Studienüberblick

Dr. Andro: Adaptogene Substanzen – Mythen und Fakten rund um Maca, Tribulus und Co. (I)

"Sprechstunde bei Dr. Andro" - in dieser Rubrik hier bei Team-Andro nimmt Dr. Andro es für euch mit den sport- und medizinwissenschaftlichen Datenbanken dieser Welt auf. In Ausgabe 6 sollen Mythen und Fakten rund um adaptogene Substanzen wie Tribulus, Maca und Co näher betrachtet werden.

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Disclaimer: Die hier zur Verfügung gestellten Informationen dienen ausschließlich Informationszwecken.

Für die Richtigkeit der Informationen aus den hier zitierten Artikel ist der Autor dieser Kolumne nicht verantwortlich. Die Rechte an den hier in Auszügen zitierten Studienergebnissen liegen bei den jeweiligen Autoren.

Die Rückschlüsse, die aus den Studienergebnissen im Hinblick auf bestimmte, teilweise dem Forschungsinteresse der Autoren nicht entsprechende Fragestellungen gezogen werden, sind nicht Teil der entsprechenden wissenschaftlichen Arbeiten.
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"Adaptogene", das heißt die natürlichen Körperfunktionen dem (negativen) Einfluss externer Faktoren anpassende Substanzen, sind keine Erfindung der Supplementindustrie. Vielmehr bilden sie seit Jahrhunderten das Rückgrat der oftmals nur mündlich tradierten Heilkunde der Naturvölker und der in der in den letzten Jahrzenten verstärkt systematisch erforschten traditionellen chinesischen (TCM) und indischen (Ayurveda) Medizin. Dass Samen, Wurzeln, Blätter und andere Teile für uns exotischer Pflanzen Stoffe bzw. Stoffkombinationen enthalten, die der Gesundheit im Allgemeinen und der sportlichen Leistungsfähigkeit im Besonderen zuträglich sein könnten, stellen mittlerweile selbst die verbissensten Widersacher "alternativer" Behandlungsmethoden nur noch selten in Frage.

Strittig ist hingegen, welche Stoffe, in welchen Dosen und bei welchen Nebenwirkungen reproduzierbare Adaptionsprozesse in Gang setzen, die über die marginale Änderungen gewisser Blutparameter messbare Effekte im Bezug auf Leistung und/oder Wohlbefinden von anderweitig gesunden Probanden oder gar trainierten Athleten hinausgehen. Diese und weitere Fragen werden in Dr. Andros zweiteiligem Review vermeintlicher und realer Adaptogene diskutiert und der individuelle Grenznutzen der Stoffe im Hinblick auf ihre Verwendung durch Fitnessfanatiker, Kraftsportler und Bodybuilder unter Einbezug von aussagekräftigen Studienergebnissen reflektiert.

Tribulus Terrestris

Tribulus Terrestris (kurz: TT), oder auch der Erd-Burzeldorn oder das Erdsternchen, dürfte das in Bodybuilding-Kreisen wohl bekannteste Adaptogen sein. Aller negativen User-Reviews (von denen sich auch im Forum von Team-Andro etliche finden) zum Trotz gehört dieses Jochblattgewächs nach wie vor zu den Verkaufsschlagern unter den kommerziell erhältlichen Sportsupplements. Der Hersteller eines auch auf dem deutschen Markt erhältlichen, zufällig ausgewählten "hochkonzentriertes" Tribulus-Produkts etwa wirbt mit folgenden positiven Effekten:
  • Erhöhte Muskelproteinsynthese
  • Maximale Wachstumsprozesse
  • Stärkerer Fettabbau
  • Bessere Vaskularität (sichtbare Muskeln und Blutgefäße)
  • Gesteigerte Libido (sexuelle Lust)
  • Geringe Stresshormone
Was unter "Maximalen Wachstumsprozessen" zu verstehen ist, erscheint zwar abseits des Bodybuildingkontexts nicht unmittelbar ersichtlich, potentielle Käufer dürften damit aber eine gesteigerte Hypertrophie der Skelettmuskulatur verbinden.

Eben diese, wohl für die überwiegende Zahl der Käufer ausschlaggebende muskelaufbauende Wirkung, konnten Milasius et.al.(1) in einer 2009 mit einem Produkt der Firma Optimum Nutrition durchgeführten Studie nicht nachweisen. Ähnliches gilt für die Studien von Rogerson et.al.(2) und Antonio et.al.(3) aus den Jahren 2007 und 2000. Eine zu geringe Dosierung der Extrakte dürfte dabei keine Rolle gespielt haben, zumal die in den Studien von Milasius und Antonio verwendete Tagesdosis weitaus höher war, als die des Produkts, welches mit den eingangs zitierten "Maximalen Wachstumsprozessen" wirbt. Man könnte allenfalls argumentieren, der Testzeitraum einiger Studien (2 Tage im Fall der Studie von Saudan et.al.(4)) sei zu kurz gewesen, um hormonelle oder gar konstitutionelle Veränderungen bei den Proband/innen beobachten zu können.

Design

Ergebnisse

Quelle(n)

In vivo; Athleten; Optimum Nutrition Tribulus 3 Kapseln à 625mg/Tag; 20 Tage

Absinken der Leukozyten; Anstieg der Ganolozyten; Anstieg der Creatine Kinase; Absinken des Kreatinwerts; Reduktion von Harnstoff, Cholesterin und Bilirubin; leichter Anstieg an Testosteron (nur in den ersten 10 Tagen)

(1)

In vivo; 22 Elite-Rugby-Spieler; 450mg TT/Tag oder Placebo

Keine erhöhte Kraftsteigerung; keine stärkere Zunahme der fettfreien Masse; keine Änderung des Verhältnisses von Testosteron zu Östrogen im Urin

(2)

In vivo; 15 trainierte Probanden; 3.21mg/Tag TT-Extrakt vs. Placebo

Keine größere Leistungssteigerung bzw. Veränderung der fettfreien Masse gegenüber Placebo

(3)

In vivo; 2 weibl. Probanden; 1500mg/Tag; 2 Tage lang

Keine dopingrelevante Veränderung der Blutwerte

(4)

In vivo; Ratten; verschiedene Pflanzenteile

Signifikante Reduktion von SOD (alle); signifikanter Anstieg von GSH (ohne Frucht); Anstieg des Vitamin-C-Gehalts im Blut (Fruchtkörper)

(5)

In vivo; Hasen auf cholesterinreicher Diät; 5mg/kg TT-Extrakt

Signifikante Reduktion von Cholesterols & Blutfetten - Total: -65%; LDL-C: -66%; HDL-C: -64%; TG: -55%.

(6)

In vivo; Primaten, Hasen, Ratten (kastriert); verschiedene Dosen und Darreichungsformen

Primaten, intravenös: statistisch signifikante Anstiege von Test. (52%), DHT (31%) und DHEAS (29%) bei 7.5mg/kg; Hasen, oral: nur DHT signifikant erhöht (30% bei 5mg/kg; 32% bei 10mg/kg); kastrierte Ratten: 25% Anstieg Testosteron

(7)

In vivo; Ratten mit induzierter Diabetes; 2g/kg TT-Extrakt

Signifikanter Rückgang von ALT und Kreatinin im Blut; Absinken des MDA-Levels; Anstieg des Leber-GSH

(8)

In vivo; spontan hypertensive Ratten; wässrige TT-Extrakt-Lösung 0.12-12mg/kg

Dosisabhängiges Absinken des Blutdrucks um 10-50 mmHg

(9)

In vivo; Mäuse mit induzierter Diabetes + Kontrolle; TT-Dosis nicht angegeben

Signifikante Reduktion der Blutfette um 23.35%; Rückgang des Blutzuckers 26.25% (normale Mäuse), 40.67% (diabetische Mäuse)

(10)

In vivo; Mäuse mit zu hohen Blutfetten; TT-Dosis nicht angegeben

Signifikante Reduktion der Blutfette und des Cholesterols; Anstieg der SOD-Aktivität in der Leber

(11)

Fallstudie; junger Sportler; kommerziell erhältliches TT-Produkt

Abfall von LH und FSH, sowie Testosteron; beginnende Gynäkomastie

(12)

In vivo; 22x 20-36jährige Männer; 20 vs. 10mg TT-Extrakt/Tag vs. Placebo

Keine Veränderung in den Hormonwertenà weder direkte noch indirekte androgene Wirkung von Tribulus nachweisbar

(13)

In vivo; Ratten; Extrakte aus verschiedenen Teilen des Tribulus alatus

Anstieg des freien Testosteron von 0.72 auf max. 21.3 (70% Ethanol Extrakt aus den Früchten)

(14)

Tabelle 1: Studien zu den adaptogenen Eigenschaften von Tribulus Terrestris


Die überzogenen Versprechungen der Supplementindustrie sind aber nur ein Grund dafür, dass die überwiegende Mehrheit der Tribulus-Nutzer enttäuscht ist. Ein weiterer und vermutlich entscheidenderer Grund ist eine bereits vor dem Konsum der bunten Webwerbung diverser Supplementshops völlig überzogene Erwartung an das, was ein Adaptogen zu leisten vermag. Wirft man einen Blick auf die in Tabelle 1 angeführten Studien, so wird schnell klar, dass ein adaptogene Substanzen, zu denen auch der Erd-Burzeldorn (TT) zweifelsohne zu zählen ist, dem Körper dabei helfen sein natürliches Gleichgewicht wieder zu erlangen.

Ein Hormonungleichgewicht und mit ihm massive und damit unnatürliche Kraft- und Muskelzuwächse, wie sie etwa die externe Zufuhr von Anabolika bewirkt, ist beim Konsum von Adaptogenen nahezu ausgeschlossen. Nicht umsonst konnten weder Saudan et.al.(4), noch Rogerson et.al.(2) oder Neychev und Mitev(13) signifikante hormonelle Veränderungen bei den von ihnen untersuchten menschlichen Probanden feststellen.

Der von Jameel et.al.(12) 2004 beschriebene Fall eines jungen Sportlers, der angeblich durch den Konsum eines TT-haltigen Produkts eine Gynäkomastie entwickelt haben soll, erscheint vor dem Hintergrund, dass viele Anabolika-Konsumenten gegenüber ihren behandelnden Ärzten den Gebrauch illegaler Substanzen leugnen, wenig glaubwürdig. Das führt mitunter dazu, dass Mediziner Wirkung und Nebenwirkung von Adaptogenen überschätzen und ihre Patienten/innen ausdrücklich vor der "Gefahr" warnen, die von derartigen "Mittelchen" ausgehe. Durch die Aufnahme und kritische Diskussion der Fallstudie von Jameel et.al.(12) in die Forschungsübersicht soll auch all jenen Gerüchten um unerwünschtes Brustgewebe in Folge der Einnahme "wachstumsfördernder Naturprodukte" begegnet werden, die sich in der Szene meist noch schneller verbreiten als die leeren Werbeversprechen der Produzenten und die nicht-verifizierbaren Erfahrungsberichte in einschlägigen Foren.

Beide, sowohl die leeren Versprechungen, als auch die beängstigenden Gerüchte rund um die hormonellen (Neben-)Wirkungen von Triblus entbehren jedweder wissenschaftlichen Fundierung. Die leichte Absenkung der Leukozyten und der Anstieg der Creatine Kinase der Probanden aus der Studie von Milasius et.al.(1), etwa, war angesichts des intensiven Trainingsprogramms der Athleten aus sportmedizinischer Sicht zu erwarten (vgl. auch Dr. Andro: Nie gestofft und doch 'ne kaputte Leber?).

Dass Tribulus sich den Titel eines schwachen Adaptogens dennoch verdient, hat die Pflanze denn auch nicht ihrer vielfach umworbenen, experimentell bisher aber nicht verifizierten, anabolen Wirkung, sondern ihren im Tierversuch nachgewiesenen anti-oxidanten(5), cholesterin- und blutfettsenkenden(6), (10), (11), leberschützenden(8) und blutdrucksenkenden(9) Eigenschaften zu verdanken.

Anmerkung: Inwieweit dem "terrestrischen" Tribulus sein Artverwandter, der Tribulus alatus bezüglich der von den meisten Käufern kommerzieller TT-Produkte intendierten Steigerung des Testosteronspiegels überlegen sein könnte, entbehrt zur Zeit noch einer hinreichenden Zahl an Studien. Die 2007 erschienene Untersuchung von El-Tantawy et.al.(14), in der die ägyptischen Forscher einen geradezu unglaublichen Anstieg des Testosteronspiegels bei Ratten nachweisen konnten, deutet allerdings darauf hin, dass alle Freunde des Bodybuildings diese Spezies der Jochblattgewächse im Auge behalten sollten.

Bis diese zweifelhaften Ergebnisse jedoch im Versuch an gesunden menschlichen Probanden bestätigt werden konnten, bleibt Tribulus (welcher Gattung auch immer) ein Adaptogen, welches im Vergleich zu einigen der im Folgenden vorgestellten Pflanzen- und Pilzarten kaum merklichen Einfluss auf die Leistung gesunder Hobbysportler haben dürfte.

Zusammenfassung

Nachgewiesene Wirkung: leicht antioxidant, hepatoprotektiv, lipid- und cholesterinsenkend
Mögliche Nebenwirkungen: mögliche allergische Reaktionen
Dosierung: keine wissenschaftlich fundierte Empfehlung möglich

Cordyceps sinensis

Unter Hobbysportlern und Fitnessenthusiasten weitaus weniger bekannt als Tribulus terrestris, ist der chinesische Raupenpilz Cordyceps sinensis (kurz: CS). In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird dieser Pilz seit je her zur Stärkung geschwächter Menschen eingesetzt. Zu den klassischen Anwendungsgebieten zählen u.a. die Behandlung von
  • Allgemeiner Muskelschwäche
  • Schmerzen und Unbeweglichkeit von Gelenken
  • Impotenz und anderen sexuellen Problemen
  • chronischer Erschöpfung
  • nächtlichem Schwitzen
Obwohl diese Anwendungsfelder zunächst kaum auf den Inhaltsstoff eines Sportsupplements schließen lassen, ergibt die Suche nach "Cordyceps" bei einem der größten amerikanischen Supplementanbieter im Internet stattliche 45 Produktergebnisse, deren Beschreibungen sich kaum vor den im Zusammenhang mit Tribulus terrestris-Produkten zitierten Superlativen verstecken müssen: "Maximum Growth", "Muscle Solution" oder "Anabolic Innovator" sind nur drei der vielen Attribute der Cordyceps sinensis-haltigen Kapseln und Pulver, welche die Firmen in erster Linie "an den Mann" und eher selten "an die Frau" zu bringen versuchen.

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Ergebnisse

Quelle(n)

In-vitro; 5-40µg/ml Cordycepin

Unterdrückung der NO Produktion, Reduktion der Cytokine IL-1,IL-6, and TNF und verwandter Moleküle in RAW 264.7 cells

(15)

In vivo; Ratten mit induziertem Leberschaden; (286.2 - 2862)mg/kg vs. Silymarin Kontrollgruppe

stärkere ALT, AST-Senkung durch Cordyceps als durch Silymarin; Wiederherstellung der Leberwerte und Zirrhose-Prävention

(16)

In vivo; Ratten und Mäuse; Heißwasser- Fraktion von Cordyceps (150 u. 300)mg/kg

<35% Anstieg der Zeit bis zur Erschöpfung beim Erzwungenen Schwimmen; reduzierte Stressantwort von Leber, Nebennierenrinde, Thymus und Schilddrüse

(17)

In vivo; Ratten mit induzierter Diabetes; 1g Cordyceps Fruchtkörper vs. 1g Cordyceps Rumpf

Nur der Fruchtkörper senkte die Blutzuckerantwort auf den Glukosetest signifikant

(18)

In vivo; Mäuse; (0.02 und 0.2) mg/g

Anstieg der Corticosteroide (Stresshormone)

(19)

In vivo; Mäuse, Cordyceps Heißwasser- (HWCS) vs. Supercritical Fluid-Extrakt (SCCS) 2.5-10ml/kg

Signifikanter, dopamin-vermittelter Effekt auf Depressionsmarker nur für SCCS

(20)


In vitro; Cordyceps Militaris 200mg/L

Cordyceps verhindert die Zellproliferation von Tumorzellen

(21)

In vivo; Ratten; Fermentierter Cordyceps Sinensis (CordyMax") (250 o. 500)mg/kg

Dosisabhängiger 10%/17% Anstieg der Insulinsensitivität; 27%/25% Rückgang der Blutglukose werte; 37% Anstieg des Insulins in der hoch dosierten Gruppe

(22)

In vivo; Ratten mit induzierter Leberfibrose; 1ml/kg Cordyceps

Cordyceps verhindert Fibrose; zögert Entwicklung einer Zirrhose hinaus und verbessert die Leberfunktionswerte

(23)

In vivo; Ratten mit induzierter Diabetes; 10mg/kg polysaccharide-angereicherter Cordyceps, 100mg/kg normaler Extrakt

(24)

In vitro; Maus-Leydig-Zellen; (0.02 o. 0.2)mg/g verschiedener Phasen eines Cordyceps-Wasserextrakts

Mittlere Dosen von 0.2mg/g normalen Cordyceps oder der Phasen 2 und 3 des Extrakt führten zu einer Verdreifachung der Testosteronproduktion

<(25)

In vitro; 1.0mg/L Cordyceps Militaris (CME) vs. Cordyceps Sinensis (CSE)

Stärkerer antioxidanter Effekt des Naturprodukts CSE 67.1% (vs. 50.5%) Reduktion der LDL-Oxidation in vitro

(26)

In vitro Maus-Leydig-Zellen; 3mg/ml

C-AMP abhängiger Anstieg der Testosteronproduktion um den Faktor ~3,5

(27)

In vivo; Ratten mit induziertem Nierenschaden; Polysaccharid-Extrakt aus Cordyceps Sinensis

Harnstoff und Kreatinin Reduktionà Schutz vor fatalem Nierenversagen

(28)

In vivo; Mäuse; (0.02 o. 0.2)mg/g verschiedene Phasen eines Cordyceps-Wasserextrakts

Signifikante Steigerung des Plasma-Testosterons über 3 bzw. 7 Tage, keine Veränderung des Gewichts der reproduktiven Organe

(29)

In vivo; Mäuse; (200 o. 400)mg/kg fermentierter Cordyceps Extrakt (CordyMax")

Dosisabhäniger 12.3%/18.4% Anstieg des Steady-state b adenosine triphosphate (ATP) in der Leber; Vermutung: Ursache für die Wirksamkeit von Cordyceps bei/gegen Erschöpfungszuständen

(30)

Tabelle 2: Studien zu den adaptogenen Eigenschaften von Cordyceps sinensis / militaris


Was unmittelbar quantifizierbares Muskelwachstum angeht, sieht die Forschungslage bei CS allerdings ganz ähnlich aus, wie im zuvor diskutierten Fall von Tribulus terrestris. Dass der hierzulande wenig bekannte Pilz dennoch für Sportler interessanter sein könnte, als der "Platzhirsch" verdankt er seiner im Zellexperiment (=in vitro) mehrfach bestätigten Testosteron-steigernden(25), (27), (29), sowie seiner an lebenden Nagern (=in vivo) bestätigten Corticosteroid-(17), (19) und Dopamin-modulierenden(20)Wirkung.

Die 2004 publizierte Studie von Huang et.al.(29) konnte die Testosteron-steigernde Wirkung von Cordyceps-Extrakten allerdings als einzige auch in vivo, also am lebenden Versuchstier und nicht nur an Zellen in der Petrischale nachweisen. Hier zeigt sich für die mittlere der drei getesteten Extraktionsstufen (Cordyceps sinensis - Extrakt mit Polysacchariden mittlerer molarer Masse) und einer Dosis von 0.2mg pro Gramm Körpergewicht ein Anstieg des Testosteronspiegels um etwa den Faktor 6. Nach dem üblichen Umrechnungsverfahren, das neben dem Körpergewicht auch Körperoberfläche und Metabolismus der Versuchstiere mit einbezieht entspräche dies bei einem 75kg schweren Menschen einer Tagesdosis von ca. 2.5g des in zuvor in Wasser gelösten Extrakts – ein Wert, der nahezu exakt mit der Dosierungsanweisung eines zufällig aus der eingangs angeführten Produktliste ausgewählten als "Energy-Enhancer" vermarkteten Cordyceps-Supplements übereinstimmt.

Abbildung 1: Wirkung einer 7-tägigen Supplementation verschiedener Dosen eines Cordyceps-Extrakts auf den Testosteronspiegel von Mäusen (29)
Abbildung 1: Wirkung einer 7-tägigen Supplementation verschiedener Dosen eines Cordyceps-Extrakts auf den Testosteronspiegel von Mäusen (29)


Im Bezug auf "Energy-enhancing", also die Energie und Vitalität verbessernde, Wirkung, dieses ungewöhnlichen Pilzes existieren im Übrigen weitaus mehr am lebenden Objekt durchgeführte Untersuchungen, von denen diejenige von Koh, et.al.(17) aus dem Jahr 2003 – obwohl abermals nur an Nagern durchgeführt – sicherlich eine der aussagekräftigsten darstellt. Neben der in Abbildung 2 illustrierten Steigerung der Schwimmzeit bis zur Erschöpfung wiesen die Mäuse, die zuvor mit Cordyceps gefüttert wurden, auch einen signifikant geringeren Anstieg der Triglyceride (CS: +4mg/dl vs. Control: +53mg/dl), sowie bessere Alkalische Phosphatase-Werte auf. Zusammen mit den ebenfalls gemessenen Stressindizes verschiedener Organe weisen diese Werte auf eine effektivere Stressadaption der Cordyceps-supplementierten Versuchstiere gegenüber der Kontrollgruppe hin.

Abbildung 2: Steigerung der Schwimmzeit bis zur Erschöpfung zuvor mit verschiedenen Dosen von Cordyceps sinenis gefütterter Mäuse
Abbildung 2: Steigerung der Schwimmzeit bis zur Erschöpfung zuvor mit verschiedenen Dosen von Cordyceps sinenis gefütterter Mäuse


Abbildung 3: Schwimmzeit bis zur Erschöpfung für verschiedene adaptogene Substanzen: Cordyceps militaris (CM); Paecilomyces japonia (PJ); Phellinus linteus (PL); Ganoderma lucidum (GL); Grifola frondosa (GF); Panax ginseng (PG) (31)
Abbildung 3: Schwimmzeit bis zur Erschöpfung für verschiedene adaptogene Substanzen: Cordyceps militaris (CM); Paecilomyces japonia (PJ); Phellinus linteus (PL); Ganoderma lucidum (GL); Grifola frondosa (GF); Panax ginseng (PG) (31)


Eine von Jung et.al.(31) vorgelegte, leider ebenfalls an Mäusen durchgeführte Untersuchung (vgl. Abbildung 2), belegt darüber hinaus, dass die Steigerung der Ausdauerleistung der Versuchstiere im Fall von Cordyceps militaris (CM) auf ähnlich hohem oder gar höheren Niveau liegt, als bei vergleichbaren Substanzen. Im Zusammenhang mit der von Yu et.al.(26) untersuchten stärkeren antioxidanten Aktivität des Cordyceps sinensis gegenüber dem von Jung et.al. verwendeten Cordyceps militaris scheint der Schluss nahe zu liegen, dass für die sinensis-Fraktion die Steigerung der Ausdauerleistung noch höher hätte ausfallen können.

Dabei ist jedoch zu bedenken, dass ein höherer Anteil an Antioxidantien zugleich einen geringeren Anteil an corticoaktiven Substanzen bedeuten könnte, welche wiederum eine weniger ausgeprägte stressmodulierenden Funktion des Extrakts zur Folge hätte. Ohne weitere zielgerichtete Forschung lässt sich also nur bezüglich der antioxidanten Aktivität eine Empfehlung hinsichtlich des Cordyceps sinensis aussprechen.

Im Zusammenhang mit den antioxidativen Eigenschaften sind auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Ko et.al.(16), in der hohe Dosen (286.2mg/kg - 2862mg/kg) Cordyceps sinensis eine stärkere Absenkung pathologisch erhöhter Leberwerte herbeiführten, als der auch unter Steroidnutzern beliebte "Goldstandard" Silymarin (Mariendistel) zu nennen. Gepaart mit der Erhöhung der Insulinsensitivität und der damit einhergehenden kurz-, wie langfristigeb Absenkung des Blutzuckers(18), (22), (24), sowie der experimentell belegten Steigerung der Leber-ATP-(Re-)Synthese(30) erscheint der Raupenpilz Cordyceps sinensis abseits seiner pädiatrischen Anwendungsgebiete in der Traditionellen Chinesischen Medizin auch für die Fitnessgemeinde interessant, zumal die letztgenannten Ergebnisse eher auf den Menschen übertragbar erscheinen, als die in vitro herbeigeführte Verdreifachung der Testosteronproduktion von Maus-Leydig-Zellen(25).

Zusammenfassung:

Nachgewiesene Wirkung: stark hepatoprotektiv, antioxidant; Stress- und Insulin modulierend; mögliche Steigerung der Testosteronproduktion (bisher nur in vitro)

Mögliche Nebenwirkungen: evtl. aufputschender Effekt, individuell allergische Reaktionen nicht auszuschließen (aber keine berichtet)

Dosierung: keine eindeutige, wissenschaftlich fundierte Empfehlung möglich – vermutlich ≥ 2.5g/Tag Cordyceps Sinensis-Extrakt

Lepidium meyenii (Maca)

Den ersten Teil des Dr. Andro-Specials zum Thema Adaptogene beschließt eine Andenpflanze, deren Konsum spätestens seit dem Bericht eines Pilgervaters aus dem Jahr 1653 auch in unserem Kulturkreis mit einem ausgeprägten Anstieg von sexueller Aktivität und Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht wird(32). Entsprechend groß ist auch die Zahl der Studien, welche den Nutzen von Lepidium meyenii, so der lateinische Name der Maca-Pflanze, bei Fertilitätsproblemen untersuchen. Da die meisten Sportler eine Verbesserung der Libido allerdings eher als eine willkommene Nebenwirkung einer ergogenen Substanz sehen dürften, beschränkt sich die Übersicht in Tabelle 3 auf solche Studien, deren Ergebnisse im Hinblick auf eine Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der sportlichen Leistungsfähigkeit gedeutet werden können.

Design

Ergebnisse

Quelle(n)

In vitro; Zellkulturen

Keine direkte androgene Wirkung von Maca auf die Zellen

(33)

In vitro; Zellkulturen; (0.03-3.00)mg/ml Maca

Dosisabhängige Reduktion der freien Radikale (21.64%-71,38%); Verhinderung des Peroxynitrite induzierten Zelltods; Steigerung der ATP-Resynthese in Anwesenheit von Wasserstoffperoxid; Spektralanalyse liefert nur 1/10 des Flavonoidgehalts von grünem Tee

(34)

In vivo; 8 männliche Radfahrer; 14 Tage; 2000mg/Tag Maca-Extrakt

Geringe aber statistisch signifikante Verbesserung der Zeit für 40-km Radfahren, sowie höherer Anstieg des sexuellen Verlangens gegenüber Placebo

(35)

In vivo; Ratten; (0.01-5.0)mg/kg Maca-Extrakt

Statistisch signifikante Reduktion des Testosteronspiegels bei 0.1mg/kg; statistisch nicht signifikantes Absinken bei anderen Dosierungen

(36)

In vivo; Mäuse; 5.0g Maca-Pulver im Wasser

26% Anstieg des Progesteron in den weiblichen Mäusen; 29% Anstieg des Testosteron in den männlichen Mäusen; in beiden Gruppen kein Einfluss auf estradiol-17beta

(37)

In vivo; 14 Frauen nach der Menopause; 3,5g/Tag Maca-Pulver vs. Placebo für 6 Wochen

Keine signifikanten Veränderungen der Hormonkonzentration; keine Östrogene Wirkung von Maca; Linderung typischer durch die Menopause bedingter Beschwerden; statistisch kaum signifikanter Gewichtsverlust

(38)

In vivo; 50 kaukasische Männer mit erektiler Dysfunktion; Maca-Extrakt 2.4g/Tag für 12 Wochen

Kein signifikanter Einfluss auf die Hormone (LH, FSH, Testosteron, Prolaktin); signifikante Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens und des sexuellen Verlangens

(39)

In vivo; Ratten; 1% Maca im stark Fructose-haltigen Futter von Ratten

Gegenüber Fructose ohne Maca: 40% Reduktion VLDL; 25% Reduktion LDL; HDL konstant; 25% Reduktion des Blutzuckers; statistisch signifikanter antioxidanter Effekt: GPX-,GSH- und SOD-Anstieg

(40)

In vivo; Mäuse; (0.015 o. 0.03)mg/kg Benzylglucosinolate (Inhaltsstoff von Maca)

Dosisabhängiger 40% bzw. 200% Anstieg der Ausdauer beim erzwungenen Schwimmen; 25% Reduktion der Laktatwerte; 23% bzw. 38% Reduktion des Fettanteils im Nebenhoden; Anmerkung d. Autoren: standardisierte Maca-Extrakte enthalten in der normalen Dosierung ca. 2g

(41)

Tabelle 3: Studien zu den adaptogenen Eigenschaften von Lepidium meyenii



Ein Blick auf die Übersicht (Tabelle 3) zeigt, dass sich in der Literatur abseits des libidosteigernden Effekts des Wurzelextrakts auch noch andere, für Sportler vermeintlich relevantere Untersuchungsergebnisse finden. Statistisch signifikante Veränderung der Hormonkonzentration bei menschlichen Probandinnen(38) und Probanden(39) sind allerdings nicht darunter. Und auch die widersprüchlichen Ergebnisse aus Experimenten an Nagern – positive Wirkung auf Sexualhormone (Progesteron und Testosteron)(37), (39) vs. Reduktion des Testosterons(36) – lassen sich eher auf sekundäre Effekte der Maca-Supplementation, denn auf einen direkten Einfluss des Wurzelextrakts auf die Hormonproduktion zurückführen.

Es ist daher erstaunlich, dass eine Vielzahl der in Tabelle 3 nur zum Teil aufgeführten Studien überhaupt einen geringen, aber statistisch signifikanten Anstieg des sexuellen Verlangens und des allgemeine Wohlbefinden nach dem Konsum von Maca-Wurzeln nachweisen konnte. In der Untersuchung von Stone et.al.(35) wurde zudem eine geringfügige Verbesserung der 40-km Zeit von 8 trainierten Radfahrern festgestellt, die mit einem deutlichen Anstieg des sexuellen Verlangens der Probanden einherging.

Da eine direkte androgene Wirkung von Maca als experimentell widerlegt anzusehen ist(33), (38), liegt es nahe, die adaptogenen und ergogenen Effekte des Wurzelextrakts auf die antioxidanten Eigenschaften der Andenpflanze zurückzuführen, die ungeachtet ihres im Vergleich zu grünem Tee vergleichsweise geringen Flavonoidgehalts sowohl in vitro(34), als auch an lebenden Versuchstieren(40) zu einer signifikanten Verbesserung des Antioxidanthaushalts führte.

Nährstoffe


Mineralien

Protein

1,2

g


Calcium

25

Mg

Leucin

8%



Kupfer

0,6

Mg

Isoleucin

4%



Mangan

80

µg

Valin

7%



Kalium

205

Mg

Glutamin

13%



Natrium

1,9

Mg

Arginine

8%


Zink

380

µg

Kohlenhydrate

7

g


Jod

52

µg

Fette

220

mg


Eisen

1,5

mg

Linolsäure

32,6

%





Palmitinsäure

23,8

%


Vitamine

Ölsäure

11,2

%


B2

39

µg

Ballaststoffe

850

mg


B6

114

µg

Sterole

7,5

mg


C

28,6

mg

Kalorien

32,5

kcal


Niacin

565

µg

Tabelle 4: Nährstoff-, Mineral- und Vitamingehalt der Maca-Wurzel (adaptiert aus (42))



Wie die Nährstoffübersicht in Tabelle 4 zeigt, dürfte im Zusammenhang mit der hochdosierten Verwendung von Maca in der traditionellen Medizin Nordamerikas (Dosen >20g/Tag) auch der hohe Mineralstoff- und Stärkeanteil seinen Teil zu den adaptogenen Eigenschaften der Andenpflanze beitragen.

Neben lebenswichtigen Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen ist Maca auch reich an Glucosiden, also sekundären Pflanzenstoffen, die im Versuch von Inkeuchi et.al.(41) unabhängig von den im dort verwendeten Extrakt nicht mehr enthaltenen Nährstoffen eine dosisabhängige Steigerung der Ausdauerleistung von Mäusen um bis zu 200% bewirkten.

Vor diesem Hintergrund scheint es berechtigt, dass etliche Internethändler Maca nicht als Kapseln in der Kategorie "Nahrungsergänzungsmittel", sondern pfundweise als Pulver verpackt unter dem Label "Super Food" führen. Als "Super Food", also als Nahrungsmittel und in einer Dosierung von 20g/Tag, wie sie die Andenbewohner seit Jahrhunderten verwenden, scheint der Konsum von Maca dann auch durchaus sinnvoll.

Die Verwendung der unterdosierten 500mg-Kapseln etlicher Supplementhersteller (empfohlene Tagesdosis 3 Kapseln = 1,5g, entspricht 7,5% der traditionell angewandten Minimaldosis) dürfte hingegen kaum merkliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden oder gar die sportliche Leistungsfähigkeit der Konsumenten haben.

Zusammenfassung

Nachgewiesene Wirkung: hoher Nährstoffgehalt ("Super Food"); hoher Gehalt an natürlichen Antioxidanten →mögliche Leistungssteigerung über Verbesserung des Allgemeinbefindens

Mögliche Nebenwirkungen: individuell allergische Reaktionen nicht auszuschließen (aber keine berichtet)

Dosierung: als "Super Food" ab 5-10g/Tag Maca-Pulver; als Nahrungsergänzung in geringeren Dosen wenig sinnvoll

Literaturverzeichnis

  • 1. Milasius, K-, Dadeliene, R. und Skernevicius, J. The influence of the Tribulus terrestris extract on the parameters of the functional preparadness and athletes\\\' organism homeostase. Fiziol Zh. 2009, Bd. 55, 5.
  • 2. Rogerson S, Riches CJ, Jennings C, Weatherby RP, Meir RA, Marshall-Gradisnik SM. The effect of five weeks of Tribulus terrestris supplementation on muscle strength and body composition during preseason training in elite rugby league players. J Strength Cond Res. 2007, Bd. 21, 2.
  • 3. Antonio J, Uelmen J, Rodriguez R, Earnest C. The effects of Tribulus terrestris on body composition and exercise performance in resistance-trained males. Int J Sport Nutr Exerc Metab. 2000, Bd. 10, 2.
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