetzt; nämlich folgenden fünf Dingen:
  1. Selbstsicherheit und der Glaube an einen selber.
  2. Die Fähigkeit Widrigkeiten zu trotzen.
  3. Die Fähigkeit Schmerz zu tolerieren oder auszuhalten.
  4. Dem Wunsch und der Hingabe immer weiter zu machen, koste es, was es wolle (sprich: Opferbereitschaft).
  5. Der Fähigkeit Ängste zu überwinden.

1. Selbstsicherheit


Die Basis mentaler Stärke

Du musst es haben, sogar im Überfluss, wenn Du den Wunsch hast die Spitze einer Sportart zu erreichen oder ein anderes hochgestecktes Bemühen hast.

Du musst absolut und ohne Zögern daran glauben, dass Du fähig bist Dein ersehntes Ziel zu erreichen und es nur eine Frage der Zeit ist, bis Du es erreicht hast.

Du musst es allein Schwierigkeiten zum Trotz glauben. Du kannst es Dir nicht erlauben negative Einflüsse an Deinem Selbstbewusstsein nagen zu lassen, die auch nur die geringste Menge Selbstzweifel verursachen würden.

Es ist vollkommen egal, wenn jede Person in Deinem Leben Dir erzählen würde wie lächerlich Dein Ziel wäre und die Idee es nur annähernd zu erreichen total absurd, auch dann musst Du immer noch in Deine Fähigkeit vertrauen es zu können – mit hundertprozentiger Sicherheit.

Alle Champions von allen Sportarten teilen diese Eigenschaft und es gibt unzählige Geschichten von Personen, die unvorstellbare, unbezwingbare Hindernisse überwinden um ihre Träume wahr werden zu lassen.

Bill Kazmaier ist zu gutem Grund eine Legende der Kraftsportwelt. Als erstes dominierte er das Powerlifting und stellte den all-time Rekord in der Totalleistung von 2425 Pfund auf. Das war im Jahre 1981, bevor das moderne leistungssteigernde Equipment verfügbar war.

Kaz drückte 661 Pfund auf der Bank in einem T-Shirt und hob 887 Pfund in einem Ringkampf-Einteiler. Außerdem ähnelte sein Körperbau eher einen gigantischen 330 Pfund Bodybuilder als einem Powerlifter.

Kaz erreichte den Großteil seines Ruhms mit dem Sieg des World´s Strongest Man Wettkampf in drei aufeinanderfolgenden Jahren (1980-1982) und war so überragend, dass, laut Kaz, er für die darauffolgenden 6 Jahre nicht mehr eingeladen wurde.

Was für mich allerdings am beeindruckenden ist, und ich denke es war ausschlaggebend für Kaz´s Erfolg, war seine mentale Stärke. Sein Selbstbewusstsein war extrem, es ging so weit, dass er sich T-Shirts drucken ließ, die er auf seinen Wettkampf trug, auf denen stand "There can be only one" und es gab keinen Zweifel, dass Kaz glaubt er sei "the one"".

2. Die Fähigkeit allen Widrigkeiten zu trotzen

Wir alle werden früher oder später mit Widrigkeiten konfrontiert, manche öfters und härter als andere.

Sie zeigen sich vielleicht in Verletzungen, professionellen oder familiären Äußerungen, Gegenargumente von nahestehenden Personen oder auch Selbstzweifeln und Schwäche. Unabhängig von den zu ergreifenden Maßnahmen musst Du diesen Widrigkeiten trotzen – auf Dich selbst überzeugende Art und Weise.

Ich habe viele Verletzungen von Weltklasse Powerliftern miterlebt – Verletzungen, die ihre Karriere sofort beendeten – von Knochen abgerissene Sehnen; auseinandergerissene Muskeln; Knochenbrüche. Doch für jede beendete Karriere kenne ich einen Athleten mit derselben Verletzung, der früher oder später an sein voriges Leistungsniveau anknüpfen oder sogar drübersteigen konnte.

Es waren nicht die Auswirkungen der Verletzung, die die Karrieren beendete. Es war eher die Unfähigkeit der Person mental mit der Sache umzugehen. Für manche Leute sind größere Verletzungen ein absolut niederschmetterndes Ereignis, welches ihre Karriere unwiderruflich beendete. Psychisch geschädigte Athleten sind nicht fähig ihre Angst vor ähnlichen oder gar derselben Verletzung zu überwinden.

Andere hingegen sehen Verletzungen, von egal welcher Größenordnung, als kleines Schlagloch in der Straße zu ihrem Erfolg. Es ist ihre Fähigkeit den Widrigkeiten zu trotzdem und genau das trennt die guten Sportler und die allerbesten vom Rest der Elite.

Hindernisse sind etwas, von dem ich ein Lied singen kann.

Angefangen bei meiner Kindheit, meinem Dienst bei den Marines bis hin dazu, einen Collegeabschluss mit einer Frau und drei Kindern zu erreichen, haben sich eine Menge Hindernisse in meinen Weg gestellt.

Außerdem wurde ich in mehreren Fällen Opfer vieler Verletzungen – ausgelöst durch Training. Ich hatte vor kurzer Zeit drei Operationen aus genau diesem Grund und die ersten beiden liegen bloß 9 Monate auseinander.

Als allererstes hat sich meine Bizeps-Sehne beim hochheben eines Trucks (jap, schlau, ich weiß) abgelöst und dann riss mein linker Bizeps beim Kreuzheben drei Wochen vor den National. Und glaub es oder nicht, sechs Monate vor dem ersten Anriss war ich in Therapie gegen Hodenkrebs.

Außerdem erlitt ich Risse in meiner linken Wade, rechtem Quad, linker Brust, linker Lat., beide Trizeps in mehreren Fällen und teilte mein rechts Schultereckgelenk beim Kreuzheben auf einem Wettkampf.

Viele, viele male musste ich mir von mehreren Leuten anhören, meine Karriere im Kraftsport wäre vorbei. Nach meinem Quadrizepsriss las ich einen bestimmten Kommentar, der sich in meinem Kopf festsetzte. Irgendein anonymer Feigling begann mich in einem Forum auseinander zu nehmen und beendete seinen Beitrag mit dem Satz "Piekt ihn mit ´ner Gabel, denn Kroc ist durch".

Ist das so?

Ich hatte meinen Quadrizeps im Januar 2008 gerissen. Und wandelte mich von "nicht fähig zu laufen" zu einer persönlichen Bestleistung in der Kniebeuge mit 1014 Pfund bei der UPA Pro-Am im Juli desselben Jahres.

In meiner Genesungszeit waren die Worte des erwähnten Feiglings der Treibstoff in meinem Tank noch stärker als je zuvor zurückzukommen.

3. Schmerzen erdulden

So ziemlich jeder Leser dieses Artikel weiß: um außerordentlich stark und unglaublich massiv zu werden, musst Du fähig sein riesig große Schmerzen zu erdulden.

Schmerz wird auf vielen verschiedenen Arten kommen, aber nicht nur Schmerz aufgrund einer Verletzung oder des Trainings. Mentales Schlappmachen und Angst vor Schmerzen ebenfalls.

Schmerz im Studio ist absolute Routine. Du musst den Schmerz tagtäglich auf bemerkenswerte Art und Weise im Training erzeugen und aushalten. Diese Schmerzzone wieder und wieder zu durchbrechen ist nötig um den Weg einzuschlagen, Deinen Körper durch Limitierungen zu treiben.

Jeder Tag bedeutet Krieg, mehr Gewicht bewegen, mehr Wiederholungen machen und übertrumpfen, was Du den Tag davor vollbracht hast. Kannst Du nicht die nötige Bereitschaft aufbringen wie verlangt wird zu leiden, dann tauscht Du wohl besser Deine Hanteln gegen ein Paar Häkelnadeln ein.

Den Schmerz einer Verletzung bezwingen.

Auch wenn viele von uns in ihrem Bestreben, immer besser zu werden, sich selbst jeden Tag bis ans äußerste pushen, haben viele Probleme mit Schmerzen von Verletzungen, chronisch oder auch akut.

Als Kraftsportler sind das meist Sehnenscheidenentzündungen, schmerzende Ellenbogen und unterer Rücken, sowie chronischer Muskelkater in manchen Bereichen. Wenn Du nun aufhören würdest zu trainieren oder anfangen würdest Dich zu bremsen, dann sei gewiss, dass Du nie im Leben den erstrebten Level von Kraft oder Aussehen erreichen, oder Dein eigenes Potential ausschöpfen wirst.

Selbst auf Wettkämpfen im Kraftsport kommt es oft zu Verletzungen von Muskeln und Sehnen und hin und wieder sogar Knochenbrüche, die operiert werden müssen. Frage irgendeinen Top-Powerlifter, Strongman oder hart trainierenden Bodybuilder und jeder wird Dir sagen, dass Verletzungen zum Spiel des Sports dazugehören – und wenn Du anstrebst einer der besten zu werden, dann sind Verletzungen bloß zu zahlendes Lehrgeld auf Deinem Weg zur Spitze.

Kaz dient uns hier als weiteres Beispiel für mentale Härte. Beim World´s Strongman Contest 1982 versuchte Kaz schiere Stahlplatten aufzurollen und erlitt einen sehr schwerwiegenden Brustmuskelriss. Die Verletzung war so schwerwiegend, dass er nie wieder an die 600 Pfund im Bankdrücken herankam (kurz vor der Verletzung war er nahe bei 700 Pfund).

Natürlich wurde es Kaz nahegelegt, sich schnellstmöglich in ein Krankenhaus zu begeben. Kaz Antwort war legendär: "Das kann ich nicht tun! Es stehen noch 4 Events aus."

Kaz trat nicht nur bei den Wettkämpfen an – er dominierte sie, ständig im Kampf gegen den Schmerz und das Unbehagen und verteidigte erfolgreich seinen Titel des World´s Strongest Man.

4. Bestreben und Entschlossenheit

Diese Art mentaler Stärke kann sehr gut mit einem Wort zusammengefasst werden: Aufopferung.

Um mehr zu erreichen als die meisten anderen, musst Du bereit sein mehr zu opfern als sie es können.

Nimm irgendeinen Sport, Beruf oder fordernde Hürde im Leben und schau Dir die Leute an, die ihren Höhepunkt in diesem Leistungsfeld erreicht haben. Eine Fähigkeit haben sie alle gemeinsam, den eisernen Fokus wenn es um Ziele geht.

Was das bedeutet, ist, dass Du fähig sein musst, die Versuchungen des Lebens zu verbannen, die zwar spaßig sein würden, aber Dich letztendlich vom Erreichen Deines wichtigsten Ziels abhalten würden. Aufopferung ist gleichbedeutend mit Priorisierungen. Sind Deine Ziele wichtig genug bestimmte Freuden des Lebens auf zugeben, z.B. Party mit Deinen Freunden?

Es gibt kein "falsch" oder "richtig" bei der Beantwortung dieser Frage, noch kann man es für ein normales oder ein durchschnittliches Leben verallgemeinern. Aber ich vermute, wer auf dieser Webseite hier liest, der wird Durchschnittlichkeit und Normalität verachten. Wenn ich an Aufopferung denke, dann danke ich an eine Geschichte über Ted Arcidi, dem ersten Kerl, der über 700 Pfund im Bankdrücken offiziell gedrückt hatte. Bei dem Wettkampf drückte er 705 Pfund im Jahre 1985.

Ted Arcidi war ein absoluter Bär und als hervorragender Bankdrücker besaß er eine gigantische Brust (genauso seine Schulter, Arme und oberer Rücken). Nachdem Ted den Weltrekord brach, sagte ein anderer Mitstreiter, Ted hätte den Oberkörper eines 400 Pfund Mannes.

Nun zur Geschichte: Ted brach die Zahnarzt-Schule ab, traf auf den Widerwillen seines Vaters (Kieferorthopäde war sein Beruf) – weil er fühlte, dass er in der Lage sein wird der erste Mann zu sein, der über 700 Pfund drückten wird.

Auch als nur wenige Leute Verständnis für ihn zeigten, hatte Ted seine Prioritäten klar gesetzt und war sich bewusst, dass er große Opfer bringen muss, um sein Ziel zu erreichen. Nachdem er die Schule abbrach, zog er in eine kleine, dunkle und feuchte Abstellkammer mit nur einem Raum und einer Toilette mit Kettenzugspülung, damit er sich komplett auf das Brechen des Rekordes fokussieren konnte.

Jetzt werden manche von euch das für verrückt halten, aber wenn man Ted heute fragen würde, bin ich mir sicher, dass er die erbrachten Opfer nie bereuen wird, die ihm letztendlich möglich machten Geschichte zu schreiben.

5. Angst

Angst kann auf viele Weise definiert werden. Für Kraftsportler ist es meist die Angst vor Misserfolgen, vor Wettbewerben, vor anderen oder bloß die Angst vor neuem, Unbekannten.

Ganz egal welche Angst Du hast, sie muss bezwungen werden, wenn Du vorhast Dein gesamtes Potenzial zu entfalten. Angst ist ein rein psychologischer Prozess und wir können uns trainieren mental stärker zu werden um sie zu überwinden. Unser Geist kann auf Furchtlosigkeit trainiert werden, ganz genau wie wir unsere Muskeln trainieren können stärker zu werden.

Die erfolgreichste Methode eine spezielle Angst zu überwinden, ist das ständige sich selber dieser auszusetzen. Vor allem in Bezug auf Wettkämpfe gilt dies.

Wenn Wettkämpfe Dich beängstigen, Du aber weißt, dass es sehr lohnend für Dich sein wird dort anzutreten, dann ist es das Beste sich direkt in dem nächstmöglichen Wettkampf einzutragen. Du wirst merken, je mehr Wettkämpfe Du machen wirst, desto weniger wird ein Druck der Angst auf Dir lasten anzutreten.

Rationalisierung ist eine weitere Technik, die benutzt werden kann diverse Ängste zu überwinden. Als Beispiel: Sagen wir Du bist ein Powerlifter auf Elite-Niveau und hast bereits sehr souverän 980 Pfund auf einem Wettkampf in die Wertung gebracht, aber Du kommst auf Biegen und Brechen nicht über den Gedanken hinweg die 1000 Pfund auf Deinem Rücken lasten zu haben.

(Natürlich ist es dasselbe Szenario bei Deinem ersten mal 300 Pfund im Bankdrücken oder 500 Pfund im Kreuzheben, oder was auch immer Du für Probleme mit verschiedenen Gewichtssteigerungen hast.)

Wenn Du an Zahlen denkst, dann bist Du nervös und kannst es Dir nicht vorstellen, dass Du in der Lage bist es zu bewältigen. Es wirkt auf Dich wie eine undurchdringbare Mauer, an der Du immer wieder hängen bleibst und nie die Fähigkeit haben wirst, sie zu überwinden.

Als erstes musst Du realisieren, dass andere schon diese Mauer durchbrochen haben und Du nicht eine absolute Ausnahme von ihnen bist, also gibt es logisch gesehen keinen gültigen Grund zu glauben Du könntest nicht.

Außerdem, begreife: Bevor Du 900 Pfund gebeugt hast, hast Du 800 gebeugt. Und bevor die 800 gebeugt hast, waren da die 700 usw. Du hast es geschafft Dich von einem Kraftlevel zu einem höheren Level hochgearbeitet. Es ist dementsprechend unlogisch zu glauben, Du könntest Dich nicht mehr verbessern.

Diese Art der Gedankenführung bezieht sich nicht nur das erreichen eines bestimmten Kraftlevels, es bezieht sich auf jede Art von Ziel, ganz egal ob auf athletische Weise, professionelle oder persönliche. Es ist außerdem bemerkenswert bei Kraftsportlern zu beobachten, dass Barrieren stärker zu werden meist im Bereich von "besonderen Zahlen" vorzufinden sind.

Schon mal bemerkt wie viele Leute bei 300, 315, 405 oder bei 500 Pfund in verschiedenen Disziplinen steckenbleiben? Das passiert, da diese Zahlen oft psychologische Barrieren sind – keine physiologischen.

Ängste als solche zu entlarven ist ein großer Schritt sie zu überwinden.

Ich hab mich schon vor vielen Ängsten im Leben gefürchtet. Als ich auf die Matte in meinem ersten Match im Ringen an der Junior High trat, war ich so nervös, dass ich fast ohnmächtig wurde.

Als ich kleiner war, hatte ich Platzangst und wirklich enge Räume brachten mich zur Verzweiflung. Alleine mitten in der Nacht in den Wäldern zu sein, in denen ich aufwuchs, brachte mich fast dazu mir in die Hosen zu scheißen.

Einmal wurde ich fast ohnmächtig, als ich mit einem attraktiven Mädchen reden wollte, das mich mochte. Als ich zu ihr rüber lief um mit ihr zu reden, zitterten meine Beine so stark. Ich fiel fast direkt auf die Nase. Meine Freunde lachten sich in diesem Moment so schlapp, ich dachte sie liegen gleich vor Lachen auf dem Boden.

Unabhängig davon, das wichtigste war immer gegen meine Ängste anzugehen. Ich habe mit dem Ringen die gesamte High School und auch bei den Marines weitergemacht, trotzdem dauerte es Jahre diese Angst loszuwerden.

Mein kleinerer Bruder Kurt und ich gruben mehrere Tunnel, die zu unterirdischen Räumen führten – in dem Wald, vor dem ich als Kind solche Angst hatte. Ich zwang mich kopfüber durch diese dreckigen, engen und dunklen Tunnel zu klettern, aus denen es keinen Weg gab umzudrehen, bis ich es ohne zu zögern machen konnte.

Ich hab mich außerdem gezwungen allein mitten in der Nacht tief in die Wälder hineinzulaufen, bis die Dunkelheit mir nichts mehr anhaben konnte.

Und ja, außerdem hab ich wohl gelernt, wie man mit attraktiven Frauen redet ohne sein Bewusstsein zu verlieren.

An diesem Punkt in meinem Leben kann ich mit Fug und Recht behaupten, mich vor nichts mehr zu fürchten. Sollte es in naher Zukunft etwas geben, das mich emotionaler belasten könnte, dann bin ich mir den notwendigen Mitteln bewusst aufkommende Ängste ins Angesicht zu treten und zu überwinden.

Mentale Stärke: Hast Du sie?

Ich hab das Thema "mentale Stärke und deren Entwicklung" hier bloß angeschnitten, aber ich denke mein Standpunkt ist klar; mentale Stärke ist nicht nur lebensnotwendig für Erfolg in allen Bereichen unseres Lebens, sie kann außerdem mit Training entwickelt werden.

Solltest Du hoch angesiedelte Träume haben und Du Dich wirklich dem Erreichen derer verschrieben hast, unterschätz nicht den Wert psychologische Stärke zu entwickelt. Nicht nur um sie als ergänzenden Faktor zu nutzen, sondern um sie zu nutzen Deine physikalische Stärke noch weiter zu entwickeln.

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