WKM hat geschrieben:hulkine1980 hat geschrieben:Nun das Thema Wiederholungszahlen.
....
Ein Grund, warum ich es für besonders sinnvoll in der Praxis halte sind Wdh-Bereiche anzugeben. Bei einer einzigen Zahl als Vorgabe, ist der Sportler oft zu verbissen – und die Erreichung der Zahl geht leider oft auf Kosten der Übungsausführung.
Da ist wohl etwas dran - beimLauftraining gibt man in aller Redel auch eine
Zeit +- xy an,denn eine Punktlandung ist - Mensch ungleich Maschine - seltenst
möglich.
Ich arbeite nun seit 8 Jahren in der Branche. Das ist jetzt keine Ewigkeit – aber doch schon eine Zeit. Entweder habe ich die Möglichkeit bei einem Kunden eine Zeit vorzugeben, einen TUT, in dem er trainiert – oder ich habe die Möglichkeit Wdh-Zahlen vorzugeben. Das sind zumindest die zwei Methoden mit denen ich in meinem Studio und beim Olympiastützpunkt arbeite.
- Zur TUT:
Wenn Du mit TUT die "Zeit unter Spannung innerhalb eines Satzes meinen solltest,
so bin ich der Ansicht, dass diese von völlig untergeordneter Bedeutung ist.
Solltest Du mit TUT die GESAMNTZEIT im Training meinen, in der die Muskulatur
unter Spannung steht, so gehe ich darin konform.
ok
-Zu den WH Zahlen:
Wenn Du mit den WH Zahlen die WH innerhalb eines Satzes meinen solltest, so bin
ich der Ansicht, dass diese von völlig untergeordneter Bedeutung sind.
Solltest Du mit den WH Zqahlen die GESAMNT-WH-Anzahl im Training meinen, bei der
die Muskulatur unter Spannung steht, so gehe ich darin konform.
ok
....
Meine Erfahrung ist, dass das Gewicht von den Sportlern entsprechend des vorgegebenen Wdh-Bereiches gewählt wird.
... was aber auch nicht unmittelbar bedeutet,dass diese Herangehensweise die sinnvollste und
auch logische sein muß...
Wie würdest du es denn in der Praxis machen?
In der Sportwissenschaft sieht es meinen Erkenntnissen nach so aus:
Ich habe wissenschaftliche definierte Kraftarten: Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft und Kraftausdauer.
Entsprechend habe ich verschiedene Methoden in denen ich trainieren kann, die durch verschiedenen Wiederholungsbereiche (und auch Bewegungsgeschwindigkeiten) vorgegeben sind.
Jo - das stimmt so - nach (meiner bescheidenen Meinung nach) recht veralterter Lehrmeinung
von reinen Theoretikern. Diese Einteilung ist in den 70gern des vergangenen Jahrhunderts entstanden.
Danach habe ich alsJugendlicher zu Leichtathletikzeiten selber trainieren dürfen - besser wohlmüssen.
Heute wird das eigentlich immer weniger so gemacht.
Das diese Einteilung ziemlich sinnarm ist, weiß ein jeder,der sich schon einmalmit einer Art von Cluster-
training beschäftigt hat. Und dieses Clustertraining ist nicht gerade eine neue Erfindung im Hantelsport -
es wird und wurde schon seit gut 15 Jahren recht regelmässig in verschiedenen Sportarten angewendet.
Ich sehe das mit den Wdh-Zahlen ein wenig anders.
Aber ich denke, dass es auch legitim ist auf dem Gebiet eine andere Meinung zu vertreten.
Du hast vollkommen Recht, dass diese Aufteilung der Kraftarten alt ist. Aber sie ist nunmal sportwissenschaftlich fundiert - und leider dauert es immer sehr lange bis ausreichend Längs- und Queerschnittstudien da sind, die anderes belegen.
Die aus den Kraftformen abgeleiteten Wdh-Bereiche leiten sich ja von dem maximal zu bewältigenden Gewicht ab und werden in Prozenten angegeben.
Clustern kann auf jeden Fall eine sehr gute Methode sein, die auch bei vielen Sportlern sehr erfolgreich ist. Aber es ist kein Garant. MMn ist es beim Clustern gefährlich, dass die Intensität, die ja letztendlich für die Zellschädigung und somit für die Adaption verantwortlich und ausschlaggebend ist, durch die vielen Pausen heruntergsetzt werden kann und somit nicht mehr ausreichend ist.
Dies ist sicher auch davon abhängig welcher Athlet clustert - wie erfahren er ist - wie gut er sich und seinen Körper kennt.
U.a. sei hier mal beispielhaft der Marrokanische "Wunderläufer" Sait Auoita genannt, der Anbfant der
90ger viele Weltrekorde von 1500 m bis 5000 m auf der 400 m Laufbahn aufstellte und im Laufbereich
wohl der erste war,der eine Form des Clustertrainings umsetzte. Er wurde damals belächelt - selbst als er
schon ein Dutzend Wltrekorde aufgestellt hatte...
Weil sein Training nicht zu der damaligen Lehrmeinung passte...
Diese "offizielle Lehrmeinung" hat sich inzwischen nicht einen Deut verändert - jedoch hat sich eine Form
des Clustertrainings in allen Bereichen durchgesetzt.[/b]
Der Körper reagiert hier nun unterschiedlich: Bleiben wir mal in den drei Bereichen, die innerhalb des BB Anwendung finden: Maximalkraft, Kraftausdauer und Hypertophie ….
Diese Einteilung hakltre ich für absolut sinnfrei ... !!!
Das hat das Clustertraining ganz eindeutig bewiesen - denn sonst hätte ja niemand auch nur einen Deut
Muskulatur mit 1 - 3 WH aufbauen können...
Wie oben schon geschrieben kann ich da nicht konform gehen. Ich gehe konform, dass man mit einer Wdh-zahl von 1 - 3 Erfolge hat - das ist klar, da ich hier eine myofibrilläre Hypertrophie habe .... Aber es muss nicht bei jedem das geeignetste sein.
Ich halte die Aufteilunng nicht für sinnfrei. Sowohl in der Sportwissenschaft als auch in der Physio ist diese Einteilung immer noch eine wissenschaftliche Kenngröße.
Wichtiger Faktor ist hier der TUT.
Aber auch nur als GESAMT-Spannungsdauer.
Ich meine den Gesamt-TUT
Weiter ist die Wahl der Wdh-Bereiche selbstverständlich individuell zu sehen. Da stimme ich dir voll und ganz zu.
Ich meinte damit die GESAMT-WH-Anzahl innnerhalb einer Trainingseinheit und die GESAMT-WH-
Anzahl innnerhalb einer Trainingswoche und die GESAMT-WH-Anzahl innnerhalb einer Trainingsperiode -
NICHT die TUT innerhalb eines Satzes - bzw.wieviele WH am Stück absolviert werden!!
Diese Individualität ist stark von der jeweiligen Zusammensetzung der Muskelfasern abhängig.
Die aber tendentiell bei allen Menschen für die jeweils betrachtete Muskulatur sehr ähnlich ist...
Auch das sehe ich anders. Je nach Genetik und Herkunft gibt es hier deutliche Unterschiede. Man sehe sich den Leistungssport an. Es gibt bestimmte "Körpertypen", die z.B. entweder für die Langstrecke oder den Sprint prädestiniert sind. Diese unterschiedlichen "Typen" habe ich auch im Studio - und dementsprechend muss ich ansetzen.
Ein Grund, warum Athleten so unterschiedlich auf verschiedene Methoden oder Trainingssysteme reagieren und jeder für sich herausfinden muss was am besten passt.
Das sehe ich allerdings ganz anders.
Aber daswürde hier viel zu weit ab von DeinemThema führen.
Schade. Es interessiert mich sehr wie du darüber denkst.
Wenn es jedoch abwegig wäre Wdh-Zahlen vorzugeben, dass würden Trainingssysteme wie HST oder Periodisierungen keinen Sinn mehr ergeben. Da kann ich nicht mitgehen.
Diese Aussage verstehe ich nicht wirklich...
Gerade WEIL es abwegig - oder besser sinnarm ist - einzelne WH-Zahlen vorzugegben macht HST doch
so großen Sinn...!
Und es macht besonderen Sinn- und das macht man ja eigentlich auch immer in den "anderen Sportarten" - BelastungsHÖHEN (in %) anzugeben - nicht WH-Zahlen.
Die Wdh-Zahlen, die angegeben werden leiten sich ja aus den Belastungshöhen in Prozent ab. Hatte ich oben schon geschrieben.
Ich hatte beim HST jetzt nicht den Cluster im Kopf- sondern den Klassik. Ich meinte damit, dass ja auch hier von Woche zu Woche feste Wiederholungszahlen vorgegeben werden. Selbstverständlich sind diese abhängig von den Belastungshöhen.
Ich möchte dich mit meinem Post nicht angreifen. Ich weiß wie wenig Zeit du hast (siehe Sig) und ich danke dir, dass du dir die Zeit nimmst, deine Gedanken mitzuteilen.
Aber gerne doch.
Danke
Viele Grüße
Dito
Viele Grüße
WKM


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