Geschichte:
Muay Thai kann als eine der ältesten Kampfsysteme der Welt angesehen werden, deren Wurzeln bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden können. Dieses System, in der damaligen Ausprägung als Kriegskunst unter dem Namen Muay Boran bekannt, beinhaltet neben den heute im Muay Thai verwendeten Techniken auch den Einsatz von Waffen und den Bodenkampf. Generell existiert im Muay Boran eine noch größere Bandbreite an Techniken, die jedoch im heutigen Sport Muay Thai nicht mehr verwendet werden.
Da die meisten Muay Boran-Techniken auf das Ausschalten durch u.U. töten des Gegners ausgelegt sind, musste einige Abstriche bei der Gestaltung des Muay Thais gemacht werden. Ein einigermaßen festes Regelwerk z.B. Festlegung der Runden, Rundendauer und Nutzung der Schutzausrüstung wurde zu Beginn der 1930er Jahre in Thailand eingeführt. In Europa erlangte Muay Thai ab den 1980er Jahren von Holland und Frankreich ausgehend immer größere Bedeutung, wobei vor allem Holland auch heute europaweit noch führend in Sachen Muay Thai sein dürfte.
Stil:
Bezeichnend für Muay Thai:
- Einsatz von Ellbogen
- Einsatz von Knietechniken
- stark ausgeprägtes Clinchen mit Einsatz von Nahkampftechniken
- je nach Schule auch Anwendung von Würfen
- charakteristische Kicks mit dem Schienenbein auf den Oberschenkel des Gegners
verboten:
- Kopfstöße
- Nachtreten auf am Boden liegende Gegner
- Tritte in die Weichteile
- Hebel- und Würgetechniken (eventuell in manchen Schulen, die Muay Boran lehren, im Training erlaubt)
Training:
Das Training des Muay Thai kann von Schule zu Schule verschieden sein, doch besteht es meist in wechselnder Reihenfolge aus diesen Teilbereichen:
- Aufwämren und Dehnen
- Krafttraining
- Technikübungen mit Partner/Trainer
- Sparring
- Ausdauer-/Technikübungen am Sandsack
- Fitnesstraining
- abschließendes Dehnen/Auslaufen
Prüfungen:
Auch im Muay Thai gibt es verschiedene Schüler und Meistergrade, die man hier Khan nennt. Erkennbar werden die verschiedenen Grade an einem farbigen Mongkong (eine Art Stirnband) und einem Farbigen Band oberhalb des Bizeps, dass vor jedem Kampf und bei den verschiedenen Prüfungen getragen wird.
Kampf:
Den Wettkämpfen im Muay Thai liegen bestimmte Regeln zugrunde. In den meisten Verbänden werden die Kämpfer sowohl nach Gewichtsklassen als auch nach Leistungsklassen eingeteilt. Die Anfängerklasse ist hierbei die D-Klasse während die Profis in der A-Klasse ihre Kräfte messen. Aufsteigen in eine höhere Klasse ist durch den Gewinn mehrerer Kämpfe in der momentanen Klasse möglich.
Die Regeln der einzelnen Leistungsklassen unterscheiden sich bzgl. der Anzahl der Runden, der Rundendauer und der verwendeten bzw. vorgeschriebenen Schutzausrüstung. Der Sieg kann durch KO, Disqualifikation des Gegners, technischen KO oder Punktewertung erziehlt werden.
Generell lässt sich sagen, dass Muay Thai eine Kombination des europäischen Boxens mit Bein-, Ellbogen- und Knietechniken ist, die jedem Schüler die Möglichkeit gibt sich nach seinen Vorlieben zu spezialisieren und einen effektiven und schnörkellosen Kampfsport zu erlernen. Da es nicht zwingend notwendig ist, an Kämpfen oder Turnieren teilzunehmen ist es auch für Personen geeignet, die ihre körperliche Fitness steigern oder nur ein Selbstverteidigungssystem erlernen möchten.
Zum Abschluss noch ein Links zu einem schönen Muay Thai-Video
Video von: youtube.com



hier kann fast jeder wat voll übel irgentwie !