Hormone Allgemein:
Hormone sind Sinalstoffe, die in kleinsten Mengen im Blut bzw in der Zwischenzellflüssigkeit vorkommen. Sie dienen dienen dazu Informationen zu übertragen, sie sind jedoch wesentlich langsamer als die neuronale Erregungsleitung, denn sie benötigen einige Minuten bis Stunden zur Informationsübertragung.
Hormone wirken nur aufZellen mit spezifischem Rezeptor(Schlüssel-Schloss-Prinzip).
Die Wirkung der Hormone hält nur so lange an, bis das Hormon wieder abgebaut wird. Die Hormonproduktion wird dem Bedarf angepasst.
1. Drüsenhormone:
-direkte Abgabe ans Blut (endokrine Drüsen)
· Zirbeldrüse im Hirn
· Schilddrüse produziert 0,1mg/Tag Thyroxin welches zur Proteinsynthese,Stoffwechsel und zum Wachstum dient.
· Hoden bzw. Eierstöcke
2. Gewebshormone
-Bildung im Gewebe
· Magenschleimhaut
· Dünndarm
Testosteron Allgemein:
Testosteron ist der wichtigste Vertreter der männlichen Sexualhormone. Grundlage für die Testosteronbildung ist das Cholesterin. Produziert wird es hauptsächlich in den Leydigzellen im Hoden. Täglich werden beim Mann ca 4-10mg produziert, bei der Frau etwa 0,15-0,4mg/Tag.
Testosteron besitzt 3 wichtige Eigenschaften:
1. androgene Eigenschaften:
· Ausprägung der sek. Geschlechtsmerkmale
· Körperbehaarung
· Stimmvertiefung
· Aggresivität
· Sexuelles Verhalten
· Spermienreifung
2. anabole( aufbauende) Eigenschaften:
· Förderung der Proteinbiosynthese
· Beschleunigter Muskelaufbau
· Vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen
· Schnellere Regeneration
· Stoffwechselanregung
· Verstärkte Fettverbrennung
3.Hemmung des gonadalen Regelkreises
Mit dem gonadalen Regelkreis meint man das Zusammenspiel verschiedener Organe, die zur Produktion von Sexualhormonen (v.a. Testosteron) und zur Reifung von Samenzellen führen.
Die Achse besteht aus drei Teilen
· Hypothalamus (im Gehirn)
· Hypophyse (auch im Gehirn)
· Hoden
Der Prozess kommt in Gang, wenn der Hypothalamus eine Substanz namens GnrH (Gonadotrophin Releasing Hormone) produziert. Denn darauf reagiert die Hypophyse, indem sie zwei weitere Botenstoffe produziert. Das sind LH (Luteinizing Hormone) und FSH (Follicle Stimulating Hormone). LH und FSH wirken beide auf die Hoden. LH veranlasst die Hoden Testosteron zu produzieren (ca. 4-10 mg/Tag), während FSH die Spermatogenese (den Prozess zur Reifung von Samenzellen) in Gang setzt.
Hohe Blutkonzentrationen an Testosteron, anderen Androgenen (wie z.B. Steroiden) oder Östradiol (das dominierende weibliche Hormon) bringen den gesamten Prozess ins Stocken.
Das beginnt aber nicht bei den Hoden, sondern an Hypothalamus und Hypophyse. Der Hypothalamus schüttet dann weniger oft GnrH aus und die Hypophyse reagiert darauf mit weniger LH und FSH.
Anabole-androgene Steroide:
Geschichte der Steroide:
Testosteron konnte 1935 erstmals aus Stierhoden isoliert werden. Bereits in den 40er Jahren wurde injezierbares Testosteron in größeren Mengen hergestellt .
Russische Gewichtheber entdecketen Ender der 40er Jahre die Leistungsteigernden Eigenschaften.
Bereits in den 60er Jahren war ein großteil dr heute bekannten Steroide bereits vorhanden.
1974 wurden diese auf die Dopingliste des IOC gesetzt, 1976 wurden erstmals Tests durchgeführt.
Steroidhormone:
-weibliche: Östrogene, Gestagene
-männliche: Androgene z.b Testosteron
Steroide werden synthetisch hergestellt. Heutzutage gibt es sehr viele unterschiedliche Steroide, diese entstehen durch Moleküländerungen . Ziel war es ein Steroid zu finden welches eine sehr starke anaole Wirkung und eine schwache androgene Wirkung besitzt.
Man unterscheidet zwischen anabolen Steroiden und androgenen Steroiden.
Allgemein gilt Testosteron als Parameter, jedes Steroid das eine geringere androgene Wirkung als Testosteron besitzt, nennt man anaboles Steroid.
Hat ein Steroid eine stärkere androgene Wirkung als Testosteron so nennt man es androgenes Steroid (die anabolen Eigenschaften sind hier unwichtig). Androgene Steroide besitzten jedoch meist eine höhere anabole (aufbauende) Wirkung als anabole Steroide, da nicht wirklich etwas über die anabolen Eigenschaften ausgesagt wird. Das optimale Steroid wäre eines mit einer sehr starken anabolen (aufbauenden) und mit einer geringen androgenen Wirkung, da eine starke androgene Wirkung viele Nebenwirkungen zur Folge hat. Je effektiver ein Steroid desto androgener ist es
Die Wirkung der Steroide:
Es laufen viele biomechanische Vorgeänge ab, bis ein Steroid wirkt.
Man untescheidet zw. oralen und injeziebaren Steroiden.
Nach der Einnahme liegt das Steroid im Blut in Form von Steroidmolekülen vor. Das Ziel ist es Nachrichten an bestimmte Zellen zu übermitteln. An der Zellmembran befinden sich verschiedene Rezeptortypen, diese sind spezifisch, d.h jeder Rezeptor ist speziell für ein bestimmtes Molekül bestimmt. (Schlüssel-Schloss-Prinzip).
98% der Steroidmoleküle binden sich an spezielle Bindungsproteine (passive Moleküle) diese können von der Zelle nicht aufgenommen werden.
Nur ca. 1-2% der Moleküle liegen in freier Form (ohne Bindungsprotein) vor. Diese nennt man aktive Moleküle, da sie direkt an den Rezeptor binden können.
Der Steroid-Rezepterkomplex wandert in den Nucleolus.
Dort bindet es mit der DNS. Ers folgt eine Transkription zur mRNS. Diese Bindet sich mit der Ribonucleinsäure (RNS). Die Folge daraus ist eine vermehrte Proteinbiosynthese welche eine Muskelquerschnittsvergrösserung zur Folge hat.
Desweiteren besitzt das Steroid eine starke anti-katabole Wirkung ( kein Muskelabbau), da die Produktion des katabolen (abbauend) Hormons Kortison blockiert wird.
Desweiteren erfolgt eine raschere ATP Bereitstellung, eine geringere Insulinausschüttung (geringerer Körperfettwert), das Blutvolumen wird, durch die Vermehrung von Roten Blutkörperchen , grösser.
Ein gewisser Teil wird jedoch aromatisiert, d.h es wird zu Östrogen umgewandelt.
Die Nebenwirkungen von Steroiden:
1.Orale Steroide sind wegen ihres C-17-alpha-Moleküls sehr Lebertoxisch.
2.Hemmung des gonadalen Regelkreises
· Unterdrückung der Hodenfunktion (reversibel)
· Hodenatrpohie (reversiebel)
3.Störung des Wasserhaushaltes (häufig bei oralen Steroiden)
· Vermehrte Speicherung von Wasser inheralb des Körpers
· Kosmetisches Problem
· Erhöhter Blutdruck, da das Herz mehr Flüssigkeit pumpen muss
4.Feminisierungserscheinungen
· Anschwellen der Brustdrüsen (Gynäkomasite)
· Fettansatz (da es zu östrogen aromatisieren kann)
5.Hautbeschaffenheit
· Akne durch versärkte Talgproduktion
· Dehungsstreifen
6. Psychische Veränderungen
· Aggresivität
· Depressionen
7.Magen-Darm-Beschwerden
· Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
ich weiß ist noch nicht perfekt, aber heute abend bin ich fertig und dann folgt der feinschliff.




