von chooser am 25 Jul 2008 16:03
Es stimmt teilweise, aber aerobe und anaerobe Energiegewinnung laufen niemals getrennt ab. Sie greifen wie Zahnräder ineinander.
Ich zitiere mich selbst aus einem anderen Forum:
"Bei langer Belastung, z.B. mehrere Stunden, wird die Energie aus Fettsäuren gewonnen. Die Belastungsintensität fällt, dafür kann eine längere Belastungsdauer erreicht werden. Wie kommt das?
-> Das hängt mit der Kettenlänge der Fettsäuren zusammen. Ein Glucosemolekül muss nur einmal in zwei kleinere Moleküle gespalten werden um dann verstoffwechselt zu werden. Ein Fettsäuremolekül muss dagegen 7-9 mal zerlegt werden um energetisch nutzbar zu werden. Somit brauchen Fettsäuren mehr Zeit um Energie zu liefern. (Es muss im Körper noch einiges gestartet werden für die aerobe Energiebereitstellung: Weitstellung der Gefäße, Umverteilung des Blutes in Arbeitsmuskulatur, Transport der Moleküle in Mitochondrien um dort mit Enzymen verarbeitet zu werden u.a.) Dafür ist aber eine größere Energiemenge vom Fettmolekül gegeben als von einem Glucosemolekül. Dadurch und durch die enorme Größe der Fettspeicher wird eine längere Belastungsdauer als bei überwiegender KH-Nutzung ermöglicht.
Ich hoffe trotzdem das war einigermaßen verständlich..
Es soll noch gesagt sein, dass aerob und anerob nie getrennt ablaufen. Alle Prozesse laufen wie Zahnräder ineinander."