Hi Großer,
Nach all den Jahren bin ich der Überzeugung, dass der Muskel 2 Sachen braucht um sich weiter zu entwickeln.
Intensität und Abwechslung.
Intensität läßt sich aber leider nicht endlos steigern.
Andrea und Steffen kenne ich seit fast 10 Jahren.
Beide waren auch auf der Int. SWD 1997 mit dabei,
allerdings sind sie nicht als Paar angetreten sondern nur einzeln.
2005/2006 habe ich ein paar mal mit Andrea und/oder Steffen trainiert.
Andrea war von meinen Übungsvariationen und der Intensität beeindruckt.
Ich habe nur mit den Schultern gezuckt und behauptet, dass ich so eigentlich immer trainiere. Geglaubt hat sie es damals wohl nicht.
Da die Beine ihre Stärke sind wollte sie die mal unbedingt mit mir trainieren und sie versprach mir mich fertig zu machen.
Der Schuss ging nach hinten los.
Aber bis Andrea (endlich) mit Kreislaufprobs die Flinte strecken musste wars ein höllisches Stück Arbeit. Die Frau macht sich lieber halbtot als dass sie aufgibt.
Ok, dachte ich. Aber Leute die in der/den ersten Trainingseinheiten Vollgas geben hatte ich schon zu Dutzenden. Über Monate oder gar Jahre durchgehalten hat das aber bislang nur Einer.
Andrea hat in allen folgenden Trainingseinheiten bewiesen,
dass sie den nötigen Quälfaktor besitzt und härter im nehmen ist als die Männer vor Ort. Nicht zuletzt deswegen hat sie meinen allertiefsten Respekt.
Möchte mich an der Stelle auch mal ganz herzlich bei Andrea & Steffen bedanken.
Die Beiden sind nicht nur die besten Trainingspartner die man sich wünschen kann, sondern sind auch echte Freunde geworden.
Abwechslung:
Bereits 1984 habe ich festgestellt, dass ich mit egal welcher Übung,
nicht endlos Fortschritte mache. Dass der Muskel einfach regelmäßig eine neue herausforderung braucht. Gleiches gilt für den Kopf um die Motivation konstant hoch zu halten.
Multiple Sätze mit langen Pausen und progressiver Gewichtssteigerung sind über lange Zeit ein gutes und einfaches Mittel um Zuwächse sicher zu stellen.
Irgendwann wird man aber durch Stagnation/Verschleiß und/oder Verletzungen gezwungen neue Wege zu suchen.
Tut man dies nicht bleibt man stehen und wird dann langsam schlechter.
Die vielen Verletzungen und Lähmungen haben mich gezwungen mich mehr mit meinem Training auseinanderzusetzen/kreativer zu werden als je zuvor.
Irgendwo trotz allem ein Segen.
Denn ich habe in den vergangenen drei Jahren mehr übers Training gelernt als in den 20 Jahren davor.
Und ja, ich bin einer von den kleinen Jungs die (fast) immer mit Büchlein trainieren.
Die Aufzeichnungen ermöglich Rückschlüsse, was funktioniert und was nicht, erleichtern die weitere Trainingsplanung.
Auch mit der Stoppuhr war ich schon im Gym unterwegs
Man muss alles mal ausprobiert haben, sonst kann man hinterher nicht behaupten, dass es nicht funktioniert.
Training Sätze, Häufigkeit, Übungen:
An ein festgelegtes Satz – und Wiederholungsschema halte ich mich ebenfalls nicht mehr.
Generell mache ich aber weniger Sätze pro Übung als die meisten Wettkampfathleten. Jeder Arbeitssatz geht aber grundsätzlich mindestens bis zum positiven Muskelversagen. Bei Übungen die meine Gelenke stark beanspruchen trainiere ich meist mit etwas mehr Wdh. und leichterem Gewicht. Bei relativ sicheren Bewegungen mit wenigen Wdh. und schwer oder sogar mit negativen Wdh.
Das gilt vor allem für einige Wadenübungen und Beinstrecken.
An ein festgelegtes Programm könnte ich auch gar nicht buchstabengetreu befolgen, selbst wenn ich von dessen Wirkung überzeugt wäre. Mit meinen Blessuren bin ich einfach gezwungen bei Schmerzen das Training neu zu überdenken und ggf. auf andere Übungen oder eine abgeänderte Übungsausführung auszuweichen.
Mein Kumpel Ralf Jelsen hat mich sogar während einer gemeinsamen Trainingseinheit gefragt ob ich überhaupt mit einer normalen Übung trainieren würde

Mit dem Begriff " Wellness " werden Weicheier abgezockt.
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Keine OP 2008!