von proteintyp » 25 Jun 2008 18:08
Noch ein nachtrag
Gestorben für den Frieden
Zweibrücken, 24.06.2008.
Die Bundeswehr trauert um ihre bei einem Hubschrauberabsturz in Bosnien und Herzegowina verstorbenen Kameraden aus der Luftlandebrigade 26 Saarland. Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung nahm Abschied von den Soldaten anlässlich der Trauerfeier in der Alexanderskirche in Zweibrücken.
Stilles Gedenken (Quelle: BUndeswehr/Kremers)Größere Abbildung anzeigen Die engsten Angehörigen der Verunglückten gaben ihren verlorenen Familienmitgliedern den Wunsch mit auf den Weg, mögen sie in Frieden ruhen. Auch die saarländische und rheinland-pfälzische Bevölkerung stand ihnen auf dem letzten Weg im bis zum letzten Platz gefüllten Gotteshaus bei. Dekan Joachim Simon (katholisches militärisches Bischofsamt) und Dekan John Krumm (evangelisches militärisches Bischofsamt) zelebrierten am Nachmittag den Trauergottesdienst.
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„Bestürzt und betroffen“ (Quelle: Bundeswehr/Kremers)Größere Abbildung anzeigen „Wir verneigen uns“
Minister Jung gedachte in seiner Trauerrede der Toten mit den Worten: „Wir verneigen uns vor Oberleutnant Tim Heinen und Oberfeldwebel Zoran Krakic. Sie sind gestorben, weil sie sich aktiv für eine friedlichere Zukunft auf dem Balkan eingesetzt haben. Wir sind bestürzt und betroffen über den Tod beider Kameraden.“ Gleichzeitig erinnerte der Verteidigungsminister an die Soldaten der spanischen Armee, die den am 19. Juni 2008 abgestürzten Hubschrauber steuerten. „Wir trauern um Santiago Hormigo Ledesma und Joaquin Lopez Moreno. Unsere Gedanken sind heute auch bei ihnen und ihren Angehörigen“. Jung würdigt das Engagement der Verstorbenen – und auch das der Soldaten, die im Ausland trotz des Unglücks weiter ihren Beitrag zum Frieden leisten. „Unsere Soldaten haben bei ihrem Einsatz bei den Menschen vor Ort ein sehr hohes Ansehen. Der Absturz führt uns aber auch auf schreckliche Weise vor Augen, unter welchen Risiken für Leib und Leben sie im Ausland ihren Dienst leisten“.
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Würdiger Rahmen (Quelle: Bundeswehr/Kremers)Größere Abbildung anzeigen Stille Anteilnahme
Zweibrückens Oberbürgermeister Prof. Dr. Hubert Reichling erinnerte in seiner Rede an die besondere Bedeutung der Soldaten für die Garnisonsstadt: „Sie gehören seit 656 Jahren zum Stadtbild, wie ein Bäcker oder Metzger. Der Tod der Soldaten macht uns betroffen. Sie sind die Garanten für Frieden, Freiheit und Menschenrechte. Die Soldaten sind für das höchste Gut gestorben, das wir alle haben. Wir geben ihnen als Stadt die letzte Ehre.“ In stiller Anteilnahme nahmen der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, und der Kommandeur der Luftlandebrigade 26, Brigadegeneral Volker Bescht, Abschied von ihren treuen Kameraden.
Ebenfalls unter den Trauergästen: die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages Ulrike Merten, der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Reinhold Robbe, der saarländische Innenminister Klaus Meiser und Staatssekretär Roger Lewentz aus dem rheinland-pfälzischen Innenministerium. Die Familien der Verstorbenen werden die Särge schon bald in ihrer Heimat im Kreise ihrer Lieben beisetzen.