von *K am 10 Aug 2008 10:24
Der Schnupftabak ist das Beste Schutzmittel gegen die 7 Hauptsünden:
1. Hochmut:
Ein Schnupfer ist niemals hochmütig; auch in den vornehmsten Gesellschaften scheut er sich nicht, seine "rote Fahne" zu entfalten und seine Nasentoilette zu erledigen!
2. Neid:
Neidlos gönnt er jedem seine Marke: Der eine schnupft McChrystal’s, der andere Covent, der eine Offenbacher Cardinal, der andere Lotzbeck, der andere Regensburger, der eine Landshuter, der andere Dotschi, der andere Nacchi-Dochos, der eine Bismarck-Rappe, der andere Moltkeprise, der eine Dotschi, der andere Cognor, der eine Schmalzler, der andere Russischen Augentabak. -Suum Cuique- Jedem das Seine! - Neidlos gönnt er jedem seine Lieblingsmarke!
3. Geiz:
Der Schnupfer ist niemals geizig. Jedem, der irgendwie Interesse bekundet, gibt er bereitwillig eine Prise!
4. Unkeuschheit:
Der Schnupfer hat mit einer Schweinerei genug!
5. Zorn:
Der Zorn möchte ihn fressen. Er möchte aus der Haut fahren. - Er holt eine Prise. Das beruhigt seine Nerven. Die Stirnfalten glätten sich. Die Zornwolken verflüchtigen sich. Er ist wieder ganz ruhig!
6. Trägheit:
Er ist stinkfaul. Er möchte keinen Streich mehr tun und alle Viere von sich strecken. Dann holt er eine Prise. Das erfrischt ihn, das ermutigt ihn. Mit neuer Schwungkraft geht es ans Holzspalten, ans Pickeln, ans Schaufeln, ans Backsteinwerfen und ans Balkenschleppen.
7. Unmäßigkeit:
Wir wissen doch sehr wohl, wie es zugeht bei Hochzeitsfeiern, bei Jubiläen, bei Silvesterfeiern: Schüsselweise, plattenweise werden die Speisen aufgefahren. - Kannenweise, flaschenweise, krugweise werden die Flüssigkeiten verteilt: Wein, Bier und andere Alkoholika. Seien wir ehrlich: Nicht nur krugweise, sonder flaschenweise, tonnenweise bei Festlichkeiten. und was tut der Schnupfer? Wenn man sonst ganz bescheiden ist, nimmt man von einer feinen Sache ein Teelöffel voll. Der Schnupfer nimmt nicht einmal einen Teelöffelchen voll. Der Schnupfer nimmt nur, was er mit den Spitzchen seiner Finger erhaschen kann. Das holt er. Das führt er sich zu Gemüte. Ein vernünftiger Mensch kann das niemals Unmäßigkeit nennen. Ein vernünftiger Mensch nennt das deste Erziehungsmittel zur Mäßigkeit, zum Maßhalten!
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