"Sprechstunde bei Dr. Andro" - in dieser Rubrik hier bei Team-Andro nimmt Dr. Andro es für euch mit den sport- und medizinwissenschaftlichen Datenbanken dieser Welt auf. In Ausgabe 3 seiner Kolumne setzt er sich mit dem heißen Thema EMG-Messungen im Kraftsport auseinander.
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Einleitung
Bereits seit der Antike bewegt Trainer wie Athleten die Frage, welches die exercicii optima, oder zu Deutsch, die Top-Übungen und Trainingsmethoden für die jeweiligen Disziplinen seien. Stand bei PHILOSTRATOS ca. 200 n. Chr. das Ringen mit wilden Tieren noch ganz oben auf der Liste der effizientes Trainingsmethoden (GRIVETTI und APPLEGATE, 1997), führen heute zumeist die so genannten "Grundübungen" (Kniebeuge, Bankdrücken, etc.) die überall im Internet aushängenden Ranglisten der effektivsten Übungen zur leiblichen Ertüchtigung an.
Kaum eine der rund 33.700 Internetseiten (Quelle: GOOGLE-Suche), die sich damit rühmen die 3, 5, 10 oder auch 20 "most effective exercises", oder zu Deutsch die "effektivsten Übungen", für die unterschiedlichsten Körperpartien zusammengestellt zu haben, geben jedoch an, auf welche Weise die vermeintliche "Effektivität" der jeweiligen Übungen gemessen wurde. Und selbst unter den unzähligen, im gut sortierten Buchhandel verfügbaren Ratgebern für einen flacheren Bauch, einen knackigeren Po und einen dickeren Bizeps, existiert kaum ein Werk, dessen Inhalt man guten Gewissens als wissenschaftlich fundiert bezeichnen könnte.