von Vader » 25 Mai 2012 07:52
Was das Thema Spotting betrifft: Wenn man nicht gerade auf Höchstleistung abzielt, ist ein Spotter für das Training so sinnvoll wie eine Badehose in der Sauna. Im Studio fallen mir immer wieder Trainingspärchen auf, die gemeinsam Brust und Bizeps traínieren; der eine macht Flachbank-LH-Drücken - natürlich mit viel zu hohem Gewicht und nur bis zur 90-Grad-Anwinkelung des Ellbogens, da ja ansonsten die Schulter kaputt geht - während der andere seinen Bizeps trainiert, indem er seinen Trainingspartner um jene 30kg entlastet, die das Gewicht auf der Langhantel für diesen zu schwer ist.
Natürlich sind das die typischen Anfängerfehler, aber sie sind heute genauso verbreitet wie vor 30 Jahren. Ich habe in den letzten 20 Jahren ohne Trainingspartner trainiert und habe auch nie einen Spotter gebraucht, da ich ausschliesslich mit Gewichten trainiere, die ich beherrsche - und nicht umgekehrt. Das bedeutet nicht, dass ich nicht ans Muskelversagen gegangen bin, das mache ich auch heute noch so. Ich kann meine Leistung aber ziemlich gut einschätzen und weiss daher genau, wann Schluss ist und eine weitere Wiederholung nicht mehr möglich ist. Das Training INS Muskelversagen überlasse ich den Anfängern - und den wenigen HDlern und DClern, die man gelegentlich mal antrifft und bei denen ein Spotter in der Tat unverzichtbar ist.
He who stops being better stops being good (Oliver Cromwell)
Sei, was du scheinen willst (Sokrates)