Franzose heiratet seine tote Freundin
Treue über den Tod hinaus: Mit der Spezialgenehmigung des Präsidenten heiratet ein Künstler seine vor vier Jahren verstorbene Lebensgefährtin.
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Liebe die länger währt als der Tod (Symbolbild) Eine ungewöhnliche Hochzeitszeremonie hat am vergangenen Samstag in Südfrankreich stattgefunden. Dort hat Kunstmaler Jean-Louis Ronzier seine langjährige Lebensgefährtin Martine Cazanave geheiratet – posthum, denn Ronziers grosse Liebe ist vor vier Jahren gestorben.
«Ich habe ihr versprochen, sie zu heiraten und halte mich daran», sagt Ronzier, «denn 20 gemeinsame Jahre vergisst man nicht.» Etwa 50 Angehörige und Freunde hätten an der ungewöhnlichen Feier teilgenommen, berichtet «t-online» unter Berufung auf eine französische Nachrichtenagentur. Auf dem Stuhl, auf dem normalerweise die Braut sitzt, lag ein Hut der Verstorbenen.
Das Brautpaar hat sich in den 1980er-Jahren kennen gelernt und seither unverheiratet zusammengelebt. «Wir hatten vorgehabt, im Rentenalter zu heiraten», sagt der 68-jährige Bräutigam. Doch dann sei seine Freundin plötzlich krank geworden und im Alter von nur 52 Jahren gestorben.
Nach französischem Recht ist es erlaubt, posthum zu heiraten. Allerdings braucht es dafür eine Bewilligung des Staatspräsidenten, die auch vom Justizminister und dem Regierungschef unterzeichnet ist. Einfach sei es nicht gewesen, sagt Ronzier. Denn Jacques Chirac hatte seinen Antrag zunächst abgelehnt. Erst eine erneute Anfrage an Nicolas Sarkozy sei erfolgreich gewesen.
Die erste posthume Ehe wurde in Frankreich 1959 geschlossen. Damals heiratete eine Schwangere den bei einem Staudamm-Unglück verstorbenen Kindsvater.
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