Nachdem ich lange Zeit passiver Mitleser war, will ich mich mal eben vorstellen.
Ich bin jetzt 21 Jahre alt, 194cm groß und trainiere jetzt seit ca. 1 Monat nach dem WKM Plan in meinem Heim Gym.
Wen meine Vorgeschichte interessiert und wie ich über Umwege zum Krafttraining gefunden habe (ansonsten siehe Fazit unten
):
Ich war schon eigentlich schon immer recht sportlich, habe mit Fußball und Tennis begonnen, später zum Volleyball und Badminton gefunden.
Beim Volleyball bin ich schließlich hängen geblieben und habe mich voll und ganz darauf konzentriert.
Zu der Zeit habe ich in zwei verschiedenen Vereinen (Jugend/Herren) recht erfolgreich gespielt. Das Trainingspensum variierte zwischen 3-4 Tagen/Woche à 2h.
Das ganze lief sehr erfolgreich bis ich 2007 Schmerzen und einen gewaltigen Erguss in meinem rechten Knie bekam. Also einen Sportmediziner aufgesucht, Diagnose Patellaspitzensyndrom.
Nach 4 Wochen Pause und Physiotherapie bin ich dann wieder ins Training eingestiegen. Nach 3 Wochen traten die Schmerzen wieder auf, das Knie schwoll erneut an. Da ich mich zu dieser Zeit eher unersätzlich für die Mannschaft fühlte und wir um den Aufstieg kämpften, habe ich mit Voltaren und Bandagen einigermaßen "gut" spielen können.
Die Rechnung dafür bekam ich dann gut 4 Wochen später. Erneut Erguss im Knie.
Diesmal ab zum Orthopäden, der ließ eine CT machen. Diagnose: Retropatelläre Chondropathie III. Grades an der medialen Patellafacette.
Erneut Physiotherapie und vorerst völliger Trainingsstopp. Er stellte mir schon damals in Aussicht dass ich meinen Sport nie wieder ausüben könne.
Enttäuscht habe ich erstmal also erstmal wieder langsam mit Physiotherapie begonnen, Dona S eingenommen und mich weitestgehend geschont.
Der Orthopäde hatte mir zur Muskelaufbau per Radfahren geraten (da knieschonend), mich aber vor Kniebeugen oder Krafttraining gewarnt (da laut ihm eher kontraproduktiv da knieschädigend).
Darauf habe ich mich also 4x/Woche aufs Rad geschwungen für ca. 1h.
Doch so richtig voran kam ich nicht.
Eher zufällig kam dann mit einem Physiotherapeuten ins Gespräch, der mir Krafttraining ans Herz legte und erklärte, dass Kniebeugen und Krafttraining bei richtiger Technik keinesfalls das Knie schädigen.
Etwas perplex recherchierte ich im Internet, las mich durch Fachliteratur und konsultierte Betroffene.
Einen idealen Weg scheint es nicht zu geben, manche hatten aber dennoch gute Erfahrungen mit Krafttraining gemacht.
Also kramte ich die verstaubte Hantelbank meines Vaters aus dem Keller, schweißte mir eine Klimmzugstange und schon hatte ich alles an Equipment, was man für den WKM Plan brauchte, mit dem ich starten wollte.
Langsam versuchte ich mir die richtige Technik für Kniebeugen, Kreuzheben und Co. anzueigenen. Ich habe extrem viel über die richtige Technik gelesen um möglichst keine vermeidbaren Fehler zu begehen.
Da hätte ich aber trotzdem noch die ein oder andere Frage. Dafür werde ich dann auch ein paar Videos in den Analyse Bereich stellen.
Natürlich habe ich mit wenig Gewicht begonnen und experimentiert, inwieweit mein Knie diese Belastungen erträgt. Moment bin ich sehr glücklich denn Schmerzen habe ich keine. Ich bewege zwar momentan noch lächerliche Gewichte, aber das hätte ich noch vor ein paar Monaten niemals gekonnt.
Und je mehr ich hier im Forum stöberte, umso mehr wuchs meine Motivation. Momentan sprühe ich geradeso vor Energie und Motivation, aber ich denke das geht jedem Anfänger so.
Und mir geht es auch nicht darum, so schnell wie möglich die größte Masse aufzubauen, sondern regelmäßig ein gesundes Krafttraining zu absolvieren, begleitet von Cardiotraining und einer möglichst guten Ernährung.
Trainingsbeginn liegt also ca. 8 Wochen zurück, wobei ich eigentlich erst seit 4 Wochen konsequent trainiere und meinen Rhythmus gefunden habe.
Jeden 2. Tag abwechselnd folgende Programme:
- Bankdrücken, Kniebeuge, Rudern ( LH-Rudern vorgebeugt)
- Military Press, Kreuzheben, Klimmzüge
In den trainingsfreien Tagen mache ich 45 min leichtes Cardiotraining auf dem Rad.
Ernährungsplan habe ich noch keinen (folgt evtl. bald), achte aber auf - grob überschlagen - ausreichendes Cal Plus. Supplements nehme ich ebenfalls keine.
Fazit:
Ich bin einfach immens glücklich dass ich zum BB gefunden habe. Erste Fortschritte haben sich schon eingestellt. Weitgehende Schmerzfreiheit in Alltagssituationen (bsp. Treppensteigen) und nebenbei habe ich um 5 Kg zugelegt. Bestimmt nicht nur Muskelmasse, aber bei meinen jetztigen 78kg auf 194cm bestimmt kein Grund zur Sorge.
Vielleicht kann mein Text ja dem ein oder anderen eine Motivation sein, sich nicht aufzugeben und weiter an sich zu arbeiten.
Die Mühe lohnt sich definitiv.
"Anima sana in corpore sano" - ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.
Zum Abschluss noch vielen Dank an WKM für seinen Trainingsplan und den Erläuterungen dazu, und natürlich den vielen Usern hier, deren Erfahrungsberichte und Ergebnisse mich in meinem Vorhaben bestärkt haben. Thanks a lot...













