von ManuelMMM » 16 Nov 2008 15:29
Ich finds schon traurig, wenn es bei Männerfreundschaften nur um "Ich prügel mich für ihn" geht. Klar macht man das für einen guten Freund (wenn es wirklich nötig ist), aber ich finde, das hat so einen geringen Stellenwert, dass man es einfach nicht erwähnen muss.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die, die immer sagen "Ja, du bist mein Bruder, mein Gee, mein Ghetto, mein Viertel - für dich würde ich sterben", für kurze Zeit "die besten Freunde sind" und sich dann irgendwann selber schlagen, weil der eine die Ex-Freundin des anderen angeguckt hat...
Eine richtig gute Männerfreundschaft sitzt mE nach viel tiefer. Dass man sich alles erzählen kann, es braucht dir nichts peinlich zu sein. Man Unterstützung bekommt, wenn es einem einmal schlecht geht. Dass man nicht neidisch/eifersüchtig ist und dem anderen Erfolg gönnt. Dass man sich gegenseitig mitzieht, in welcher Sache auch immer. Dass man viele coole Erlebnisse (z.B. Urlaube) miteinander teilt (dazu gehören natürlich auch coole Saufabende, aber das ist sicherlich nicht alles).
Ich habe einfach erlebt, dass viele sogenannte Kumpels aufeinander scheissen, wenn es dann mal eine Krise gibt. Deshalb habe ich zwar viele "Kumpels", aber ich zähle nur wenige von ihnen zu meinen richtigen Freunden, auf die man(n) bauen kann. All die anderen sind nur lose Wegbegleiter, mit der man ab und an geile Zeit verbringt, aber mehr ist da auch nicht. Solche kommen und gehen wieder.
Schlimm finde ich auch dieses Kameradschaftgetue der rechten Szene. Dort sind alle angeblich alle die besten Kameraden, aber in Wirklichkeit sind es doch nur Saufbrüder, die die gleiche vllt. noch nicht einmal wirklich ernste Einstellung haben, und sich dann besoffen mit ihren politischen Feinden boxen. Dort geht es nur um Ideologie, nicht um wirkliche Freundschaft im Sinne der Persönlichkeit. Weicht einer kurz vom Weg ab, ist er direkt kein Kamerad mehr, sondern ein Todfeind. Alles nur oberflächliches Getue. Schade.
Mission 2 Mass