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Archiv

Vom Diäten und der Arbeit mit Ernährungscoaches

Iron Evolution Phase 8

Friedhofschiller, 24.04.2012

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Ein Artikel von T-Nation.com
Von Dave Tate

Coaching hat meinen fetten Hintern gerettet.

In der letzten Ausgabe dieser Serie habe ich meinen langen, schmerzhaften Weg zur Rückgewinnung der Beweglichkeit meines Körpers beschrieben, der dem 20-jährigen Raubbau an meinem Körper geschuldet war.

Dieser Artikel wird noch weiter die Wichtigkeit dieses Unterfangens beschreiben: Meinen Weg vom Fettsack mit grauenvollen Essgewohnheiten und dazu passenden Blutwerten zu einem definierteren, muskulöseren und gesünderen Menschen.

Diese Ausgabe behandelt auch das Coaching. In den gesamten Artikeln beschrieb ich, dass meine Mentoren einen großen Einfluss auf meine Entwicklung als Athlet und als Mann hatten.

Ganz egal ob es die Kerle im alten Kellerstudio waren, die mich mit 16 Jahren zu sich aufnahmen, meine Bodybuildingmentoren bei Hard Bodies oder der brillianteste Powerlifting-Coach von allen: Louie Simmons waren, ich bin jedes mal gesegnet gewesen mit solch großartigen Leuten an meiner Seite, die meinen Wandel lenkten.

Ich habe auf sie gehört (Ok, am Anfang nicht immer), ich habe von ihnen gelernt und durch ihre Leitung ein paar beeindruckende Dinge erreicht. Um diesen Segen zurückzugeben, versuche ich so vielen Leuten wie möglich zu helfen – durch mein persönliches Wirken und durch meine Firma eliteFTS.com.

2006

2006 war ich Fett und aufgedunsen, ich konnte mich kaum noch bewegen. Ich war allerdings auch ein Powerlifter – ein komplett zerstörter – und es war nicht der Fall dass man mich nicht mehr erstnahm weil ich kein Sixpack hatte. Der Gedanke meine Bauchmuskeln sehen zu können, war ungefähr so reizend wie Bankdrücken und Floor Presses für Kabelziehen für eine "Definition meiner Brust" einzutauschen.

Auf den Boden der Tatsachen wurde ich dann allerdings zurückgeholt als meine jährliche Blutabnahme gemacht wurde. Dr. Eric Serrano sagte mir, dass meine Blutwerte ERSCHRECKEND waren. Cholesterin, HDL/LDL Verhältnis und die Triglyceride waren jenseits von Gut und Böse.

Das hat mich eigentlich nicht beeindruckt – in den Jahren habe ich mich so vielen Verletzungen zutun gehabt und Doktoren, die mir sagten dass es ein Wunder wäre dass ich noch laufen könnte. Daher war dieser Wisch vom Doktor für mich nichts Besonderes – doch dann fragte Serrano mich, ob ich meine Kinder erleben will wie sie die High School abschließen.

Um das zu schaffen, müsste ich mich zusammenreißen und endlich was ändern. Es musste zum obersten Ziel werden.

Zum Dasein als guter Coach gehört das Kennen der eigenen Möglicheiten. Als Kraftcoach bin ich mir sicher, dass ich jedem helfen kann, der stärker unter der Langhantel oder auf seinem Sportfeld sein möchte.

Das ganze Gespiel mit der Körperkomposition ist nicht mein Metier. Es ist sterbenslangweilig für mich und wenn etwas mich langweilt, dann bin ich da auch nicht gut drin und tue es nicht mehr – solange es keine Priorität von mir ist, denn dann muss ich mir einen Coach anheuern, der mir dabei hilft.

Dr. John Berardi

Von John Berardi habe ich durch unsere Gemeinsame Tätigkeit für T-Nation gehört und ein paar Seminare mit ihm gehalten. Ich wusste dass er schlau ist und gut reden kann und nicht wie man von vielen Bodybuilding-Coaches gewohnt ist, hat er eine akademische Laufbahn hinter sich.

Verstehe mich nicht falsch, es kommt auf die praktische und nicht die theoretische Erfahrung an, doch ich habe ebenfalls Biochemie im Spezialfeld Ernährung studiert und Physiologie. Ich wollte jemand mit dieser Art Bildung, der mir bei meinem sehr speziellen Problem helfen sollte.

Ich folge den Anweisungen von Dr. Serrano; ich machte Fortschritte mit "sauberem" Essen, was für mich bedeutete: Eier, Huhn, Reis, Gemüse und kein Junk Food. Mit anderen Worten – Bodybuildingstil der 80er.

Doch immer wenn ich "sauber" aß, landete ich mit Krämpfen vor der Toilette und kotzte mir die Galle aus dem Bauch. Schon eine Stunde später konnte ich es nicht mehr in mir behalten, ganz egal ob ich das Eiweiß änderte oder andere Carbs versuchte – ich aß und eine Stunde später lag es in der Toilette.

Das Verrückte war, dass wenn ich auf mein Junk Food zurückgriff, alles in Ordnung war. War die Mahlzeit aber auch nur einigermaßen sauber, landete sie im Porzellan-Thron.

Als ich meinen Trainingspartnern davon erzählte, lachten sie sich die Eier ab, doch Berardi nahm die Sache ernst. Er wusste, dass er mir die Sache wirklich vermitteln und mir die gesundheitlichen Vorteile von sauberem Essen verdeutlichen musste.

Daher fing er von vorne an. Ich musste ihm erstmal literweise Blut von mir geben, mit denen jeder erdenkliche Test gemacht wurde – ein Glukose-Toleranz Test inklusive. Berardi gab mir eine Liste von verschiedenen Nahrungsmitteln mit jeweiligen Kochrezepten und ließ mich probieren.

Um meine Meinung anzugehen, dass alle gesunden Nahrungsmittel scheußlich wären, musste ich verschiedene Kochrezepte ausprobieren die schnell, einfach und lecker sein sollten. Ich habe nie nach Rezept gekocht und nun machte ich mir "Dr. Johns Chilli" und diesen Erdnussbutter-Shake, der besser schmeckte als jeder Milchshake.

Das war ein großer Schritt für mich, denn ich sah Essen entweder als "lecker" oder "gesund" an – was bedeutet dass ich und meine Familie bestimme Lebensmittel liebten oder hassten. Und wie jeder weiß, wenn eine Person des Haushalts auf Diät ist, sind es irgendwie die anderen auch.

Meine Frau und Kinder aßen was sie wollten, doch es war immer einfacher wenn alle dasselbe aßen. Meine Kinder mochten das neue saubere zum Teil lieber als Junk Food und ich konnte es sogar unten behalten.

Ich habe schon einen Artikel über Berardi gelesen, insgesamt habe ich mit Berardi in einem Jahr 50 Pfund abgenommen. Meine Blutwerte sind viel besser und es änderte meine gesamte Auffassung vom Essen. JB hat meine Gesundheit gerettet.

Nachdem ich dies geschafft hatte und meine neuen Angewohnheiten betrachtete, fühlte ich mich wirklich wohl in meiner Haut und sah das Ziel als erreicht an. Das war, wie ich im Nachhinein merkte, ein großer Fehler.

Da ich "fertig" war, hörte ich mit dem Kontakt mit Berardi auf. Ich wollte eine Pause machen, bevor ich in die "Erhaltung" überging, auch wenn ich noch gar nicht wusste was das sein sollte!

Ich verstehe nun, dass man den Coach am meisten braucht, wenn das Ziel erreicht ist – der Übergang von der Diät zum Alltag ist das Schwierigste.

Ich verfiel wieder in alte Gewohnheiten zurück und aß wieder exzessiv Junk Food. Ehe ich mich versah, war ich wieder 30 Pfund schwerer. Schonwieder brauchte ich Hilfe.

Justin Harris

2007 nahm ich Bodybuilder Justin Harris in die eliteFTS Familie auf und sponserte ihn. Er war auch Coach und ich war fasziniert von dem Wandel seiner Klienten für eine Bodybuildingshow. Ich fragte ihn immer mal wieder um Rat.

Justin sah meine Fortschritte mit Berardi und war enttäuscht, dass ich die Sachen danach zu liegenlassen hab. "Du hast den besten Teil der Sache nicht miterlebt, den Rebound!"

"Rebound?" Fragte ich. "Du meinst 20 Pfund Fett in einer Woche? Keine Angst, schon zu genüge erlebt."

"Nein", sagte er. "Wo man 10 Pfund Muskeln in einem Monat aufbaut."

10 Pfund Muskeln? Jetzt war ich neugierig.

Justin erklärte mir, dass der Körper nach einer Diät nach Nährstoffen schreit und sehr empfindlich auf diese reagiert. Es ist eine magisches "Fenster", in dem der Körper alles bekommen was er braucht – viele viele Kalorien und zwei Workouts täglich – dies baut Muskeln auf und lagert Glykogen in beachtlichen Ausmaßen an. Gleichzeitig sind die Fettzuwächse kaum bemerkbar.

Ich wollte es.

Es gab einen Haken. Ich musste wieder viel magerer werden.

Mit JB kam ich vom Fettsack zu trockenen 8% KFA, doch dann hörte ich auf. Justin sagte, dass ich dort einen oder zwei Monate strenge Diät hätte anschließen sollen, sodass der Rebound am besten von statten gehen könnte.

Die erste Anweisung war einfach: hör auf mit dem was Du jetzt tust.

Da ich recht massig war, sagte Justin dass ich nicht wie ein magerer Bodybuilder diäten sollte. Er hatte eine Menge Ideen im Kopf und bräuchte ein Versuchskaninchen dafür.

Die meisten von Justins Klienten waren Wettkampfbodybuilder und er konnte es sich nicht leisten, bei ihnen etwas Neues auszuprobieren. Das Risiko wäre einfach zu hoch gewesen dass es schief geht. Da ich nur mager genug für den Rebound werden wollte, erklärte ich mich bereit alles zu tun was er möchte.

Am Anfang ließ mich Justin die Carbs cyclen. An niedrigen Tagen waren es ungefähr 100 Gramm, an moderaten Tagen 200-300 und an hohen Tagen 500 Gramm. Zusätzlich gab es den einen oder anderen Zero-Carb Tag und den exzessiven Carb-Tag, an dem ich 1200 Gramm aß.

Wöchentlich sendete ich Justin Fotos und je nach meinem Aussehen veränderte er die Verhältnisse der Makronährstoffe. Je definierter ich werde, desto mehr Carbs durfte ich haben. Diese Änderungen waren in der Tat wöchentlich.

Das Training änderte sich ebenfalls. Bei Berardi war vorausgesetzt, dass ich einfach wüsste wie ich zu trainieren hätte, daher kümmerte er sich nur um die Diät und ergänzte zwischendurch Cardio.

Bei Justin musste das Training auf die Diät abgestimmt sein. Das bedeutete, dass die trainingsfreien Tage auch ohne Carbs waren, während an den Trainingstagen moderat oder viele Carbs zu essen waren. Super hohe Tage wurden nur bei Unterkörper-Tagen gemacht. Cardio fing bei Null an und steigerte sich auf viermal die Woche 45 Minuten.

Das war ein echter Krampf für mich. Jeder Tag erforderte verschiedene Mahlzeiten und jede Woche bestand aus verschiedenen Essentagen, sodass ich nicht einmal in ein Muster verfallen könnte wo Montag niedrig und Samstag hoch wäre oder was auch immer. Es hing ganz alleine von meinem Aussehen ab.

Die Unterkörpertage waren die einfachsten, da ich dort weniger Essen vorbereiten musste, wohingegen die hohen Tage erforderten dass ich mit einer Kühltasche umherdackelte. Je schlimmer es wurde, desto weniger ging ich aus meinem Haus und ließ meinen Kühlschrank keine 2 Stunden alleine. Dies wirkte sich auf meine Familie und mein Gemüt aus, doch es funktionierte verdammt nochmal.

Ich habe sogar in dieser Diät Muskeln aufgebaut und meine beste Definition meines Lebens erreicht – 235 Pfund trocken und voll. Ich liebte diesen Look und habe in dieser Zeit viele Fotos gemacht.

Dann war ich bereit für den Rebound. Ich zählte die Tage bis ich wie ein Schwein fressen konnte und wieder schwer trainieren durfte. Ich war so heiß drauf, ich buchte schon einen 10-tägigen Urlaub um die Diät abzuschließen.

Ein weiterer großer Fehler. Auch wenn ich so viel wie möglich trainierte und so sauber wie möglich aß, war ich trotzdem im Urlaub – das bedeutet, dass ich sehr viel Mist aß. Ich aß den ganzen Tag Mist.

In 10 Tagen legte ich dementsprechend 50 Pfund zu. Als ich aus dem Urlaub zurückkam, erkannten mich meine Mitarbeiter nicht wieder. Besonders Wendler hat sich fast eingekackt als ich zur Tür reinkam. Ich nahm von 235 auf 285 zu und die Wasserretentionen waren unfassbar. Es tat weh zu laufen, Training ging, und mein Gesicht sah aus als würde es gleich platzen. Ich vermisste mein Körpergefühl mit 235 Pfund!

Ich schaffte also einen tollen Rebound, doch sah ich auch wie ein Schwein. Das Wasser ging langsam raus und der Caliper sagte mir, dass ich 10 Pfund Muskeln zunahm – doch Caliper sind trügerisch wenn man ein fettes Schwein ist.

Wenn ich mein Aussehen und meine Kraft betrachte, würde ich sagen dass ich 3-4 Pfund Muskeln und eine Wagenladung an Wasser und Fett zugelegt hatte.

Verstehe mich nicht falsch – das Konzept funktioniert, doch bin ich ein schrecklicher Schüler gewesen.

Ich wollte Justin nachdem ich das Wasser los war kontaktieren, doch letztendlich war ich zu beschäftigt und aß wieder wie froher. Hey, ich hatte Stress, eine Familie und eine Firma zu managen. Außerdem hatte ich ja die geilen Fotos; da konnte es ja egal sein wie ich jetzt aussehe, oder?

Großer Fehler, schonwieder.

2009 auf mich allein gestellt

2009 war ein schweres Jahr. In der Rezession musste ich meiner Firma noch mehr Aufmerksamkeit schenken und auch meine Familie durfte nicht zu kurz kommen. Das Training war auf Autopilot geschaltet, dies bedeutete dass ich ein normales Grundlagentraining machte – doch blieben mir nur die Übungen, die ich einigermaßen schmerzfrei machen konnte.

Mein Plan bestand darin, dass ich eine Grundübung nahm die nicht so schmerzte, wie Floor Press oder Yoke Bar Squats, und ich sie trainierte als würde ich mich auf einen Meet vorbereiten. Es war eine witzige Abwechslung vom Bodybuildingtraining und die Last des schweren Gewichts war wie der Besuch eines alten Freundes.

Ich verfiel allerdings auch in alte Gewohnheiten zurück. Je mehr ich wie ein Powerlifter trainierte, desto schlechter aß ich. Mein Gewicht ging wieder hoch und die alten Verletzungen meldeten sich wieder.

Am Ende des Jahres 2009 war ich – schon wieder – ein fetter, kaputter, ehemaliger Powerlifter.

2010 Shelby Starnes

Justin Harris widmete sich seiner Weiterbildung, machte weiter Vorbereitungen, arbeitete Vollzeit, zog eine Familie auf und arbeitete mit Profi-Bodybuildern. Ich wollte ihm nicht noch mehr Arbeit bescheren. Berardi war mit seiner Firma Precision Nutrition beschäftigt und daher brauchte ich einen neuen Coach. Shelby Starnes hatte einen Log bei EliteFTS und eine Meng emeiner Kunden arbeiteten schon mit ihm zusammen.

Ich bezweifelte dass es so gut werden würde, ich wollte keinen Nazi der mir täglich Cardio verordnete während ich dreimal täglich Reis mit Huhn aß, besonders weil ich dies von Berardi nicht gewohnt war.

Shelby stellte sich als etwas ganz Anderes heraus. Er war eine Mischung aus Berardis Alltagstauglichkeit und Justins hardcore-Bodybuilding-Ansatz. Wir nahmen als Grundgerüst Carb Cycling und ich konnte mir Nahrungsmittel aus einer vorher festgelegten Liste aussuchen, solange die Mengenangaben den Parametern entsprachen.

Es war relativ einfach dies zu tun und innerhalb weniger Monate war ich unter 8% Körperfett. Interessant war diesmal, dass normalerweise unter 8% mein Körper rebelliert. Diesmal nicht und dies schulde ich Justins Ansatz, mein Körper gewöhnte sich an diesen niedrigen KFA.

Shelby benutzte das typische Muster des Cyclings: High, Medium, Low. Es gab keine super hohen oder super niedrigen Tagen wie bei Justin und für eine lange Zeit gab es auch keine Schummelmahlzeiten.

Sehlby sagte, dass Schummelmahlzeiten konterproduktiv seien bevor ich wirklich mager bin, sie würden nur als mentale Pause funktionieren. Er stelle außerdem fest, dass ein Tag mit sehr viel Carbs besser für mich sei als eine Schummelmahlzeit.

Shelby würde meinen Trainingslog beobachten und wenn die Zahlen in den Keller wandern, gab es mehr Carbs für mich. Dies war wie auch sonst meist an Unterkörpertagen. Er wusste wo es letztes mal scheiterte und griff so vorher ein: Der Übung von Diät in die Erhaltungsphase.

Er gewährte mir bestimmte Lebensmittel und sogar vorher festgeschriebenes Fast Food, was dann für die Tagesbilanz berücksichtigt werden musste.

Dies war nicht die Art für normale Bodybuilder, aber es würde für mich strenger einfach keinen Sinn machen, da ich es eh nicht befolgen würde. Es baute den Plan sehr bedacht um meine Bedürfnisse auf, die ja letztendlich nicht die eines Wettkampfathleten waren.

Auch wenn Huhn mit braunem Reis ideal gewesen wäre, in ein paar Monaten tat auch ein Triple-Chicken Sub auf Vollkornbrot seinen Dienst. Shelby rechnete dies ein und die Offseason verlief sehr gut.

Ich muss hier anmerken, dass zu Zeiten meiner Arbeit mit Justin der Herr Tim Patterson von Biotest mit mir Kontakt aufnahm und er mir von ein paar neuen Supplements ums Training herum erzählte. Auch wenn kein Produkt einen Namen hatte oder Geschmack hatte, bot er mir eine Ausstattung mit dem neuen Zeug an.

Das Zeig schmeckte nach Arsch (hatte ich erwähnt dass es ohne Geschmack war?), doch weil ich es umsonst bekam, beschloss ich es runterzuwürgen.

Ich war fasziniert. Schon nach einer Woche merkte ich den Unterschied. Ich war so beeindruckt, dass Shelby und Justin das Zeug in meine Diät einbauen sollten.
Heute heißen die Sachen Anaconda Anabolic Load und MAG-10 Anabolic Pulse. Der nachfolgende Plan ist der exakt von Tim aufgestellte:

[Anmerkung des Übersetzers: Anaconda ist eine Mischung aus Casein Hydrolysat und Citrullin, einem Creatin und Beta-Alanin Komplex und einer Menge Elektrolyte.
Mag-10 ist ähnlich, beide Komponenten sollen zusammen genommen werden.]
  • Anaconda – 2 Scoops
  • Mag-10 – 2 Scoops
  • Surge Workout Fuel [Anmerkung des Übersetzers: Ein Kohlenhydrat-Aminosäuren-Energiekomplex] – 1-3 Scoops nach erlaubten Carbs des Tages
  • Flameout [Omega 3 und 6 Fettsäuren] – 6 Kapseln täglich
  • Curcumin – 6 Kapseln täglich
Am meisten änderte sich das Surge Workout Fuel; je nach meinen Carbs am Tag musste es niedrig oder hoch dosiert werden.

Weiterhin trank ich zwei Shakes am Tag und benutzte Rhodolia wenn ich mich schlecht fühlte.

Shelby stimmte mein Training auf die Carbs ab, so dass ich an High-Carb Tagen schwer trainieren konnte. Wir behielten eine ausgewogene Mischung aus Bodybuilding und Powerlifting. Auch wenn ich nie wieder als Powerlifter antreten könnte, brauchte ich die Last der schweren Gewichte um mich wohl zu fühlen – besonders mit so wenig Kalorien.

Meine Form war beachtlich und die meisten Bilder auf T-nation von mir entstanden in der Zeit mit Shelby. Gleichzeitig blieb ich viel länger in so guter Form. Dies lag an dem neuen Ansatz von Shelby, dass ich sauberes und leckeres Essen lockerer sehen konnte und es alltäglich benutzen durfte.

Jetzt hatte ich auch das verstanden, was die Fitness-Arschlöcher täglich von sich geben: "das ist ein Lifestyle!". Das Konzept habe ich noch nicht komplett verinnerlicht, doch ich bemühe mich.

Was würde ich anders machen?

Jeder fette aber starke Kerl fragt sich nun, was ich anders machen würde, damit sie selbst die Fehler nicht auch begehen. Welcher Coach war der beste? Wo habe ich die besten Fortschritte gemacht?

ICH WÜRDE BEI EINEM COACH BLEIBEN.

Verstehe mich nicht falsch, jeder Coach war großartig. Alle machten das worum ich sie bat und die einzigen Fehler habe ich selber gemacht.

Das bringt Dich zu der Frage, wenn jeder so gut gewesen wäre, warum habe ich dann nicht den Wechsel gelassen und wäre bei einem geblieben?

Zunächst liegt es an der Verfügbarkeit – manche Kerle waren zu beschäftigt wenn ich wieder anfangen wollte. Dann sind weitergehend meine Ziele bei jedem Coach anders gewesen.

Als ich mit Berardi arbeitete, war ich eine tickende Zeitbombe, die gesund werden musste und endlich einen Weg ins saubere Essen zu finden hatte statt dem Weg zum Drive-In Fenster.

Bei Justin wollte ich seine Erfahrungswerte, das Zeug was nur Profis wissen. Es gibt einen Grund warum die größten und massivsten Kerle so aussehen und das liegt nicht nur an Genetik und Drogen.

Jeder auf Profi-Level hat gute Gene, trainiert hat und Zugang zu Super-Supplements. Der einzige sich unterscheidende Faktor ist die Ernährung.

Nachdem Justin zu beschäftigt wurde, brauchte ich einen neuen Coach. Ich wollte jemanden, der Bodybuilding mit dem gesunden Lifestyle verbindet, sodass es für mich einfach umzusetzen und beständig durchgeführt werden konnte. Shelby war hier meine Wahl und es funktionierte außerordentlich gut.

Eine Sache bleibt mir allerdings immer wieder im Kopf hängen: nehmen wir an ich hätte fünf oder sechs Jahre nur mit Berardi, Justin oder Shelby gearbeitet? Wenn mich nur ein Coach durch verschiedene Diäten und Offseason gebracht hätte?

Der Coach hätte extrem viel Erfahrung mit mir gesammelt, wüsste welches Essen funktioniert und welches nicht, wüsste welche Macros mich zerstörten und wie ich genug Energie zum Training hätte. Der Coach würde die besten Empfehlungen für mich haben, basierend auf der jahrelangen Zusammenarbeit mit mir.

Ich verstehe nun – wenn wir voraussetzen dass der Coach kompetent ist – dass der beste Coach der ist, bei dem man lange bleibt. Die Coaches zu wechseln ist wie ständig seinen Trainingsplan zu ändern. Es ist die bereits beschriebene Metapher vom Frosch auf den Seerosen.

Wie soll man lernen was funktioniert, wenn man nicht lange genug dabei bleibt um die Vorzüge und Nachteile kennenzulernen?

ICH WÜRDE DEN COACH AUCH FÜR MEINE OFFSEASON NUTZEN.

Rückblickend war der Fehler immer, dass ich nach Ende der Diät auf die Anweisungen meines Coaches schiss und anfing zu fressen. Ich verfiel sofort in meine selbstzerstörerischen Geowhnheiten zurück. Ich hätte mindestens 6 Monate nach normalem Ende der Diät weiter bei dem Coach bleiben sollen.

Die Offseason ist der schwerste Teil. Du bist nicht mehr im Diät-Modus und plötzlich gibt es keine Strukturen mehr. Du hast weniger Druck, bist flexibel und hast daher viel mehr Freiraum die Sache zu versauen. Manche machen mit der Freiheit große Fortschritte – manche nicht. Dies sind besonders die Leute mit Problemen aus der Vergangenheit. Sie verfallen schnell in die falschen Angewohnheiten zurück.

Hier kommt ein guter Coach ins Spiel, der Dich mit den richtigen neuen Angewohnheiten fürs Leben ausrüstet. Jeder kann definiert sein und mit Kühltasche rumrennen und gleichzeitig noch auf den Kuchen beim Geburtstag seiner Kinder kein Stück Kuchen essen. Das klingt vielleicht extrem, doch es ist einfach. Es ist schwarz – weiß Denken. Ja oder Nein.

Du musst versuchen einen Ansatz hinzukriegen, der Dich sozialfähig macht und praktisch umsetzbar ist. Hier verlieren viele das Ziel aus den Augen. Grade hier muss ein Coach eingreifen.

ÜBERSCHÄTZE NICHT DIE MÖGLICHKEITEN EINES COACHES.

Ein guter Coach kann Deine Ernährung verbessern und auch Deine Sichtweise auf Essen. Es kann von einer Notwendigkeit zu einem Werkzeug werden, doch sie können Dir nicht das kochen abnehmen, für Dich einkaufen oder Deine Tupperschalen auswaschen. DU musst die Arbeit machen und den Plan befolgen. Die beste Diät der Welt ist nutzlos, genau wie der beste Trainingsplan der Welt nutzlos ist, wenn der Plan nicht befolgt wird.

Ich glaube, dass die Leute, die ihre Coaches oft wechseln, viel zu viel Verantwortung auf den jeweiligen Trainer übertragen. Bevor man den Misserfolg auf den Coach schiebt, muss man seine eigene Umsetzung bewerten. Ich glaube dass 90% der Leute nie bei sich selbst die Schuld suchen würden.

WIR ALLE BRAUCHEN COACHING.

Manche werden behaupten, dass Ernährungs-Coaches nur für Bodybuilder gedacht sind, doch ich glaube dass wir in allen Bereichen unseres Lebens Coaching brauchen, da es Bereiche gibt in denen wir Nachholbedarf haben.

Ich weiß genug übers Krafttraining dass ich mir keinen NSCA Trainer im Polo Shirt bestellen würde um meine Pläne zu schreiben, doch wenn ich keine feste Diät habe, zerstöre ich mich. Das weiß ich und daher macht ein Coach meine Ernährungspläne. In diesem Gebiet habe ich meine Schwäche, warum sollte ich also nicht jemanden bezahlen der mir hilft? Es macht nur Sinn.

Zusammenfassung

Meine Verletzungen werden nicht mehr weggehen und meine Tage als Elite-Athlet sind gezählt. Manchmal schaue ich mich an und lache über meinen jetzigen Zustand. Ich bin ein Kerl, über den ich mich früher totgelacht habe: Ein Kerl der muskulös aussieht, doch schwach wie sonstwas ist!

Bodybuilding und Diät halten sind nicht wirklich meine Leidenschaft. Ich werde nie feucht werden wegen einer neuen Diät oder stundenlang über den geilen Pump philosophieren, den ich nach einem Carbloading mit Süßkartoffeln hatte.

Das einzige was ich tun kann, ist gut auszusehen. Dies werde ich bis zum Letzten versuchen zu tun – und wenn eine Schwäche im Weg steht, hole ich mir dafür einen Coach ins Boot.

Coaching war die beste Entscheidung meines Lebens.

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