Wirkstoff in Asthmaspray

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Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon cogito ergo sum » 10 Nov 2008 17:12

Hi leute!
Welcher Wirkstoff im Asthmaspray sorgt denn dafür, dass ihr es als Wettkampfbooster benutzen könnt ?! Und was für eine Wirkung hat er?
Bin selbst Asthmatiker, deswegen frage ich.
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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon Maximus. » 10 Nov 2008 17:40

Für Asthmatiker gibt es ein großes Spektrum an Wirkstoffen.

Da du selbst Asthmatiker bist: Mit welchem Präparat wirst du behandelt?
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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon virion » 10 Nov 2008 22:57

....in Asthmasprays sind doch eigentlich i.d.R. nur zwei Substanzklassen vertreten, Glucocorticoide -zur Entzündungshemmung und Beta-2-Sympathomimetika zur Bronchodilatation - mit dem Effekt einer verbesserten Ventilation und eines erhöhten Gasaustauschs... ich denke das müsste der Effekt sein den man sich im Sport zu Nutze machen will ?

Einige ß2-Mimetika wirken aber auch ß1-agonistisch, also steigern Herzfrequenz und Kontraktionskraft also den Blutdruck, aber diese sind in der Asthmatherapie eigentlich "out"
Mastzellstabilisatoren kann man zwar im Grunde auch inhalieren aber die spielen in diesem Zusammenhang wohl keine große Rolle.

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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon Maximus. » 10 Nov 2008 23:09

Es gibt:
http://medikamente.onmeda.de/Anwendungs ... t-all.html

Wenn er nicht weiß, welches Präparat er nutzen möchte, wird man ihm kaum helfen können.
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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon virion » 10 Nov 2008 23:45

es geht hier aber doch nur um inhalative Medikamente. Und da kommen mW fast ausschließlich die beiden og Wirkstoffgruppen zum Einsatz.

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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon -Sascha- » 11 Nov 2008 00:51

Ich bin kein Asthmatiker und nach meinen Selbstversuchen mit Salbutamol und Beclometason bin ich der Meinung, dass das Zeug jedenfalls in diesem Kontext (Mißbrauch) überbewertet ist - konnte weder bei Krafttraining noch Kampfsport eine verbesserte Ausdauer oder ähnliches bestaunen.
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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon Lars » 11 Nov 2008 03:50

-Sascha- hat geschrieben:Ich bin kein Asthmatiker und nach meinen Selbstversuchen mit Salbutamol und Beclometason bin ich der Meinung, dass das Zeug jedenfalls in diesem Kontext (Mißbrauch) überbewertet ist - konnte weder bei Krafttraining noch Kampfsport eine verbesserte Ausdauer oder ähnliches bestaunen.

Damit kommste auch nicht weit, ich bin Asthmatiker und ich hab n Kumpel auch schon mal mit rumexperimentieren lassen, mit Formoterolhemifumarat kommt man weiter aber es ist trozdem nicht der Renner der Unterschied.

o
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zylar hat geschrieben:ich setz n hunni auf lars, sieg via submisson in unter 1minute :)

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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon -Sascha- » 11 Nov 2008 09:57

Iluminkas hat geschrieben:
-Sascha- hat geschrieben:Ich bin kein Asthmatiker und nach meinen Selbstversuchen mit Salbutamol und Beclometason bin ich der Meinung, dass das Zeug jedenfalls in diesem Kontext (Mißbrauch) überbewertet ist - konnte weder bei Krafttraining noch Kampfsport eine verbesserte Ausdauer oder ähnliches bestaunen.

Damit kommste auch nicht weit, ich bin Asthmatiker und ich hab n Kumpel auch schon mal mit rumexperimentieren lassen, mit Formoterolhemifumarat kommt man weiter aber es ist trozdem nicht der Renner der Unterschied.

Sag ich doch. Nur gibt's nicht wenige Leute, sowohl aus der BB-Ecke als auch aus der (Kraft-)Ausdauerecke, die davon sonstwelche Steigerungen entsprechen, daher direkt mein Einwand, dass das eben absolut nicht das Gelbe vom Ei ist.
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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon virion » 11 Nov 2008 15:56

Habe es mit Terbutalin probiert, die Ausdauerleistung (Laufen) war kaum merklich verbessert, die ersten Atemzüge nach Inhalation kam es mir vor, ein größeres Zugvolumen zu haben - kann aber auch plazebobedingt gewesen sein. Einen eindeutigen, verwertbaren positiven Effekt auf die Ventilation kann ich aber auch nicht bestätigen.

Ich vermute, durch die Sympathikusaktivierung im Zuge der sportlichen Belastung hat man die ß2-Aktivierung womöglich bereits endogen weitgehend ausgeschöpft und die Bronchialmuskulatur ist bereits deutlich relaxiert. Eine zusätzlicher ß-Agonismus bringt also bei bereits weitgestellten Bronchien nur noch eine geringe Erweiterung, die Hobbysportler ja scheinbar kaum wahrnehmen.
Beim Asthmapatienten hingegen ist ja durch die pathologische spastische Enge der Bronchien die Ausgangslage eine ganz andere und die Medikamente imitieren die Sympathikusaktivität, die ein Sportler bereits selbst herbeigeführt hat. Gelangt man vom verengten Bronchus hin zum maximal dilatierten ist natürlich der Effekt viel deutlicher, für den Pat. eine spürbare Verbesserung -und es ist ein auch von außen betrachtet beeindruckend wirkendes Medikament, weil es die Symptomatik sehr schnell bessert, aber eben nur wenn vorher ein pathologischer Zustand herrschte....
Anders kann ich mir das im Moment nicht erklären, aber vllt weiß ein Asthmatiker dazu etwas....

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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon Niklas85 » 11 Nov 2008 16:06

Ich versteh dich zwar nicht virion, aber ich kann trotzdem Stellung dazu nehmen. Bin mittelstarker Asthmatiker. Früher bin ich viel gelaufen, über lange Strecken, auch im Sommer. Sobald nichts mehr ging, haben 30 Sek. Pause + 5 Stöße Allergospasmin mich wieder auf ein Level gebracht, in dem ich in der Lage war locker weiterzulaufen. Kein Scherz. Kondition war nie meine Stärke, aber dieses Zeug hat sowas von die Atemwege freigebombt das ich mich wie neu geboren fühlte.

Hatte auch schon einige Medikamente durch, aber im Notfall half nichts so gut und vor allem so schnell, die Wirkung trat DIREKT ein, wie Allergos.
In Bezug aus Krafttraining könnte ich mir durchaus vorstellen, das es hilfreich ist, alleine schon um die Intesität in die Höhe zu treiben, wie gesagt man kann direkt wieder arbeiten.

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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon Jammer666 » 11 Nov 2008 22:41

Ich bezweifle das Salbutamol die Funktion einer gesunden Lunge großartig verbessert. VO2max,Sättigung,Laktak bleibt mehr oder weniger auch gleich. Meiner Meinung nach taugen die gängigen Aerosole nicht besonders viel für einen gesunden Sportler.
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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon TheCutMan » 11 Nov 2008 23:54

virion hat geschrieben:Ich vermute, durch die Sympathikusaktivierung im Zuge der sportlichen Belastung hat man die ß2-Aktivierung womöglich bereits endogen weitgehend ausgeschöpft und die Bronchialmuskulatur ist bereits deutlich relaxiert. Eine zusätzlicher ß-Agonismus bringt also bei bereits weitgestellten Bronchien nur noch eine geringe Erweiterung, die Hobbysportler ja scheinbar kaum wahrnehmen.
Beim Asthmapatienten hingegen ist ja durch die pathologische spastische Enge der Bronchien die Ausgangslage eine ganz andere und die Medikamente imitieren die Sympathikusaktivität, die ein Sportler bereits selbst herbeigeführt hat.


Da hast du wohl den springenden Punkt der Geschichte angesprochen. Im Ruhetonus der Bronchialmuskulatur des gesunden Menschen überwiegt die Sympathikus-Stimulation. Die Atemwege sind wohl weitestgehend relaxiert, wodurch Asthmasprays wahrscheinlich nur eine geringfügige Erweiterung der Bronchien ermöglichen. :)

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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon Maximus. » 12 Nov 2008 00:19

virion hat geschrieben:Habe es mit Terbutalin probiert, die Ausdauerleistung (Laufen) war kaum merklich verbessert, die ersten Atemzüge nach Inhalation kam es mir vor, ein größeres Zugvolumen zu haben - kann aber auch plazebobedingt gewesen sein. Einen eindeutigen, verwertbaren positiven Effekt auf die Ventilation kann ich aber auch nicht bestätigen.

Ich vermute, durch die Sympathikusaktivierung im Zuge der sportlichen Belastung hat man die ß2-Aktivierung womöglich bereits endogen weitgehend ausgeschöpft und die Bronchialmuskulatur ist bereits deutlich relaxiert. Eine zusätzlicher ß-Agonismus bringt also bei bereits weitgestellten Bronchien nur noch eine geringe Erweiterung, die Hobbysportler ja scheinbar kaum wahrnehmen.
Beim Asthmapatienten hingegen ist ja durch die pathologische spastische Enge der Bronchien die Ausgangslage eine ganz andere und die Medikamente imitieren die Sympathikusaktivität, die ein Sportler bereits selbst herbeigeführt hat. Gelangt man vom verengten Bronchus hin zum maximal dilatierten ist natürlich der Effekt viel deutlicher, für den Pat. eine spürbare Verbesserung -und es ist ein auch von außen betrachtet beeindruckend wirkendes Medikament, weil es die Symptomatik sehr schnell bessert, aber eben nur wenn vorher ein pathologischer Zustand herrschte....
Anders kann ich mir das im Moment nicht erklären, aber vllt weiß ein Asthmatiker dazu etwas....

Ich bin da anderer Meinung. Es wird schon einen Grund haben, warum z.B. Clenbuterol bei vielen Ausdauersportlern beliebt ist. Man kann ja einfach auch mal vergleichen, und ein Training mit und ein Training ohne Clen zu machen. Auch beim Kraftsport ist das Gefühl ein ganz anderes, wenn man mit Xanthinderivaten trainiert oder ohne. Würde aber selbst die Tablettenvariante einem Aerosol vorziehen.
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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon maddox » 12 Nov 2008 12:49

Maximus. hat geschrieben:
virion hat geschrieben:Habe es mit Terbutalin probiert, die Ausdauerleistung (Laufen) war kaum merklich verbessert, die ersten Atemzüge nach Inhalation kam es mir vor, ein größeres Zugvolumen zu haben - kann aber auch plazebobedingt gewesen sein. Einen eindeutigen, verwertbaren positiven Effekt auf die Ventilation kann ich aber auch nicht bestätigen.

Ich vermute, durch die Sympathikusaktivierung im Zuge der sportlichen Belastung hat man die ß2-Aktivierung womöglich bereits endogen weitgehend ausgeschöpft und die Bronchialmuskulatur ist bereits deutlich relaxiert. Eine zusätzlicher ß-Agonismus bringt also bei bereits weitgestellten Bronchien nur noch eine geringe Erweiterung, die Hobbysportler ja scheinbar kaum wahrnehmen.
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Anders kann ich mir das im Moment nicht erklären, aber vllt weiß ein Asthmatiker dazu etwas....

Ich bin da anderer Meinung. Es wird schon einen Grund haben, warum z.B. Clenbuterol bei vielen Ausdauersportlern beliebt ist. Man kann ja einfach auch mal vergleichen, und ein Training mit und ein Training ohne Clen zu machen. Auch beim Kraftsport ist das Gefühl ein ganz anderes, wenn man mit Xanthinderivaten trainiert oder ohne. Würde aber selbst die Tablettenvariante einem Aerosol vorziehen.




Muß ich bestätigen, das Ausdauertraining mit/ohne Clen ist schon ein Unterschied und aufgrund der NW`s der Aerosole im Mund-Rachenraum teilweise eher von Vorteil.
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Re: Wirkstoff in Asthmaspray

Beitragvon virion » 12 Nov 2008 13:11

das mag sein, aber er hatte ja explizit nach dem Nutzen des Einsatzes von Asthmasprays gefragt - den finde ich für einen gesunden Sportler unbefriedigend.
Dass Clenbuterol durch die orale Einnahme und die systemische Wirkung wohl besser bzw länger verfügbar und wirksamer als ein Aerosol ist, das ist schon nachvollziehbar. Aber ich denke auch, die syst. NW von Clen kann man nicht mit den lokalen NW von Aerosolen vergleichen.


Was genau verbessert sich eigentlich mit Clenbuterol - eine bessere Ventilation und/oder Herzkraft -oder wie macht sich das bemerkbar ?

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