Von Koffein bis Motivationsvideos

Die besten Booster fürs Training

Bei aller Liebe zum Sport: Nicht immer fällt der Gang ins Fitnessstudio leicht. Im Motivationsloch sitzen wir alle mal. Doch es gibt so einige Kniffe, mit deren Hilfe sich jeder aufraffen kann. Hier kommen die besten Booster für das Krafttraining. Spoiler: Es geht nicht vorrangig um Supplemente. Auf die kommen wir aber auch noch zu sprechen.

#1: Musik


Musik wirkt wahre Wunder. Hier decken sich wissenschaftliche Erkenntnisse und unser Empfinden. Sie kann Müdigkeit und negative Emotionen vor dem Training unterdrücken und durch positive Stimmungen ersetzen. Während des Trainings verbessert sie die Ausdauer, Kraftausdauer, Ermüdungs- und Schmerzresistenz und sogar die motorischen Fähigkeiten.

Dabei ist die Musikrichtung nicht entscheidend. Du kannst hier ganz unabhängig von Stil, Texten, BPM usw. einfach wählen, wozu du eine emotionale Verbindung hast.

#2: Motivationsvideos


Schon Generationen von Trainierenden haben sich mit Motivationsvideos vor dem Training gepuscht. Zunächst mit Schwarzenegger-VHS, später mit YouTube-Clips. Und es funktioniert! Auch im Profibereich arbeiten Trainer mit Videos vor Spielen, Rennen und Kämpfen. Positive Effekte wie eine verbesserte Kraftausdauer, mehr Selbstbewusstsein und eine positive Grundeinstellung zum Sport sind wissenschaftlich erwiesen. Also: Mach dir ein Video an!


#3: Koffein


Auch kein Geheimnis: Koffein ist der wohl günstigste und verfügbarste chemische Booster von allen. Die offensichtliche Quelle Kaffee ist ohnehin zu schön um wahr zu sein: wohlschmeckend, umfassend gesundheitsfördernd (natürlich in Maßen konsumiert), kalorienfrei, vegan, sozial akzeptiert, preiswert – und eben wachmachend.

Es soll natürlich trotzdem Menschen geben, die nie auf den Geschmack gekommen sind. Für die gibt es dann alternative Quellen wie Grüner Tee oder Energydrinks, die zusätzlich die anregende Aminosäure Taurin enthalten. Wer mit allen genannten Getränken anzufangen weiß, findet im Handel auch hochdosierte Koffeinkapseln für unter 10 Cent pro Stück. Die übliche Dosierung von 200 mg Koffein entspricht dabei sogar gleich zwei Tassen Kaffee mit durchschnittlicher Stärke – grade sensible Menschen können also schon von einer halben Gabe profitieren.

Bonus: Koffein macht nicht nur munter, sondern regt z.B. auch die Fettverbrennung an, fördert die Ausdauer und verbessert die Schmerzresistenz.

#5: Pump Booster


Wir alle wissen von Arnold Schwarzenegger höchst selbst, dass der Pump beim Training einem Orgasmus in nichts nachsteht. Na gut, der Vergleich mag hinken. Aber unbestreitbar ist der Pump der König unter den Motivatoren: Er fühlt sich – bei moderater Ausprägung wohlgemerkt! – phantastisch an und sieht noch besser aus. Ein Zustand, der süchtig macht und alle Ausreden übertönt.

Ein Muskelpump kann durch verschiedene trainingstechnische Maßnahmen wie hohe Wiederholungszahlen oder Dropsätze gefördert werden. Oder aber, du greifst auf die wunderbare Welt der Pump-Booster zurück. Der Markt bietet eine große Auswahl an speziellen Pre-Workout Supplementen, die z.B. Arginin, Citrullin oder Glycerol enthalten. Die Substanzen verbessern im Zusammenspiel den Blutfluss in die Muskelzellen und verbessern die Muskelhydration, wodurch ein extremer Pump entstehen kann.

Und wer jetzt die „du brauchst keine Chemie, zieh einfach endlich mal durch!“-Keule schwingt, dem sei gesagt: Ein bisschen Spaß muss sein. Natürlich ist kein Booster eine langfristige Kompensation für schlechten Schlaf oder mangelnde Grundmotivation. Aber es ist einfach ein cooles Lifestyle-Produkt. Allein der tägliche Anblick der Dose im Küchenschrank kann schon dabei helfen, den eigenen Prinzipien treu zu bleiben.

Bonus: Der Pump ist nicht nur psychologisch und optisch vorteilhaft. Die gesteigerte Blut- und Nährstoffversorgung verbessert auch die Trainingsleistung, den Muskelaufbau und die Regenration.

#6: Kauf dir mal was Neues


Wir alle wissen aus der Praxis: Ein Neukauf kann für eine Weile tatsächlich motivierend wirken. Sportlergerechte Produkte, von der Trinkflasche bis zum Homegym-Equipment, symbolisieren auch irgendwie unsere Hingabe zu einem Hobby. Und grade beim Thema Bekleidung gilt ja Look good, play good. Klar ist auch das nur temporär und niemand kann und sollte sich dauerhaft dem Kaufrausch hingeben. Aber ab und an mal ein neues Shirt sollte schon erlaubt sein.

#7: Know your Y


Das reicht dann auch zum Thema Einnahme chemischer Substanzen und kritikloser Konsum. Der beste Booster ist immer noch dein Warum.

Ein Sprichwort sagt: Disziplin ist die Wahl zwischen dem, was du jetzt grade willst und dem, was du am meisten willst. Erstaunliche viele Trainierende wissen nur, dass sie jetzt grade mit Eiscreme auf der Couch versacken wollen. Aber sie wissen nicht, was ihr Herz eigentlich begehrt. Die Fitnessstudiomitgliedschaft ist häufig einfach eine Reaktion auf eine gesellschaftliche Erwartungshaltung. Es gibt kein übergeordnetes Ziel. Einziger Antrieb ist der Gedanke „Ich müsste auch mal wieder Sport treiben.“ Und das ist ein ziemlich dürftiger.

Jeder braucht ein Warum. Und das muss weiß Gott kein Bodybuilding-Wettkampf sein. Es gibt eine große Auswahl an quantifizierbaren und/oder termingebundenen Zielen: ein Kraftwert, eine bestimmte Anzahl an Klimmzügen, ein Körpergewicht, ein Fotoshooting.

Und dann gibt es noch das übergeordnete Y. Warum willst du auf den Fotos gut aussehen? Vielleicht, weil es mal einen unvorteilhaften Schnappschuss von dir gab, der dir wirklich wehgetan hat. Vielleicht willst du mal über 100 Kilo drücken, weil du als Kind der Schwächling warst und das nie wieder sein willst. Und so weiter.

Klar, du wirst auch mit dem stärksten Bewusstsein um dein Warum immer mal wieder schlechte Tage haben. Aber langfristig ist ein starkes, ehrliches (!) Motiv ein Garant fürs Durchziehen. Mach dich auf die Suche danach!

Nach oben