TEAM-ANDRO.com

20% Rabatt auf Pump Supplements

Andro-Shop Specials

ESN Designer Whey, 1000g Standbeutel ESN Designer Whey, 1000g Standbeutel
21,90 € Ab 2 Stück 18,90 €
incl. USt, exkl. Versand
Best Body Nutrition BCAA Black Bol Powder, 350g Best Body Nutrition BCAA Black Bol Powder, 350g
24,99 € Ab 2 Stück 21,99 €
incl. USt, exkl. Versand
QNT Zink Caps, 100 Kaps. QNT Zink Caps, 100 Kaps.
11,90 € Ab 2 Stück 9,90 €
incl. USt, exkl. Versand

Neueste Texte

23.07.2014von Denis Tengler
Kinesiologisches Taping: eine Anleitung
22.07.2014von Jonas Meissner
Körperkultur der Antike im Vergleich zur Moderne (II)
19.07.2014von Andy Leuckert
Kreuzheben: Dies ist kein Versuch!
18.07.2014von Chris Eikelmeier
Das Ende der artgerechten Ernährung des Menschen? (I)
16.07.2014von Jonas Meissner
Körperkultur der Antike im Vergleich zur Moderne (I)
14.07.2014von Alexander Thomas
CrossFit trifft Wettkampfbodybuilding (V)
12.07.2014von Manuel Kara
Review: Werde ein geschmeidiger Leopard
11.07.2014von Denis Tengler
Weak-Point-Training (VII): Sit-Ups, Unterarmcurls und Hyperextensions
10.07.2014von Christina Helmis
Lieblingsrezepte neu erfunden (I)
09.07.2014von Nico Schmidt
Ästhetik: Anleitung zur Ermittlung unserer Schwachstellen
07.07.2014von Alexander Thomas
CrossFit trifft Wettkampfbodybuilding (IV)
06.07.2014von TEAM-ANDRO Redaktion
Team Andro Schreibwettbewerb 2014
05.07.2014von Darlin Liedtke
Das große Fressen nach der erfolgreichen Diät
04.07.2014von Denis Tengler
Weak-Point-Training (VI): Dips
02.07.2014von David Hoffmann
Fazit von David Hoffmann
01.07.2014von Frank-Holger Acker
11 Tipps für mehr Kraft beim Bankdrücken
30.06.2014von Alexander Thomas
CrossFit trifft Wettkampfbodybuilding (III)
29.06.2014von Kathrin Hollmann
Strandfigur 2014: Katie's Bikini Camp - Wie geht es weiter?
28.06.2014von Friedhofschiller
Kreuzheben mit Kroc
27.06.2014von Denis Tengler
Weak-Point-Training (V): Klimmzüge

Zuletzt hochgeladen

Kreuzheben Varriante Kreuzheben Varriante
Aufrufe: 77
Dauer: 00:27
Overhead Press 3 x 5 x 60kg Overhead Press 3 x 5 x 60kg
Aufrufe: 93
Dauer: 00:40
Rückentraining nach der Verkostung des Pre-Workout Booster "THE CURSE" Rückentraining nach der Verkostung des Pre-Workout Booster "THE CURSE"
Aufrufe: 226
Dauer: 03:37
Squats 3x5x120kg Squats 3x5x120kg
Aufrufe: 349
Dauer: 00:55
Tim Budesheim @ 2013 Arnold Classic Europe Tim Budesheim @ 2013 Arnold Classic Europe
Aufrufe: 501
Dauer: 05:13

Umfrage

Zur Zeit sind leider keine Umfragen aktiv.

Archiv

Detaillierte Anleitung

Wie man eine Posingkür erstellt

Thomas Koch, 20.07.2012

Diskussion Versenden Drucken

Jeder, der ernsthaft überlegt den Schritt auf eine Bodybuildingbühne zu wagen, wird sich früher oder später mit dem Thema Posing auseinandersetzen müssen. Da Bodybuilding eine Präsentationssportart ist, sind all Eure Bemühungen in Sachen Training und Ernährung für die Katz, wenn Ihr es nicht schafft, Eure körperlichen Vorzüge auch auf der Bühne angemessen zu präsentieren. Daher ist es äußerst wichtig sich frühzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen und (am besten unter fachmännischer Anleitung) die korrekte Ausführung der Grundposen zu erlernen. Hier geht es wirklich ums Üben – Posing ist Fleißarbeit. Dem einen fällt es leichter, dem anderen schwerer, aber jeder kann die korrekte Ausführung der Pflichtposen lernen, im Idealfall auch noch, wie er sie unter Umständen durch geringfügige und regelkonforme Modifikationen zu umstellt, dass sie die eigenen Stärken betonen und die Schwächen etwas verdecken. Anfangs ist der Spiegel dabei eine gute Hilfe, mit der Zeit solltet Ihr aber dazu übergehen die Posen auch ohne Spiegel zu üben; auf der Bühne habt Ihr nämlich auch keinen Spiegel und müsst es ohne schaffen.

Neben dem Line Up und den Pflichtposen gibt es da aber dann auch noch die Kür. Hier bedarf es dann schon etwas mehr Aufwand, da das Erarbeiten einer schönen Kür durchaus zeitaufwändig ist. Auch hier nochmal der Hinweis: Fangt frühzeitig an Euch mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Damit Ihr die Kür einigermaßen sinnvoll angehen könnt, solltet Ihr die Pflichtposen schon einmal hinbekommen und das kann durchaus einige Wochen dauern. Ich kann nur empfehlen mindestens 4 Monate vor dem Wettkampf mit dem Posingtraining anzufangen, eher früher.

So, Ihr seid mit den Pflichtposen also einigermaßen vertraut? Zeit die Kür in Angriff zu nehmen. Im Amateurbereich fließt diese zu rund einem Drittel in die Gesamtwertung ein, also unterschätzt das nicht. Zumal die Kür Euch die außerordentliche Möglichkeit bietet, gezielt Eure Stärken zu präsentieren. Nutzt das aus! Wie bei den Pflichtposen rate ich Euch dringend dazu, dass Ihr Euch einen erfahrenen Betreuer (der eh Pflicht sein sollte) sucht, der die Kür mit Euch aufstellt und einübt, denn im Alleingang ist das - gerade zu Anfang – eine enorme Herausforderung. Folgend dennoch ein paar Punkte, die Ihr berücksichtigen solltet.

Zunächst solltet Ihr Euch überhaupt mal mit den Anforderungen und Formalien auseinandersetzen. Der DBFV schreibt in seinem Regelwerk hierzu:

"Jedem Teilnehmer stehen für seine nach individueller Musik zu gestaltende Kür 60 Sekunden zur Verfügung. Hier wird die kreative Gestaltung, der Bewegungsablauf, die Übergänge der einzelnen Posen, das Umsetzen der Musik in Bewegung unter Berücksichtigung von Proportion und Muskulosität bewertet."

Was sagt uns das nun? Erst einmal, dass wir ein Musikstück brauchen, dass 60 Sekunden dauert und dann, dass wir darauf achten sollten, dass wir die Kür auf die Musik abstimmen.

Fangen wir mit der Musik an, denn das ist schon eine große Hürde. Hierzu mal ein paar persönliche und sicherlich subjektive Gedanken: Sucht Euch eine Musik aus, die zu Euch und zu Eurem Körper passt. Gewisse Musikstile animieren zu gewissen Posen und das sollte dann eben zu dem eigenen Körper passen. Eine Kür zu Rammstein mit lauter Pressposen kann toll aussehen – wenn man ein Schwer- oder Superschwergewicht ist. Bei einem CBB-Athlet sieht das einfach nur peinlich aus. Weiterhin sollte der Titel nicht zu stark belegt sein. Dirty Diana ist ein toller Song, aber nachdem Kai Greene seine legendäre Kür dazu gezeigt hat, ist der Titel tabu, es sei denn, man traut sich zu das besser zu machen. Allgemein würde ich auf Titel verzichten, die man schon unzählige Male gehört hat. Ich glaube niemand will noch eine Kür zum Soundtrack von "Fluch der Karibik" sehen, davon gab es in den letzten Jahren einfach viel zu viele. Das wichtigste ist aber sicherlich, dass die Musik zu Euch passt, Euch gefällt und Ihr Euch damit gut fühlt. Ihr solltet Euch irgendwie mit Ihr verbunden fühlen, es muss einfach passen. Ich möchte Euch nun zwei Optionen vorstellen, die ich für einen Anfänger für sehr geeignet halte: Zunächst einmal die Variante einer Popballade ohne sonderlich markante Stellen. Der große Vorteil hier ist, dass man auch mal den Einsatz um den Bruchteil einer Sekunde verpassen kann, ohne dass es groß auffällt. Variante zwei wäre ein klassischer Soundtracktitel, der durch die markanten Schläge die Abfolge der Posen vorgibt. Das macht die Orientierung leichter, man muss die Posen dann aber halt auch treffen. Wer großes tänzerisches Talent hat oder mit einem unglaublichen Taktgefühl gesegnet ist, kann sicherlich auch jede andere Musik wählen. Diese beiden Varianten erscheinen mir aber für den durchschnittlichen Mann ohne großes Bewegungsvermögen für am geeignetsten. Zudem würde ich von zu schnellen Titeln oder solchen mit vielen Tempoänderungen Abstand nehmen. Wie gesagt: Wer hier Talent hat, der kann natürlich durch eine variable Kürgestaltung punkten, aber viele Anfänger wird das nur zusätzlich verunsichern.

So, Ihr habt also gesucht und denkt, Ihr habt den perfekten Song? Hürde zwei: Man muss aus dem Song irgendwie ein Teilstück von 60s entnehmen können. Sicher, man kann einfach irgendwo einen Cut machen, aber wirklich elegant ist das nicht. Zudem fangen viele Titel eher langsam an, so dass man die interessanteren Teile eher weiter hinten findet. Dann braucht man auch noch einen Anfang. Ihr glaubt nicht, wie viele Titel ich schon in unzählige Teilstücke zerschnitten habe um sie am Ende doch als untauglich zu beziffern und das trotz der Hilfe eines professionellen Musikproduzenten, der mir unter die Arme greift. Manchmal findet man einfach kein geeignetes Teilstück, so schade es ist. Also auch hier der Hinweis: früh genug suchen.

Wenn Ihr dann nach langem Suchen endlich das ersehnte 60s Stück habt, mit schönem Anfang und schönem Ende, braucht Ihr noch passende Posen. Hier bietet es sich an sich von Videos inspirieren zu lassen. Dazu eine Anmerkung: Die meisten aktuellen Profis posen in ihren Küren aus meiner Sicht grauenhaft. Seitdem die Küren nicht mehr gewertet werden, hat das oft den Charakter eines Gastposings; ernsthafte Gedanken um eine Choreographie scheinen sich nur noch wenige Athleten zu machen. Auch hier wieder der Hinweis: Die Kür sollte zu Eurem Körper passen! Wenn Ihr 120kg trocken bei 170cm auf die Bühne bringt, könnt Ihr auch von links nach rechts laufen, ein paar Most Muscular raushauen und fertig. Da Ihr das aber eher nicht schaffen werdet, solltet Ihr von so etwas Abstand nehmen. Meist lohnt es sich bei den Amateuren oder den Profis vergangener Tage zu schauen. Thomas Scheu, Lee Labrada, Vince Taylor, Kevin Levrone, Shawn Ray…da lohnt es sich definitiv mal reinzuschauen. Was Euch dabei gleich auffallen sollte: Die Kür sollte keine sture Abfolge von Pflichtposen sein. Die hat die Jury schon gesehen, die müsst Ihr nicht noch einmal alle präsentieren. Es spricht absolut nichts dagegen hier und da mal eine Standardpose einzubauen, aber grundsätzlich empfiehlt es sich Posen zu wählen, die nicht Bestandteil der Vergleichsrunden sind, bzw. die etwas abzuwandeln.

Ihr habt nun einen Pool an Posen gesammelt? Dann müsst Ihr sie ja nur noch sinnvoll verbinden. Hierbei werdet Ihr schnell feststellen, dass manche Übergänge sehr gut passen, andere jedoch kaum. Quält Euch nicht mit Übergängen und Posen rum, die Euch nicht liegen. Das wird nix. Ob dem so ist, das merkt Ihr natürlich erst beim Üben und das solltet Ihr nun tun. Entwerft einen Schlachtplan für die ersten 15-20 Sekunden und schaut, ob Ihr zurechtkommt. Wenn ja, belasst es dabei, auch wenn es für den Moment noch etwas hölzern wirkt, wenn nein, modifiziert den Teil so lange, bis es passt. Dann kommt der nächste Part an die Reihe und so bastelt Ihr Euch Stück für Stück Eure Kür zusammen. Wenn alles steht, verbindet Ihr die Teile und freut Euch, dass Ihr ein Grundgerüst habt. Wenn Ihr das dann auch schon auswendig gelernt habt, umso besser. Nun kommen die Punkte, die eine "so lala"-Kür von einer "wow"-Kür unterscheiden: das Feintuning. Es geht bei einer Kür nicht darum einfach nur ein paar Posen aneinanderzureihen, im Grunde soll eine stimmige und harmonische Choreographie erstellt werden. Dazu gehören passende Übergänge, Mimik und Gestik und zu einem gewissen Grad auch das Spiel mit dem Publikum. Und auch hier gibt es nur ein Patentrezept: üben, üben, üben. Ihr werdet merken, dass Ihr, je sicherer Ihr werdet, immer besser in den genannten Punkten werdet, wenn Ihr Euch darauf konzentriert. Die Abläufe müssen einfach sitzen, denn man sieht Euch an, wenn Ihr Euch als überlegen müsst, was denn nun nochmal für eine Pose als nächstes kam. Im Idealfall werdet Ihr so am Ende eins mit der Musik und seid gedanklich völlig frei. Das wird beim ersten Mal kaum zu erreichen sein, aber versucht diesem Ideal so nahe wie möglich zu kommen. Posen, posen, posen, immer und immer wieder. Netter Nebeneffekt: Das Posing wirkt sich erfahrungsgemäß äußerst positiv auf die Form aus, also noch ein Grund hier Gas zu geben. Was hier auch sehr hilfreich sein kann, ist Mentaltraining. Die erste Meisterschaft ist aufregend, oft hektisch und zudem zehrt die lange Diät an Euch. Wenn Ihr es schafft das abzuwerfen und Euch frei zu machen, ist das ein unschätzbarer Vorteil. Auch das wiederholte Durchspielen der Kür im Kopf hat sich für mich als sehr hilfreich erwiesen. Wann immer Ihr Zeit habt, sei es beim Cardio, im Auto oder wo auch immer, legt Eure Posingmusik ein und geht die Kür im Kopf durch. Das hilft enorm die Abläufe zu festigen.

Wenn Ihr das berücksichtigt, werdet Ihr an einen Punkt kommen, wo Ihr das Posing nicht mehr als Pflicht, als Tortur oder Gängelei betrachtet, es fängt an Spaß zu machen. Und das sollte das Gefühl sein, mit dem Ihr auf die Bühne tretet: bei aller Konzentration, habt Spaß! Das sind Eure 60s, dafür habt Ihr monatelang geschuftet und gelitten. Genießt es! Wenn Ihr Spaß habt und das auch vermittelt, werden auch die Zuschauer und die Jury Spaß haben. Und keine Angst: Niemand da unten bemerkt kleine Fehler (außer vielleicht Eurem Betreuer), denn die anderen kennen die Kür nicht. Solltet Ihr einmal aus dem Takt geraten, eine Pose vergessen oder irgendetwas in der Art: einfach weitermachen, völlig egal womit. Post einfach! Das Schlimmste, was Ihr machen könnt, ist aufzuhören.

Zu guter Letzt noch ein paar technische Anmerkungen: Brennt die CD mit der Kür auf langsamer Geschwindigkeit. In vielen Hallen sind die technischen Geräte älteren Baujahres und die kommen gerne mit zu schnell gebrannten CDs nicht klar. Zur Sicherheit immer 2 CDs dabei haben, bestenfalls die Musik auch noch einmal auf einem USB-Stick. Sicher ist sicher…

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Posing!

Nach oben