Motivation vom Größten

Arnold Schwarzeneggers sechs Gebote des Erfolgs

Im Sommer 2009 bat die University of Southern California einen Menschen mit einem nahezu unglaublichen Lebensweg darum, sein Wort an die Absolventen des Abschlussjahrgangs zu richten. Einen Mann, der gleich drei wahnsinnig erfolgreiche Karrieren hingelegt hatte: Er war der größte Bodybuilder seiner Zeit, stellte einen überaus erfolgreichen Schauspieler dar und leitete als Gouverneur von Kalifornien jahrelang die politischen Geschicke des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaats – es handelte sich natürlich um Arnold Schwarzenegger.

An sich keine außergewöhnliche Sache. Denn Absolventen namhafter US-amerikanischer Universitäten wird im Rahmen ihrer Abschlussfeier oftmals die Ehre zuteil, einem ruhmreichen Redner zu lauschen. So entließ beispielsweise der damalige britische Premierminister Winston Churchill im Jahre 1941 die ehemaligem Studenten der altehrwürdigen Harrow School mit einer kämpferischen Rede in ihr zukünftiges Leben und Steve Jobs berichtete 2005 auf der traditionellen Abschlusszeremonie an der weltberühmten Stanford University über seine bewegenden Lebenserfahrungen.

Dass der siebenfache Mr. Olympia seine Zuhörerschaft damit langweilen würde, stammelnd irgendwelche lieblos fremdverfassten Stichpunkte von Karteikarten abzulesen, war ohnehin nicht zu erwarten. Dennoch überraschte offenbar viele, was und in welcher Art der zu diesem Zeitpunkt 61-jährige Österreicher dem jungen Publikum näher bringen wollte: 'Dr. Schwarzenegger's Six Rules of Success''.

Foto: Wikimedia.org / CC BY

Dr. Schwarzenegger's sechs Gebote des Erfolgs? Diesen wohl eher scherzhaft gemeinten Titel verpasste Arnold dem Hauptteil seiner Rede. In der Einleitung (welche hier nicht auftaucht – der Artikel wäre sonst gut um ein Drittel länger) witzelte die Bodybuilding-Ikone über den ihm ehrenhalber verliehenen Doktortitel Doctor of Humane Letters und fragte gespielt erstaunt, warum er keine Auszeichnung für seine – zu Beginn öffentlich eher belächelten – Schauspielkünste erhalten hatte. Die ersten Minuten seines Auftritts waren ohnehin von selbstironischen Witzen geprägt, wenig später folgte jedoch Motivation pur!

Es folgt eine sinngemäße Übersetzung des Hauptteils von Arnolds überragender Rede. Ich habe mir die Freiheit genommen, zahlreiche Passagen leicht abzuändern und wenige Fragmente zu streichen (durch ''[…]'' gekennzeichnet).

Der Hauptteil von Arnolds Rede

Bevor ich starte, möchte ich betonen, dass es sich um meine persönlichen Gebote handelt. Ich denke, dass sich diese auf jedermann übertragen lassen, aber du musst entscheiden, ob du sie annimmst. Schließlich sind wir nicht alle gleich. Manche möchten einfach gemütlich durchs Leben spazieren, während andere bereit sind, alles zu geben und danach streben, erfolgreich oder gar die Nummer eins zu sein. Letzteres trifft auf mich zu.

Ich war jederzeit bereit, alles zu geben, ich wollte immer die Nummer eins sein. Ich habe meine Karriere stets sehr ernst genommen: Während meiner Bodybuilding-Laufbahn wollte ich nicht nur ein Champion sein, ich wollte den größte Bodybuilder aller Zeiten darstellen. Im Rahmen der Schauspielerei war dies nicht anders: Ein Filmstar zu werden, genügte mir nicht. Ich wollte einer der Großen sein, einer der Bestbezahlten.

Diese Intensität, diese Bereitschaft, alles zu geben, hat sich bezahlt gemacht. Hier kommen meine Gebote:

Gebot Nummer eins: Vertraue dir selbst!

Verdammt viele junge Leute erhalten schier unendlich viele Ratschläge. Von ihren Eltern, ihren Lehrern, einfach von jedem. Dabei sollte doch das Wichtigste sein, tief, sehr tief in sich hinein zu hören und sich zu fragen: Wer möchte ich sein? Wer, nicht was.

Ich spreche nicht davon, was deine Eltern und Lehrer von dir erwarten, sondern was du von dir erwartest. Ich spreche davon, herauszufinden, was dich glücklich macht, ganz egal, wie verrückt die Antwort in den Ohren anderer Leute auch klingen mag.

Zu meiner Zeit war vieles einfacher. Ich besaß keinen Fernseher, kein Telefon, keinen Computer und natürlich auch kein Ipod. […] Ich verbrachte viel Zeit alleine und konnte mich in Ruhe darauf konzentrieren, herauszufinden, was in meinem Herzen brannte und in meinem Unterbewusstsein schlummerte.

Und es gelang mir rasend schnell, zu identifizieren, dass in mir die Sehnsucht brannte, mein kleines österreichisches Heimatdorf zu verlassen. Verstehe mich nicht falsch – Österreich ist wunderschön. Aber ich wollte aus meiner kleinen Welt ausbrechen und Teil von etwas Großem sein. Ich wollte in die USA, in ein mächtiges Land. An den Ort, wo Träume wahr werden können.

Als ich hier ankam, wusste ich, dass ich meine Träume verwirklichen kann. Ich wusste, dass ich erreichen konnte, was mein großes Vorbild, Reg Park, erreicht hatte: Er war ein Bodybuilding Champion, spielte Herkules im Kino und wirkte so stark, mächtig und selbstbewusst.

Als ich damals erfahren habe, wie er all dies erreicht hatte, rannte ich nach Hause zu meiner Familie und formulierte klar: ''Ich möchte ein Bodybuilding Champion werden!'' Du kannst dir sicherlich vorstellen, wie diese Aussage zuhause in Österreich ankam. Meine Eltern trauten ihren Ohren nicht. Sie hätten gewollt, dass ich danach strebe, Polizist zu werden, genau wie mein Vater. Oder dass ich mir zum Ziel gesetzt hätte, jemanden wie Heidi zu heiraten und ein glücklicher Familienvater zu werden.

Das war es, was meine Familie für mich vorgesehen hatte. Aber tief in mir brannte etwas anderes. Ich war davon überzeugt, einzigartig zu sein. Ich war dazu veranlagt, groß zu denken, groß zu träumen. Jeder dachte, ich sei verrückt. Ein guter Freund fragte mich: ''Wenn du ein Champion sein möchtest, warum nicht im Radrennen, als Skifahrer oder auf dem Fußballplatz? Das sind doch unsere Nationalsportarten!''

So etwas interessierte mich aber nun mal nicht. Ich wollte ein Bodybuilding Champion werden, in die USA auswandern, ins Filmgeschäft einsteigen und Millionen Dollar verdienen. Um mich zu motivieren, las ich Bücher über den Kraftsport oder Bodybuilding, ich bestaunte Magazine und dekorierte meine Schlafzimmerwände mit zahlreichen Bildern.

Direkt über meinem Bett existierte eine großflächige Wand und ich pflasterte diese mit Fotos zu. Ich hängte Gewichtheber, Bodybuilder, Wrestler, Boxer und so weiter auf. Ich war von meiner Dekoration natürlich äußerst angetan. Als meine Mutter die Bilder sah, schüttelte sie nur den Kopf. Sie war sogar schockiert und stürzte – mit Tränen in den Augen – die Treppe herunter.

Es kam noch dicker: Sie kontaktierte einen Arzt, und als dieser in meinem Zimmer eintraf, erklärte sie ihm: ''Irgendwas stimmt hier nicht!'' Sie inspizierte gemeinsam mit dem Doktor meine Wände und fragte: ''Was habe ich nur falsch gemacht?'' Doch der Arzt schüttelte nur den Kopf und sagte schlicht: ''Hier ist alles in Ordnung. In diesem Alter eifert man nun mal seinen Idolen nach – das ist ganz natürlich.''

Soviel zu Gebot Nummer eins. Ich hatte eine Mission, ich wollte ein Champion werden! Gebot Nummer eins besagt konkret: Vertraue dir selbst, egal was andere über dich denken!


Gebot Nummer zwei: Brich die Regeln!

Wir sehen uns mit so vielen Regeln konfrontiert. Alles ist irgendwie reguliert. Meine Meinung? Brich diese Regeln! Nicht das Gesetz, aber die Regeln. Meine Frau besitzt ein T-Shirt, auf dem steht: Artige Damen schreiben selten Geschichte. Ohne die Aussage abwerten zu wollen: Das selbe gilt auch für Männer.

Es ist unmöglich, für Aufsehen zu sorgen, wenn du dich zu gut anpasst und nicht bereit bist, bestehende Regeln zu brechen. Du musst outisde the box denken, daran glaube ich fest. Oder glaubst du, dass der Sinn des Lebens darin besteht, danach zu trachten, von allen gemocht zu werden und Konfrontationen aus dem Weg zu gehen?

Alles, was ich je erreicht habe, hatte den Grund, dass ich bestehende Regeln gebrochen habe. Ich erinnere mich gut daran, dass ich nach meiner Bodybuilding-Karriere ein Filmstar werden wollte. Du kannst dir sicher vorstellen, was die Agenten gesagt haben, als ich sie getroffen habe. Jeder behauptete, dass dies unmöglich sei. Die Spielregeln sähen dies nun mal nicht vor. Sie erzählten Dinge wie: ''Guck dir doch deinen Körper an. Monströs und überentwickelt – so etwas hat in einem Film nichts zu suchen. Was du nicht verstehst: Die Zeiten der Herkules-Filme sind vorüber. Jetzt übernehmen die normalen Jungs, solche wie Dustin Hoffman, Woody Allen und Jack Nicholsen.'' Bevor Letzterer zunahm, versteht sich.

Wie auch immer – damals war klar definiert, wie ein Schauspieler zu sein hatte. Außerdem beschwerten sich die Agenten über meinen Akzent. Sie sagten: ''Niemandem mit einem solchen Akzent ist je der Durchbruch gelungen. Und mit einem deutschen Akzenten ist die Sache ohnehin hoffnungslos. Und klar, mit einem Namen wie Arnold Schwarzenschnitzel, oder wie der auch immer lautet, werben wir dann auf Filmplakaten. So verkaufen wir bestimmt massig Tickets, sehr witzig.'' Welch eine negative Einstellung!

Ich habe diesen Regeln schlicht keine Beachtung geschenkt. Obwohl mir die Agenten letztlich doch entgegen kamen und sagten: ''Wir können dir kleine Rollen besorgen. Du könntest einen Wrestler oder so spielen. Mit deinem deutschen Akzent könntest du eigentlich auch gut irgendwelche Nazi-Bösewichte spielen.''

Ich habe mir das alles nicht zu Herzen genommen. Das waren deren Regeln, nicht meine. Ich war überzeugt davon, meine Ziele durch harte Arbeit zu erreichen. Genau wie im Bodybuilding. Also machte ich mich an besagte Arbeit. Ich nahm Schauspielstunden, Englischunterricht und besuchte eine Sprachschule, um meinen Akzent loszuwerden.

Den ganzen Tag probierte ich mich an fiesen Zungenbrechern. Gut, wenn ich euch jetzt die Ergebnisse vorführe, werden die meisten von euch wahrscheinlich denken: ''Hoffentlich hat der arme Mann wenigstens sein Geld zurück bekommen.'' Aber ich habe es immerhin versucht!

Ganz klar: Ich hatte meinen Spaß und die Lernerei hat mich eindeutig weiter gebracht. Und dann kam irgendwann der Durchbruch. Ich bekam meine ersten kleinen Rollen: Streets of San Francisco, Pumping Iron, Stay Hungry. Richtig ernst wurde die Sache dann natürlich aber erst mit Conan – der Barbar.

Der Regisseur sagte sogar: ''Wenn wir keinen Schwarzenegger gefunden hätten, hätten wir einen erschaffen müssen.'' Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen! Und dann kam natürlich Terminator. ''I'll be back'' entwickelte sich zu einem der bekanntesten Filmzitate aller Zeiten, nur aufgrund meines komischen Akzents.

Das alles soll dich zu der Erkenntnis bringen: Nimm dir niemals zu Herzen, wenn jemand dir sagt, du könntet irgendetwas nicht erreichen. Und auch nicht, wenn man dir erzählen will, dass man sich schrittweise hocharbeiten muss. Als ich Gouverneur werden wollte, hörte ich dies oft.

Man sagte mir, ich müssen mit kleineren Posten, als Bürgermeister oder so, beginnen. ''So funktionieren politische Karrieren nun mal'', wollte man mir erzählen. Ich wolle der Öffentlichkeit aber von oberster Stelle aus dienen. Ich wollte Kaliforniens Probleme lösen und für einen Dialog zwischen verschiedenen politischen Partien und den Menschen sorgen.

Also entschied ich mich, direkt zu kandidieren. Mich interessierten die bestehenden Regeln nicht. Ich habe es durchgezogen und der Rest ist Geschichte.

Gebot Nummer drei: Habe keine Angst davor, zu scheitern!

Was ich auch angegangen bin: Ich war stets bereit, zu scheitern. Nehmen wir das Filmgeschäft. Du nimmst Rollen an und denkst jedes Mal, du landest einen Knaller. Später stellst du allerdings oftmals fest, dass dies ein Irrtum war und der Film geht den Bach runter.

Ich habe in einige Flops mitgespielt: Red Sonja, Hercules in New York, Last Actio Hero. Diese Filme sind den Bach runter gegangen. Das war aber okay. Denn dazwischen wirkte ich an echten Blockbustern mit: Terminator, Conan, True Lies, Predator oder Twins, alle sind durch die Decke geschossen.

Du kannst nicht immer gewinnen, aber habe niemals Angst davor, Entscheidungen zu treffen. Wenn du dich von irgendwelchen Ängsten oder potentiellem Versagen paralysieren lässt, wirst du dich niemals antreiben können. Du treibst dich an, weil du an dich und deine Visionen glaubst und du weist, dass du das Richtige tust. Der Erfolg wird kommen. Also habe keine Angst davor, zu scheitern.


Gebot Nummer vier: Ignoriere die Neinsager!

Wie oft hast du schon gehört, dass du dies und das nicht erreichen kannst? Dass jenes noch nie gut gegangen ist? Stelle dir nur mal vor, was passiert wäre, wenn Bill Gates aufgehört hätte, als man ihm erzählte, dass seine Visionen nicht zu verwirklichen seien.

Ich höre so etwas immer wieder. Und wisst ihr was? Ich liebe es, wenn mir jemand sagt, dass etwas noch nie erreicht worden ist. Denn das bedeutet schließlich, das ich der Erste bin, dem es gelingen kann. Also schenke Leuten, die dir erzählen wollen, dass etwas unmöglich ist, keine Aufmerksamkeit.

Ich erinnere mich noch gut an meine Schwiegermutter, Eunice Kennedy Shriver. Sie rief die Special Olympics 1968 ins Leben. Jeder erzählte ihr, dass die ganze Sache nicht klappen könne. Experten und spezialisierte Ärzte behaupteten: ''Das ist unmöglich. Du kannst diese Leute nicht aus ihrem gewohnten Umfeld reißen. Du stellst dir doch nicht ernsthaft vor, sie springen, schwimmen oder rennen zu sehen? Die werden sich nur selbst verletzen. Oder zumindest die anderen. Die ertrinken dir doch im Schwimmbecken!''

Und jetzt, 40 Jahre später, sind die Special Olympics eine große Sache. In 164 Ländern bekommen geistig gehandicapte Menschen die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. Sie hat die Antwort ''Nein'' einfach nicht akzeptiert.

Bei Barack Obama war es ähnlich. Wenn er den Neinsagern Beachtung geschenkt hätte, wäre er nun nicht unser Präsident. Viele Leute behaupteten damals, er würde niemals gewählt werden. Er hätte keine Chance, Hillary Clinton zu schlagen. Aber der gute Mann folgte seinem Herzen. Er ignorierte die vielen negativen Stimmen und lenkte die amerikanische Geschichte in eine neue Bahn.

Du kannst das immer wieder beobachten. Wenn ich den Neinsagern Beachtung geschenkt hätte, würde ich wahrscheinlich immer noch durch die österreichischen Alpen wandern und munter jodeln. Ich wäre niemals nach Amerika gekommen. Ich hätte niemals meine wunderbare Ehefrau, Maria Shriver, kennen gelernt, hätte niemals meine wundervollen Kinder bekommen, hätte nicht in Terminator mitgespielt und würde heute nicht als Gouverneur vor euch stehen.

Merkt euch also: Nichts ist unmöglich. Ich habe mir immer gesagt: ''Du schaffst das!''

Gebot Nummer fünf: Reiß dir den Arsch auf!

Das fünfte Gebot ist das wichtigste Gebot von allen! Du möchtest niemals scheitern, nur weil du nicht hart genug gearbeitet hast. Ich wollte nie einen Wettbewerb oder eine Wahl verlieren, nur weil ich zuvor ein fauler Sack war. Ich habe immer daran geglaubt, dass es sinnvoll ist, keinen Stein auf dem anderen zu lassen.

Mohammed Ali, einer meiner größten Helden, wurde in den 70ern gefragt, wie viele Sit-Ups er durchführen werde. Er antwortete: ''Ich zähle zunächst nicht mit. Ich beginne erst damit, wenn der Schmerz einsetzt. Wenn es wehtut, dann fange ich an, weil es erst ab diesem Zeitpunkt wirklich zählt.''

Das ist es, was dich zu einem Champion macht. […] No pain, no gain. Ich konnte so vieles, was ich durch den Sport gelernt habe, auf mein Leben übertragen. Insbesondere dieses fünfte Gebot.

Natürlich ist es auch wichtig, Spaß zu haben. Aber während du feierst und durch die Gegend turnst, arbeitet irgendwo ein anderer hart daran, seine Ziele zu erreichen. Irgendwer wird besser und besser und ist kurz davor, den Sieg zu erringen. Denke immer daran: […] Wenn du etwas erreichen möchtest, musst du zwingend hart dafür arbeiten, ohne wenn und aber.

Keines meiner Gebote wird funktionieren, wenn du nicht hart arbeitest. Mir war immer bewusst, dass ein Tag über exakt 24 Stunden verfügt. Wenn du sechs Stunden schläft, verbleiben 18 weitere. Ich schätze, dass manche von euch nun sagen: ''Moment mal, ich schlafe acht oder sogar neun Stunden täglich.'' Mein Ratschlag lautet in diesem Fall: Schlaft schneller! […]

Ich weiß natürlich, dass viele von euch meine Gebote bereits befolgen, denn sonst würden wir heute nicht hier sitzen. Wir alle wissen: You can't climb the ladder of success with your hands in your pockets.

Gebot Nummer sechs: Es geht auch darum, etwas zurück zu geben.

Welchen Lebensweg du auch immer beschreiten magst: Nimm dir regelmäßig die Zeit, etwas zurück zu geben. Deiner Region, dem Staat oder der Gesellschaft.

Mein Schwiegervater, Sargent Shriver – ein wirklich großartiger und engagierter Amerikaner [...] – brachte Stundeten in Yale einmal näher: ''Reißt diesen Spiel nieder. Reißt diesen Spiegel nieder, in dem ihr euch selbst immer wieder betrachtet. Ihr werdet in der Lage sein, zu erblicken, was sich hinter diesem Spiegel befindet. Millionen von Leuten, die eure Hilfe brauchen.''

Ich verspreche dir: Sich zu engagieren und den Leuten zu helfen wird dich glücklicher machen als alles andere, was du jemals getan hast. Ich habe ehrenamtlich viel mit Kindern gearbeitet [...] und bin nun Gouverneur von Kalifornien. Und ganz im Ernst: Eine Schachpartie mit einem achtjährigen Jungen ist eine viel interessantere Erfahrung als ein weiterer Gang über einen beliebigen roten Teppich oder als irgendeine Filmpremiere.

Also noch einmal, bevor ich dich in die große, weite Welt entlasse. Denke an meine Gebote: Vertraue dir selbst, brich die Regeln, habe keine Angst davor, zu scheitern, ignoriere die Neinsager, reiß dir den Arsch auf und gib etwas zurück. [...]

Foto: Democracy Chronicles / CC BY

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