Studie belegt positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel
Wissenschaftler der Penn State Universität in Pennsilvania/USA haben herausgefunden, dass der Konsum von Flavonoid-haltigem Kakaopulver und dunkler Schokolade einen positiven Einfluss auf LDL („schlechtes“ Cholesterin) hat. Die Ergebnisse erscheinen im American Journal of Clinical Nutrition.
Einfluss von Cholesterin auf Arteriosklerose
Die Studie untersuchte die Oxidations-Anfälligkeit des LDL bei zwei verschiedenen Diäten: Einer „Durchschnittsdiät“ mit einem niedrigen Anteil von Flavonoiden, und einer Diät, die Kakao-Puder und dunkle Schokolade enthielt, welche viel Flavonoide enthalten. Es wird angenommen, dass die Oxidation von LDL eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Arteriosklerose spielt. Je langsamer LDL oxidiert, umso langsamer schreitet vermutlich die Erkrankung der Gefäße fort. Seit langem ist jedoch bekannt, dass Flavonoide die Oxidation von LDL hemmen. Flavonoide kommen in zahlreichen pflanzlichen Nahrungsmitteln vor, z.B. in Tee, Kaffee, Zwiebeln, Soja-Bohnen und Orangen.
Vergleich der beiden Diäten
23 Versuchspersonen zwischen 21 und 62 Jahren ernährten sich vier Wochen lang nach einer der beiden Diätvorgaben. Bei der Flavonoid-reichen Diät nahmen die Teilnehmer täglich insgesamt 38 Gramm dunkle Schokolade und Kakaopulver zu sich. Nach weiteren zwei Wochen beliebiger Ernährung ernährten sich die Teilnehmer für weitere vier Wochen nach der jeweils anderen Test-Diät. Beide Diäten beinhalteten die selbe Menge an stimulierendem Koffein und Theobromin (Inhaltsstoff der Kakaobohne).
Auch Genussmittel können Gesundheit fördern
Bei Testpersonen, die auch Schokolade und Kakao zu sich nahmen, ging die Oxidation von LDL um acht Prozent langsamer vor sich als bei der Durchschnittsdiät. Eine Analyse des Blutplasmas ergab für die Flavonoid-Esser zudem eine vier Prozent größere antioxidative Fähigkeit. Der HDL-Wert ("gutes“ Cholesterin) dieser Testgruppe war vier Prozent höher.
Obst und Gemüse trotzdem unverzichtbar
„Kakao und Schokolade sind Genussmittel“, sagt Penny Kris-Etherton, die Leiterin der Studie. „Ich glaube, die Ergebnisse zeigen, dass auch diese zu einer gesunden Ernährung beitragen können.“ Dies sei besonders dann der Fall, wenn sie in einer fett- und zuckerarmen Form zu sich genommen werden. Trotz allem seien Schokolade und Kakao nicht gleichzusetzen mit anderen Flavonoid-Lieferanten wie Obst und Gemüse: Diese enthalten überdies auch noch Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.
Auch in der Ernährung von Diabetikern sind Genussmittel wie Schokolade nicht völlig tabu, sondern dürfen – in wohldosierten Maßen versteht sich – ohne schlechtes Gewissen genossen werden.
quelle
http://www.diabetespro.de/Kakao-und-dun ... 03759.html




