Glykogenresynthese nach Belastung

Anregungen und Tipps rund um das Bodybuilding "Buffet" !

Moderator: Team Ernährung & Supplemente

dutchy
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Beitragvon dutchy » 27 Aug 2007 09:59

Sehr Interressant, leider werden hierdurch viele missverständlich alles überm haufen schmeissen, und fleissig shoko riegel & co fressen bis der Artz kommt  :D
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Beitragvon Cooperator » 29 Sep 2007 07:14

dutchy hat geschrieben:Sehr Interressant, leider werden hierdurch viele missverständlich alles überm haufen schmeissen, und fleissig shoko riegel & co fressen bis der Artz kommt  :D
:-) :-)
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Schon von mir lange praktiziert, jetzt für gut befunden :-)
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Beitragvon Teamocil » 05 Dez 2007 11:48

Gibt es eigentlich eine zeit-/mengenmäßige Obergrenze für die Aufnahmekapazität der Leber/muskulatur für Glykogen?

Oder in anderen Worten, kann es passieren, dass der Magen/Darmtrakt nach einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit so viele Kohlenhydrate in das Blut abgibt, dass die Leber mit der Glykogenresynthese nicht mehr hinterher kommt, und deshalb Fett aufgebaut wird, obwohl die Glykogenspeicher in Leber und Muskulatur noch nicht voll sind?

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Beitragvon alex 69 » 14 Feb 2008 16:51

Was ich weiss ist sowieso immer der Fall das man von allem etwas aufbaut, nur das veerhältnis kann dann durch training, art der KHs usw beeinflusst werden.

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Beitragvon Rauhnacken » 20 Aug 2008 09:39

Huhu!!!

Auch wenn es nicht mehr aktuell ist:

Oder in anderen Worten, kann es passieren, dass der Magen/Darmtrakt nach einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit so viele Kohlenhydrate in das Blut abgibt, dass die Leber mit der Glykogenresynthese nicht mehr hinterher kommt, und deshalb Fett aufgebaut wird, obwohl die Glykogenspeicher in Leber und Muskulatur noch nicht voll sind?


Kurz und knapp: Ja!!! Dann (bzw. eigentlich immer wenn zu große Mengen an - meist kurzkettigen - Kohlenhydraten zugeführt werden) besteht erhöhte Gefahr eine "Fettleber" zu entwickeln...

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Beitragvon Teamocil » 10 Sep 2008 14:38

Rauhnacken hat geschrieben:Huhu!!!

Auch wenn es nicht mehr aktuell ist:

Kurz und knapp: Ja!!! Dann (bzw. eigentlich immer wenn zu große Mengen an - meist kurzkettigen - Kohlenhydraten zugeführt werden) besteht erhöhte Gefahr eine "Fettleber" zu entwickeln...

mfG
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Für mich ist die Frage schon noch aktuell, weil ich bisher nirgendwo auf eine befriedigende Antwort gestoßen bin. :)

Hast du irgendeine brauchbare Quelle zur Hand?

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Beitragvon Kampfkoloss » 13 Sep 2008 20:31

Ein wirklich interessanter Artikel #04#
Einige Sachen sind mir, auch in Anbetracht, dass es eher im Bezug auf Ausdauersportarten geschrieben ist, noch nicht ganz klar:

1.Welcher Vorteil ergibt sich aus der schnelleren glykogenresynthese wenn das nächste training erst 48 stunden später ist. Ist die Menge an Muskelglykogen dann höher als wenn man nach der vorherigen trainingseinheit die Kohlenhydrate nicht im anabolen zeitfenster konsumiert hätte?Hat man durch die Anwendung der schnellen glykogenresynthese beim nächsten Training höhere Muskelglyokgenwerte als ohne diese, auch ohne rekompensationsdiät.
Inwiefern ergäbe sich für Bodybuilder ein Vorteil aus erhöhtem Muskelglykogen.

2.
Exzentrische Belastungen, sowie Kontakt-Muskelschäden führen zu einer reduzierten Glykogenspeicherung
(Burke 2000a, Asp et al 1995), da sie kleine Muskelschäden nach sich ziehen,
die sich negativ auf die GLUT4-Konzentration an der Plasmamembran auswirken, womit der
Glukosetransport in die Muskulatur eingeschränkt ist (Asp et al 1995). Dieser Hemmung kann
teilweise durch erhöhte CHO-Gaben über 24 Stunden kompensiert werden (Burke 2000a)

Wäre das ein ansatz für die Sinnhaftigkeit der schnellen Muskelglykogenresynthese? Weil diese bei Widerstandstraining durch starke Mikrorisse stark vermindert ist?

Danke für die hilfe schonmal #13#

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Beitragvon Kampfkoloss » 15 Sep 2008 15:41

Push!
Wär toll wenn sich einer der Forenexperten kurz dafür zeit nehmen würde #04#

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Re: Glykogenresynthese nach Belastung

Beitragvon Teamocil » 28 Sep 2008 08:34

Also zumindest die eine Sache kann ich beantworten, schau dir dazu mal die Folien der Uni Marburg in dem anderen Sticky-Thread an.
In den ersten Stunden nach körperlicher Belastung nehmen Leber und Muskulatur deutlich schneller Glykogen auf als danach. Wenn das Zeitfenster bis zur nächsten Trainingseinheit sehr kurz ist, dann sollte man das unbedingt berücksichtigen. Ob 48h ausreichen, um leere Speicher wieder komplett zu füllen ist aber sicherlich auch individuell unterschiedlich und (das vermute ich einfach mal) vom Trainingszustand abhängen. Bei mir reichen sie nicht, selbst wenn ich mir direkt nach der Belastung eine Ladung Pasta reinhaue. Aber ich bin auch generell leider ne echte Regenerationsschnecke.

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Re: Glykogenresynthese nach Belastung

Beitragvon Micha K » 28 Sep 2008 09:52

Ich finde, dass eine schnelle Glycogenresynthese vornehmlich dann von Vorteil ist, wenn Trainingseinheiten kurz hintereinander erfolgen. Bei 48h Pause sollte man zumindest bei reichlicher KH-Zufuhr eigentlich genügend Glycogen wieder aufgebaut haben. Bei geringer KH-Zufuhr sieht das vielleicht anders aus.

Die Ernährungswissenschaft im Sportbereich rät ja nach wie vor allgemein zu einer hohen KH-Aufnahme, um genügend Glycogen garantieren zu können. Dazu gehört auch das Fenster nach dem Training auszunutzen.
Ich für meinen Teil meine festgestellt zu haben, dass eine derartig hohe KH-Zufuhr nicht optimal für mich ist. Auch deswegen hat die optimale Glycogenauffüllung für mich persönlich keine primäre Relevanz. Aber solche Erfahrungen sind sicher abhängig von der persönlichen Veranlagung und dem jeweiligen Trainingspensum (was für mich funktioniert, funktioniert für einen Manuel Bauer oder Ronny Rockel wahrscheinlich nicht).

Theoretisch wäre vielleicht zusätzlich von Vorteil, dass eine möglichst schnelle Wiederauffüllung der Speicher auch schneller wieder einen optimalen Hydrationszustand der Muskulatur bringt, was wiederum positiv mit anabolen Prozessen korreliert. Laut Steinacker reagieren FT-Fasern gern mürrisch auf eine Glycogenverarmung, was wohl allgemein mit der energetischen Situation zu tun hat.

Das Thema trainingsinduzierte Insulinresistenz und Hyperinsulinämie ist m.E. besonders interessant und macht die Sache noch etwas verzwickter: Es gibt Experten, die aufgrund dieser Geschichte dazu raten, dass Kraftsportler und Bodybuilder möglichst viel Kohlenhydrate essen sollten und natürlich auch das "Glycogenspeicher-Fenster" nach dem Training voll ausnutzen sollten, um trotz Insulinresistenz genügend Glycogen speichern zu können.

Andererseits könnte man spekulieren, dass gerade diese vorübergehende Insulinresistenz ein Grund dafür ist, dass manche Personen glauben, dass eine hohe KH-Zufuhr sie tendenziell fett macht.
Zu diesem Fazit kommt auch Lowery auf wannbig.com...
Yes, at least locally, sore skeletal muscles that exhibit microtrauma from eccentric contractions become insulin resistant and accumulate glycogen more poorly. Several researchers have reported this in different ways. On a whole-body systemic level it can be hard to detect, however. After a number of analyses from my own research, the data hover around statistical significance. That is, sometimes circulating glucose or insulin appears related to DOMS scores, creatine kinase levels, etc. but sometimes they don`t. The convincing data is on the muscle-specific inhibition of the insulin biochemical pathway and the reduced glycogen accumulation at various time points. As with all good research, this leads to further questions. When blood glucose isn`t entering skeletal muscle (its usual primary recipient), where is it (in one form or another) getting stored? Liver, adipose and other tissues are possibilities. With all the talk from bodybuilders that "carbs make them fat" I wonder if there`s not a connection. This one would be tough to tease apart in the lab, as body composition is influenced by so many factors. The practical application might be to decrease carbs a bit (if on a higher-carb diet) when experiencing head-to-toe whole body crushing soreness.

Diese Hypothese sehe ich übrigens durch die aktuellen Erkenntnisse zum glykämischen Index gestützt - Personen mit Insulinresistenz bzw. "reaktiver Hyperinsulinämie" reagieren offenbar anders auf stark insulinogene Carbs und haben ein höheres Risiko fett zu werden.

Folglich könnte man hier zu völlig gegenteiligen Schlüssen kommen:

  • BB sollten gerade aufgrund der Insulinresistenz viele KH essen und jede Möglichkeit nutzen, welche zu einer verbesserten Glycogenresynthese führt, um genügend Energie für´s Training zu haben.

  • BB sollten gerade aufgrund der Insulinresistenz vorsichtig mit KH umgehen. Weniger KH direkt nach dem Training würde gleichzeitig bedeuten, dass die Insulinsensibilität bzw. die erhöhte insulinunabhängige KH-Aufnahmefähigkeit nach dem Training länger erhalten bleibt.

Und so streiten sich eben auch die Experten. Lambert und Kollegen empfehlen für Bodybuilder z.B. 5-6g KH pro kg.
Volek, Forsythe und Kraemer empfehlen dagegen z.B. dass Frauen in Kraftsportarten die Kohlehydratzufuhr niedriger halten sollten, weil sie weniger Glycogen verbrauchen und über eine geringere Fähigkeit zur Glycogenspeicherung verfügen. Hier kann man sicher grundsätzlich auch Parallelen für Männer mit (vorübergehender trainingsinduzierter) Insulinresistenz ziehen.

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Re: Glykogenresynthese nach Belastung

Beitragvon maddox » 30 Sep 2008 12:58

Ich denke wie Micha das man da ein bißchen individuell schauen muß wie insulinsensibel der Körper mit Einfachzuckern umgeht. Aber es gibt noch einen anderen bedeutsamen Aspekt der Glykogenresynthese ;) - Generell kann man sagen das eine schnelle Glykogenresynthese nicht nur für die Glykogenspeicher sondern auch für das Immunsystem und die Adaptation des ZNS und des endokrinologischen Systems an ein Hochleistungstraining wichtig ist.

Für den Hobbysportler eher unwichtig aber im Hochleistungssport mit hoher Trainingsintensität und zeitlich eng aneinander liegenden Tariningseinheiten bzw. Wettkämpfen um so wichtiger. Gerade hier kommt es häufig zur Schwächung des Immunsystems und dem Übertrainingsyndrom da der Körper die verbrauchten Neuropeptide und hormonellen Stoffwechselwege nicht regenerieren kann. Man hat festegestellt das kurzfristig zugeführte Einfachzucker die inflammatorischen Parameter signifikant gemindert haben und kurzfristig zu einer "Abpufferung" der Lymphopenie führten .
Bild




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Re: Glykogenresynthese nach Belastung

Beitragvon Arnii87 » 03 Dez 2008 22:08

leute....nicht vergessen,dass man seinen glykogenspeicher auffüllt um in bestimmten sportarten bessere LEISTUNG zu erzielen. Durch einen erhöhten Glykogenspeicher kann man halt mehr Energie aus Glycose durch Glyolyse oder Verbrennung erzeugen. Manche wollen aber gerade das nicht. Wenn man Leistungsportler ist will man das natürlich in jedem Fall aber man sollte sich wirklich fragen ob man einen vollen glycogenspeicher nötig hat und will. Ich find den artikel auf jedne fall sehr informatief.

Wenn ich also meine Glycogenspeicher so schnell wiemöglich auffüllen will is die zufuhr von KHs mit hohem GI wichtig, vor allem direkt nach Belastungen,richtig?

Wie praktiziert man am besten carboloading? Auch viele KHs mit hohem GI über mehrere Tage verteilt?

Schon komisch,da ich vor diesem artikel immer auf KHs mit hohem GI verzichtet habe abgesehen von dirket nach dem training

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Re: Glykogenresynthese nach Belastung

Beitragvon GameKeeper » 27 Apr 2009 21:29

Artikel ist gut! - muss jedoch mit individuellen Zielen abgestimmt werden....

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Re: Glykogenresynthese nach Belastung

Beitragvon Colin* » 01 Okt 2009 17:48

also eine richtige antwort auf die fragen in meinem kopf konnten der artikel und die kommentare dazu noch nicht liefern. wir bb haben ja nicht unbedingt das ausschleißliche ziel die ernährung hinsichtlich einer leistungsverbesserung auszurichten, sondern uns geht es schlichtweg um hypertrophie und fettabbau.

für mich gibt es derzeit noch kein schlüssiges (wissenschaftlich gesichertes) argument, warum ich unmittelbar nach dem training unbedingt kh mit hohem gi verzehren muss, um meinen muskelaufbau zu optimieren. klar, wenn ich am nächsten tag die nächste tour de france etappe vor mir habe, leuchte mir das ein, aber so #05#

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Re: Glykogenresynthese nach Belastung

Beitragvon GeneralHanno » 05 Nov 2009 16:47

wenn es darum geht, (möglichst) fettabbau und muskelaufbau zu verbinden, dann sind KH direkt nach dem training (am besten 2 mahlzeiten), die erste mit hohem GI die 2. mit mittlerem GI, die beste lösung. nur dann werden die KH nämlich in die muskeln eigelagert (anaboler prozess). ansonsten sollte man sich eher KH arm (bzw. niedriger GL) ernähren ...
BB in vier Worten:
Train! Eat! Sleep! Repeat!

Ich meine, Du machst jedes Mal eine Kniebeuge, wenn Du scheißen gehst.

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