Was verbirgt sich dahinter?

Aggressive Fat Loss – Das Konzept für Kurzentschlossene

Eigentlich war ich nie ein Freund von sehr radikalen Diäten. Denn diese bringen in der Regel einige unschöne Begleiterscheinungen mit sich. Beispielsweise Antriebslosigkeit, Hunger und ein verstärkter Appetit in der kurzfristigen Folge und negative Stoffwechselanpassungen, mögliche Störungen im Hormonsystem und Muskelabbau als langfristige Folgen.

Also im Endeffekt alles, was man als Fitness Sportler und Bodybuilder so gar nicht haben möchte. Ich bin daher eher ein Freund einer gut geplanten Diät die langfristige mit genügend Zeit, Geduld und Kontinuität geplant wird, denn das führt letztlich auch wirklich zu Nachhaltigkeit.

Dennoch muss man natürlich zugeben, dass es immer mal wieder Phasen und Situationen im Leben gibt, während denen man vielleicht einen aggressiveren Fettabbau bevorzugen kann oder möchte. Das können einfache Gründe sein, wie etwa eine Deadline oder das Unterschätzen des tatsächlichen Körperfettanteils, mit der Folge, dass man den lang ersehnten Waschbrettbauch sonst doch nicht so richtig pünktlich zum Sommer zum Vorschein bringen kann. Aber auch "Initialzündungen" können helfen, eine Anfangsmotivation zu erschaffen. Vor allem, wenn man sich noch im Bereich 15 % Körperfett und darüber befindet (als Mann).

Denn gerade wenn man viel Körperfett und Gewicht zu verlieren hat, ist es oftmals nur mäßig motivierend, wenn man sich klarmacht, dass man über Monate bei einem Gewichtsverlust von etwa 500 g pro Woche (wie häufig empfohlen) diäten müsste, um sein Ziel zu erreichen. Da ist es schöner zu sehen, wenn die ersten Kilos schon mal purzeln und man sich dann auch gerne für das Feintuning etwas mehr Zeit nimmt.

Foto: Matthias Busse

Und gerade jetzt, drum der Sommer praktisch schon Einzug gehalten hat, mit den ersten warmen Tagen des Jahres - und auch die ersten Freibäder haben schon wieder geöffnet – gibt es sicherlich noch so einige Kurzentschlossene da draußen, die vielleicht den Start in die Sommerdiät nicht so wirklich gefunden haben und nun realisieren, dass es "kurz vor zwölf" ist und man nun doch endlich noch ein wenig Gas geben muss.

Gut, die einfachste Variante wäre es nun natürlich, einfach nur eine PSMF-orientierte Ernährungsform zu wählen. Das ist die mit Sicherheit radikalste aller Diätformen, die für einen Fitness-Sportler in Betracht kommt - und es wird wohl auch die effektivste Kurzzeitmethode sein. Doch gleichzeitig bringt sie natürlich auch einige Nachteile mit sich, denn wer schon einmal eine wirkliche PSMF Diät durchlebt hat, der wird wissen, dass das kein Zuckerschlecken ist und auch ein Besuch auf dem Ponyhof ist wahrhaftig schöner.

Nun könnte man natürlich anführen, dass man an dieser Situation natürlich selbst Schuld hat. Man hätte ja früher mit der Diät beginnen können und wäre dann nicht in diese Situation gekommen. Hätte, wenn und aber… es ist nun mal jetzt so. Und trotzdem kommt eine PSMF nicht für jeden in Frage.

Das hat mich persönlich auch dazu bewogen, mir Gedanken über eine möglichst ebenbürtige Alternative zu machen, denn die PSMF führt nun einmal gerne dazu, dass man sich müde fühlt, man ist schlapp, oftmals kann man sich nicht wirklich gut konzentrieren, sie ist schwierig in das soziale Leben einzufügen und auch die Stimmungslage… naja… ist nicht so der Hit.

Spätestens dann, wenn man im Gym mit den ersten Leistungseinbrüchen zu kämpfen hat. Und in der Regel werden diese auch kommen. Eine PSMF Diät kann man dann, je nach Körperfettanteil, auch nur über einen sehr kurzen Zeitraum durchführen. Und mehr ist auch nicht wirklich empfehlenswert. Doch gibt es wirklich eine Möglichkeit diese Negativbeispiele in den Griff zu bekommen und diese "Nebenwirkungen" zu vermeiden? Das ist der Kernpunkt des Aggressive Fat Loss Templates.

Die Grundidee des Aggressive Fat Loss Konzeptes

Die Grundidee des Aggressive Fat Loss Templates liegt darin, das größtmögliche Kaloriendefizit und die schnellstmögliche Abnahme von Körperfett zu gestalten, ohne dabei zu stark zu leiden, und Einbußen in mentaler und physischer Leistungsfähigkeit hinnehmen zu müssen. Kurzum, wir würden unser Leben gerne uneingeschränkt weiterleben, ohne während der Diät in den Zombie-Modus wechseln zu müssen. Auch ich muss zugeben, ganz ohne kleine "Nebenwirkungen" werden wir es nicht schaffen, eine Diät mit hohem Defizit durchzuführen. Aber je mehr dieser Begleiterscheinung wir vermeiden können, desto besser.

Und wenn wir es dann noch schaffen, diese Diätform spielend leicht auch noch ein wenig länger durchzuhalten als eine typische PSMF Ernährung, so hebt sich der Mehreffekt durch die PSMF schnell auf. Und selbst wenn man mit dem Aggressive Fat Loss Template ein paar Tage länger ans Ziel benötigt, so dürfte das die doch deutlich angenehmere Herangehensweise sein. Denn gerade Chefs oder Professoren sehen es nicht ganz so gerne, wenn die Laune von Tag zu Tag schlechter wird und die Leistungsfähigkeit gleich mit, nur weil der Student oder Mitarbeiter meint, er müsse sich eine Extrem-Diät unterziehen.

Wenn man Familie hat verschärft sich diese Situation sogar noch einmal deutlich. Die Aggressive Fat Loss Diät bezieht also nicht nur die theoretisch besten Strategien zum Fettabbau mit ein, sondern auch noch den praktischen Nutzen und die alltagstaugliche Umsetzung.

Die verschiedenen Säulen der Aggressive Fat Loss Diät

In aller erster Linie geht es um eines: den Hunger und den Appetit in den Griff bekommen. Denn das ist der mit Abstand häufigste Faktor, warum Diäten abgebrochen werden. Man fühlt sich schlapp, man hat Hunger, man wird schwach. Und zwar zunächst im Kopf. Man gibt immer als erstes im Kopf auf. Und auch hier noch einmal: natürlich kann man jetzt von "stay strong" und weiteren Durchhalteparolen schreiben und berichten. Doch wer den ganzen Tag nur damit beschäftigt ist, sich mit seiner Diät und vor allem dem Durchhalten seiner Diät beschäftigt ist, der wird nicht mehr viel Kapazität für andere Dinge haben – und diese anderen Dinge sind in der Regel die wichtigeren. Schauen wir uns aber nun die wichtigsten Kriterien der Aggressive Fat Loss Diät einmal an.

Säule 1: Extreme vermeiden

Das bedeutet, die Aggressive Fat Loss ist keine "Null-Carb-Diät". Im Gegenteil. Die Praxis zeigt immer wieder – und auch einige wissenschaftliche Studien zum Thema – dass die meisten Personen bei einer kurzfristigen starken Kalorienrestriktion besser mit einem etwas höheren Kohlenhydratanteil und dafür einem gesenkten Fettanteil aus der Ernährung zurechtkommen.

Das mag auf mittelfristige Sicht oder auch auf langfristige Sicht bei einigen Personen anders sein. Nicht aber für eine kurzfristige Umstellung. Also gehen wir hier mit diesem Trend und stellen sicher, ausreichend Kohlenhydrate im moderaten Bereich einzufügen und die Fette etwas zu kürzen, ohne sie komplett streichen zu wollen. Dadurch soll das Durchhaltevermögen gefördert werden.

Säule 2: Der Sättigungsindex

Der Sättigungsindex beschreibt, wie gut ein Nahrungsmittel sättigt im Vergleich zum Konsum von Weißbrot. Je höher der Sättigungsindex, desto weniger Kalorien können wir zuführen, ohne dabei großen Hunger zu verspüren. Ideal. Denn ein großes Defizit ist entsprechend unser Ziel. Vorweggenommen: Kartoffeln und Porridge könnten deine besten Freunde werden während der Aggressive Fat Loss Diät.

Foto: Matthias Busse

Säule 3: Die Mahlzeitenfrequenz

Der absolute Horror während einer Diät ist für die meisten Anwender, wenn man seine ohnehin schon geringe Kalorienmenge nun auch noch auf zig kleine Mahlzeiten aufteilen muss. Man hat praktisch immer gerade so viel Kalorien pro Mahlzeit, dass man den Hunger schön triggert, jedoch nie wirklich satt wird. Das Resultat: dauerhaft (Heiß-)Hunger.

Wir konzentrieren uns während der Aggressive Fat Loss Diät daher auf zwei Mahlzeiten täglich, die uns dann auch wirklich sättigen. In Kombination mit dem hohen Sättigungsindex, können wir Hunger und Appetit dadurch gut in den Griff bekommen. Empfehlenswert sind hier ein verzögertes Frühstück und ein Abendessen. Und wer trotzdem noch Hunger bekommt zwischendurch, hat die Möglichkeit mit Obst ein wenig Abhilfe zu schaffen. Natürlich wieder mit möglichst hohem Sättigungsindex. Erdbeeren, Äpfel und Orangen sind hier besonders hilfreich.

Säule 4: Appetithemmer

Nein, wir setzen hier keine Appetitzügler ein, sondern schaffen uns Abhilfe mit natürlichen Lebensmitteln bzw. Inhaltsstoffen. Hierzu gehören vor allem Kaffee und grüner Tee, sowie Ingwer. All diese Lebensmittel können unseren Appetit unter Kontrolle halten. Vor allem wenn wir das Ganze strategisch einsetzen und nicht einfach nur versuchen, so viel wie möglich davon zu konsumieren.

Eine leichte Entwöhnung von Koffein vor der Aggressive Fat Loss Diät hat sich als extrem hilfreich erwiesen. Vorausgesetzt man bringt die zusätzliche Woche Zeitaufwand mit, die hierfür von Nöten ist.

Säule 5: Die Simplify & Win Methode

Die Simplify & Win Methode versucht Dinge so einfach und unkompliziert wie möglich zu gestalten. Kein striktes Tracking, keine übermäßige Perfektion. Es geht um Alltagstauglichkeit und vor allem auch um Weitsicht, denn die Simplify & Win Methode ist in meinen Augen die perfekte Langzeitstrategie, um die Ergebnisse auch über die Zeit der Aggressive Fat Loss Diät hinaus zu erhalten, und um weitere kontinuierliche Fortschritte zu erzielen in möglichst alltagstauglicher Manier.

Aber auch bereits während der Durchführung der Aggressive Fat Loss Diät soll dieses Tool zum Einsatz kommen, um möglichst flexibel möglichst effektive Ergebnisse zu erzielen.

Doch neben den fünf Säulen kommen auch noch optionale Bonusmöglichkeiten zum Einsatz, wie etwa eine verstärkte Betonung der NEAT-Aktivitäten oder der Möglichkeit einen hungerunterdrückenden Effekt durch intensive Nüchterntrainingseinheiten usw. zu erreichen.

Wie lange sollte die Aggressive Fat Loss Diät angewendet werden?

Die meisten Crash Diäten sind zeitlich begrenzt. So auch die Aggressive Fat Loss Diät. Allerdings mit einem Unterschied: der Anwendungszeitraum basiert auf dem persönlichen Empfinden.

Die ideale Vorgehensweise besteht daraus, das Aggressive Fat Loss Template an die eigenen motivationalen Entwicklungen anzupassen. Auch das ist beispielsweise ein sehr wichtiger Punkt, der im Simplify & Win Masterkurs angesprochen wird. Denn die Motivation verändert sich von Monat zu Monat und von Situation zu Situation. Ein gutes Beispiel sind die Monate Dezember und Januar.

Während im Dezember die Motivation, Makros zu tracken und sich möglichst konsequent zu ernähren, den Jahrestiefpunkt erreichen, gibt es kaum eine Zeit die motivierender ist als der Januar. Oder alternativ der Juni, wenn es langsam in die entscheidende Phase zur Sommerform geht.

Entsprechend passt man im Simplify & Win System seine Herangehensweise an die derzeitige Motivationsphase an. Zeiten mit besonders hoher Motivation können ideal für die Aggressive Fat Loss Diät genutzt werden. Merkt man, dass die Motivation nachlässt und es einem zunehmend schwieriger fällt, die etwas härtere Herangehensweise der Aggressive Fat Loss Diät durchzuhalten, wechselt man in eines der anderen Kontrollsysteme die im Simplify & Win Masterkurs angesprochen werden. Das Aggressive Fat Loss Template kann jedoch als perfekte Kurzzeitstrategie oder wie angesprochen, als Initialzündung für möglichst praxistaugliche schnelle Ergebnisse dienen.

Solltest du also noch einige Feintuning Maßnahmen an deiner Sommerform durchführen wollen, kannst du dir das komplette Aggressive Fat Loss Konzept HIER herunterladen. Viel Erfolg! Ich freue mich auf dein Feedback und deine Resultate!

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