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Und wieso machst Du Bodybuilding?

Wieso mache ich Bodybuilding?

Affliction, 10.01.2011

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Mache ich überhaupt Bodybuilding oder mache ich eher Powerbuilding? Bin ich Strongman, weil ich geil drauf bin viel Gewicht zu bewegen? Bin ich ein Proll, weil es mir NICHT um 100% saubere Ausführung geht, als viel mehr darum brachiale, fast schon will ich sagen "animalische Gewalt", Kraft freizusetzen und auszuleben?

Ob das, was ich sage, allgemeingültig ist oder nicht: Ich sehe mich in einer Gesellschaft sitzen, in der es in der Öffentlichkeit keinerlei Platz für Aggression und animalisches, ureigenes Triebverhalten gibt. Ich sehe mich an einem Ort sitzen, in welchem es mir untersagt ist, das zu sein, was ich tief in meinem Kern bin – ein Tier. Ein, wenn es drauf ankommt, brutales Tier, das nicht davor zurückschrecken würde, die "Grenzen des Gesetzes" zu sprengen, wenn es nötig wäre.

Wenn es sein müsste.

Wenn es das wäre, was richtig wäre.

Ideale… Definiert sich ein Mann durch seine Ideale oder machen sie ihn einfach nur zum Sklaven? Ein Mann mit Prinzipien, also letztendlich mit Idealen, ist eine Gefahr. Eine Gefahr für jeden, der eine eigene Sichtweise auf die Dinge hat und keineswegs bereit ist, sich mental auf eventuelle Veränderung, hervorgerufen durch jemand anderes, einzulassen.

Männer die ihre Meinung kundtun, werden gefeuert oder befördert.

Wenn Du eine Familie hast, die sich darauf verlässt, dass Du Deinen Job gewissenhaft und stillschweigend durchführst, ohne Aufstände zu verursachen (welche letztendlich wiederum dazu führen könnten, dass du gefeuert wirst), kannst Du einfach nicht jedem Geier Deine Meinung darlegen.

Als Mann musst Du lernen stillschweigend den Müll dieser Welt zu schlucken und darüber hinwegzusehen, was falsch läuft. Was ungerecht ist und was nicht so ist wie es sein sollte. Wenn Du das nicht kannst, bist du nämlich nicht in der Lage Verantwortung zu übernehmen. Das heißt, Du bist niemals so richtig erwachsen geworden. Konfrontation ist ein Leichtes. Ausharren ist die Magie. Durchhaltevermögen. Stillschweigendes Durchhaltevermögen ist es was Männer von Jungs unterscheidet.

Vermutlich könnte ich schreiben "glücklicherweise", aber ich bin mir nicht sicher ob ich den nächsten Absatz mit diesem Wort anfangen sollte, denn eigentlich bin ich der, der gearscht ist. Egal, ich fange nun trotzdem mal mit "glücklicherweise" an.

Also dann…

Glücklicherweise bin ich selbst noch jung und kann mir derlei Fehltritte erlauben. Es ist nicht so dass ich bisher nicht schon mal 2-3 längere Blicke in das Zimmer "Verantwortung gegenüber Anderen" hätte blicken dürfen/müssen, aber es waren bisher dennoch letztendlich nur Blicke. Längere Momente die sich in Luft auflösten hinsichtlich dessen dass mir letztendlich diese Verantwortung wieder von meinen Schultern genommen wurde.

Habe ich Kinder? Nein.
Habe ich eine Frau? Nein.
Habe ich kranke, schwache Eltern, um die ich mich großartig kümmern müsste? Nein.
Habe ich todkranke Verwandte, um die ich mich sorgen müsste? Auch nicht.

All das habe ich nicht. Und all das ist es was mir so viel Freiheit gibt.
Illusionäre Freiheit.
Freiheit, die nicht wirklich ist.
Freiheit, die nur in meinem Kopf existiert.

Kümmert es mich, wenn ich gefeuert werde? Nein.
Kümmert es mich, wenn ich strafrechtlich betrachtet Schwierigkeiten bekomme? Sicherlich, ja. Aber nicht in einem Ausmaß, welches ein Mann empfinden muss, wenn er eine Familie zu ernähren hat.

Ich bin jung. Ich bin ein Junge. Kein Mann. Das ist der Grund, weshalb ich es mir erlauben kann so zu denken. Das ist der Grund weshalb ich mir die Illusion ich wäre "frei" aufrechterhalten kann.

Ich bin kein Idiot. Ich weiß was Sache ist. Und ich weiß dass auch mich diese Verantwortung gegenüber Anderen eines Tages einholen wird. Und wenn dieser Augenblick gekommen ist, weiß ich, dass es wahrscheinlich nur noch drei Orte geben wird, an denen ich in meinem Leben, meine "animalische Seite" ausleben werden kann.
  1. Das Schlafzimmer & der Sex mit meiner Liebsten
  2. Das Gefängnis. (sofern ich nicht vor habe dort jemals wieder raus zukommen.)
  3. Das Studio
Die letzten Bastionen brachialer Brutalität, gebündelt und fokussiert zu einem produktiven Zweck. Nackt ausgelebt und ohne falsche Hülle.

Sehe ich mich als Opfer dieser gesellschaftlichen Grenzen an? Nein. Ich bin heilfroh, dass ich im 20 Jahrhundert lebe mit all diesen Regeln, anstatt mitten im wilden Westen, wo es so ungefähr hieß "Frisst oder stirb".

Ich bin keiner von denen, die sich über Wohlstand beklagen. Jedoch einer von denen, die keine Befriedigung in Wohlstand sehen. Liegt das an meiner Natur? Bin ich einfach rein DNA technisch nicht dazu veranlagt Friede und Glückseeligkeit akzeptieren zu können, wissend, dass so vieles auf der Welt falsch läuft und verändert werden muss?

Mir egal, was ich bin. Mir egal ob diese ganze Weltansicht von mir sich nur allein durch meine Hormone und meine DNA erklären lässt, oder ob sich dahinter nicht doch gesunder, moralisch fest verankerter Menschenverstand befindet.

Wenn ich im Studio bin fühl ich mich… wie fühle ich mich?

Es ist jedes mal wie ein Gefühl, als würde ich in den Krieg ziehen, direkt auf Konfrontation mit dem Gegner. Dem Gegner, dessen Gesicht ich nicht einmal kenne. Angesicht zu Angesicht. Als würde sich in diesen 60 Minuten Kampf mit den Gewichten die Welt verändern. Als hätte ich es in meiner Hand, all das Negative um mich herum mit einem Mal vernichten zu können.

Es gibt in diesen 60 Minuten nur mich, meinen Mp3-Player und die Gewichte. Die Welt steht still, wartend auf den Ausgang dieses mentalen und körperlichen Kampfes. Alle Sorgen sind vergessen, denn sie MÜSSEN vergessen sein. Ich steigere mich rein. Ich konzentriere mich und setze meinen Tunnelblick auf, denn das ist es, was nötig ist. Das ist es, was sein muss, um den Gegner zu zerstören. Um zu gewinnen. Um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Wenn ich unter Leuten bin, bin ich meist bescheiden, ruhig und freundlich. Ich versuche niemanden anzupissen mit meinen Problemen und Weltansichten. Ich bin kein Moralapostel. Keiner von diesen Spinnern, die meinen, an jeder Ecke ihre Mitmenschen auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen zu müssen, denkend man könne dadurch ganze Nationen verändern, ohne selbst, früher oder später, in massive Schwierigkeiten zu kommen.

Würde ich das tun, käme ich wohl sehr viel schneller ständig in Schwierigkeiten, als ich mental vertragen könnte. Deshalb bin ich still. Sehe Scheiße und fress die Scheiße.

Das alles lässt mich zu dem Punkt kommen, wo ich mir selbst sage: "Du bist ein Heuchler!" Ich versuche die Welt im Studio zu verändern, anstatt dort draußen. Da wo es wirklich nötig wäre.

Aber geht es wirklich darum die Welt zu verändern? Geht es vielleicht nicht nur einfach darum diese "animalische Seite" in mir auszuleben?

Die Zweifel an sich selbst, eines jungen Mannes der nicht so recht weiß wohin.
Der nur weiß, dass er sich im Kampf zuhause fühlt.
Der nicht weiß, wohin mit seiner Kampfeslust.
Der nur weiß, dass er sie nicht unterdrücken kann.
Der sich sicher ist, dass er mit seinem Kämpfergeist eine Nation bewegen könnte, wenn er wüsste wie.
Der sich, Tag ein Tag aus, im Studio, umgeben von nichts als kalten Gewichten und lauter Musik, auf den reellen Kampf, im richtigen Leben, vorbereitet.
Der weiß, dass ihm diese ganzen Stunden selbst kreierten Kampf im Studio, eines Tages helfen werden mit wirklichen Problemen und Kämpfen im wirklichen Leben, fertig zu werden.

Wohin ich gehen werde? Keine Ahnung.
Was genau ich vor habe? Keine Ahnung.

Ich weiß nur, dass ich diese Seite in mir nicht unterdrücken kann.

Ich weiß nur, dass ich diese Seite in mir zu etwas wirklich bedeutsamen einsetzen kann.

Ich weiß nur noch nicht für was und solange trage ich meinen Kampf gegen die Welt, weiter am Eisen im Studio aus.

Das ist der Grund weshalb ich "Bodybuilding" betreibe.

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