von Racoon! » 15 Okt 2008 13:32
Ich hab hier auch was Interessantes aus dem McFit Portal:
Definition
Der Blutdruck, der gemessen wird, entspricht dem Druck in den Arterien. Bei der Blutdruckmessung werden zwei verschiedene Werte gemessen. Das hängt mit dem An- und Absteigen des Drucks in den Arterien während der Pumparbeit des Herzmuskels zusammen. Der obere = systolische Wert entspricht dabei dem höchsten, der untere = diastolische Wert dem niedrigsten Druck in der Arterie. Laut Hochdruckliga liegt der ideale Blutdruck bei 120/80 mmHg. Ab einem ständigen Druck von systolisch 140 mmHg und/oder diastolisch 90 mmHg spricht man von einem Bluthochdruck. Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Im Altersbereich von 25 bis 74 Jahren haben weniger als 40 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen Blutdruckwerte im normalen Bereich (< 130/85 mm Hg). Ab dem 50. Lebensjahr hat fast jeder Zweite in der Bevölkerung zu hohe Blutdruckwerte. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für Gefäßerkrankungen, Nierenschwäche und Herzschwäche. Was die genaue Ursache für den Bluthochdruck ist, bleibt oft im Dunklen. In der Mehrzahl aller Fälle lässt sich keine organische Ursache festmachen. Mediziner sprechen hier von primärem oder essentiellem Bluthochdruck. Bluthochdruck kann jeden treffen, es gibt allerdings einige Risikofaktoren wie Familiäre Neigung zu erhöhtem Blutdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress und hoher Salzkonsum, welche die Entstehung begünstigen. Überdurchschnittlich oft tritt der primäre Bluthochdruck in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Übergewicht, Typ 2-Diabetes, hohen Blutfettwerten und Gicht auf. Ärzte sprechen dann vom Metabolischen Syndrom. Der sekundäre Bluthochdruck ist die Folge einer anderen Erkrankung. Dazu zählen am häufigsten Erkrankungen der Nieren (Verengungen an den Nierenarterien oder chronische Nierenleiden) oder Veränderungen im Hormonhaushalt.
Auswirkungen auf dein Krafttraining
Da auch Bluthochdruckpatienten ein Mindestmaß an Kraft benötigen und zudem die Überlastungsgefahr des Herzkreislaufsystems durch eine Vergrößerung der Kraftreserven reduziert wird, sind sanfte Kraftbelastungsformen, die in Abhängigkeit vom Beschwerdegrad des bestehenden Bluthochdrucks dosiert eingesetzt werden können, durchaus sinnvoll. Ein solch sanftes Krafttraining im grünen, gelben und roten Bereich kann bei einem Minimum an orthopädischen und internistischen Risiken erhebliche Kraftsteigerungen und wünschenswerte Körperformungsaspekte (Muskelaufbau / Muskelstraffung) bewirken. Dabei gilt es zu beachten, dass unabhängig davon, ob das Trainingsziel “Muskelaufbau“ oder “Muskelstraffung“ lautet, der einzelne Trainingssatz deutlich vor dem Muskelversagen beendet wird; also bei Beendigung des Satzes noch einige Wiederholungen mehr möglich wären.
Auswirkungen auf dein Ausdauertraining
Eine besondere Bedeutung zur Vorbeugung und begleitenden Therapie von Bluthochdruck hat körperliche Aktivität im Rahmen von Sportarten, die vorwiegend das Herz-Kreislaufsystem beanspruchen. Wenn auch bei akuter Belastung der Blutdruck erst einmal ansteigt, lässt er sich durch regelmäßiges Ausdauertraining längerfristig um 5-8 mmHg senken. Dies wird bewirkt durch eine Verbesserung der Herzleistung sowie eine Weitung der Gefäße. Vor allem für Patienten mit einem sogenannten milden Bluthochdruck eignet sich Sport besonders. Damit ist Ausdauertraining als Therapie genau so wirksam wie eine medikamentöse Monotherapie, also die Gabe von nur einem Medikament.
Auswirkungen auf deine Ernährung
Wird der Kochsalzverbrauch von den üblichen 12-15 Gramm pro Tag auf täglich vier bis sechs Gramm beschränkt, bewirkt dies bei etwa jedem zweiten Bluthochdruck-Patienten eine mäßige Blutdrucksenkung von ca. 10-15 mmHg. Eine weitere Verringerung auf ca. drei Gramm pro Tag ist sogar mit einer ausgeprägten Blutdrucksenkung verbunden. Empfehlenswert ist dementsprechend eine frische, kochsalzarme und individuell zubereitete Nahrung. Neben der verringerten Natrium- bzw. Kochsalzzufuhr spielt darüber hinaus das Verhältnis zwischen Natrium und Kalium eine wichtige Rolle. Der positive Effekt einer kaliumreichen Ernährung ist auf eine vermehrte Natrium- und Wasserausscheidung über die Niere zurückzuführen. Wer seine Ernährung auf eine obst- und gemüsereiche Kost umstellt, kann den Blutdruck ebenfalls deutlich senken. Cholesterin ist einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Fisch- und Pflanzenölen führen zu einer nachweislichen Reduktion des Cholesterins und des erhöhten Blutdrucks.
Zusammenfassung
Ein Bluthochdruck muss behandelt werden. Dies heißt aber nicht unbedingt nur medikamentöse Therapie. Oft kommt man in weniger schweren Fällen mit Allgemeinmaßnahmen wie regelmäßiger körperlicher Belastung, Gewichtsreduktion und Einschränkung des Salzkonsums unter vier bis sechs Gramm pro Tag aus, um den Blutdruck zu senken. Bei sekundärem Bluthochdruck wird die Grunderkrankung behandelt. Eine Einengung der Nierenarterien (Nierenarterienstenose) lässt sich beispielsweise operieren.