Protein-Abuser hat geschrieben:Barrow hat geschrieben:Bodybuilding sollte einfach etwas sein, was man für sich selbst tut. Bodybuilding bringt einem im Endeffekt ja gar nichts...außer einen besseren FFMI. Das hauptsächliche Problem ist wohl, dass ein muskulöserer etwas verspricht, dass er aber nicht halten kann. Die Medien sagen:
Muskeln sind der Schlüssel zum erfolgreichen Leben, Frauen, Geld, beruflicher Erfolg und eine Menge Sex, all das durch mehr Muskeln. Egal wo ein Mann hinguckt, hier ein Sixpack, da ein Sixpack bla bla blubb. Ein Mann ohne Muskeln ist kein echter Mann...zumindest wollen uns viele Medien dies mitteilen.
Und so mancher übertreibt es meiner Meinung nach aufs übelste wenn es um den Muskelkörper geht. Bodybuilding ist ein toller Sport, ich würde ihn nicht missen wollen...aber ich möchte auch andere Teile meines Lebens erfüllen...und da sind andere Faktoren wichtiger als der FFMI.
Jeder von uns hat einen Job, eine Familie, Freundin, Schule, irgendwelche Verpflichtungen eben, die genauso gepflegt werden wollen. Hier ein richtiges Maß an sportlichem Engagement und Manie zu finden ist auch sehr wichtig. Oft liest man von jungen Athleten, die eine Bier-Tour mit Freunden ausfallen lassen, da sie ihre Regeneration brauchen oder was zum Essen oder das ist katabol usw. Neben all dem Bodybuilding sollte man nie vergessen, dass das Bodybuilding das Leben bereichern soll, nicht einschränken. Jede/r Partner/in, jede Mutter, Vater, Freundin hat lieber einen Mann/eine Frau, der/die 5% mehr KFA und 5kg weniger Muskelmasse als ein Covermodell hat, dafür aber aktiv lebt und mit anderen ein Leben teilt.
Ich kann mich nicht an eine Situation in meinem Leben erinnern in der ich sagen konnte "Boah, zum Glück habe ich Muskeln...ohne die hätte ich XY nicht geschafft."
Weder bekam ich mehr Frauen, noch mehr Geld, mehr beruflichen Erfolg, mehr Freunde...oder einfach ein erfüllteres Leben. Ein erfüllteres Leben baut man sich lieber außerhalb des Gyms auf.
ähm ich kann dir sehr viele situationen sagen in denen mir mein körper viele vorteile gebracht hat(respekt, anerkennung, bewunderung) und verdammte scheiße natürlich bringt ein geiler körper mehr erfolg bei frauen, allein schon weil du sofort positiv auffällst! kann dir jeder mit guter form jedes wochenende im club bestätigen.
außerdem ist es ja wohl überhaupt nicht abwegig als jugendlicher auf planlose saufabende mit irgendwelchen proleten zu verzichten, muss ja nicht jeder son langweiliges 0815 leben führen, nur weils der einfachste weg ist mit dem strom zu schwimmen! man kann deshalb trotzdem viele tolle hobbys haben, sozial integriert sein und ein ausgefülltes leben führen, ist halt nur nicht immer einfach! selbstbestimmung und kreativität sind hier zwei wichtige stichwörter!
also wenn du nen 37er OA mit 18% kfa hast dann kannst du in dem sinne nicht wirklich mitreden weil das nix mit BB zutun hat!falls dun monster bist kann ich deine erfahrungswerte einfach nicht nachvollziehen...
Ich habe weder Respekt, noch Anerkennung noch Bewunderung für meinen Körper erfahren...und das weshalb ist auch ganz einfach: Es ist nichts besonderes mehr Muskeln zu haben als ein Durchschnittsbürger.
Bewundern/anerkennen/respektieren...das ist relativ...das tut man normalerweise auch bei Leuten die irgendwas besonders gut können oder Leistungen out of the norm bringen. Ich bewundere Paul Potts für seine überragende Stimme obwohl er keinen niedrigen FFMI hat. Ich bewundere die Leute der Paralympics, weil sie nicht aufgeben wo andere nur noch weinen. Ich habe Respekt vor Ärzten in Kliniken, die kaum Geld verdienen für den Streß den sie haben.
Natürlich habe ich auch eine Menge Respekt vor Athleten wie Arnold, Zane, Makkawy blablablubb...aber das ist eine ganz andere Ebene...nämlich eine sehr oberflächliche.
Das schlimme an Bodybuildern ist, dass sich viele viel zu ernst nehmen. Der Körper bestimmt den Alltag und alles wird darauf runtergebrochen ("Die Frau fand mich anziehend wegen meiner Muskeln.", "Der Typ starrt mich an weil ich so muskelbepackt bin"). Dabei ist das doch völlig uninteressant und sich selbst nur auf das körperliche zu reduzieren ist doch ein wenig...wenig. Gerade wenn man bedenkt, dass der Körper nicht unbedingt dass ist, was einem ein Leben lang erhalten bleibt.
Natürlich Bravo

wenn irgendein Girlie im Club dich heiß findet, nur irgendwann ist man im Normalfall nicht mehr in Clubs unterwegs, sondern das Leben spielt sich in anderen Bereichen ab. Aber natürlich wird es deinem Chef, deinen echten Freunde, deiner Frau immer imponieren, dass du die Doppelbizepspose beherrschst. Ich denke da sind andere Dinge wichtiger.
Und da hier schon öfter auch der Vergleich zum Fußball fiel. Natürlich trainieren die auch oft...ebenso Athleten aus anderen Sportarten, aber die unterscheiden sich trotzdem stark von Bodybuildern. Ich habe noch keinen Fußballer gesehen, der sich selbst genauso ernst nimmt wie ein BB oder bei dem der Fußball den Alltag regiert nach dem Motto "waaaah ich spiel so schlecht und mein linkes Bein schießt X km/h langsamer als das rechte." Auch habe ich noch nie von einem Fußballer gehört, der der Meinung ist, die Frauen stehen primär auf ihn weil er so gut nen Ball kicken kann...oder das er deswegen besonders viel Anerkennung, Respekt oder was auch immer erhält. Cristiano Ronaldo mal außen vorgelassen

Natürlich werden Profi-Sportler wegen ihrer Leistungen respektiert...aber auch nur dafür...deswegen kann der Typ trotzdem ein riesen A sein, null in der Birne haben und im Leben nichts auf die Reihe bringen. Und nur die wenigsten hier sind überhaupt auf einem WK-Niveau oder Pro-Niveau, wo es finanziell interessant wird.
Die Grenze zwischen Manie und sportlichem Engagement ist bei vielen halt komplett aus dem Ruder gelaufen. Und nein ich bin kein Muskelmonster, was aber da gar nichts zur Sache tut. Respekt, Anerkennung usw. bekommt man im normalen Leben eher für andere Dinge als nen guten FFMI.
Das passt ganz gut zu dem von dir angesprochenen Thema:
Klar macht es einen anderen ersten Eindruck (wobei man dafür schon ein echtes Tier sein muss um deutlich in Kleidung aufzufallen), aber als Vor- oder Nachteil ansehen...kann ich mir nicht vorstellen.
Du kannst den besten Körper auf Gottes Erden haben und er wird dir nichts nützen, wenn du keine Qualitäten hast, auf die die Frau tatsächlich wert legt. Lassen wir mal einen one-night-stand raus und gehen auf eine Beziehung, die im erwachsenen Alter (22 aufwärts) stattfindet, was bedeutet hier der Körper?
Man könnte mir auch meine "Traumfrau" vorsetzen (rein optisch), wenn sie dumm, humorlos oder was auch immer meine Beziehungs-Präferenzen sind, ist...ja dann wird das nichts außer evtl einmal fürs Bettchen nichts (und selbst da müsste man sich schon überwinden, was machst denn mit so nem dummen Schaaf wenns vorbei ist...und davor?)
Ich bezweifle nicht, dass ein gesunder sportlicher Körper gut bei den Frauen ankommt, aber da tuts bei 180cm einer mit 70kg genauso wie einer mit 100kg...interessiert einfach nicht.
Dazu kommt noch, dass Muskeln etwas sehr vergängliches sind und man nicht immer in Topform rumläuft (auch BB werden älter, haben nen Beruf und evtl sogar mal ne Familie um die er sich zu kümmern hat)...da geht evtl die Topform mal bissl weg...und dann? Frau weg?
Zum Nachteil bei einer Frau wird es erst dann, wenn du wirklich brutalst auf deinen Körper fixiert bist und in einer fremden Welt lebst. Wenn du aber mit genügend Eigenironie etc an die Geschichte gehst (und einfach ein normaler Mann bist), dann spielt das keine Rolle. Die Frauen nehmen viel mehr die Nuancen deines Verhaltens wahr, da das deinen Status symbolisiert...deswegen können 2 Kerle den gleichen Körper haben vom FFMI her, den einen wird die Frau als sexy einstufen und den anderen als absoluten Lackaffen.
Gibts auch genügend Beispiele aus dem Alltag. Eine Frau kann einen Clive Owen z.B. ebenso sexy finden wie einen Dwayne Johnson, in der nächsten Sekunde aber einen Jude Law genauso unattraktiv finden wie Goldberg, obwohl Owen und Law sowie Johnso und Goldberg die selben körperlichen Schemata erfüllen.
Muskeln sind nicht das gleiche wie Attraktivität. Muskeln machen dich weder symphatischer noch unsymphatischer, nicht eloquenter bla bla bla...das was man aus den Muskeln macht liegt bei jedem selbst, seinem Auftreten damit etc etc.
Das kennt ihr doch von euch selbst auch, es gibt Bodybuilder oder Athleten bei denen man sofort sagt "Hey Kumpel...mit dem geh ich mal auf ein Bier" und im nächsten Moment kommt einer evtl sogar mit weniger Muskulatur und du denkst dir "Oh mein Gott, mach doch mal haldlang...hält sich mit seinem 50er Arm für das Alpha-Männchen schlechthin".
Egal...jedem seine Meinung