Hoher Pulsdruck bei normaler Systole

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jimmy.klitschi
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Hoher Pulsdruck bei normaler Systole

Beitragvon jimmy.klitschi » 20 Okt 2008 14:00

Ist ein hoher Pulsdruck nur bei isoliertem systolischem Hochdruck oder auch für sich allein betrachtet "interessant" (also evtl. krankheits-/altersbedingt)? Oder anders: Wäre z.B. eine Amplitude von 70 bei einem Blutdruck von 120:50 genau so kritisch zu sehen, wie bei 140:70?

Inwiefern trägt vielleicht Sport zu einer - gesunden? - Pulsdruckerhöhung bei gleichzeitig für sich normalen systolischen und diastolischen Werten bei?

Gruß

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Micha K
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Re: Hoher Pulsdruck bei normaler Systole

Beitragvon Micha K » 20 Okt 2008 21:47

Ha, genau die Frage habe ich mir vor kurzem auch gestellt.

Ich denke mal es ist nicht so kritisch, weil einfach die Belastung der Gefäße durch einen zu hohen Blutdruck in dem Fall ja nicht gegeben ist.
Ich habe vor kurzem schon mal versucht >hier< anzurufen, bin aber nicht durchgekommen.
Für mich wäre vor allem interessant, was ein hoher Pulsdruck tatsächlich aussagt. Ein hoher Pulsdruck soll bei älteren Personen ja ein Hinweis für unfelxible, starre Gefäße sein.

Bei der Theorie zum "spurious systolic hypertension" wird allerdings genau anders herum argumentiert: Da wird gesagt, dass bei Personen unter 40 Jahren der diastolische Wert angeblich der relevantere Risikofaktor sei. Hier wird weiterhin gesagt, dass die hohe Blutdruckamplitude bei jungen Menschen angeblich sogar eher auf sehr elastische Aterien hinweisen kann und dass bei diesen Leuten der Aortendruck normal ist.

Auf jeden Fall würde mich die Ausgangsfrage sehr interessieren, da meine derzeitige Blutdruckmedikation zwar dem systolischen Wert ganz prima die Spitze wegnimmt aber natürlich auch der diastolische Wert sinkt, so dass der Pulsdruck nach wie vor ziemlich groß ist.

Außerdem würde mich interessieren, ob es eigentlich so etwas wie eine Untergrenze gibt, unter die der diastolische Druck nicht fallen sollte. Oder geht man da wirklich einfach nur nach dem Befinden?

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Micha K
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Re: Hoher Pulsdruck bei normaler Systole

Beitragvon Micha K » 20 Okt 2008 21:58

Ach übrigens:
Micha K hat geschrieben:Intensives Krafttraining kann dabei offenbar unter Umständen zu Verminderungen der Gefäßelastizität von zentralen Arterien und zu einer Erhöhung des pulse pressure (die Amplitude zwischen diastolischem und systolischem Blutdruckwert) führen.
Beide Faktoren wirken sich normalerweise negativ auf das Herz-Kreislaufsystem aus (Risikofaktoren für koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt), wenngleich man über die tatsächliche gesundheitliche Relevanz dieses Phänomens beim Kraftsportler bisher freilich nur spekulieren kann. Fakt ist aber: Diese Veränderungen können durch ein Cardiotraining zuverlässig kompensiert werden.


http://hyper.ahajournals.org/cgi/content/full/33/6/1385

http://circ.ahajournals.org/cgi/content ... 10/18/2858

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16915024

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11906486

http://ajpheart.physiology.org/cgi/cont ... 90/4/H1596

jimmy.klitschi
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Re: Hoher Pulsdruck bei normaler Systole

Beitragvon jimmy.klitschi » 21 Okt 2008 07:51

Eine - praktische - Untergrenze gibt es ... zumindest bei mir ... bzw. bei meinem Blutdruckmessgerät: 40 - darunter ist Schluss! :-o ;)

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Micha K
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Re: Hoher Pulsdruck bei normaler Systole

Beitragvon Micha K » 26 Okt 2008 08:48

Außerdem würde mich interessieren, ob es eigentlich so etwas wie eine Untergrenze gibt, unter die der diastolische Druck nicht fallen sollte. Oder geht man da wirklich einfach nur nach dem Befinden?
Die Frage habe ich mittlerweile beantwortet bekommen...

"Der beste Blutdruck ist der, bei dem man gerade noch aufrecht stehen und sprechen kann" - Professor Dr. Thomas Lüscher *drehsmilie* ;)


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