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Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

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SparX
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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon SparX » 02 Feb 2010 11:38

Für mich ist das Training ein ausgleich zu meinem stressigen Uni-Alltag.
Und ich würde sagen,dass ich zumindest etwas unter dem Adonis-Komplex leide :)

Manche denken ich würde das alles zu ernst nehmen (trinke fast keinen Alkohol mehr),aber wenn ich sehe wie die Jungs sich jedes Wochenende abschießen,dann bin ich froh drum es so ernst zu nehmen.

Ja ich bin süchtig und ich finde es gut so :)

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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon Bassmann » 02 Feb 2010 12:16

Frank, wie von Dir nicht anders zu erwarten wieder mal ein guter Artikel!!!
Schreib doch mal etwas über Geschichte des Sports in anderen Kulturkreisen und in der Antike, täte mich sehr interessieren und ich finde nur wenig darüber.
zur Sache: einen halbwegs "vorzeigbaren" Körper zu haben, ist heutzutage ziemlich wichtig geworden, geradezu schon ein Statussymbol, jedenfalls in meiner Altersgruppe(45). Dick und schwabbelig zu sein wird immer mehr zu Kennzeichen für die "unteren Schichten", so wenig mir der Begriff gefällt "dick, dumm und faul". Nachdem Studien auch immer wieder bestätigen, dass (Kraft)Sport positiv auf die Intelligenz wirkt (Sport macht schlau), gehört Sport zum guten Ton. Bei mir, Musiker der auch viel unterrichtet, hängt der berufliche Erfolg sehr deutlich vom Körper ab: ich verkaufe immerhin auch, wer Musik macht, bleibt jung.

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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon sly785 » 02 Feb 2010 13:15

Protein-Abuser hat geschrieben:
Barrow hat geschrieben:Bodybuilding sollte einfach etwas sein, was man für sich selbst tut. Bodybuilding bringt einem im Endeffekt ja gar nichts...außer einen besseren FFMI. Das hauptsächliche Problem ist wohl, dass ein muskulöserer etwas verspricht, dass er aber nicht halten kann. Die Medien sagen:
Muskeln sind der Schlüssel zum erfolgreichen Leben, Frauen, Geld, beruflicher Erfolg und eine Menge Sex, all das durch mehr Muskeln. Egal wo ein Mann hinguckt, hier ein Sixpack, da ein Sixpack bla bla blubb. Ein Mann ohne Muskeln ist kein echter Mann...zumindest wollen uns viele Medien dies mitteilen.

Und so mancher übertreibt es meiner Meinung nach aufs übelste wenn es um den Muskelkörper geht. Bodybuilding ist ein toller Sport, ich würde ihn nicht missen wollen...aber ich möchte auch andere Teile meines Lebens erfüllen...und da sind andere Faktoren wichtiger als der FFMI.

Jeder von uns hat einen Job, eine Familie, Freundin, Schule, irgendwelche Verpflichtungen eben, die genauso gepflegt werden wollen. Hier ein richtiges Maß an sportlichem Engagement und Manie zu finden ist auch sehr wichtig. Oft liest man von jungen Athleten, die eine Bier-Tour mit Freunden ausfallen lassen, da sie ihre Regeneration brauchen oder was zum Essen oder das ist katabol usw. Neben all dem Bodybuilding sollte man nie vergessen, dass das Bodybuilding das Leben bereichern soll, nicht einschränken. Jede/r Partner/in, jede Mutter, Vater, Freundin hat lieber einen Mann/eine Frau, der/die 5% mehr KFA und 5kg weniger Muskelmasse als ein Covermodell hat, dafür aber aktiv lebt und mit anderen ein Leben teilt.

Ich kann mich nicht an eine Situation in meinem Leben erinnern in der ich sagen konnte "Boah, zum Glück habe ich Muskeln...ohne die hätte ich XY nicht geschafft."

Weder bekam ich mehr Frauen, noch mehr Geld, mehr beruflichen Erfolg, mehr Freunde...oder einfach ein erfüllteres Leben. Ein erfüllteres Leben baut man sich lieber außerhalb des Gyms auf.


ähm ich kann dir sehr viele situationen sagen in denen mir mein körper viele vorteile gebracht hat(respekt, anerkennung, bewunderung) und verdammte scheiße natürlich bringt ein geiler körper mehr erfolg bei frauen, allein schon weil du sofort positiv auffällst! kann dir jeder mit guter form jedes wochenende im club bestätigen.
außerdem ist es ja wohl überhaupt nicht abwegig als jugendlicher auf planlose saufabende mit irgendwelchen proleten zu verzichten, muss ja nicht jeder son langweiliges 0815 leben führen, nur weils der einfachste weg ist mit dem strom zu schwimmen! man kann deshalb trotzdem viele tolle hobbys haben, sozial integriert sein und ein ausgefülltes leben führen, ist halt nur nicht immer einfach! selbstbestimmung und kreativität sind hier zwei wichtige stichwörter!
also wenn du nen 37er OA mit 18% kfa hast dann kannst du in dem sinne nicht wirklich mitreden weil das nix mit BB zutun hat!falls dun monster bist kann ich deine erfahrungswerte einfach nicht nachvollziehen...


Ich habe weder Respekt, noch Anerkennung noch Bewunderung für meinen Körper erfahren...und das weshalb ist auch ganz einfach: Es ist nichts besonderes mehr Muskeln zu haben als ein Durchschnittsbürger.
Bewundern/anerkennen/respektieren...das ist relativ...das tut man normalerweise auch bei Leuten die irgendwas besonders gut können oder Leistungen out of the norm bringen. Ich bewundere Paul Potts für seine überragende Stimme obwohl er keinen niedrigen FFMI hat. Ich bewundere die Leute der Paralympics, weil sie nicht aufgeben wo andere nur noch weinen. Ich habe Respekt vor Ärzten in Kliniken, die kaum Geld verdienen für den Streß den sie haben.
Natürlich habe ich auch eine Menge Respekt vor Athleten wie Arnold, Zane, Makkawy blablablubb...aber das ist eine ganz andere Ebene...nämlich eine sehr oberflächliche.
Das schlimme an Bodybuildern ist, dass sich viele viel zu ernst nehmen. Der Körper bestimmt den Alltag und alles wird darauf runtergebrochen ("Die Frau fand mich anziehend wegen meiner Muskeln.", "Der Typ starrt mich an weil ich so muskelbepackt bin"). Dabei ist das doch völlig uninteressant und sich selbst nur auf das körperliche zu reduzieren ist doch ein wenig...wenig. Gerade wenn man bedenkt, dass der Körper nicht unbedingt dass ist, was einem ein Leben lang erhalten bleibt.
Natürlich Bravo #10# wenn irgendein Girlie im Club dich heiß findet, nur irgendwann ist man im Normalfall nicht mehr in Clubs unterwegs, sondern das Leben spielt sich in anderen Bereichen ab. Aber natürlich wird es deinem Chef, deinen echten Freunde, deiner Frau immer imponieren, dass du die Doppelbizepspose beherrschst. Ich denke da sind andere Dinge wichtiger.
Und da hier schon öfter auch der Vergleich zum Fußball fiel. Natürlich trainieren die auch oft...ebenso Athleten aus anderen Sportarten, aber die unterscheiden sich trotzdem stark von Bodybuildern. Ich habe noch keinen Fußballer gesehen, der sich selbst genauso ernst nimmt wie ein BB oder bei dem der Fußball den Alltag regiert nach dem Motto "waaaah ich spiel so schlecht und mein linkes Bein schießt X km/h langsamer als das rechte." Auch habe ich noch nie von einem Fußballer gehört, der der Meinung ist, die Frauen stehen primär auf ihn weil er so gut nen Ball kicken kann...oder das er deswegen besonders viel Anerkennung, Respekt oder was auch immer erhält. Cristiano Ronaldo mal außen vorgelassen :D
Natürlich werden Profi-Sportler wegen ihrer Leistungen respektiert...aber auch nur dafür...deswegen kann der Typ trotzdem ein riesen A sein, null in der Birne haben und im Leben nichts auf die Reihe bringen. Und nur die wenigsten hier sind überhaupt auf einem WK-Niveau oder Pro-Niveau, wo es finanziell interessant wird.

Die Grenze zwischen Manie und sportlichem Engagement ist bei vielen halt komplett aus dem Ruder gelaufen. Und nein ich bin kein Muskelmonster, was aber da gar nichts zur Sache tut. Respekt, Anerkennung usw. bekommt man im normalen Leben eher für andere Dinge als nen guten FFMI.


Das passt ganz gut zu dem von dir angesprochenen Thema:
Klar macht es einen anderen ersten Eindruck (wobei man dafür schon ein echtes Tier sein muss um deutlich in Kleidung aufzufallen), aber als Vor- oder Nachteil ansehen...kann ich mir nicht vorstellen.
Du kannst den besten Körper auf Gottes Erden haben und er wird dir nichts nützen, wenn du keine Qualitäten hast, auf die die Frau tatsächlich wert legt. Lassen wir mal einen one-night-stand raus und gehen auf eine Beziehung, die im erwachsenen Alter (22 aufwärts) stattfindet, was bedeutet hier der Körper?
Man könnte mir auch meine "Traumfrau" vorsetzen (rein optisch), wenn sie dumm, humorlos oder was auch immer meine Beziehungs-Präferenzen sind, ist...ja dann wird das nichts außer evtl einmal fürs Bettchen nichts (und selbst da müsste man sich schon überwinden, was machst denn mit so nem dummen Schaaf wenns vorbei ist...und davor?)

Ich bezweifle nicht, dass ein gesunder sportlicher Körper gut bei den Frauen ankommt, aber da tuts bei 180cm einer mit 70kg genauso wie einer mit 100kg...interessiert einfach nicht.
Dazu kommt noch, dass Muskeln etwas sehr vergängliches sind und man nicht immer in Topform rumläuft (auch BB werden älter, haben nen Beruf und evtl sogar mal ne Familie um die er sich zu kümmern hat)...da geht evtl die Topform mal bissl weg...und dann? Frau weg?

Zum Nachteil bei einer Frau wird es erst dann, wenn du wirklich brutalst auf deinen Körper fixiert bist und in einer fremden Welt lebst. Wenn du aber mit genügend Eigenironie etc an die Geschichte gehst (und einfach ein normaler Mann bist), dann spielt das keine Rolle. Die Frauen nehmen viel mehr die Nuancen deines Verhaltens wahr, da das deinen Status symbolisiert...deswegen können 2 Kerle den gleichen Körper haben vom FFMI her, den einen wird die Frau als sexy einstufen und den anderen als absoluten Lackaffen.

Gibts auch genügend Beispiele aus dem Alltag. Eine Frau kann einen Clive Owen z.B. ebenso sexy finden wie einen Dwayne Johnson, in der nächsten Sekunde aber einen Jude Law genauso unattraktiv finden wie Goldberg, obwohl Owen und Law sowie Johnso und Goldberg die selben körperlichen Schemata erfüllen.

Muskeln sind nicht das gleiche wie Attraktivität. Muskeln machen dich weder symphatischer noch unsymphatischer, nicht eloquenter bla bla bla...das was man aus den Muskeln macht liegt bei jedem selbst, seinem Auftreten damit etc etc.

Das kennt ihr doch von euch selbst auch, es gibt Bodybuilder oder Athleten bei denen man sofort sagt "Hey Kumpel...mit dem geh ich mal auf ein Bier" und im nächsten Moment kommt einer evtl sogar mit weniger Muskulatur und du denkst dir "Oh mein Gott, mach doch mal haldlang...hält sich mit seinem 50er Arm für das Alpha-Männchen schlechthin".

Egal...jedem seine Meinung
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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon hans_wurst69 » 02 Feb 2010 13:23

ich stimme barrow teilweise zu. ich würde aber eher sagen, dass man die mischung finden muss. klar ist bodybuilding nen geiler sport und auch ein sport auf lebenszeit. allerdings will ich nicht 20 jahre lang so leben wie ich es momentan tu. aber da ich zur schule gehe, trotzdem meine kumpels sehe (die das völlig akzeptieren das ich nicht saufe und nicht viel in clubs unterwegs bin) genieße ich es auch den sport so leben zu können, es macht mir spaß... für mich ist das leben.

aber später will ich auch eine familie gründen, für meien kinder da sein etc. trainieren werd ich wohl ein leben lang, aber das ganze drumherum will ich nicht so ewig so extrem ausführen. jedenfalls nicht auf dauer

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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon BB_D » 02 Feb 2010 13:31

man schaut einfach in jungen jahren viel aufzubauen und das später zu erhalten inform von nicht allzu strenger aber geeingeter Ernährung. Es ist auch eine gute Therapie gegen alltagsstress usw. also bringts nur positive Aspekte mit sich :) solange man Zeit hat und man mit der Familie & Beruf / ausbildung klar kommt sollte das kein Problem geben. Ernsthaft, es macht auch viel mehr Spass seltener auszugehen als es zu übertreiben, finanziell wie auch spasstechnisch... also bringt BB nur positives mMn. :)

die Liste ist praktisch unendlich und das Thema so interessant, am Ende ist die positive seite der Waage aufjedenfall gewichtiger und das erheblich!

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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon BN_Andreas » 02 Feb 2010 13:37

Ich fand den Artikel sehr gut! Noch besser ihn auf TA zu lesen!
Die verzehrte Wahrnehmung haben wir, denke ich, alle. Kuckt euch einfach mal Fotos an, wie ihr früher ausgesehen habt. Dann merkt man erstmal wie sehr man sich optisch verändert hat.

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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon MexG » 02 Feb 2010 13:40

Frag mich immer, warum sich Bodybuilding und Clubs so beißen?
Ich kann auch wunderbar in den Club gehen stocknüchtern, trink dann eben Cola Light da..
Okay, Proteinversorgung ist nicht so top, HILFEEEE!!!
Meine Güte, für einen Abend, nehmt euch eben ein Riegel mit wenns sein muss...
bennilasvegas hat geschrieben:sergej, wo du fickst, da hab ich als kind geschissen.
mach mal lieber bildung und karotten, statt mma.

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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon Frank » 02 Feb 2010 14:13

Bassmann hat geschrieben:Schreib doch mal etwas über Geschichte des Sports in anderen Kulturkreisen und in der Antike, täte mich sehr interessieren und ich finde nur wenig darüber.

ich kann nur schreiben, wozu ich infos ranbekomm.. bei dem artikel wurd mir schon wegen studien geholfen, weil ich die sonst auch nicht in voller länger in die finger gekriegt hätte. zumindest nicht so schnell, wie es geklappt hatte.. danke auch an dieser stelle noch mal an jule.. #06#
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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon Protein-Abuser » 02 Feb 2010 14:25

also ich komm mit deiner argumentation überhaupt nicht klar barrow... wieso sollte erfolg im BB weniger wert sein als andere erfolgreiche lebensweisen? ich find das ein ernsthaftes hobby -egal welches- einen menschen interessant macht!
und jeder der ein aufwendiges hobby hat investiert da viel zeit rein! ich find allerdings das BB eines der hobbys ist die einem noch sehr viel fürs alltägliche leben bringen und gerade durch das attraktivere auftreten entstehen meiner meinung nach diese "feindseligkeiten" gegenüber BB. also alle tendenzen in richtung körperfixierter idiot hat der nix anderes im leben.... sowas sagt niemand über einen exzessiven modeleisenbahnbauer, über so ein hobby schüttelt man dann höchstens den kopf oder schmunzelt drüber, aber keine konkurenz.
das man noch andere qualitäten haben sollte is ja wohl sowas von klar, also finde ich einfach nur total unnötig das zu erwähnen 8-|

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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon Maikell » 02 Feb 2010 14:26

Frank hat geschrieben:
greyhawk hat geschrieben:RE: Comicbuchhelden warnen vor Steroidmißbrauch.

Interessanterweise findet genau das zur Zeit statt. Im 2008er Story Arc "Absolute Power" in "Ultimate X-Men" geht es um genau dieses Thema (GH-Mißbrauch und die moralischen Fragen, die der Mißbrauch aufwirft)

http://www.comicbookresources.com/?id=1 ... ge=article

ah, sehr spannend, danke.. da wirds wohl n kleinen ergänzungsartikel die nächsten tage geben #13#


Da ließe sich sogar ne Brücke schlagen, um zu zeigen, wie sich auch die gesellschaftliche Akzeptanz zum Thema geändert hat.

Von "Captain America" (Silver Age Cap Anfang der 60er Jahre / Soldat kriegt Steroide -> wird Super-Soldat, alle finden es toll, best Hero ever, yippie)
zu "Triathlon" (Avengers Ende 90er Jahre / Olympia Sportler nimmt Steroide, Erfolge werden aberkannt -> wird stattdessen Superheld)
zu "Ultimate Alpha Flight" (Ultimate X-Men 2008 / Supermutanten nehmen GH -> ist das moralisch vertretbar?)
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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon JPsy » 02 Feb 2010 14:40

Zum Inhalt, da finde ich folgende Aussage ein wenig unglücklich formuliert:

"Interessant ist dabei, dass Steroid-Nutzern nachgewiesen werden konnte, dass der Missbrauch von AAS dieses Selbstwertgefühl, sowie ein allgemein positives Gefühl und Erscheinungsbild bezüglich Gesundheit, Stärke und sexueller Anziehungskraft sogar deutlich verstärkte – ein Effekt, den andere Drogen wie Marihuana oder Kokain keinesfalls aufweisen. "

=> Das "Selbstwertgefühl", "positives Gefühl" "gefühltes erscheinungsbild" "sex. Anziehungskraft" von Kokain nciht beeinflusst werden ist einfach falsch. Entweder tausch die Droge aus, oder formulier um - mit Koka passt die argumentation gaaaaaaanz schlecht.

=> Artikel könnt für mich tlw. ein wenig ausführlicher sein, aber er erreicht sein Ziel das (die die es betrifft) mal über sich und die Situation nachdenken, eben weil vllt nciht jeder soweit sein eigenes Verhalten reflektieren kann.

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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon sly785 » 02 Feb 2010 14:44

Protein-Abuser hat geschrieben:also ich komm mit deiner argumentation überhaupt nicht klar barrow... wieso sollte erfolg im BB weniger wert sein als andere erfolgreiche lebensweisen?

Weil es für das Leben an sich nichts bringt. Es bringt nur dir was indem du dich hübscher im Spiegel findest. Klar ist es schön wenn man in seinem Sport erfolgreich ist, aber deswegen wird man doch nicht mehr respektiert, anerkannt oder bewundert im realen Leben.

Du kannst erfolgreiches BB nicht gleichsetzen mit erfolgreichem Leben.


ich find das ein ernsthaftes hobby -egal welches- einen menschen interessant macht!

Das habe ich nicht bestritten. Allerdings neigen andere Menschen nicht dazu sich auf den Sport zu reduzieren. Ich habe noch keinen Jogger gesehen, der Respekt/Anerkennung oder Lobeshymnen haben wollte, nur weil er ausdauernd laufen kann. Der Jogger macht das für sich...und das gleiche sollte beim BB auch der Fall sein, denn (ich wiederhole mich) für das normale Leben bringt dir Bodybuilding 0,0 und keine Sau interessiert es, ob du nun 70kg auf 180cm wiegst oder 110kg auf 180cm. Deswegen bist du weder besser noch schlechter noch hast du im Leben mehr oder weniger erreicht.

Interessant ist auch, dass du von einem Hobby sprichst...im nächsten Atemzug es aber mit einer erfolgreichen Lebensweise gleichsetzt. Hoffe du merkst selber, dass da was nicht stimmt.


und jeder der ein aufwendiges hobby hat investiert da viel zeit rein! ich find allerdings das BB eines der hobbys ist die einem noch sehr viel fürs alltägliche leben bringen und gerade durch das attraktivere auftreten entstehen meiner meinung nach diese "feindseligkeiten" gegenüber BB.

Ne, die "Feindseligkeit" entsteht nicht durch das BB, sondern dem Umgang damit. Manche Leute sind nämlich tatsächlich der Meinung, dass sie durch Muskeln ein ganz besonderer Kerl werden. Und entschuldige bitte, aber solche Kerle finde ich selbst als BB mehr als erbärmlich.

z.B.:
Zum Nachteil bei einer Frau wird es erst dann, wenn du wirklich brutalst auf deinen Körper fixiert bist und in einer fremden Welt lebst. Wenn du aber mit genügend Eigenironie etc an die Geschichte gehst (und einfach ein normaler Mann bist), dann spielt das keine Rolle. Die Frauen nehmen viel mehr die Nuancen deines Verhaltens wahr, da das deinen Status symbolisiert...deswegen können 2 Kerle den gleichen Körper haben vom FFMI her, den einen wird die Frau als sexy einstufen und den anderen als absoluten Lackaffen.

Gibts auch genügend Beispiele aus dem Alltag. Eine Frau kann einen Clive Owen z.B. ebenso sexy finden wie einen Dwayne Johnson, in der nächsten Sekunde aber einen Jude Law genauso unattraktiv finden wie Goldberg, obwohl Owen und Law sowie Johnso und Goldberg die selben körperlichen Schemata erfüllen.

Muskeln sind nicht das gleiche wie Attraktivität. Muskeln machen dich weder symphatischer noch unsymphatischer, nicht eloquenter bla bla bla...das was man aus den Muskeln macht liegt bei jedem selbst, seinem Auftreten damit etc etc.

Das kennt ihr doch von euch selbst auch, es gibt Bodybuilder oder Athleten bei denen man sofort sagt "Hey Kumpel...mit dem geh ich mal auf ein Bier" und im nächsten Moment kommt einer evtl sogar mit weniger Muskulatur und du denkst dir "Oh mein Gott, mach doch mal haldlang...hält sich mit seinem 50er Arm für das Alpha-Männchen schlechthin".


also alle tendenzen in richtung körperfixierter idiot hat der nix anderes im leben.... sowas sagt niemand über einen exzessiven modeleisenbahnbauer, über so ein hobby schüttelt man dann höchstens den kopf oder schmunzelt drüber, aber keine konkurenz.

Jo, der mag halt auch nur sein Hobby, hält sich aber deswegen nicht für einen Menschen, der jetzt deshalb besonderen Respekt verdient hätte und nach Anerkennung förmlich lechzt "Bitte sag mir das ich nen geilen Körper hab...bitte bitte...ich bin doch sexy oder? Ja mein KFA ist zu hoch sorry" :D


das man noch andere qualitäten haben sollte is ja wohl sowas von klar, also finde ich einfach nur total unnötig das zu erwähnen 8-|

Gut, aber alles andere ist eben > als Bodybuilding. Im Grunde gibt es im Leben eines normalen BB (Pros ausgenommen) nichts unwichtigeres als das BB. Du bekommst nicht mehr Freunde, mehr Anerkennung, Frauen und den ganzen anderen Bullshit. Du kannst dir durchs BB nen Körper aufbauen der deinem Ideal entspricht, mehr aber auch nicht. Aber was solls...Magersüchtige sind ja auch der Meinung, dass ein dürres Leben das Leben verbessert und lechzen nach den gleichen Bullshit-Zielen wie so mancher BB.


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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon Frank » 02 Feb 2010 15:36

JPsy hat geschrieben:Zum Inhalt, da finde ich folgende Aussage ein wenig unglücklich formuliert:

"Interessant ist dabei, dass Steroid-Nutzern nachgewiesen werden konnte, dass der Missbrauch von AAS dieses Selbstwertgefühl, sowie ein allgemein positives Gefühl und Erscheinungsbild bezüglich Gesundheit, Stärke und sexueller Anziehungskraft sogar deutlich verstärkte – ein Effekt, den andere Drogen wie Marihuana oder Kokain keinesfalls aufweisen. "

=> Das "Selbstwertgefühl", "positives Gefühl" "gefühltes erscheinungsbild" "sex. Anziehungskraft" von Kokain nciht beeinflusst werden ist einfach falsch. Entweder tausch die Droge aus, oder formulier um - mit Koka passt die argumentation gaaaaaaanz schlecht.

bezieht sich auf alles zusammen, einzelnes rausgenommen hast du natürlich recht

JPsy hat geschrieben:=> Artikel könnt für mich tlw. ein wenig ausführlicher sein, aber er erreicht sein Ziel das (die die es betrifft) mal über sich und die Situation nachdenken, eben weil vllt nciht jeder soweit sein eigenes Verhalten reflektieren kann.

dafür sind die studien unten für jeden ersichtlich, auf die ich zurück griff.. die doktorarbeit mit über 100seiten ist sogar online verfügbar zum lesen *drehsmilie*
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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon popeye123 » 02 Feb 2010 15:40

topdefiniert hat geschrieben:
Bodybuilding ist mein LEBEN, wer mir diesen Sport weg nimmt, dessen LEBEN werde ich AUSLÖSCHEN ! Es gibt nichts GEILERES als vorm Spiegel zu stehen und sagen zu können, JUNG DA HASTE WAS GELEISTET !


Nur dieser eine Satz, ohne über den Schreiber zu urteilen und natürlich nicht diffarmierend gemeint, ist absoluter SCHWACHSINN!
Nein, ich bin gar nicht süchtig *smashsmilie* huuuaaaaaaahhhhhhhhh hulk sehr böse, muss auslöschen #01#

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Re: Bodybuilding - Eine ernstzunehmende Sucht?

Beitragvon Sergej Russland » 02 Feb 2010 15:44

meine ex-freundin hat mir mal nach dem schluss war einen brief geschrieben,
da stand unter andrem drin:

Ich habe keine Ahnung was in deinem Kopf vorgeht ( außer Pute und Reis ^^)....


fand ich zum schiessen und hat wohl wiedergespiegelt wie ich mich damals rein gesteigert habe :o
"geschmackssache" sagte der affe und biss in die seife.

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