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Die Wahl der Lebensmittel

Die Abdeckung der ernährungstechnischen Säuren und Basen

Bulkolly, 29.05.2010

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Ein Artikel von T-nation.com
von John M Berardi

Es ist da draußen, doch ich will verdammt sein, wenn ich es sehen kann

Auch wenn ich mein Bestes gebe, um am Puls der Zeit zu bleiben, was die neusten Untersuchungen zum Thema Ernährung und Supplements angeht, kommt es doch ab und zu vor, dass ich ein wichtiges Thema völlig übersehe. Nehmen wir z.B. Kreatin Monohydrat. Beim diesjährigen Meeting des American College of Sports Medicine hörte ich erstmals von diesem Wundersupplement. Nachdem ich einige naive Fragen gestellt hatte, informierten mich meine beschämten Freunde und Kollegen darüber, dass Kreatin seit Jahren verwendet wird und die vielleicht beliebteste leistungssteigernde Substanz aller Zeiten darstellt.

Zusätzlich hierzu fand ich heraus, dass mindestens 500 Studien zu diesem Thema veröffentlicht worden waren und 70 % von ihnen eine positive Wirkung von Kreatin zeigten. Das muss man sich einmal vorstellen!

Okay, das mit dem Kreatin war natürlich nur ein Scherz, doch es ist eine Tatsache, dass ab und zu ein wichtiges Thema meinem wachsamen Auge entgeht. Doch dies kann man mir nicht zur Last legen. Eine suche unter Pubmed.com, meiner bevorzugten Suchmaschine für wissenschaftliche Studien, fand alleine für das letzte Jahr über 2300 wissenschaftliche Veröffentlichungen zum Thema Ernährung. Das ist eine ganze Menge an Literatur, die man durcharbeiten muss.

Ich sehe das Licht!

Das aktuellste Thema, über das ich bis vor kurzem nicht viel wusste, ist die starke Verbindung zwischen der Nahrungsmittelauswahl und dem Säure-Basen Gleichgewicht des Körpers. Wie viele Leser wissen werden, leite ich die Kampagne gegen das alte Sprichwort Eine Kalorie ist eine Kalorie. Ich habe zu diesem Thema sogar einen eigenen Artikel geschrieben.

Während sich mein Kreuzzug bisher auf die richtige Nahrungsmittelauswahl zur Steigerung der thermischen Wirkung und die Optimierung der hormonellen Reaktion auf unterschiedliche Nahrungsmittel konzentrierte, habe ich vor kurzem eine völlig neue Waffe mit in mein Arsenal aufgenommen. Unterschiedliche Nahrungsmittel können basierend auf ihrer Verdaulichkeit, ihrer Mikronährstoffzusammenstellung, ihrem Proteingehalt und einer Reihe anderer Faktoren zu deutlichen Schwankungen des Säure-Basen Status des Körpers führen. Während sich viele Leser an dieser Stelle vielleicht fragen werden, was dies damit zu tun hat, nackt gut auszusehen, möchte ich diese Leser dazu ermutigen weiter zu lesen und herauszufinden, inwiefern das Säure-Basen Gleichgewicht für die Gesundheit, die Körperkomposition und selbst für die Trainingsleistung von entscheidender Bedeutung sein kann.

Weiterhin werde ich zeigen, wie einige geringfügige Veränderungen bezüglich der Nahrungszusammenstellung und/oder einige wenige kostengünstige Supplements das Säure-Basen Gleichgewicht wiederherstellen können.

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, möchte demjenigen Anerkennung zollen, dem diese gebührt. Ich bin nicht selbst über diese faszinierenden Forschungsergebnisse gestolpert. Es war ein Kollege, Dr. Loren Cordain (Paleo Diet), der mich auf dieses Thema aufmerksam machte. Wenn der Leser nach der Lektüre dieses Artikels also das Gefühl hat, sich bei jemandem für diese Informationen bedanken zu müssen, dann sollte er dies auf PaleoDiet.com tun.

Die Grundlagen der Säure-Basen Ernährung

Wenn Nahrung verzehrt, verdaut und absorbiert wird, dann wird aus jeder Komponente dieser Nahrung in den Nieren entweder eine Säure oder eine Basen bildende Komponente. Und wenn die Summe all dieser Säure oder Basen produzierenden Mikro- und Makronährstoffe zusammengerechnet wird (am Ende einer Mahlzeit oder am Ende des Tages), dann ergibt dies eine kalkulierte Säure-Basen Last. Wenn die Ernährung mehr saure Komponenten liefert, dann wird sich dies ganz offensichtlich in einer netto Säurelast im Körper manifestieren. Und wenn die Nahrung mehr basische Komponenten liefert, dann wird sich dies offensichtlich in einer netto Basen Last im Körper manifestieren.

In der Vergangenheit haben Wissenschaftler nach unterschiedlichen Techniken gesucht, um zu quantifizieren, ob ein Nahrungsmittel Säuren oder Basen produziert. Eine Methode, die häufig verwendet wurde, war die Ascheanalyse. Bei dieser Technik wird ein Nahrungsmittel verbrannt und die Asche wird analysiert, um zu bestimmen, wie viel des Nahrungsmittels Säure und wie viel Base war. Wenn man die Mikronährstoffe untersucht, die sich in vielen Nahrungsmitteln wiederfinden, dann sieht man folgendes:
  • Saure Anionen in Nahrungsmitteln umfassen Chloride, Phosphor, Sulfate und andere organische Säuren.
  • Basische/alkalische Kationen in Nahrungsmitteln umfassen Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium.
Doch die Ascheanalyse hat ihre Grenzen. Da eine einfache Ascheanalyse von Nahrungsmitteln die Bioverfügbarkeit der Nährstoffe eines Nahrungsmittels nicht mit berücksichtigt, stimmt das Säure-Basen Gleichgewicht des Körpers nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel nicht mit der aufgrund der Ascheanalyse vorausgesagten Säure- oder Basenproduktion überein. Mit anderen Worten ausgedrückt ist die Ascheanalyse nicht besonders effektiv.

Nachdem sie diese Limitierungen erkannt hatten, entwickelten Remer und Manz Nahrungsmittelbewertungswerte, die als PRAL (potentielle Nieren Säurelast) und NAE (netto Säureausscheidung) bezeichnet werden(1). Der NAE Wert kann direkt durch eine Messung der Säure und des Ammoniaks im Urin bestimmt werden, wovon dann das im Urin gemessene Bikarbonat abgezogen wird. Diese Methode liefert eine Netto Säureausscheidung, die direkt auf Messungen im Urin beruht. Dieser Wert reflektiert jedoch die Gesamt-Säure-Basen Last einer gemischten Ernährung und nicht die Säure-Basen Last der einzelnen verzehrten Nahrungsmittel.

Um das Säure- oder Basenpotential eines gegebenen Nahrungsmittels akkurat bestimmen zu können, benötigt man eine andere Technik. Anders als die zuvor erwähnte Technik, kann der NAE Wert indirekt durch eine Aufsummierung aller sauren Anionen aus der oben Erwähnten Methode und eine Subtraktion der basischen/alkalischen Kationen bestimmt werden. Da die Ausscheidung von Anionen und Kationen über den Urin direkt mit der Nahrungszufuhr zusammenhängt, ist es möglich, die Netto Säuren- oder Basenlast anhand der Zusammenstellung der Nahrung abzuschätzen. Diese netto Säuren- oder Basenlast wird als PRAL (potentielle Säurelast der Nieren) bezeichnet.

Somit ist es unter Berücksichtigung der Zusammenstellung der Nahrung, der Bioverfügbarkeit der unterschiedlichen Mikro- und Makronährstoffe der Nahrung (insbesondere Protein), dem Schwefelgehalt der Nahrung und den unvermeidlichen nahrungsunabhängigen organischen Säureverlusten möglich, einen physiologisch bedeutungsvollen Index der Säure- oder Basenlast der konsumierten Nahrungsmittel (PRAL) abzuschätzen.

Für diejenigen, denen die PRAL und NAE Werte der Nahrung egal sind, ist hier eine Zusammenfassung von dem, worüber ich rede. Laienhaft ausgedrückt können Wissenschaftler nun Nahrungsmittel basierend auf ihren Komponenten analysieren und bestimmen, wie die wahre Säuren- oder Basenlast für den Körper ausfallen wird. Wenn man sich immer noch fragt, warum dies von Bedeutung ist, sollte man weiter lesen.

Warum Säure schlecht ist

Jede Zelle des Körpers funktioniert innerhalb eines bestimmten pH Bereichs optimal (der pH Wert ist ein Maß dafür, wie sauer oder alkalisch ein Medium ist). Bei unterschiedlichen Zellen fällt dieser optimale Bereich unterschiedlich aus, wobei jedoch der netto pH Wert des Körpers genau reguliert werden muss. Ein häufig auftretendes Problem besteht bei den meisten industrialisierten Gesellschaften darin, dass unsere Ernährung das produziert, was als chronische stoffwechseltechnische Azidose (Übersäuerung) bekannt ist.

Mit anderen Worten ausgedrückt ist der PRAL Wert unserer Ernährung hoch, was bedeutet, dass wir uns in einem chronischen sauren Zustand befinden. Während es eine Reihe von Krankheitszuständen gibt, die eine ernsthafte stoffwechseltechnische Azidose hervorrufen, reden wir an dieser Stelle von einem subklinischen Anstieg des Säuregrades. Aus diesem Grund würde ein Arzt dieses Problem wahrscheinlich nicht erkennen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alles in Ordnung ist. Die Zellen werden dieses Problem wahrnehmen!

Worin liegt das Problem bei einer chronischen geringfügigen stoffwechseltechnischen Azidose? Nun, da der Körper um jeden Preis einen stabilen pH Wert benötigt, muss jede ernährungsbedingte Säurelast mit Hilfe einer Reihe von homöostatischen Basen produzierenden Mechanismen neutralisiert werden. Auch wenn der pH Wert des Körpers aufrecht erhalten wird und die Untersuchung beim Arzt keine Abnormalitäten zeigt, leiden hierunter viele Zellen des Körpers. Hier sind einige der ernsthaftesten Konsequenzen des Versuchs des Körpers in Anbetracht eines sauren Umfeldes einen konstanten pH Wert aufrecht zu erhalten:
  • Hyperkalziurie (hohe Kalziumkonzentrationen im Urin): Da Kalzium eine starke Base ist und die Knochen den größten Kalziumspeicher des Körpers darstellen, verursacht eine stoffwechseltechnische Azidose eine Freisetzung von Kalzium aus den Knochen. Als Resultat hiervon nehmen osteoklastische (Knochen abbauende) Aktivitäten zu während osteoblastische (Knochen aufbauende) Aktivitäten abnehmen. Das Nettoergebnis dieser Veränderungen ist, dass Knochensubstanz abgebaut wird, um das saure Umfeld im Körper zu neutralisieren. Das Kalzium, das zuvor in den Knochen gespeichert war, wird anschließend mit der Säure, die es neutralisiert hat, ausgeschieden. Hierdurch entsteht eine negative Kalziumbilanz (der Körper scheidet mehr Kalzium aus, als über die Nahrung zugeführt wird) und die Knochen werden geschwächt.(2,3,4,6)
  • Negative Stickstoffbilanz (hohe Stickstoffkonzentrationen im Urin): Glutamin ist für eine Bindung von Wasserstoffionen verantwortlich, um Ammoniak zu bilden. Da Wasserstoffionen sauer sind, agiert Glutamin ähnlich wie Kalzium, um die Azidose im Körper zu neutralisieren. Da die Skelettmuskulatur den größten Glutaminspeicher des Körpers darstellt, verursacht eine stoffwechseltechnische Azidose einen Muskelabbau, um Glutamin aus der Muskulatur freizusetzen. Die bei diesem Muskelabbau freigesetzten Aminosäuren werden dann mit dem Urin ausgeschieden, was einen Nettoverlust an Muskelprotein zur Folge hat.(2,7)
Zusätzlich zu einem Verlust an Knochen- und Muskelmasse, umfassen weitere Folgen einer Azidose:
  • Eine reduzierte IGF-1 Aktivität(4)
  • Eine Wachstumshormonresistenz(4)
  • Eine leichte Schilddrüsenunterfunktion(4)
  • Hyperkortisolemie(4,5)
Interessanterweise scheint sich eine geringfügige stoffwechseltechnische Azidose mit zunehmendem Alter zu verschlimmern. Viele Experten haben spekuliert, dass dies mit einer altersbedingten Abnahme der Nierenfunktion (und der Säureausscheidung) zusammenhängen könnte. Natürlich sind Osteoporose und Muskelschwund beklagenswerte Konsequenzen des Alters. Auch wenn es noch zu früh ist, hierüber etwas Abschließendes sagen zu können, ist es möglich, dass ein Teil dieses Muskelverlustes mit zunehmendem Alter das Resultat einer ernährungsbedingten Azidose sein könnte. Dies würde bedeuten, dass der Einsatz einiger einfacher Säure-Basen Strategien dabei helfen könnte, das Fortschreiten von Osteoporose und Sarkopenie zu verlangsamen.

Was ist falsch mit unserer Ernährung?

Vor kurzem verglichen Sebastian und Kollegen die Ernährung unserer Vorfahren vor der Einführung der Landwirtschaft mit der modernen nordamerikanischen Ernährung(8). Nach einer Auswertung dieser beiden Ernährungsweisen nach dem NEPA Wert (endogene Nettosäureproduktion) – im Grunde genommen dasselbe Maß wie der PRAL Wert – charakterisierte ein Säurelast von -88mEq/Tag die Vorzeiternährung, während die moderne Ernährung eine Säurelast von +48mEq/Tag aufwies. Dies bedeutet, dass die Ernährung unserer Vorfahren sehr alkalisch/basisch war und somit wenig Säure aufwies. Der moderne Mensch ernährt sich hingegen sehr säurereich und somit sehr unterschiedlich von dem, was unsere Evolution vorgibt. Als Resultat ist unsere Ernährung für das verantwortlich, was die Autoren als lebenslange, geringfügige, pathogen signifikante systemische Azidose bezeichneten.

Wie konnten wir so weit vom Weg abkommen? Nun, die Verschiebung von einer netto Basen produzierenden Ernährung zu einer netto Säure produzierenden Ernährung resultiert hauptsächlich aus einer Ersetzung Bikarbonat reicher Pflanzen- und Obstsorten durch stark Säure produzierende Getreideprodukte. Zusätzlich hierzu wird unsere moderne Ernährung meist eine hohe Kaloriendichte und eine schlechte, die Säureproduktion fördernde, Nahrungsmittelauswahl charakterisiert. Zu guter Letzt neigen tierische Proteinquellen zu einer Erhöhung der Säureproduktion.

Wenn man sich fragt, wie sich die eigene Ernährung zusammensetzt, dann sollte man sich folgende Tabelle ansehen. Diese Tabelle umfasst eine Auflistung von 114 weit verbreiteten Nahrungsmitteln und ihre PRAL Werte. Ein negativer PRAL Wert deutet darauf hin, dass das Nahrungsmittel basisch/alkalisch ist, wogegen ein positiver PRAL Wert darauf hinweist, dass das entsprechende Nahrungsmittel Säure produziert. Ein Wert von 0 zeigt an, dass das Nahrungsmittel neutral ist.

Nahrungsmittelgruppe und Nahrungsmittel

PRAL Wert (mEq/Tag)

Fleisch und Fleischprodukte im Durchschnitt

mageres Rindfleisch
Hühnchen
Corned Beef aus der Dose
Frankfurter Würstchen
Leberwurst
Frühstücksfleisch
mageres Schweinefleisch
Rumpsteak
Salami
Truthahnfleisch
Kalbfleisch

9.5

7.8
8.7
13.2
6.7
10.6
10.2
7.9
8.8
11.6
9.9
9.0

Fisch im Durchschnitt

Kabeljaufilet
Schellfisch
Hering
Forelle

7.9

7.1
6.8
7.0
10.8

Milch,Milchprodukte und Eier

Milchprodukte (ohne Käse) im Durchschnitt
proteinarmer Käse im Durchschnitt
proteinreicher Käse
im Durchschnitt

Buttermilch
fettarmer Cheddar
Gouda
Hüttenkäse
Sauercreme
Ein (ganz)
Eiklar
Eigelb
Hartkäse
Eiscreme
Vollmilch
Vollmilch pasteurisiert
Parmesankäse
verarbeiteter Läse
Vollmilchjoghurt mit Frucht
Vollmilchjoghurt natur

 

1.0
8.0
23.6

0.5
26.4
18.6
8.7
1.2
8.2
1.1
23.4
19.2
0.6
1.1
0.7
34.2
28.7
1.2
1.5



Nahrungsmittelgruppe und Nahrungsmittel

PRAL Wert (mEq/Tag)

Zucker und Süßigkeiten im Durchschnitt

Milchschokolade
Honig
Kuchen
Marmelade
weißer Zucker

4.3

2.4
-0.3
3.7
-1.5
-0.1

Gemüse im Durchschnitt

Spargel
Brokkoli
Karotten
Blumenkohl
Sellerie
Chicoree
Gurke
Eierpflanze
Lauch
Salat
Pilze
Zwiebeln
Paprika
Kartoffeln
Radieschen
Spinat
Tomatensaft
Tomaten
Zucchini

-2.8

-0.4
-1.2
-4.9
-4.0
-5.2
-2.0
-0.8
-3.4
-1.8
-2.5
-1.4
-1.5
-1.4
-4.0
-3.7
-14.0
-2.8
-3.1
-2.6



Nahrungsmittelgruppe und Nahrungsmittel

PRAL Wert (mEq/Tag)

Obst,Nüsse und Säfte im Durchschnitt

Apfelsaft
Äpfel
Aprikosen
Bananen
schwarze Johannisbeeren
Kirschen
Traubensaft
Haselnüsse
Kiwi
Zitronensaft
Orangensaft
Orangen
Pfirsiche
Erdnüsse
Birnen
Annans
Rosinen
Erdbeeren
Walnüsse
Wassermelone

-3.1

-2.2
-2.2
-4.8
-5.5
-6.5
-3.6
-1.0
-2.8
-4.1
-2.5
-2.9
-2.7
-2.4
8.3
-2.9
-2.7
-21.0
-2.2
6.8
-1.9

Getreideprodukte

Brot im Durchschnitt
Mehl im Durchschnitt
Nudeln im Durchschnitt

Roggenmischbrot
Roggenbrot
Weizenmischbrot
Weizenbrot
Weißbrot
Cornflakes
Roggencracker
Einernudeln
Haferflocken
brauner Reis
weißer Reis
Roggenmehl
weiße Spaghetti
Vollkornspaghetti
Weizenmehl

 

3.5
7.0
6.7

4.0
4.1
3.8
1.8
3.7
6.0
3.3
6.4
10.7
12.5
1.7
5.9
6.5
7.3
8.2



Nahrungsmittelgruppe und Nahrungsmittel

PRAL Wert (mEq/Tag)

Hülsenfrüchte im Durchschnitt

Grüne Bohnen
Linsen
Erbsen

1.2

-3.1
3.5
1.2

Fette und Öle im Durchschnitt

Butter
Margarine
Olivenöl
Sonnenblumenöl

0

0.6
-0.5
0.0
0.0

Getränke

Akalireich im Durchschnitt
Akaliarm im Durchschnitt

Fassbier
helles Bier
Stout
Coca-Cola
Kakao
Kaffee
Mineralwasser
Rotwein
Tee
Weißwein

 

-1.7
0

-0.2
0.9
-0.1
0.4
-0.4
-1.4
-1.8
-2.4
-0.3
-1.2


*Diese Tabelle wurde aus der oben erwähnten Remer und Manz Studie(1) entnommen und jeder PRAL Wert basiert auf 100 Gramm des entsprechenden Nahrungsmittels.

So bringt man einen Säure-Basen Haushalt ins Gleichgewicht

Nach Durchsicht diese Liste sollte es offensichtlich sein, dass sowohl unsere moderne Ernährung als auch die typische Ernährung eines Sportlers suspekt ist. Selbst eine proteinreiche Ernährung, die reich an "sauberen" Vollkornprodukten ist, wird eine Netto Säurelast kreieren. Da gezeigt werden konnte, dass eine Neutralisierung der westlichen Ernährung ohne Veränderung der Energiezufuhr oder Makronährstoffzusammenstellung die Gesundheit der Knochen verbessern, die Stickstoffbilanz in den positiven Bereich zu verschieben, die Kortisolkonzentration im Blut reduzieren, die Schilddrüsenhormonproduktion steigern und die erwähnte Wachstumshormonresistenz umkehren kann, ist es wichtig, dass Sportler die richtigen Schritte unternehmen, um ihre Ernährung von der erwähnten chronischen stoffwechseltechnischen Azidose weg zu verschieben. Hier sind einige Schritte, mit deren Hilfe man dieses Ziel erreichen kann:
  • Man sollte die obige Tabelle verwenden, um den PRAL Wert für jede Mahlzeit zu berechnen. Um dies zu tun, schreibt man einfach die Menge eines jeden Nahrungsmittels (in 100 Gramm) auf und multipliziert diese Zahl mit dem entsprechenden PRAL Wert aus der Liste. Wenn man z.B. 250 Gramm mageres Fleisch gegessen hat, dann ist der PRAL Wert hierfür 7,8 (Wert für 100 Gramm) multipliziert mit 2,5 (für die 250 Gramm Portion), was 19,5 ergibt. Wenn man außerdem 250 Gramm Kartoffeln gesessen hat, dann ist der PRAL Wert hierfür -4 (Wert für 100 Gramm) multipliziert mit 2,5 (für die 250 Gramm Portion), was -10 ergibt. Wenn man zusätzlich noch 100 Gramm Spinat gegessen hat, dann ist der PRAL Wert für den Spinat -14. Wenn man nun die PRAL Werte dieser Nahrungsmittel aufaddiert, dann ergibt sich 19,5 (Fleisch) -10 (Kartoffeln) -14 (Spinat) = -4,5. Dies bedeutet, dass eine Mahlzeit aus 250 Gramm magerem Fleisch, 250 Gramm Kartoffeln und 100 Gramm Spinat einen PRAL Wert von -4,5 aufweist. Mit anderen Worten gesagt, ist diese Mahlzeit alkalisch und das ist genau das, worauf wir aus sind.
  • Nach der Berechnung des basischen oder sauren Potentials der Mahlzeit, sollte man unabhängig vom Ergebnis zusätzliches Gemüse hinzufügen. Man kann immer von mehr Gemüse in der Ernährung profitieren. Viele Knochenspezialisten erkennen langsam, dass der effektivste Weg zur Verbesserung der Knochengesundheit im Verzehr von viel Obst und Gemüse besteht(3).
  • Wenn man eine große Mahlzeit zu sich nimmt, die insgesamt Säure produzierend wirkt und keine weiteren basischen Nahrungsmittel hinzufügen möchte, dann sollte man in Betracht ziehen, eine geringe Menge an Glutamin zu dieser Mahlzeit hinzuzufügen. Von einer endogenen Glutaminsupplementation konnte gezeigt werden, dass sie eine Azidose neutralisieren kann(7).
  • Eine billigere Alternative zu einer Glutaminsupplementation ist entweder eine Natriumbikarbonat oder eine Kaliumbikarbonat Supplementation. Man kann Natrium Bikarbonat (in Form von Backpulver) zu Getränken – inklusive Proteinshakes – hinzufügen, die sich etwas mehr auf der sauren Seite der Waage befinden (siehe Milch oben). Eine kleine Dosis von 2 bis 5 Gramm Backpulver würde ausreichen, um den Shake zu neutralisieren. Eine Alternative zu Backpulver ist Alka-Seltzer.
  • Der Verzehr von natriumreichen Nahrungsmitteln kann das basische Potential einer Mahlzeit erhöhen und die Säurewirkung reduzieren

Einige zusätzliche Bemerkungen zu Protein

Viele Ärzte, Ernährungswissenschaftler und Experten für Sporternährung haben tierisches Protein aus mehreren Gründen, zu denen auch die Auswirkung auf die Säurelast der Nieren gehört, getadelt. Auch wenn es wahr ist, dass tierisches Protein (insbesondere Fleisch) einen hohen PRAL Wert besitzt, finde ich es interessant, dass dieselben Experten eine getreidereiche Ernährung propagieren. Wie man aus der Tabelle oben ablesen kann, wirken Getreideprodukte stark Säure bildend.

Eine andere interessante Tatsache ist, dass eine proteinreiche Ernährung zwar Säure bildend wirkt, aber gleichzeitig auch einem Teil ihres eigenen Potentials für eine Erhöhung der Säurelast entgegen zu wirken scheint(9). Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass Protein eine Säurelast produziert, aber gleichzeitig auch die Kapazität des Körpers erhöht, diese Säuren auszuscheiden. Kein anderes Säure bildendes Nahrungsmittel ist hierbei so effektiv wie Protein. Abgesehen davon ist es wie bei allen anderen Säure bildenden Nahrungsmitteln ausreichend, genügend basisch wirkende Nahrungsmittel zu konsumieren, um die Säurelast zu neutralisieren.

Schlussfolgerung

Auch wenn nur einige wenige Personen im Bereich der Sporternährung vom Säure-Basen Gleichgewicht reden, bedeutet dies nicht, dass es nicht wichtig ist. Die Anwendung einiger einfacher Strategien zur Neutralisierung einer säurehaltigen Ernährung kann den Unterschied zwischen einer chronischen geringfügigen Azidose – und dem hiermit in Verbindung stehenden Knochen- und Muskelabbau sowie dem veränderten hormonellen Profil - und einer gesunden, alkalischen Ernährung ausmachen.

Referenzen

  • 1) Remer and Manz, J. Am Diet Assoc. 95: 791-797, 1995.
  • 2) Frassetto et al, J Clin Endocrinol Metab. 82: 254-259, 1997.
  • 3) New, Proc Nutr Soc. 61(2): 151-164, 2002.
  • 4) Wiederkehr et al, Swiss Med Wkly. 10:127-132, 2001.
  • 5) Maurer et al, Am J Physiol Renal Physiol. 284(1): F32-40, 2003.
  • 6) Buclin et al, Osteoporos Int. 12: 493-499, 2001.
  • 7) Welbourne, et al. JPEN. 18(3): 243-7, 1994.
  • 8) Sebastian et al. Am J Clin Nutr. 76(6): 1308-1316, 2002.
  • 9) Remer et al, Eur J Nut. 40(5): 214-20, 2001.

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