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Jearone
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Beitragvon Jearone am 03 Jan 2007 13:13

Hier geht´s ja echt gut ab :o bevor man antwortet muss mein Radwerk in der Birne erstmal anfangen zu laufen und alles zu entschlüsseln - soviel Fachchinesisch auf einmal :-)
Leider hab ich keine Ahnung, von den Phasen, von denen gesprochen wurde, daher kann ich den Widerspruch auch nicht verstehen. Bitte da um kurze Aufklärung.
Was die Myoblasten angeht, da spielen MyoD und Myostatin eine Rolle. Denn dadruch entwickeln sich die Myoblasten zu Muskelfasern.
Die Möglichkeit zum Muskelwachstum liegt nun in den inaktiven Satellitenzellen, die aktiviert werden und sich in Myoblasten entwickeln. Diese können beschädigte Zellen ersetzen oder aber untereinander verschmelzen und somit neue Fasern bilden. Nur nebenbei bemertk, hier würde auch das Myostatin"doping" einsetzen. Denn Myostatin ist maßgeblich an diesem Vorgang beteiligt.

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Beitragvon Erzengel am 03 Jan 2007 13:32

Aber solche Diskussionen zeichnet dieses Forum doch aus und hebt es positiv von vielen anderen ab. :)


Mit den Phasen meine ich die einzelnen Phasen der Interphase vor der meiotischen bzw. mitotischen Teilung im Zellzyklus.
Die G1-Phase ist nun die Phase, in der die Zellen proliferieren und die eigtl. Zellfunktion stattfindet. Nun gibt es Zellen (v.a. Leberzellen), die diese Phase niemals verlassen und ihr Leben lang in der G1-Phase verharren, die dann wiederrum G0-Phase genannt wird, weil sie aus dem eigentlichem Zellzyklus ausgeschlossen sind.
Dazu gehören neben den bereits erwähnten Leberzellen auch Neurone und (Herz-)Muskelzellen.
Bei Neuronen ist es offensichtlich, aber auch Muskelzellen wärem demnach vom Zellzyklus ausgeschlossen und könnten sich nicht teilen.
Eine Hyperplasie wäre demnach ausschließlich durch inaktive Satellitenzellen möglich, die sich dann zu Myoblasten umbilden und letztendlich zu den Myocyten verschmelzen.
Was mich aber noch interessieren würde: Ist die Anzahl der Satellitenzellen fest vorgegeben und somit auch die Hyperplasie beschränkt, oder können diese beliebig oft neu synthetisiert werden?

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Beitragvon zane100 am 03 Jan 2007 13:48

Erzengel hat geschrieben:Was mich aber noch interessieren würde: Ist die Anzahl der Satellitenzellen fest vorgegeben und somit auch die Hyperplasie beschränkt, oder können diese beliebig oft neu synthetisiert werden?


Die Anzahl der Satelittenzellen variiert natürlich von Person zu Person.
Es gibt Studien am Menschen, an denen festgestellt wurde, dass Krafttraining den Anteil der Satellitenzellen und Zellkerne im trainierten Muskel erhöht. Was bedeutet, dass die durch einen Trainingsreiz ausgelöste Aktivierung der Satellitenzellen, einen wichtigen Faktor bei der Hypertrophie darstellt.

Hier noch was vom Moosi:

http://www.dr-moosburger.at/pub/pub037.pdf

Zane

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Beitragvon Erzengel am 03 Jan 2007 14:08

Dass die Anzahl individuell variabel ist, habe ich mir schon gedacht.
Die Erhöhung der Zellkerne und damit auch der kontraktilen Fibrillen durch Krafttarining erscheint ebenfalls logisch.
Wenn also die Satellitenzellen auch neu synthetisiert werden können und somit auch deren Anzahl erhöht werden kann, spielt die Hyperplasie beim Menschen doch eine größere Rolle, als ich angenommen habe. Sehr interessant.

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Beitragvon promifucka am 03 Jan 2007 14:15

dann will ich mal etwas aufstocken
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Beitragvon zane100 am 03 Jan 2007 14:53

@ Erzengel

Ein befreundeter Sportmediziner äußerste sich mir gegenüber mal mit den Worten, dass bei erwachsenen Menschen allenfalls 10% des Muskelwaschtum aus der Hyperplasie resultieren. (sofern man der Theorie der Muskelvermehrung überhaupt Glauben schenken möchte).

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Beitragvon Erzengel am 03 Jan 2007 16:28

@Zane

Aber worauf beziehen sich die 10%? Auf das gesamte mögliche Muskelwachstum, also unter Einbeziehung der Hypertrophie der neugebildeteten Fasern oder lediglich die Hyperplasie isoliert betrachtet?
Gut, bewiesen ist die Theorie nicht, aber sie erscheint zumindestens in meinen Augen recht glaubwürdig, aber um das genauer zu beurteilen, fehlt mir einfach das nötige Wissen.

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Beitragvon zane100 am 03 Jan 2007 16:52

So wie ich Ihn verstanden habe, betreffen die 10% nur die Hyperplasie für sich betrachtet.
Was sich ein wenig dadurch, dass auch die neu hinzugewonnen Fasern hypertrophieren, relativiert. (Der Zinses-Zins Effekt sozusagen :o)

PS: Ich persönlich stehe übrigens der Hyperplasie/Faservermehrung mehr als skeptisch gegenüber.

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Beitragvon Erzengel am 03 Jan 2007 17:35

Du hast recht, ich muss sagen, ich sehe die Sache sehr gemischt. Ich frage mich nur: Wenn es in Tierversuchen bewiesen ist, welche phylogenetischen Änderungen gab es dann beim Menschen, dass er diese Eigenschaft nicht mehr besitzt. Aber das sind Spekulationen.

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Beitragvon promifucka am 05 Jan 2007 12:53

tut sich jetzt nichts mehr...

lesen bildet :)
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Beitragvon Erzengel am 05 Jan 2007 13:05

Wir warten noch auf einen Beitrag von dir, der hier alle Regeln sprengt und uns glasklar vor Augen führt, wonach wir die gesamte Zeit gesucht haben.... :)

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Beitragvon promifucka am 05 Jan 2007 13:05

jmd hier sportrevue-leser?

ist u.a. ein artikel über studien des letzten jahres drin.
da heißt es:

- mehr metabolischer stress (laktat,h+inonen,etc.) fördert ausstoß anab. hormone und erhöht die faserrekrutierung.
- ergebnisse würde zeigen, dass konstante wdh. ohne pause ein wichtiger faktor für den kraftzuwachs sind

zudem beharren sie sehr stark und über ganze ausgaben hinweg auf satzerweiternde techniken zum aufbau von mm.
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Beitragvon promifucka am 05 Jan 2007 13:06

zudem wirke ein training mit ls oder extreme stretch sich am besten auf eine mögliche hyperplasie aus
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Beitragvon sky34 am 05 Jan 2007 13:22

promifucka hat geschrieben:jmd hier sportrevue-leser?

ist u.a. ein artikel über studien des letzten jahres drin.
da heißt es:

- mehr metabolischer stress (laktat,h+inonen,etc.) fördert ausstoß anab. hormone und erhöht die faserrekrutierung.
- ergebnisse würde zeigen, dass konstante wdh. ohne pause ein wichtiger faktor für den kraftzuwachs sind

zudem beharren sie sehr stark und über ganze ausgaben hinweg auf satzerweiternde techniken zum aufbau von mm.


Aber ist hier nun nicht genau der Widerspruch? Laktat Ausschüttung, respektive das Anfallen von Laktat ist ein Resultat aus der anaerob-laktazide Energiebereitstellung, welche nach ca. 10s einsetzt und nach 45s ihren Höhepunkt erreicht hat. Nach ca 70s wird die Energiebereitstellung vor allem anaerob-laktazide, das Anfallen von Laktat geht zurück.
Somit wäre tut doch wieder bedeutungsvoll, da die grössten mengen Laktat im Bereich von 20s – 70s anfallen.

sky

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Beitragvon Erzengel am 05 Jan 2007 13:29

Sehe ich auch so, Sky, und im zweiten Punkt sehe ich noch ein Widerspruch zum HST-Cluster-System.

Hast du, Promifucka, auch Zugriff auf die einzelnen Studien oder nur auf die Zusammenfassung in der Sport-Revue?

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