Leistenbruch-OP, das Training danach.

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Sinalco25
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Leistenbruch-OP, das Training danach.

Beitragvon Sinalco25 am 25 Jul 2008 13:08

Hallo, da ich demnächst für einen kleinen Eingriff ins Krankenhaus muss, wollte ich mal meine Probleme damit zum Thema machen um zu hören ob der eine oder andere von euch vieleicht schon mal in der selben Situation war. Vor kurzem wurde bei mir ein Leistenbruch festgestellt, der nun operiert werden soll. Da ich selber in einem Medizinischen Beruf arbeite, weis ich etwas um die Risiken nach der Op Bescheid. Allerdings habe ich noch keine Vorstellung davon wann ich wieder mit schweren Gewichten trainieren kann. Das ich erstmal kürzer treten muss ist klar, aber wie lange dauert es etwa bis man zur alten Form zurückkehren kann? Außerdem möchte ich vor allem den Abbau von Muskulatur so weit eingrenzen wie möglich, unter Hilfe von Supplementen und Training(so weit wieder möglich). Hat jemand schonmal eine solche OP gehabt? Bin für jeden Erfahrungsbericht und Tip dankbar.

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Beitragvon virion am 25 Jul 2008 13:38

kommt auf die operationsmethode an...
offen mit oder ohne netz oder laparoskopisch ?

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Beitragvon Sinalco25 am 26 Jul 2008 13:51

Insofern mir der Befund die Wahl lässt: Laparoskopisch mit Netz.

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Beitragvon virion am 26 Jul 2008 14:54

in der regel zwei wochen pause. dann behutsam die belastung wieder steigern.

sprich an, dass du kraftsport treibst, dann wird man sich eher für ein netz entscheiden.
eigentlich ist die offene op mit netz hier das etablierte verfahren, bei dem die schonungszeit nur unwesentlich länger ist.
laparoskopische leisten-ops werden eher bei bruchrezidiven oder beidseitigem bruch durchgeführt, und auch nicht überall angeboten (wg. Kosten und Know-How)

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Beitragvon Sinalco25 am 26 Jul 2008 17:20

Ja das mit dem Netz hat mein Arzt auch schon vorgeschlagen. Aber wo soll der Vorteil sein bei der offenen Op?

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Beitragvon King_of_IBK am 26 Jul 2008 20:47

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Beitragvon virion am 26 Jul 2008 21:00

für dich als Patient gibts da nicht so viele ;) ... die minimalinvasiven Verfahren sind mMn gerade für BB eine feine Sache, unter der Vorraussetzung, dass der Operateur sie gut beherrscht.

Das Rezidivrisiko korreliert negativ mit der Erfahrenheit des Operateurs, insofern könnte man sagen, du profitierst bei der verbreiteten offenen Methode davon, dass sie auch in kleineren Häusern ein Routineeingriff ist.

Ich denke außerdem, auch der finanzielle Aspekt (Kasse) spielt bei der Wahl der Methode eine nicht unerhebliche Rolle.....

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Beitragvon Sinalco25 am 26 Jul 2008 21:08

Du hattest also schon das Vergnügen? Mit der Tepp-Methode? Sehr gut, genau so hab ichs auch vor, kein offener Bauch, keine Metallklammer. Wie lange ist das her, hast du danach irgendwann mal Probleme damit gehabt? Ich habe die Befürchtung dass es mein zukünftiges Training negativ beeinflussen könnte.

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Beitragvon Gucker des Grauens am 26 Jul 2008 21:15

Bei mir ist damals (vor 15 Jahren) ein ca. 15cm langer Schnitt an der Leiste gemacht worden. Die Narbe reißt und ziept heute leider immer noch bei schweren Kniebeugen.

Aber bei den heutigen Operationsverfahren hat man glaub ich überhaupt keine Probleme mehr.

@sinalco

laparoskopisch: bekommt man da nicht eine Kamera eingeführt und nur zwei kleine Schnitte gemacht? Hab da noch sowas in Erinnerung, da meine Frau glaub ich auf die Art am Eierstock operiert wurde!

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Beitragvon kockie am 26 Jul 2008 22:04

3 Schnitte, 2x5mm und einmal 10mm (irgendwo muss ja das Netz durchpassen)

TEP oder TAPP ist eigentlich egal, bei der TAPP wird heute auch nicht mehr geklammert, da die Netze 'selbstklebend' sind.

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Beitragvon Gucker des Grauens am 26 Jul 2008 22:08

kockie hat geschrieben:3 Schnitte, 2x5mm und einmal 10mm (irgendwo muss ja das Netz durchpassen)

TEP oder TAPP ist eigentlich egal, bei der TAPP wird heute auch nicht mehr geklammert, da die Netze 'selbstklebend' sind.


Wie muss man sich das mit dem Netz vorstellen? Löst sich das dann auf? Hab in der Richtung leider Nullinger Durchblick!

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Beitragvon kockie am 26 Jul 2008 22:19

Salomonisch: Jein:-)

Es war einmal...die ersten Netze. Polypropylen, geflochten-machten ganz ordentliche Fremdkörpereaktionen, zuviel Oberfläche. Sagen wir Beginn 80er Jahre bis Anfang '90.

Also nehme man selbstauflösende, z.B. Vicryl (Polygykolsäure). Und siehe da: bringt nix! Ist das Netz aufgelöst, ist auch der Bruch wieder da...

Ok, also Oberfläche reduzieren, sprich grössere Maschen und monofil (aus einem Stück, nicht geflochten). Dazu noch herumprobieren, welche Stärke und welche Härte und man nähert sich den einfachen PPE-Netzen von heute.

Nächster Schritt: Kombi aus nicht-resorbierbar und resorbierbar, etwa 50:50. Damit wären wir bei der aktuellen Generation der Netze für Brüche heute (z.B. VyproII).
Alternativ beschichtete PPE-Netze, z.B. Titan. Ist absolut inert im Gewebe, oder auch Zellulose als gute Biobeschichtung (kann der Körper nicht abbauen, kennt er aber).

Nachteil: Das Preisschild. Ein einfaches PPE kostet gut 10€, ein VyproII 100€, Titan noch mehr...

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Beitragvon Gucker des Grauens am 26 Jul 2008 22:40

Danke Dir kockie...... #03#

Ach nochwas! Kann man mit den neueren Netzen ohne Problem Krafttraining machen, muss aber z.B einen Gürtel tragen?
Bei schweren Kniebeugen herrschen ja gute Kräfte in der Leiste. Ich merks ja heut immer noch!

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Beitragvon kockie am 26 Jul 2008 22:59

Nein, keinen Gürtel! Ein sauber eingebautes Netz bekommst Du nicht kaputt, geht nicht.

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Beitragvon Sinalco25 am 27 Jul 2008 10:51

Tja heute abend mach ich mich auf den weg ins KH. Ist zwar eine kleinere Klinik, bieten aber trotzdem die laparoskopische OP an. Ich denke da es ja eh eher ein Routineeingriff ist entscheide ich mich auch für Netz durch Laparoskopie. Egal ob nun Tapp oder Tepp, hauptsache keine Komplikationen durch Metallklammern oder schlechte Wundheilung etc., siehe offene OP. Sollte es dann etwas mehr kosten, muss ich halt drauf zahlen. Die Ruhezeit soll bei der Laparoskopie ja auch etwas geringer sein und vieleicht muss man da einfach etwas vertrauen in den Chirurgen haben.

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