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Das etwas andere Cardio

Das erfolgreiche Meistern des "Rope Jumpings"

Manuel Kara, 22.08.2012

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Es gibt unglaublich viele Varianten des ach so beliebten Cardios. Wenn wir die gängigsten Arten von Cardiogeräten zusammen fassen, wird uns schnell klar was diese tollen, technischen und schick designten Gerätschaften gemeinsam haben. Richtig, sie sind allesamt zu nichts weiter zu gebrauchen, als überschüssiges Körperfett abzubauen und so schonend wie es nur möglich ist den Muskelerhalt in einer Diät zu gewährleisten. Denn mit wirklicher Effizienz und Anwendbarkeit im realen Leben haben diese Gerätschaften leider genauso viel gemein wie
LL Cool J mit dem duften Heino aus der Schlagerparade.

Anstatt sich im Sauerstoff vollgepumpten Wald die Seele frei zu laufen, walken die meisten Mitglieder in ihrem Fitness Studio in so hypnotischer und monotoner Geschwindigkeit, dass selbst das Laufband nach mehr Antrieb schreit. Ganz zu schweigen von den schicken Crosstrainern, Steppern und Fahrradergometern, die wir alle nur zu gut kennen. Ok, ich geb's ja selber zu! Diese Varianten des Herz-Kreislauf-Trainings mögen vielleicht um einiges bequemer und präziser sein als ein intensives Outdoor-Training mit hügeliger Landschaft, wechselndem Wetter und unebenem Boden, aber sie sind sicherlich nicht effektiver, um sich gesund und "wirklich" fit zu halten. Selbst wenn man in der Großstadt leben sollte, gibt es die Möglichkeit in einen nahe gelegenen Park, einer Feldfläche außerhalb des Stadtrandes oder an einem nahe gelegenem Fluss sein tägliches Workout zu absolvieren.

Die etwas andere Art des Cardios

Nichts desto trotz möchte ich Euch heute eine Art des Cardiotrainings näher bringen, die euch nicht nur koordinativ um einiges effizienter werden lässt, sondern zudem auch noch eine sehr positive Auswirkung auf euren Körperfettanteil hat. Die Rede ist vom Seilspringen. So gut wie jeder Kampfsportler weiß die Qualität des Seilspringens durchaus zu schätzen und das nicht ohne Grund. Wie bereits schon erwähnt, schult das Rope Jumping wie keine andere Art des Cardios die Koordination. Zudem ist es so flexibel und individuell in seiner Handhabung und Ausführung, dass man so gut wie überall damit trainieren kann. Es gibt unzählige Variationen des Seilspringens. Da hätten wir zum einen die konventionellen Single Unders, aber auch alternierende Foot Steps, einbeiniges Springen, hoher Knie-Hub, Beine über Kreuz, Arme über Kreuz und viele mehr, die eine tolle Möglichkeit bieten, sein Training zu gestalten. Ich arbeite zum Beispiel regelmäßig mit laufendem Seilspringen vorwärts und rückwärts in einer Streckendistanz von 200 – 400 Metern. Hört sich schwer an? Ist es aber nicht. Denn wie so oft, ist auch hier alles eine Frage der Übung und der Geduld.

Warum sehe ich im Studio so gut wie niemanden Seilspringen?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht allzu schwer zu erahnen. Für viele Menschen, die sich in ihrem Leben noch nie mit Seilspringen befasst haben, mag diese Art des Cardios auf den ersten Blick zu schwierig erscheinen. Andere wiederum wollen sich vielleicht vor den heißen Fitness Miezen und den dicken Jungs nicht blamieren. Egal, welcher Grund ausschlaggebend dafür sein sollte, Ihr verpasst etwas.

Ich könnte jetzt das Appellieren anfangen und euch noch mehr Argumente für ein "Trau Dich" bringen, doch stattdessen sei Dir einfach bewusst "lieber Leser", dass egal welche neue Fertigkeit Du dir zu eigen machen möchtest... der Anfang immer das schwierigste ist.

Wie fange ich am besten an?

Dieser Abschnitt ist nur für Menschen gedacht, die wirklich so gut wie fast keine Erfahrung in der Ausführung des Seilspringens haben. Leute mit guten Vorkenntnissen können gern zum nächsten Kapitel übergehen.

Als allererstes brauchen wir ein Springseil! Check? Ok!

Der nächste Schritt sollte keine zu große Überraschung sein, denn jetzt ist es Zeit für unser erstes Workout im "Rope Jumping". Worauf unbedingt geachtet werden sollte, egal, ob Ihr euch mit den Basics beschäftigt oder euch schon an fortgeschritteneren Techniken versucht, bleibt auf alle Fälle locker und entspannt. Gerade am Anfang kann das Springen unglaublich frustrierend sein. Ich spreche hier wirklich aus Erfahrung. Meine erste Bekanntschaft mit dem Seil machte ich im Muay Thai. Für gewöhnlich springt man im Thaiboxing barfuß. Ihr könnt euch sicherlich selber gut genug vorstellen, wie es sich anfühlen muss, wenn man ein Stahl verstärktes Seil immer wieder schön auf die Zehen geknallt bekommt.

Vermeidet es auf alle Fälle am Anfang barfuß zu springen. Nicht nur wegen des gelegentlichen Kontakts mit dem Springseil, sondern auch wegen der erhöhten Verletzungsgefahr im Bereich der Schienbeine. Hier kann es bei übermäßiger Belastung schnell zu Entzündungen der Knochenhaut im Bereich des Schienbeins kommen, auch als Schienbein–Kanten-Syndrom bekannt. Diese Art der Entzündung ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern bedarf in den meisten Fällen auch langwierige Schonung.

Wenn Ihr die ersten Sprünge erfolgreich gemeistert habt, konzentriert euch darauf einen Rhythmus bzw. Takt zu entwickeln. So könnte man zum Beispiel jeden Sprung im Geist mit zählen, bis man die Zehn voll hat und erneut von vorn beginnen.

Dieser Tipp sollte vor allem den Leuten eine Hilfe sein, die sich am Anfang mit dem lästigen Doppelsprung auseinander setzen müssen. Der Doppelsprung, der hier gemeint ist, ist nichts anderes als eine kleine koordinative Schwäche, in dem es der ausführenden Person nicht möglich ist, eine vollständige Wiederholung mit nur einem einmaligen Bodenkontakt zu absolvieren. Nicht frustrieren, sondern einfach weiter üben. Die Erfolge lassen nicht lang auf sich warten.

Mehr gibt es hier auch nicht zu sagen. Denn all das ist kein Hexenwerk. Durch regelmäßiges Üben werden sich eure Fähigkeiten schnell weiterentwickeln und Ihr werdet nach und nach den wahren Wert dieser Art des Cardios zu schätzen lernen.

Double Unders

Die Varianten des Seilspringens sind so vielfältig, dass ich noch auf so manche Technik eingehen könnte. Doch ich habe mir hier speziell eine Art des Springens ausgesucht, die mir vor allem als Crossfiter besonders am Herzen liegt und auch das nicht ohne Grund. Das Erlernen der "Double Unders" wird euch nicht nur eine noch anspruchsvollere Technik lehren, sondern auch eine Entwicklung der Schnellkraft und Explosivität, wie es mit keinem anderen Sprungstil möglich ist. Der doppelte Sprung mit dem Seil ist im Endeffekt nichts anderes als ein gewöhnlicher Sprung mit dem doppelten durchführen des Seils unter den Füßen.

Schon bei den ersten Versuchen wird man feststellen, dass die Ausführung alles andere als einfach ist. Doch bevor man aus Verzweiflung verfrüht das Handtuch schmeißt, sollte man hier einen simplen Trick befolgen, der eine großartige Hilfestellung sein kann.

Hierbei beginnt man sein normales Training mit dem Seil und führt gewöhnliche "Single Unders" aus. Bei jedem fünften Sprung springt man so explosiv wie nur möglich nach oben und versucht einen "Double Under". Bitte versucht keinen Hocksprung, sondern bleibt in eurer gewöhnlichen Sprungtechnik. Es bedarf zwar einiger Übung, doch mit der Zeit wird man auch diese Technik für sich gewinnen können.

Schlusswort

Das Seilspringen ist keine Wissenschaft und sollte auch nicht als solche behandelt werden. Dieser Artikel soll als Ansporn und Hilfestellung dienen, um den Leser davon zu überzeugen, dass ein regelmäßiges Training mit dieser Art des Cardios ein wirklicher Gewinn sein kann.

In diesem Sinne wünsche ich Euch jetzt schon einmal viel Spaß beim Üben und Trainieren...

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