TEAM-ANDRO.com

ESN Designer Whey & IsoWhey besonders günstig!

Andro-Shop Bestseller

ProSport Allinclusive Low Carb Sirup, 1 Liter ProSport Allinclusive Low Carb Sirup, 1 Liter
16,90 €
incl. USt, exkl. Versand
Team-Andro Shaker Transparent, 1 Stück Team-Andro Shaker Transparent, 1 Stück
2,90 €
incl. USt, exkl. Versand
ESN Elite Pro Complex, 1000g Standbeutel ESN Elite Pro Complex, 1000g Standbeutel
24,90 € Ab 4 Stück 19,90 €
incl. USt, exkl. Versand

Neueste Texte

31.07.2014von Stephan Korte
Die Metabole Diät (II)
29.07.2014von Jonas Meissner
Körperkultur der Antike im Vergleich zur Moderne (III)
28.07.2014von Philipp Rauscher
Powerbuilding 2.0: 5/3/1-Myo-Reps
25.07.2014von Chris Eikelmeier
Das Ende der artgerechten Ernährung des Menschen? (II)
23.07.2014von Denis Tengler
Kinesiologisches Taping: eine Anleitung
22.07.2014von Jonas Meissner
Körperkultur der Antike im Vergleich zur Moderne (II)
19.07.2014von Andy Leuckert
Kreuzheben: Dies ist kein Versuch!
18.07.2014von Chris Eikelmeier
Das Ende der artgerechten Ernährung des Menschen? (I)
16.07.2014von Jonas Meissner
Körperkultur der Antike im Vergleich zur Moderne (I)
14.07.2014von Alexander Thomas
CrossFit trifft Wettkampfbodybuilding (V)
12.07.2014von Manuel Kara
Review: Werde ein geschmeidiger Leopard
11.07.2014von Denis Tengler
Weak-Point-Training (VII): Sit-Ups, Unterarmcurls und Hyperextensions
10.07.2014von Christina Helmis
Lieblingsrezepte neu erfunden (I)
09.07.2014von Nico Schmidt
Ästhetik: Anleitung zur Ermittlung unserer Schwachstellen
07.07.2014von Alexander Thomas
CrossFit trifft Wettkampfbodybuilding (IV)
06.07.2014von TEAM-ANDRO Redaktion
Team Andro Schreibwettbewerb 2014
05.07.2014von Darlin Liedtke
Das große Fressen nach der erfolgreichen Diät
04.07.2014von Denis Tengler
Weak-Point-Training (VI): Dips
02.07.2014von David Hoffmann
Fazit von David Hoffmann
01.07.2014von Frank-Holger Acker
11 Tipps für mehr Kraft beim Bankdrücken

Zuletzt hochgeladen

Max.Kraft Kniebeuge 230x2 245x1 Amateuraufnahmen Max.Kraft Kniebeuge 230x2 245x1 Amateuraufnahmen
Aufrufe: 361
Dauer: 01:36
Box Kniebeuge low bar Box Kniebeuge low bar
Aufrufe: 134
Dauer: 01:08
Langhantel-Rudern/PendlayRows 4x5 Langhantel-Rudern/PendlayRows 4x5
Aufrufe: 252
Dauer: 02:36
Bankdrücken 4x5 Bankdrücken 4x5
Aufrufe: 191
Dauer: 03:38
Low Bar Squat 5x5 2. Low Bar Squat 5x5 2.
Aufrufe: 200
Dauer: 05:10

Umfrage

Zur Zeit sind leider keine Umfragen aktiv.

Archiv

Antworten auf Fragen, die sich jeder schon einmal gestellt hat

Warum ist Kasein eigentlich langsamer verdaulich als Wheyprotein?

bulkolly, 07.05.2012

Diskussion Versenden Drucken

Kasein erfreut sich im Bereich des Bodybuildings aufgrund seiner langsamen Verdaulichkeit und der hieraus resultierenden kontinuierlichen Freigabe von Aminosäuren in den Blutkreislauf, die Kasein zu einem antikatabolen Protein mit Langzeitwirkung machen, einer steigenden Beliebtheit. Auch wenn es für den Anwender nicht wirklich von praktischer Bedeutung ist, wird sich der eine oder andere vielleicht fragen, warum Kasein, auch wenn es wie Wheyprotein in Pulverform vorliegt, über fast acht Stunden Aminosäuren freigibt, während die Verdauung von Wheyprotein bereits nach 3 Stunden abgeschlossen ist.

Die am weitesten verbreitete Erklärung

Die Erklärung, die man am häufigsten in Bodybuilding Foren liest, ist, dass Kasein im Magen gerinnt und ein dickes Gel bildet, welches nur langsam verdaut wird. Diese Erklärung scheint durch die Tatsache, dass Kasein in Wasser eingerührt eine sehr viel festere Konsistenz als Wheyprotein aufweist, untermauert zu werden. Selbst in wissenschaftlichen Abhandlungen findet man ähnliche Aussagen. In einer Studie, die die Aminosäurefreisetzung von Kasein und Wheyprotein untersucht, heißt es explizit "Indeed, WP is a soluble protein whereas CAS clots into the stomach, which delays its gastric emptying and thus probably results in a slower release of amino acids." (In der Tat handelt es sich bei WP [Wheyprotein] um ein lösliches Protein, wogegen CAS [Kasein] im Magen verklumpt, wodurch seine Magenverweildauer steigt, was wahrscheinlich in einer langsameren Freisetzung von Aminosäuren resultiert) (1).

Die eigentliche Erklärung

Eine an der Universität von Gießen ausgeführte Untersuchung (2) gibt jedoch eine ganz andere Erklärung für die im Vergleich zu Wheyprotein langsamere Verdauungsgeschwindigkeit von Kasein. Die Autoren der Studie führen die langsame Verdauungsgeschwindigkeit auf in Kasein enthaltene Beta-Casomorphine zurück. Bei Casomorphinen handelt es sich um Peptide, die bei der Verdauung von Kasein entstehen. Diese Peptide besitzen Wirkungen, die in einigen Bereichen denen von exogenen Opioiden wie Morphium und anderen Opiaten ähneln. Ich sage bewusst "in einigen Bereichen", denn genau wie bei Mohn, der für Mohnbrötchen und Mohnkuchen verwendet wird, ist von Casomorphinen keine berauschende Wirkung zu erwarten. Casomorphine können an die Opiatrezeptoren im Verdauungstrakt anbinden. Da diese Casomorphinen unter anderem die Darmpersistaltik (die willkürliche Eigenbeweglichkeit des Darms) hemmen, wird die Verdauungsgeschwindigkeit reduziert.

Diese These wird in der erwähnten Studie mit Hilfe zweier einfacher Experimente bewiesen. Beim ersten Experiment wurde den Versuchstieren ein Opiatrezeptor Antagonist namens Naxolon verabreicht, der die Opiatrezeptoren im Verdauungstrakt blockiert. Wenn die Opiatrezeptoren blockiert waren, wies Kasein nahezu dieselbe Verdauungsgeschwindigkeit wie Wheyprotein auf, wobei die Unterschiede bezüglich Magenentleerungsrate teilweise und bezüglich Darmpassagezeit vollständig ausgeglichen wurden. Hierdurch konnte gezeigt werden, dass ein Gerinnen oder Verklumpen von Kasein im Magen nicht die primäre Ursache für die langsamere Verdauungsgeschwindigkeit ist, sondern höchstens zum Teil zur längeren Magenverweildauer beitragen kann.

Als Gegenprobe wurde Wheyprotein mit den Casomorphinen D-Ala-beta-casomorphin-4 und D-Ala-beta-casomorphin-5 versetzt und an die Versuchstiere verabreicht. Hierbei zeigte sich, dass die Darmpassagezeit von Wheyprotein dosisabhängig mit der Casomorphinmenge anstiegt.

Welche Auswirkungen hat diese auf die Verdauungsgeschwindigkeit von Mehrkomponentenproteinen, die neben Kasein auch schnell verdauliches Wheyprotein enthalten?

Diese Erklärung besitzt auch praktische Auswirkungen auf die Verdauungsgeschwindigkeit von Mehrkomponentenproteinen, die sowohl schnell verdauliches Wheyprotein als auch langsam verdauliches Kasein enthalten. Häufig werden diese Produkte damit beworben, dass sie aufgrund des enthaltenen Wheyproteins die schnelle Aminosäurefreisetzung von Wheyprotein mit der langsamen Aminosäurefreisetzung von Kasein kombinieren.

Dies entspricht nicht ganz den Tatsachen, da auch Verdauung des enthaltenen Wheyproteins durch die bei der Verdauung von Kasein entstehenden Casomorphine verlangsamt wird. Es ist zwar nicht davon auszugehen, dass die gesamte Proteinmischung aufgrund des enthaltenen Kasein Proteins dieselbe Verdauungsgeschwindigkeit und Aminosäurefreisetzungsrate wie reines Kasein aufweist, aber es ist davon auszugehen, dass die Verdauungsgeschwindigkeit und Aminosäurefreisetzungsrate des enthaltenen Wheyproteins und anderer enthaltener Proteine in gewissem Umfang in Richtung einer langsameren Verdauung verändert werden.

Der Grad dieser Veränderung steht mit der im Mehrkomponentenprotein enthaltenen Kaseinmenge und den hieraus bei der Verdauung entstehenden Mengen an Casomorphinen in Verbindung, wobei die Verdauung umso stärker verlangsamt wird, je höher der Kaseinanteil ausfällt. Mit anderen Worten ausgedrückt wird das in Mehrkomponentenproteinen mit Kasein enthaltene Wheyprotein langsamer als Wheyprotein bei alleiniger Gabe verdaut.

Referenzen:

  1. Yves Boirie, Martial Dangin, Pierre Gachon, Marie-Paule Vasson, Jean-Louis Maubois, and Bernard Beaufrère. Slow and fast dietary proteins differently modulate postprandial protein accretion. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 1997, Ausgabe 94, Seite 14930-14935
  2. Daniel, H., Vohwinkel, M. & Rehner, G. Effect of casein and ß-casomorphins on gastrointestinal motility in rats. The Journal of Nutrition, 1990, Ausgabe 120 Nummer 3, Seite: 252-7

Nach oben