Hier mal eine andere Studie:
Schützt Testosteron vor Alzheimer?
Ältere Männer mit hohen Testosteron-Spiegeln schneiden bei Tests zu Konzentration, Sprache, Gedächtnis und anderen kognitiven Fähigkeiten besser ab als Probanden mit wenig Testosteron.
Das zeigt eine aktuelle Studie der University of California in San Francisco, an der 300 ältere Männer teilgenommen haben; die Ergebnisse sind in der April-Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal of the American Geriatrics Society“ erschienen.
In ihrer Studie berücksichtigten die Forscher nur das biologisch verfügbare, ungebundene Testosteron, da ihren Angaben zufolge nur dieses eine Wirkung auf das Gehirn hat. Möglicherweise können Testosteron-Präparate das Risiko für geistigen Verfall, der eine Alzheimer-Demenz ankündigt, senken, spekulieren die Wissenschaftler um Prof. Dr. Kristine Yaffe.
Die Expertin empfiehlt nun jedoch nicht, dass Männer direkt beginnen sollten, Testosteron zu schlucken. „Unsere Studie untersuchte nur die natürlichen Testosteron-Spiegel und belegt daher nicht, dass Ergänzungspräparate mit Testosteron geistigem Verfall vorbeugen können“, erklärte Yaffe. Große klinische Studien müssten erst zeigen, dass Ergänzungspräparate einen Vorteil bringen und sicher sind. Wenngleich frühere Untersuchungen nahe gelegt hätten, dass Testosteron dem Gehirn nützen könnte, hätten daran doch meist jüngere Männer teilgenommen.
Da Männer im Alter weniger Testosteron produzieren, gehen einige Mediziner bereits jetzt hin und verschreiben ihnen Testosteron-Präparate, um ihre Libido zu steigern und andere mit dem Alter einhergehende Probleme zu behandeln. Nebenwirkungen, die im Zusammenhang damit diskutiert werden, bestehen in einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs, einen gesteigerten Cholesterin-Spiegel, Akne und Glatzenbildung
Diese Studie erkläre zwar nicht, wie Testosteron auf das Gehirn wirkt, erläuterte Yaffe, aber andere Studien an Mäusen hätten gezeigt, dass die Bereiche des Gehirns, die für Lernen und Gedächtnis zuständig sind, mit Andockstellen (Rezeptoren) für Testosteron gespickt sind.
Wie man sieht sind sich Wissenschaftler und Mediziner überhaupt nicht einig bei dem Thema. Auf der einen Seite soll das Gehirn beschädigt werden, auf der anderen Seite glaubt man an Testosteron bei einer Alzheimer-Erkrankung. Der eine Arzt verschreibt Testo, der andere nicht. Der eine Test geschah an Mäusen, der andere nicht... und so weiter....
Ich würde sagen, das ganze ist noch nicht hinreichend erforscht, also keine Panik.
mfg