Einleitung
Grundsätzliche Vorteile eines MDSC
MDSC zum Masseaufbau
MDSC während einer Diät
PCT
„Substanzen die es nicht Wert sind“
Einleitung
Zunächst möchte ich darauf hinweisen , dass sich die folgenden Informationen auf Moderate Dose Short Cyles (MDSC) beziehen. Darüber hinaus gibt es auch andere Ansätze wie z.b. Heavy Burst Short Cycling die eher auf Wettkampathleten zugeschnitten sind. Informationen hierzu könnt ihr ggf. unter http://forums.steroid.com/showthread.php?t=224569 nachlesen.
MDSCs eignen sich besser für Neulinge im AAS Bereich [wobei ich dennoch darauf hinweisen möchte dass für die erste Kur eine traditionelle 12-wöchige Testosteron Kur immer noch am besten geeignet ist] und Freizeit BB’s wie es ja die meisten von uns seien dürften. MDSCs haben den Vorteil, dass Nebenwirkungen minimiert werden können (bei längeren Kuren treten die Nebenwirkungen meist auch erst später auf) und dass ein Großteil der Zuwächse auch nach dem Absetzen erhalten bleibt.
Auf der anderen Seite wird man durch MDSCs nicht 15kg pro Kur zunehmen. Die Erfolge kommen langsamer aber kontinuierlich und vor allem mit deutlich weniger Nebenwirkungen behaftet.
Grundsätzlich ist es unabdingbar, dass man lernt wie man richtig trainiert und sich ernährt (!!) bevor man überhaupt darüber nachdenken sollte Steroide zu benutzen.
Ein typischer MDSC umfasst für mich 4 bis 6 Wochen mit einer mindestens ebenso langen „OFF“ Periode. Nach zwei aufeinanderfolgenden MSCDs mache ich zumeist eine etwas längere Pause von 8 bis 12 Wochen.
Für all diejenigen die Ihren eigenen Körper noch nicht so gut kennen empfehle ich DRINGEND ein komplettes Blutbild vor der ersten Kur machen zu lassen um die eigenen normalen Blutwerte zu bestimmten. Danach solltet Ihr immer vor der nächsten Kur überprüfen ob eure HPTA sich wieder vollständig erholt hat und alle anderen Werte sich im Normbereich befinden.
Unter keinen Umständen würde ich empfehlen die AAS Dosierungen von Kur zu Kur zu erhöhen. Hohe Dosierungen sind nur dann nötig wenn das Körpergewicht weit über dem eigenen natürlichen Limit liegt ODER wenn nicht genug Zeit zwischen den Kuren gelassen wurde um sich komplett zu erholen ODER man einen sehr hohen KF Anteil hat (was mit geringer Steroid-Sensitivität gleichzusetzen ist). Trifft einer der beiden letzten Fälle zu, so ist nicht sinnvoll eine neue Kur zu starten, vielmehr sollten zunächst die Ursachen für den erhöhten Steroid – Bedarf eliminiert werden (längere Off Periode, Senkung des KF Anteils).
Allgemeine Vorteile eines MDSC
MDSCs haben nur geringen Einfluss auf die Blutfettwerte. Sicherlich können sie die Blutfettwerte für einen kurzen Zeitraum deutlich negativ beeinflussen, aber durch die kurze Zeit, die die Blutfettwerte im suboptimalen Bereich sind wird ebenfalls die potentielle Zeit verkürzt in der sich Arterienverkalkungen bilden können. Schlechte Blutfettwerte sind die Hauptursache für schwere Herzerkrankungen (Infarkt).
Nebenwirkungen die häufig mit Androgenen assoziiert werden (Akne, Haarausfall, Prostatavergrößerung,...) können eingeschränkt werden, da es aufgrund der kurzen Kur Länge nur zu einem geringen „Androgen-Buildup“ kommt.
Nebenwirkungen die häufig mit Östrogenen assoziiert werden (Gyno, Hoher Blutdruck) können eingeschränkt werden, da es aufgrund der kurzen Kur Länge nur zu einem geringen „Östrogen-Buildup“ kommt.
Eine hohe Beanspruchung für sämtliche Organe – vor allem aber Leber und Niere – kann vermieden werden.
MDSCs haben den Vorteil einer stark verbesserten Regeneration der HPTA nach Kurende. Daher können auch mehr Zuwächse gehalten werden. [Der Hypotalamus ist bereits nach spätestens 2 Wochen in seiner Wirkungsweise beeinträchtigt, aber die Hypophyse benötigt einen längeren Zeitraum um nicht mehr auf eine LHRH Ausschüttung des Hypotalamus zu reagieren. Daher ist es relativ leicht sich von einem MDSC zu erholen solange die Funktion der Hypophyse nicht beeinträchtigt ist.]
Die Zeit mit erhöhten Östrogenwerten NACH der Kur wird verringert.
MDSCs zum Masseaufbau
MDSCs können sehr effektiv dazu genutzt werden solide Muskelmasse aufzubauen, obwohl man nur eine relativ kurze „ON“ Phase hat. Vor der eigentlichen Kur Phase ist es bei einer Kur zum Masseaufbau sehr wichtig den Körper zu „Primen“.
Das Priming sollte mindestens 4 Wochen vor dem eigentlichen Kurstart begonnen werden und aus einer CKD bestehen. Darüber hinaus würde ich ein Ganzkörpertraining mit hohen Wiederholungszahlen und minimalen Pausen (20-30sec pro Satz, wenigstens 6 Sätze pro Muskelgruppe) in der Woche direkt vor dem Kurbeginn ausführen um die Kohlenhydratspeicher der Muskeln zu entleeren.
Anschließende werden die Muskeln alle Nährstoffe wie eine Art Schwamm aufsaugen. Außerdem kann so einer übermäßigen Fettzunahme entgegengewirkt werden.
Während der „ON“ Phase hat sich für mich eine Viel Protein – Moderate KH – Wenig Fett Diät bewährt.
Die injizierbaren Steroide sollte man am Tag vor dem eigentlichen Kurstart frontloaden und anschließend in der gewünschten Dosierung bis 3 Tage vor Kurende spritzen, damit die Metaboliten bei Kurende den Körper größtenteils verlassen haben.
Orale Steroide werden von Tag 1 bis zum Ende der Kur in gleichbleibender Dosierung eingesetzt.
Nun zu den Steroiden die man während eines MDSC zum Masseaufbau verwenden kann:
Testosteron Propionat:
Dieses Steroid sollte die Basis für alle MDSCs sein, da es einen positiven Effekt auf die Sattelitenzellen ausübt. Darüber hinaus beeinflusst es die GH und IGF-1 Ausschüttung sehr positiv.
Nun hat man mehrere Möglichkeiten die Kur zu ergänzen. Nach meinem dafürhalten ist es nicht nötig mehr als 3 verschiedene Substanzen gleichzeitig einzunehmen und das auch nur wenn diese Substanzen ihre Wirkung über unterschiedliche Mechanismen zur Geltung bringen (Nor, DHT,..). Die folgende Liste enthält keine NOR basierenden AAS, demnach bringt es wenig Testosteron mit mehr als einem dieser Steroide zu kombinieren.
Anadrol
D-Bol
Oral Turinabol
Fortgeschrittene könnten noch Insulin hinzunehmen und/oder die GH Dosis während der Kur erhöhen.
Nochmals: Testosteron am Tag vor dem eigentlichen Kurstart frontloaden (2-3x die Menge die man später täglich injiziert). Tesosteron bis 3 Tage vor dem Kurende verwenden. Orale AAS an Tag 1 beginnen und bis zum letzten Tag durchnehmen. Danach PCT.
MDSCs während einer Diät
MDSCs können auch während einer Diät mit sehr großem Erfolg eingesetzt werden. Tatsächlich benutze ich MDSC fast ausschließlich zu diesem Zweck.
Während des typischen MDSC prime ich während des eigentlichen Kurprozesses (siehe oben). Nach Kurende erhöhe ich meine Kalorien knapp über das „Erhaltungniveau“ um meinem Körper sozusagen ein anaboles Signal zu geben. Die Erholung von solch einer Kur ist sehr einfach. Bis heute habe ich wenn überhaupt, dann nur minimalst, Muskelmasse während der PCT verloren.
Sicherlich kann man bei dieser Kur keine großartigen Zuwächse erwarten, aber die Körperzusammensetzung kann sich (korrekte Ernährung und Cardio vorausgesetzt!) dramatisch verändern.
Injezirbare Steroide und Orale Steroide werden genau so angewendet wie oben bereits beschrieben. Die verwendbaren Substanzen ändern sich allerdings:
Testosterone Propionate or Masteron:
siehe oben.
Nun hat man mehrere Möglichkeiten die Kur zu ergänzen. Nach meinem dafürhalten ist es nicht nötig mehr als 3 verschiedene Substanzen gleichzeitig einzunehmen und das auch nur wenn diese Substanzen ihre Wirkung über unterschiedliche Mechanismen zur Geltung bringen (Nor, DHT,..). Die folgende Liste enthält keine NOR basierenden AAS, demnach bringt es wenig Testosteron mit mehr als einem dieser Steroide zu kombinieren.
Masteron
Testosteron Propionat
Anavar
Oral Turinabol
Winstrol
Halo
Fortgeschrittene könnten noch Insulin hinzunehmen und/oder die GH Dosis während der Kur erhöhen.
PCT
Natürlich ändert sich nichts am PCT Protokoll im Vergleich zu einer Standard 12 Wochen Kur. Meine PCT sieht i.d.R. folgendermaßen aus.
Tag 1: 200mg Clomid / pflanzlicher Testosteron Booster / 11b-HSD-1 Blocker
Tag 2-4: 100mg Clomid / pflanzlicher Testosteron Booste/ 11b-HSD-1 Blocker
Tag 5-21: 50mg Clomid / pflanzlicher Testosteron Booste / 11b-HSD-1 Blocker
Ich benutze Clomid anstatt Nolvadex, da es bei mir besser zu wirken scheint (ich habe beides ausprobiert). Außerdem benutze ich keinen AI wie z.b. Letro während der PCT, da ein sehr niedriger Östrogen Spiegel die Erholung nach einer Kur negativ beeinflussen kann. Desweiteren kann es nach dem absetzten des AI zu einem Östrogen Rebound kommen, was man natürlich verhindern möchte.
Darüber hinaus benutze ich einen 11b-HSD-1 Blocker um den erhöhten Cortisol wert im Anschluss an die Kur in den Griff zu bekommen. Cortisol Managment nach der Kur ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt und wird leider all zu oft übersehen.
Nach den 21 Tagen PCT bleibe ich meist noch 3 Wochen “off” bevor ich wieder einen neuen MDSC starte.
”Substanzen die es nicht wert sind”
Trenbolone: Ein NOR-basierendes Steroid. Ich habe bemerkt, dass die Erholungsphase nach der Kur signifikant verlängert und die HPTA deutlich stärker mitgenommen ist im Vergleich zu anderen Substanzen. Da eine schnelle Erholung der HPTA und des gesamten Körpers eines der Hauptziele von MDSC ist halte ich es für nicht angebracht Tren während eines MDSC zu benutzen. Außerdem sind die Resultate mit Tren nicht sehr viel besser als beispielweise die von Winny um eine längere „Off“ Phase zu rechtfertigen.
NPP : siehe Trenbolone
Lange Esther : Wenn jemand lang verestherte Steroide benutzen wollte, müsste es die Menge die normalerweise in 4-6 Wochen gebraucht würde in einen Zeitraum von 2-3 Wochen quetschen, damit alle Metaboliten bei Kurende wieder aus dem Körper verschwunden sind. Das würde natürlich massive Hormonspitzen verursachen, was wiederum die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erhöhen würde. Durch die variierenden Hormonkonzentrationen würden darüber hinaus die erzielbaren Zuwächse beeinträchtigt.
HCG: HCG wird nicht benötigt, da eine Hodenathrophie während eines MDSC ausbleiben sollte.
IFG-1: Ich habe IGF-1LR3 während der PCT und während einer Kur ausprobiert. Meiner Meinung nach ist es das Geld was es kostet nicht Wert. Sicherlich bekommt mach wirklich sehr nette Pumps beim Training und man kann seinen KF Anteil minimal(!) senken, aber dem entgegen stehen eine ganze Reihe möglicher Nebenwirkungen die ich nicht bereit bin in Kauf zu nehmen.
Finasteride: MDSC basiert darauf die AR zu schocken. Finasteride verhindert die DHT Umwandlung was unter diesem Aspekt natürlich nicht wünschenswert ist. Außerdem sind androgene Nebenwirkungen durch die kurze „ON“ Phase ohnehin selten. Wenn jemand wirklich einen DHT Blocker nehmen möchte würde ich zu Nizoral Shampoo o.ä. tendieren.
AIs: Es gibt eigentlich keinen Grund warum man Ais während eines MDSC brauchen würde. Der Östrogen Buildup ist nur minimal. Außerdem hilft Östrogen beim Muskelaufbau. Östrogen so weit wie möglich zu senken (Letro) ist daher kontraproduktiv. Wenn man sehr gynoempfindlich ist kann man niedrig dosiertes Arimidex nehmen.




