Maltodextrin/Dextrose sinnvoll unmittelbar nach Training?

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*Avenger*
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Maltodextrin/Dextrose sinnvoll unmittelbar nach Training?

Beitragvon *Avenger* am 31 Jul 2007 20:30

Hi,

habe da mal eine Frage bzgl. der Ernährung unmittelbar nach dem Training (~"Post-Workout-Drink"~). Trinke im Moment immer einen Whey-Shake nach dem Training und esse ab und zu auch mal ne Banane oder so.

Jetzt habe ich gehört, dass auch schnell verfügbare Kohlenhydrate direkt nach dem Training relativ wichtig sein sollten ... ist dem wirklich so? Wenn ja in welchen Mengen (1g pro kg?)?
Was bevorzugt ihr: Maltodextrin oder Dextrose?

Aber eigentlich ist das ja "nur" Zucker und deshalb frage ich mich, ob man dann nicht irgendwann Probleme mit Diabetes mellitus (Typ-2) bekommen könnte? (Ist zumindest ein paar Mal behauptet worden, während meiner Google-Recherche #05# )

Thx für eure Antworten!

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totti
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Beitragvon totti am 31 Jul 2007 20:47

Schnelle KH sind sehr wichtig nach dem Training. 0,8-1g pro kg Körpergewicht ist da so die Faustregel. Ich nehme 50g Maltodextrin und 20g Dextrose. Nur Dextrose wäre mir viel zu süß. Da würde ich das Würgen bekommen.

Beim Thema Diabetes kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

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Pottproll
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Beitragvon Pottproll am 31 Jul 2007 22:12

Kohlenhydratkonsum und auch Konsum hochglyk. KH hat nicht wirklich Relevanz zu Diabetes.

Hauptfaktoren dafür sind Übergewicht, Bewegungsmangel und genetische Vorbelastung.
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Beitragvon Black Remo am 31 Jul 2007 22:18

wenn du ne halbe packung traubensaft trinkst bist auch mit im rennen,brauchst nicht unbedingt malte oda dex. ;)

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Beitragvon *Avenger* am 31 Jul 2007 22:25

@Pottproll

Achso, weil dies hatte mich u.A. ein wenig verunsichert:

egründung? na gut:

ein training endet i.d.r. im katabolen zustand. und um den ins anabole wechseln zu lassen, braucht es mehr als zuckerzeug. der damit verbundene insulinspiegel für sich allein wird nicht die bohne anabol wirken. klar, der zucker wird vom körper dankbar aufgenommen. aber 80 und mehr gramm ist als 'blitzversorgung' nach dem training sicher nicht nötig. wer diese unmengen traubenzucker nimmt, um vermittels insulinspiegel den anabolen zustand herbeizuführen, wird genau das nicht erreichen.

der durch training ruinierte körper will erstmal salz wiederhaben, davon ist durch schweiß ne menge verlorengegangen. dann gibts einen kohlehydratbedarf und proteine müssen her. den eiweißhaushalt kann man stützen mit einer kleinen dosis creatin und carnithin, denn davon wurde beim training sicher ne menge verbraucht. der körper braucht das dann nicht selber herzustellen, zumal ausgangsstoffe davon auch wieder essentiell sind. also ein wheyproteinshake mit einem teelöffel creatin und ein halbes liter leicht angesalzenes wasser sind nach dem training für den körper hilfreich, ein mit zucker hochgepeitschter insulinspiegel mit sicherheit nicht. für die kohlehydrate kann man ein kleines müsli (haferflocken, nicht das kindermüsli) nehmen, mit ein bissel traubenzucker.

für den körper kanns nicht gut sein, mit unmengen traubenzucker den insulinspiegel zu bewegen, denn der körper verarbeitet den traubenzucker sehr schnell und was bleibt ist das nicht mehr benötigte insulin, welches der körper nun wieder nach unten 'leiern' muß. noch ne belastung nach dem training. statt traubenzucker maltodextrin ist an der stelle sogar noch eleganter, weil diese zuckerart deutlich länger im blut rumsaust und der körper über einen angenehm langen zeitraum auf diese kohlehydrate zugreifen kann. doch auch hier spreche ich mich gegen unsinnige mengen aus.

der menschliche körper reagiert sehr feinfühlig auf veränderungen des blutzuckers mit einer veränderung des insulinspiegels. und normalerweise erkennt der körper einen hohen insulinspiegel und reagiert prompt darauf. normalerweise. denn es ist durchaus möglich, mit unsinniger lebensweise den körper dermaßen abzustumpfen, daß er einen hohen insulinspiegel nicht mehr richtig erkennt. das nennt sich dann insulinresistenz. diabetes mellitus läßt grüßen...

ich wiege 100 kg, macht im monat mehr als 2 kg traubenzucker, im jahr rund 25 kg. das mute ich mir nicht zu. und ich rate jedem davon ab. wie ich schon schrieb: der insulinspiegel für sich allein genommen ist nicht anabol.

(Habe ich in einem anderen Forum gelesen)
Was meinst du dazu?
Habe leider nicht so viel Ahnung von der Thematik :( #05#

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Pottproll
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Beitragvon Pottproll am 31 Jul 2007 22:38

Ganz trivial nehme ich mal Wikipedia:

Die Insulinresistenz ist die Hauptursache des Typ-2-Diabetes. Die genauen Mechanismen, welche zur Insulinresistenz im Menschen führen, sind derzeit weitgehend unverstanden, werden aber intensiv erforscht.

In diesem Zusammenhang werden neben einer polygenetischen Prädisposition eine Reihe von sekundären umweltbedingten Faktoren diskutiert. Hierzu zählen Adipositas (Fettleibigkeit), metabolische Faktoren, Alter und Mangel an körperlicher Aktivität. Nicht von allen Wissenschaftlern wird der Einfluss von kohlenhydratreichen Lebensmitteln mit einem hohen Glykämischen Index akzeptiert.

Die Insulinresistenz des Typ-2-Diabetikers wird vor allem durch Übergewicht und Bewegungsmangel ausgelöst.

Genetische Faktoren sind bei der Insulinresistenz auch im Spiel. Bei Personen gleichen Alters, gleichen Geschlechtes, gleichen Körpergewichtes und gleicher Größe, gleicher Kalorienzufuhr und gleicher körperlicher Aktivität kann es trotzdem zu einer unterschiedlichen Wirkung des Insulins an den Zielzellen kommen. Diese Unterschiede beruhen wahrscheinlich auf erblichen Faktoren.



Bin da ja selber Laie:

Als eine der Hauptursachen für diesen Erkrankungstyp wird die Fettleibigkeit angesehen. Neben der angeborenen Insulinunempfindlichkeit resultiert aus dem Übergewicht eine zusätzliche Insulinresistenz der insulinabhängigen Körperzellen. Wird eine derartige Zelle bei gesunden Menschen mit Insulin stimuliert, werden vermehrt Glukose-Transportproteine vom Typ 4 (GLUT-4) in die Zellmembran eingefügt. Bei Typ-2-Diabetikern ist unter anderem dieser Mechanismus gestört. In ihrem Muskel- und Fettgewebe wird GLUT-4 herabreguliert. Der genaue Mechanismus der Insulinresistenz ist bisher unklar; es handelt sich aber nicht um einen Defekt des GLUT-4. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Konzentration des Botenstoffes Retinol Binding Protein 4 (RBP4) und dem Ausmaß der Insulinresistenz. RBP-4 wird im Fettgewebe übergewichtiger Menschen in übergroßen Mengen produziert. Dieser Botenstoff scheint dazu zu führen, dass Muskel- und Leberzellen kaum noch auf das blutzuckerregulierende Hormon Insulin reagieren [7]. Bessert sich nach körperlichem Training die Insulinresistenz, sind auch geringere RBP-4-Plasmaspiegel zu messen [8](zu den therapeutischen Konsequenzen siehe unten unter Therapie/neue Forschungsansätze)



Dazu folgt dann:

Background Insulin resistance has a causal role in type 2 diabetes. Serum levels of retinol-binding protein 4 (RBP4), a protein secreted by adipocytes, are increased in insulin-resistant states. Experiments in mice suggest that elevated RBP4 levels cause insulin resistance. We sought to determine whether serum RBP4 levels correlate with insulin resistance and change after an intervention that improves insulin sensitivity. We also determined whether elevated serum RBP4 levels are associated with reduced expression of glucose transporter 4 (GLUT4) in adipocytes, an early pathological feature of insulin resistance.

Methods We measured serum RBP4, insulin resistance, and components of the metabolic syndrome in three groups of subjects. Measurements were repeated after exercise training in one group. GLUT4 protein was measured in isolated adipocytes.

Results Serum RBP4 levels correlated with the magnitude of insulin resistance in subjects with obesity, impaired glucose tolerance, or type 2 diabetes and in nonobese, nondiabetic subjects with a strong family history of type 2 diabetes. Elevated serum RBP4 was associated with components of the metabolic syndrome, including increased body-mass index, waist-to-hip ratio, serum triglyceride levels, and systolic blood pressure and decreased high-density lipoprotein cholesterol levels. Exercise training was associated with a reduction in serum RBP4 levels only in subjects in whom insulin resistance improved. Adipocyte GLUT4 protein and serum RBP4 levels were inversely correlated.

Conclusions RBP4 is an adipocyte-secreted molecule that is elevated in the serum before the development of frank diabetes and appears to identify insulin resistance and associated cardiovascular risk factors in subjects with varied clinical presentations. These findings provide a rationale for antidiabetic therapies aimed at lowering serum RBP4 levels.


http://content.nejm.org/cgi/content/short/354/24/2552?query=nextarrow
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Beitragvon m!ke am 31 Jul 2007 22:42

@Pottproll: Zwei Dumme.. :)

von Wikipedia:

(...) Die genauen Mechanismen, welche zur Insulinresistenz im Menschen führen, sind derzeit weitgehend unverstanden, werden aber intensiv erforscht.

(...) Nicht von allen Wissenschaftlern wird der Einfluss von kohlenhydratreichen Lebensmitteln mit einem hohen Glykämischen Index akzeptiert.


Ich bin der Meinung, dass sich ein Bodybuilder, der sich anständig ernährt, über eine Insulinresistenz keine Sorgen machen muss. Schwachsinn. Eine Gabe von hochglykämischen KH (z.B. Dextrose) nach körperlicher Belastung kann man nicht vergleichen mit einer generellen hochglykämischen Ernährung. Schon garnicht, wenn bestimmte Untersuchungen mit Menschen durchgeführt wurden, die Übergewicht haben und von Sport nur im Fernsehen hören und sehen.

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Beitragvon Pottproll am 31 Jul 2007 22:47

Ich denke auch, dass ein Mensch der evtl 6 Stunden oder gar mehr Sport die Woche macht, sowohl Cardio als auch Widerstandstraining und mit weniger als 15% Körperfett durch die Gegend läuft, selbst bei wirklich massiver Gabe hochglykäm. KH eine sehr geringe Diabetes Gefahr hat.

Eventuell hat der rantanplan dafür ja Studien... #05#

Nochmal zur Verdeutlichung:

80 bis 90 % der Typ II Diabetiker sind (stark) übergewichtig!
Und das nicht auf Muskeln bezogen. 8-)
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Beitragvon Micha K am 01 Aug 2007 11:04

Eventuell hat der rantanplan dafür ja Studien..

Ich bastle gerade an einem Artikel. Der wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen... ;)

Ich muss natürlich sagen, dass ich persönlich die GI-Geschichte und die in diesem Zusammenhang diskutierten Risiken doch etwas ernster nehme als manch anderer hier. Meine Sympathie für das GI/GL-Konzept, für "Insulinmanagement" und LowCarb ist ja kein Geheimnis. Und wenn man einmal eine vorgefertigte Meinung hat, pflegt man die natürlich gerne. ;)

Grundsätzlich habt Ihr aber Recht! Es gibt drei wesentliche Hauptrisikofaktoren für Diabetes: genetische Veranlagung, Bewegungsmangel und Übergewicht (ich würde übrigens noch Stress dazu zählen).
Das Thema glykämischer Index/glykämische Last spielt da definitiv nur eine untergeordnete Rolle und ist vor allem für Personen von Relevanz, die bereits über die typischen Risikofaktoren verfügen (wobei man sich im Klaren darüber sein muss, dass es auch normalgewichtige Personen gibt, die eine gewisse Veranlagung mitbringen).

Ein sportlicher, schlanker Mensch hat grundsätzlich das geringste Diabetesrisiko und hat in der Regel sicherlich keinen Grund panische Schweißausbrüche zu bekommen, wenn er aufgefordert wird Dextrose zu trinken. :-)

Ich bin nun zwar der Auffassung, dass auch der idealtypische Hobby-Bodybuilder gut beraten ist auf den GI zu achten, aber was die PWN-Carbs angeht, sehe ich keine größeren Probleme. Solange man sich nicht den ganzen Tag mit hochglykämischen Sachen vollstopft, sollten die PWN-Carbs kein ernsthaftes Problem darstellen.
Allerdings bin ich auch der Meinung, dass die Wichtigkeit bzw. die anabole Wirkung des PWN-Carbs in der Regel doch etwas überschätzt wird.
Dieser Beitrag ist maschinell erstellt und daher auch ohne Unterschrift gültig!

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Beitragvon Pottproll am 01 Aug 2007 12:47

Ja, so ungefähr würde ich das auch einschätzen.

Dicke Leute mit durchgehend hochglyk. Nahrung werden evtl. noch eher Diabetes-Probleme bekommen als dicke Leute mit einer "gesunderen" Ernährung.

Freue mich auf den Artikel!
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Beitragvon aschi am 01 Aug 2007 14:22

macht es einen seehr großen Unterschied ob man direkt nach dem Training (bis 15min danach ) Malto + Whey + (crea,gluta) nimmt oder ca. 45-60min danach??

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dmirv
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Beitragvon dmirv am 23 Jun 2008 11:03

Hat denn hier jemand Diabetes Mellitus Typ 2? Ich jedenfalls schon und habe mit meinem Arzt darüber gesprochen.

Er empfahl mir max 0,5 gr Kohlenhydrate / KG Körpergewicht nach dem Training. Bei meinen 80 KG sind das 1 Banane und 2 Scheiben Vollkornbrot. Also 24 gr relativ schnelle KH und 24 gr langsame (komplexe) KH. Das sind nach Diabetiker-Rechnung 4 BE.

Zur Ausgangsfrage: Bei mir lag eine erbliche Disposition (beide Elternteile und der Großvater hatten Diabetes Typ 2) vor und ein erhebliches Übergewicht. Ich hatte 105 KG schiere Fettmasse :=(. Jetzt mache ich Diät und viel Sport und mein Arzt sagt, dass er mir die Diabetes gar nicht mehr nachweisen kann.

M.E. kann bei einem durchtrainierten Atlethen etwas Traubenzucker (oder Traubensaft) nicht schaden. Aber ich denke, hier wird gerne übertrieben. Sowohl was die Menge, als auch die Geschwindigkeit der KH angeht. Es ist m.E. wichtiger, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Und da ist die Kombination aus wenigen schnellen KH und vielen langsamen KH einer reinen "Dextrose-Attacke" m.E. überlegen und vermutlich auch auf Dauer gesünder.


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