von Micha K » 27 Sep 2008 10:48
Es gibt keine Beweise dafür, dass diese Creatinformen besser wirken als Creatinmonohydrat. Letztendlich bleibt es Creatin. Citrat und Pyruvat könnten unter Umständen theoretisch zusätzliche Effekte bringen, aber dafür dürfte die Dosierung in diesem Fall (also ohne Ladephase) wahrscheinlich zu niedrig sein.
Es gibt weiterhin eine Studie, in der Creatinpyruvat zu höheren Creatinblutspiegeln geführt hat als Creatinmonohydrat. Allerdings lassen sich daraus allein noch keine Schlüsse hinsichtlich der Wirkung ziehen. Die Studienleiter kamen - wenn ich mich richtig entsinne - zumindest zu dem Fazit, dass diese höheren Blutspiegel keinen relevanten Einfluss auf den Muskelcreatingehalt haben dürften.
Vergleicht man Creatinpyruvat mit Creatincitrat, scheint es so, dass Creatinpyruvat einen Tick besser wirkt als die Citratform.
Einen direkten Vergleich zwischen Creatinpyruvat, Citrat und Monohydrat kenne ich nicht.
Wenn man bedenkt, dass Creatinpyruvat deutlich teurer ist als einfaches Monohydrat, gleichzeitig aber noch keine Beweise für eine deutlich bessere Wirkung vorliegen, würde ich immer zum einfachen Monohydrat greifen. Dazu kommt, dass der reine Creatinanteil in Creatinpyruvat z.B. geringer ist als in Creatinmonohydrat. 5g Creatinmonohydrat entsprechen z.B. etwa 7g Creatinpyruvat.
Ob man eine Ladephase durchführt, ist außerdem völlig unabhängig von der Creatinform! Die Ladephase dient dazu, den Muskelcreatingehalt möglichst schnell zu erhöhen. Dazu muss man zwangsläufig größere Mengen zuführen - egal ob Monohydrat oder Pyruvat oder sonst etwas - das ist einfach eine Mengenfrage.
Fazit: Creatinpyruvat und Creatincitrat sind gute, wirksame Creatinformen - allerdings sind sie recht teuer und es gibt bisher meines Wissens noch keine Beweise dafür, dass sie tatsächlich besser wirken als Creatinmonohydrat. Andererseits: Wenn man das Geld hat und gern mal experimentieren möchte, kann man es natürlich mal versuchen.