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Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon usc » 12 Aug 2011 10:52

t r a x hat geschrieben:Dieser Text tangiert mal wieder leider wie so oft nur sehr schwach den gesundheitlichen Aspekt.

Völlig sekundär, ob dies alles minimale Auswirkungen auf den KFA hat oder nicht. Viel interessanter respektive wichtiger wären die zig tausend Auswirkungen auf die Gesundheit.

Der KFA kann meiner Meinung nach immernoch am Besten über den sportlichen Faktor geregelt werden.

Viel mehr geht um Ballaststoffe, um Vitamine und Mineralien. Um Antioxidantien in jeglicher Form und das Fettverhältnis. Manch einer bildet sich wirklich ein, dies sinnvoll über ein paar Tabletten steuern zu können. Wenn man bedenkt, wie wenig in diese Richtung geforscht wird, und wie widersprüchlich Forschungsergebnisse sind, da Millionen von Faktoren in Früchten und Gemüse unbekannt sind, kann man nur das Big Picture betrachten.

Testet mal, ob eure Freunde überhaupt noch bitter und sauer unterscheiden können. Die Hälfte wird einer Grapefruit kein bitteren Geschmack zuordnen können. Wenn man jedoch bedenkt, wie wichtig und nützlich Bitterstoffe für den Körper sind, kann man nur erahnen, wohin unsere heutige Ernährung uns gebracht hat.



In diesem Artikel soll es doch gar nicht der gesundheitliche Aspekt behandelt werden. Jeder mit gesundem Menschenverstand weis, dass only fastfood über längere Zeit gesundheitliche Schäden mit sich bringt. Er will mehr mit dem Mythos aufräumen, dass 100% "clean" Essen der einzige Weg ist und unumgänglich um eine top figur zu erhalten.

In deinem Profil sehe ich, dass du DC´ler bist.
Ob das massive eating und der ständige phychische Druck bei jedem Training die gewichte zu steigern,so gesundheitsfördernd sind, ist wirklich fraglich.
Aber hey, muss jeder selbst entscheiden. Ich kenne Menschen die ihr leben lang sport getrieben, sich gesund ernährt und weder geraucht noch getrunken haben und im später alter viele Krankheiten haben und mit schlaganfall beschädigt wurden. Andere widerum halten keinerlei gesundheitliche empfehlungen ein, rauchen mehr als sie atmen und saufen wie ein Loch und leben trotzdem lange, gesund und unbeschadet.

That´s life. Ich persönlich lege viel Wert auf Obst und Gemüse, aber auch nur, weil es mir unheimlich gut schmeckt und ich zu Krämpfen neige, wenn ich darauf verzichte.


Wer die Werbung nicht mag, der kann sie in seinem Profil ausschalten.
 


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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon Beck`s » 12 Aug 2011 10:58

Man findet immer Wege etwas zu rechtfertigen, auf das man nicht verzichten möchte.
Führe einen selbst versuch durch: Ernähre dich nur noch durch pures Weismehl, in dem Rahmen deiner Kcal Menge und schau wie Leistungsfähig du nach 2 Monaten bist. Mal unabhänig vom Gewicht.

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon usc » 12 Aug 2011 11:02

Beck`s hat geschrieben:Man findet immer Wege etwas zu rechtfertigen, auf das man nicht verzichten möchte.
Führe einen selbst versuch durch: Ernähre dich nur noch durch pures Weismehl, in dem Rahmen deiner Kcal Menge und schau wie Leistungsfähig du nach 2 Monaten bist. Mal unabhänig vom Gewicht.



Und immer einen um nichtzugeben zu müssen, dass man einen Fehler gemacht hat.
Das Weismehlprojekt würde ich aus hungertechnischen Gründen nicht durchhalten, desweiteren würd mir irgendwann schlecht davon werden.
Desweiteren reichen bei mir volle Energiespeicher immer für gutes, hartes und leistungsstarkes Training, egal womit die gefüllt werden.

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon Loc » 12 Aug 2011 11:11

andere frage. warum auf etwas lebensbereicherndes verzichten, obwohl es überhaupt nicht nötig ist?

vllt ist das vielmehr ne rechtfertigung, um professionalität zu suggerieren, also sich von seinen mitmenschen abzugrenzen und als hobby-pumper schön einen auf jay cutler zu machen.

klar, wenn man davon nicht satt wird und mit dem hunger nicht klar kommt, oder es einem nicht schmeckt, oder wenn man allergisch auf irgendwelche inhaltsstoffe reagiert, oder unmengen wasser zieht, oder auch in der wk-vorbereitung ist usw. ansonsten gibt es einfach keine rationalen gründe.

vorallem immer gleich wieder diese absurden gegenüberstellungen, wenn's um das thema geht. als kraftsportler kann man ne menge junk verdrücken, trotzdem bleiben genügend kcal für protein, obst, gemüse und gute fette über...

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon t r a x » 12 Aug 2011 11:21

Hi,

das Problem solch Textes ist doch die Minimierung eines riesen Themas auf den KFA. Anstatt den Kuchen zu genießen, nehm ich nur die Kirsche und seziere sie auf Molekülgröße.

Meiner Meinung nach sollte dies als Ganzes gesehen werden. Das BigPicture ist entscheident.

Jeder kennt x Menschen, denen y Dinge passiert sind, dabei haben sie sich z ernährt, den Zufall kann man nicht verhindern, aber die Wahrscheinlichkeit möglicherweise verringern.

Wenn man aber der aktuellen Wissenschaft und Evolution Glauben schenkt und alles einmal aus einem größeren Blickwinkel betrachtet, so erscheint doch ein Zusammenhang zwischen Prävention und gesunder Enährung. Dazu brauch ich keine Studien, die meist sowieso statistisch völlig vergewaltigt wurden, sondern Eigentests, Kontakt zu anderen Menschen und Auffassungsgabe.

Überlegt mal, welche leckeres Obst und Gemüse ich in Massen essen kann, um die Kaloriendichte einer Packung Oreo's zu erreichen. Überlegt mal, welch Vitamin, Mineralien und Antioxidantiendichte ich hierbei gegenüber einer Packung Oreo habe.

Niemand sollte sich Fastfood vorenthalten und aus Zwang Gemüse essen. Viel eher sollte er bereit sein, neue Wege zu gehen und Essen schmackhaft zu machen. Wenn man erst mal gelernt hat mit Zutaten, Gewürzen, Ölen usw. umzugehen, herausgefunden hat, wie bestimmte Gewürze mit Gemüse agieren, wird automatisch die Lust auf Fastfood vergehen.

Und sollte doch mal Fastfoodgelüste kommen ist das doch auch kein Problem ? Viel wichtiger dabei ist, dass es euch gut geht und ihr es nicht als Sünde seht. Dafür ist das Leben viel zu kurz.

Summa summarum möchte ich eigentlich nur sagen, dass es mehr, als nur Kalorienzählen und Abwägen von der Kalorienzufuhr gibt.

Während der eine sich in Details verliert, trainiert der andere einfach. Meiner Erfahrung nach fährt der 2. besser in jeder Hinsicht.

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon zippel aka lupus » 12 Aug 2011 12:13

Einen wichtigen Aspekt hat Franky ganz zu Anfang genannt. Eine "Kalorie" ist eine ideale Größe und in der Realität enorm schwankend.

Wieviel Energie ein Lebensmittel wirklich liefert, wieviel davon verstoffwechselt wird und wieviel der Energie wieder ausgeschieden oder beim Verstoffwechseln bereits wieder verbraucht wird, lässt die Angelegenheit sehr undurchsichtig und hypothetisch werden.

Habe in einem Buch einer Ernährungspsychologie von einer netten Studie gelesen: Zwei Testgruppen erhielten zur normalen Erhaltungsnahrung wöchentlich 3000 Kalorien plus. Die eine durch Schoki, die andere durch Alk. Die Schoki-Gruppe hatte signifikant zugelegt, die Alki-Gruppe so gut wie überhaupt nicht.

Ist eine Kalorie, eine Kalorie? Ich glaube nicht...

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon Frank » 12 Aug 2011 12:22

zippel aka lupus hat geschrieben:Habe in einem Buch einer Ernährungspsychologie von einer netten Studie gelesen: Zwei Testgruppen erhielten zur normalen Erhaltungsnahrung wöchentlich 3000 Kalorien plus. Die eine durch Schoki, die andere durch Alk. Die Schoki-Gruppe hatte signifikant zugelegt, die Alki-Gruppe so gut wie überhaupt nicht.

Ist eine Kalorie, eine Kalorie? Ich glaube nicht...

mal abgesehen davon, dass ich zum studienaufbau nichts weiß/da möglicherweise bereits fragwürdige ansatzpunkte sind:
alkohol mit den anderen 3 nährstoffen zu vergleichen, um zu begründen, dass eine kalorie nicht eine kalorie wäre, hat nicht nur reichtlich wenig mit der realität zu tun (niemand versucht ein kalorienplus oder -defizit mittels seines hochprozentigen schnaps zu kontrollieren). zudem ist alkohol aufgrund nicht vorhandener speichermöglichkeit mMn dann doch noch einen entscheidenen unterschied zu anderen nahrungsmitteln.

klar ist es im zweiten schritt schon ein unterschied, ob ich nur über carbs mein kalorien-plus erzeuge oder mit hilfe von protein und ausgewogenen fetten (nur mal als beispiel). aber der erste schritt bleibt eben doch die kalorie. :)

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon Loc » 12 Aug 2011 12:28

zumal es auch daran liegen könnte, dass alk, statt 7.1 kcal/g wie bisher angenommen, nur 5.7 kcal/g aufweist aufgrund des TEFs, sowie auswirkungen auf die IS besitzt (in moderaten mengen).

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon GeneralHanno » 12 Aug 2011 12:35

zudem sollte man bedenken:
solange man "Nur" gewicht zu/ab nehmen will ist 1kcal=1kcal.
kcal+ => gewicht+
kcal- => gewicht-

als BB strebt man aber eine langfristig positive körperveränderung (mehr muskeln, weniger fett) an. ich verweise einfach mal auf den "unsinn der massephase" artikel. wer also möglichst gute resultate sehen will, muss sich also über die wirkung der makronährstoffe im körper im klaren sein und sie für sich nutzen um ein optimales ergebnis zu erhalten.

nur ein paar beispiele/stichworte:
- eiweis ist der makronährstoff der am schlechtesten als fett gespeichert werden kann
- fructose hat einen völlig anderen einfluss als glucose(-polymere) auf den körper (insulin+glycogen)
- qualität und verhältnis der fettsäuren
- wirkung der mikronährstoffe auf den organismus
- Insulinsensitivität (individuell, aber insb. nach dem training hoch)
- unterschiedliche funktionen von aminosäuren, zuckern und fettsäuren im körper
- ...
BB in vier Worten:
Train! Eat! Sleep! Repeat!

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon Potatoe-Genetics » 12 Aug 2011 12:41

Franky hat geschrieben:niemand versucht ein kalorienplus oder -defizit mittels seines hochprozentigen schnaps zu kontrollieren

manche doch! :)
Don hat geschrieben:... ;)

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon t r a x » 12 Aug 2011 13:26

GeneralHanno hat geschrieben:zudem sollte man bedenken:
solange man "Nur" gewicht zu/ab nehmen will ist 1kcal=1kcal.
kcal+ => gewicht+
kcal- => gewicht-

als BB strebt man aber eine langfristig positive körperveränderung (mehr muskeln, weniger fett) an. ich verweise einfach mal auf den "unsinn der massephase" artikel. wer also möglichst gute resultate sehen will, muss sich also über die wirkung der makronährstoffe im körper im klaren sein und sie für sich nutzen um ein optimales ergebnis zu erhalten.

nur ein paar beispiele/stichworte:
- eiweis ist der makronährstoff der am schlechtesten als fett gespeichert werden kann
- fructose hat einen völlig anderen einfluss als glucose(-polymere) auf den körper (insulin+glycogen)
- qualität und verhältnis der fettsäuren
- wirkung der mikronährstoffe auf den organismus
- Insulinsensitivität (individuell, aber insb. nach dem training hoch)
- unterschiedliche funktionen von aminosäuren, zuckern und fettsäuren im körper
- ...


Und dabei gehen die meisten noch von der Prämisse aus, dass Magen und Darm einwandfrei funktionieren würden. Ein Trugschluss.

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon zippel aka lupus » 12 Aug 2011 14:33

Klar ist Alk kein (für uns) normaler Nährstoff. Aber auf einer ganz platten Betrachtungsebene liefert er ebenso Kalorien. Da kommt der Punkt ins Blickfeld, dass die individuelle Stoffwechselsituation doch von Bedeutung ist.

Hatte auch mal von einer Tierart gelesen, die sich von vergorenen Früchten ernährt - als normale Energiequelle und ohne das es schädliche Wirkung hätte. Es macht halt nicht nur die Dosis das Gift, sondern auch erst die Beziehung zum jew. Lebewesen.

------------

Gibt ja auch die Werke von Gary Taubes. z.B. http://www.amazon.de/Why-We-Get-Fat-Rou ... 946&sr=8-1

Da argumentiert er, dass der Input-Output-Gedanke, der auf der Thermodynamik der Physik basiert (Energieerhaltungssatz), in komplexen biologischen Systemen keinen Sinn hat.

Habs auf der Liste, bin jedoch noch nicht dazu gekommen, mich näher mit der Argumentation auseinanderzusetzen.

Kennt jemand von euch die Details? Gabs vielleicht sogar schon mal n Artikel hier dazu?

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon t r a x » 12 Aug 2011 14:41

Verstehe ich jetzt nicht.

Die Thermodynamischen Sätze gelten doch nur in abgeschlossenen Systemen, was, wie du schon sagtest, in biologischen Systemen nicht zutrifft.

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon zippel aka lupus » 12 Aug 2011 14:44

...aber genau das wird doch vorausgesetzt, wenn man die üblichen Input-Output-Rechnungen anstellt, oder? (Das ist ja auch seine Kritik)

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Re: Ist eine Kalorie, eine Kalorie?

Beitragvon R.Hotzenplotz » 12 Aug 2011 16:30

Hallo in die Diskussionsrunde,

natürlich gehen Fette/Eiweiße/KH unterschiedliche Wege im Stoffwechsel. Die Verwertung an sich ist im Rahmen einer Spezies, nehmen wir physiologische Bedingungen an, annähernd gleich. Die weitaus bedeutsameren Faktoren sind im Bereich des erlernten Essverhaltens, Bewegungsmuster etc., also eher psychodynamisch zu Suchen. Damit spreche ich nicht von einer winzigen Kohorte wie die der BB, ganz weit gegriffen - alle Menschen im Durchschnitt. Bislang zeigen alle Bemühungen dem Intermediärstoffwechsel ein Schnippchen zu Schlagen nur geringe Erfolge bei adipösen Menschen udn schon gar nicht beim Nornalgewichtigen.
Die Kalorie stellt die Energiemenge dar, die aus X frei wird. Da gibt es nichts zu Deuten oder Interpretieren. Daher ist 1kcal = 1kcal. Aber natürlich ist dies nur eine in vitro Näherung, die Prozesse in vivo sind gewiss nicht so einfach darzustellen. Jedoch genügt diese Aussage eben um die bisher harten Daten (!) in der Ernährungswissenschaft für die Praxis zu stützen und hilft die abstrahierte Näherung der Input/Output Aussagen zu unterstreichen. Mittels Spiroergometrie lässt sich das Kalorienäquivalent für den Einzelnen bei bestimmten Belastungen genauer ermitteln. Dies ist aber doch kaum von praktischer Relevanz für die Allgemeinbevölkerung und wird bei Hochleistungsathleten im Ausdauerbereich angewandt! Es geht doch nicht um "Denken" "Meinen" "Fühlen"... Ernährungswissenschaft ist doch keine Glaubensrichtung! Wert und Nutzen (insbesondere für den SW-Gesunden und Normalgewichtigen) des weiter oben angesprochenen Glyx-Index ist unter den Spezialisten umstritten.. Fakten. Allein um die Versorgung mit essentiellen AS, FS und Vit, sowie Spurenelementen zu decken macht eine ausgewogene Mischkost das Rennen... wie mehrfach schon angesprochen gibt es auch einen gesundheitlichen Aspekt. Energetisch ist es völlig gleich ob du 2000kcal aus dem McIrgendwie oder dem Fisch ziehst. Gerne würde ich aber Studien zu Supplementen lesen, die in Bezug auf die Fettreduktion Erfolg versprechen. Gerade im BB haben Hersteller diverser Supplemente eine breite Basis um ihre Produkte zu verkaufen. Mir ist kein Paper bekannt, dass hier signifikante "Erfolge" erzielt worden sind. Da werden populärwissenschaftliche Studien geführt, da grausts den Vernunftbegabten die Haare vom Kopf. :-) Echte Eingriffe in den Stoffwechsel sind nur durch Steroidhormone und Wachstumsfaktorfördernde Substanzen möglich. Aber sicher wird der "austrainierte" Athlet auch nach den Supps greifen - willst du der Konkurrenz in irgendetwas nachstehen? *drehsmilie* Aber daas ist iwie schon weit weg vom Thema...

http://www.ajcn.org/content/80/2/337.short Sloth B, Astrup A. Low glycemic index diets and body weight. Int J Obes 2006

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19246357 Sacks FM, Bray GA, Carey VJ, Smith SR, Ryan DH, Anton SD, McManus K, Champagne CM, Bishop LM, Laranjo N, Lebhoff MS, Rood JC, de Jonge L, Greenway FL, Loria CM, Obarzanek E, Williamson DA. Comparison of weight-loss diets with different compositions of fat, protein, and carbohydrates. N Engl J Med 2009

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15632335 Dansinger ML, Gleason JA, Griffith JL, Selker HP, Schaefer EJ. Comparison of the Atkins, Ornish, Weight Watchers, and Zone Diets for weight loss and heart disease risk reduction: a randomized trial. JAMA 2005

http://www.nature.com/ejcn/journal/v61/ ... 2557a.html A Trichopoulou.

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