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Zu unrecht übersehen?

Taurin im Bodybuilding – ein sinnvolles Supplement?

Frank-Holger Acker, 22.10.2012

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Würde man die meisten Trainierenden nach einer Liste an Supplementen fragen, die ihrer Meinung nach für Bodybuilding wichtig sein können, wären sicherlich ein Proteinkonzentrat, Creatin, BCAAs, Glutamin und das ein oder andere Pump-Supp auf dem Zettel. Ein Nahrungsergänzungsmittel, das dabei vermutlich aber oft übersehen wird, dürfte Taurin sein. Dieser Artikel soll dies für die Zukunft ändern.

Taurin verleiht (keine) Flügel

Wer regelmäßig seinen Muskelzuwachs durch den übermäßigen Genuss alkoholischer Getränke am Wochenende gefährdet, wird Taurin sicherlich schon als einen der elementar beworbenen Inhaltsstoffe eines bekannten Energy-Drinks kennen gelernt haben. Der Name ist dabei durchaus Programm, da die vom Begriff taurus (also Stier) abgeleitete Aminosulfonsäure ursprünglich in Ochsengalle entdeckt wurde. Taurin ist dabei, wie Silben sulfon andeuten, keine Aminosäure im eigentlichen Sinne, sondern das Abbauprodukt der Aminosäuren Cystein und Methionin unter Beteiligung von Vitamin B6.

Taurin

Und während Katzen das Taurin noch mehr brauchen, als der Bodybuilder seinen Whey-Shake nach dem Training, ist der unmittelbar beflügelnde Effekt aus der Werbung leider nur leeres Versprechen1, 2, 3. Dennoch kann Taurin als Supplement durchaus interessant sein.

Warum eine Taurin-Supplementation sinnvoll ist

Neben allgemeinen Wirkungen wie einem positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System4 hat Taurin eine deutliche anti-oxidative Wirkung5. Wer seiner Ausdauer trainiert, könnten darüber hinaus schon nach kurzer Zeit von einer Supplementierung profitieren6.

Kraftsteigerung durch Taurin?

Die meisten Trainierenden werden aber ohne Frage an einer Maximierung ihrer Kraftwerte interessiert sein, selbst wenn sie keinen Kraftsport im eigentlichen Sinne betreiben. Wie schaut es also mit mehr Volt für die Oberarme aus?

An Ratten konnte mit Hilfe einer Taurin-Supplementierung bereits eine signifikante Steigerung der Kraft festgestellt werden7. Bei Menschen hingegen ist die Forschungslage aktuell deutlich unklarer.

Forscher der University of Stirling kamen zu dem Ergebnis, dass eine siebentägigen Supplementierung keine leistungssteigernde Wirkung beim Menschen hervorrufen würde8. Dies klingt im ersten Augenblick ziemlich ernüchternd, doch sollte es niemanden dazu verleiten, Taurin einfach abzuschreiben.

Niemand käme heutzutage noch auf die Idee, die positive Wirkung von Creatin beim Gewichtstraining anzuzweifeln. Dennoch zeigten Forscher aus Chinle, dass sich bei einem Vergleich zwischen einer Creatin- und einer Taurin-Gruppe die Leistungssteigerung nach einer einwöchigen Supplementierung nicht unterschied9. Creatin war nach sieben Tagen also genauso hilfreich für die Leistungsfähigkeit wie Taurin.

Taurin

Fest steht somit nur, dass beides keine Wundermittel sind. Aber wer so etwas von Supplementen ernsthaft erwartet, hat das Prinzip von intensivem Training und einer ausgewogenen Ernährung sowieso nicht verinnerlicht und kann sein Geld lieber in mit Taurin angereicherte alkoholische Getränke am Wochenende investieren.

Weitere Studien müssen nun also klären, inwiefern möglicherweise auch eine Kraftsteigerung durch Taurin beim Menschen nachweisbar ist. Dies ändert jedoch nichts an den bereits beispielhaft genannten Vorteilen, die dieses Supplement mit sich bringen kann.

Darüber hinaus könnten Trainierende von signifikant verringerten Ermüdungserscheinungen nach dem Training durch eine Taurin-Supplementation profitieren10. Die Vorzüge dieses Nahrungsergänzungsmittels sind somit nicht von der Hand zu weisen.

Sollte ich mir Taurin kaufen?

Bleibt es, die Gretchen-Frage zu klären, ob man sich ein weiteres Supplement kaufen sollte. Die meisten Leser werden besseres zu tun wissen, als ihr gesamtes Geld in jedes erdenkliche Supplement zu investieren, was der Markt hergibt. Auf der anderen Seite stellt Taurin keinesfalls ein Produkt dar, dass für Unsummen an den Verbraucher gebracht wird. Wer also die Basics wie ein Whey-Protein und Creatin bereits nutzt, auf BCAAs möglicherweise verzichtet, da er Whey in seinem Repertoire hat, aber dennoch weitere Supplemente für einen optimalen Muskelzuwachs nutzen möchte, kann ernsthaft über Taurin nachdenken.

Dosierung von Taurin

Generell ist es schwierig pauschal eine Dosierungsempfehlung abzugeben. Damit Bodybuilder und intensiv Trainierende jedoch einen optimalen Nutzen aus einer Taurin-Supplementierung ziehen können, kann 2000 mg als unterste Grenze angenommen werden, die bis zu einer Obergrenze von 4000 bis 6000 mg pro Tag, verteilt auf mehrere Dosierungen, erhöht werden kann.

Eine mögliche Überdosierung von Taurin besitzt dagegen kaum Nebenwirkungen. In Einzelfällen sind Magenbeschwerden bekannt, die bei Auftreten mit Hilfe einer Verringerung der Dosierung allerdings wieder beseitigt werden.

Schluss

Wie man sieht, hat Taurin durchaus seine Daseinsberechtigung als Supplement und kann durchaus als sinnvoll verstanden werden. Auch wenn die sprichwörtlich beflügelnde Wirkung nur ein werbewirksames Versprechen ist und es noch einigen Forschungsbedarf am Menschen gibt, existieren bereits jetzt für sportlich aktive Menschen genügend Pro-Argumente dieses Nahrungsergänzungsmittel anzuschaffen.

Nachweise

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