So, dann fangen wir mal an...
Ich habe einen retropatellaren Knorpelschaden 2. bis 3. Grades, weil meine Kniescheibe an der Rückseite zu flach ist, und somit nicht richtig in der Knorpelrille laufen kann.
Das erste Mal hatte ich Probleme, als ich beim Kniebeugen unten hängengeblieben bin und das linke Bein reflexartig etwas nach innen eingedreht hatte um die Abwärtsbewegung zu "blockieren" (heute würde ich den Kram einfach abschmeissen, aus Schaden lernt man ja). Mein Spotter hat mich etwas zu spät rausgezogen. Das war im Juni 2004. Ich hatte dann einen stechenden Schmerz und das Knie war etwas geschwollen. Nach ein paar Wochen ohne Beintraining war ich aber wieder beschwerdefrei.
Der Arzt bei dem ich daraufhin war meinte es wäre nichts...
Wirklich verschlimmert hat sich das ganze im Februar 2005. Ich vermute, dass die Bandage falsch/zu fest/was auch immer gewickelt waren und die Kniescheibe zu fest auf den Knorpel gedrückt hat und somit den Knorpel "heruntergehobelt" hat. Vielleicht habe ich aber auch einfach den Fehler wie im Juni 2004 wiederholt, trotz gültiger Beuge?! Ich bin dann zu einem Orthopäden in HD, der wohl recht viele Sportler behandelt. Nach zwei oder drei Termien und einer Computertomografie fragte ich ihn wie ich denn jetzt trainieren solle, er antwortete lapidar, dass ich keine Übungen machen sollte, welche mir Schmerzen bereiten. Nach dieser Auskunft, wofür der gute Mann scheinbar fünf jahre studieren musste, bin ich aus verständlichen Gründen nicht wieder dort hin.
Ich dann habe dann erst mal ca. drei Monate gar kein Beintraining gemacht um alles bestmöglich verheilen zu lassen. Mein OS Umfang ging damals lediglich um etwa zwei cm zurück.
Als ich wieder anfing mit dem Beintraining habe ich mit Beinstrecken und der liegenden Beinpresse und vielen Wiederholungen trainiert. Ich zwar noch leichte Schmerzen, aber sie besserten sich, so dass ich guter Dinge war. Nach relativ kurzer Zeit konnte ich wieder schweres Beinpressen mit dem alten Gewicht machen, auch wenn ich danach immer ein leichtes Stechen und das Gefühl hatte, als wäre das Gelenk geschwollen (sichtbar war nichts). Die Kraft war also fast noch komplett da.
Ich fing dann irgendwann an Frontkniebeugen zu machen und wurde da auch recht schnell relativ stark. Die Beschwerden wurden nicht besser und ich habe mich damit abgefunden. Die Beine wurden besser und ich habe meistens relativ schwer trainieren können. Dann kam ich unfreiwillig zur Bundeswehr (lange Geschichte) und musste dort drei Wochen mithampeln.
Dort habe ich auch neue CT Bilder machen lassen, schlimmer ist der Knorpelschaden nicht geworden, besser natürlich auch nicht. Seit dem ist es wieder schlimmer mit dem Knie (vorher war aber auch schon ein Abwärtstrend zu erkennen) und ich trainiere weitgehend frei nach Gusto, mal mache ich nur Beinstrecken und Beinbeuger liegend abwechslend ohne Pause, mal etwas schwerer wenn ich das Gefühl habe, dass es an diesem Tag geht. Ausfallschritte und Frontkniebeugen versuche ich ich so oft wie möglich zu machen, normale Kniebeugen kann ich kaum machen Frontkniebeugen gehen wenn ich sehr vorsichtig bin und schon vorher den Muskel ermüdet habe, allerdings auch nicht immer. Manchmal lasse ich das Beintraining auch einfach ausfallen...
Da ich wohl bezüglich der Beine recht gut gesegnet bin, funktioniert dieses Pillepalletrainingssystem recht gut. Allerdings merke ich wie die beiden Oberschenkel immer mehr von der Masse auseinanderlaufen, da ich den rechten (gesunden) OS im Alltag aber auch im Training offensichtlich stärker belaste. Kreuzheben konnte ich bis auf wenige Ausnahmen immer schmerzfrei machen (bis zu 200Kg).
Der Ellbogen/Unterarm bereitet mir auch Probleme, scheint eine Nervensache zu sein, ich war allerdings noch nicht deswegen beim Arzt.
Ich schlafe seitlich auf dem Bauch und liege mit dem Kopf auf meiner Hand->der Arm ist also die ganze Naht stark angewinkelt. Jegliche Versuche mir das abzugewöhnen sind bisher gescheitert.
Ring-und Kleiner Finger sind manchmal etwas taub, nach dem Schlafen ist mir manchmal auch die ganze linke Hand eingschlafen. Teilweise war auch schon der ganze Unterarm taub, so dass Training unmöglich war. Eine Bekannte aus dem Studio meinte, dass der Nerv entweder im Ellbogen- oder im Hals/Schulterbereich geklemmt wäre, ich vermute Hals/Schulter, da ich auch mal ein Taubheitsgefühl in der hinteren Schulter hatte und auch manchmal ein Kribbeln im Trizeps.
Schwere Drückübungen wie Dips und enges Bankdrücken gehen (weitestgehend) beschwerdefrei, Kabelzug im Stehen geht auch (also ein Strecken nach unten) alles was vom Körper weggeht wie French Press und ähnliche Übungen bereitet mir Schmerzen im Ellbogen.
Desweiteren kann ich nicht lange an PC sitzen, da die Mausbewegung nicht gut tut, tippen geht auch nicht besonders gut (mir schmerzt gerade auch der Arm...)
Bizepscurls mit der LH konnte ich früher nicht machen, da mir immer die Unterarme schmerzten, ich vermute das hängt auch irgendwie zusammen. Seltsamerweise, bereiten mir diese im Moment keine Schmerzen, selbst wenn ich sehr schwer mache.
So, jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ursprünglich geplant und hoffentlich nichts vergessen, aber ich denke, dass man bei solchen Dingen nie zuviel schreiben kann.
Gruss und Frohe Ostern
David
PS: PM kommt morgen.