Worauf warum zu achten ist

Blutbild für Bodybuilder und Sportler: Kosten, Ablauf und sinnvolle Werte

Das Blutbild war lange Zeit in Bodybuilderkreisen lediglich für Athleten interessant, die mittels exogener Mittel ihre Grenzen ausweiteten und dennoch ihre Leberwerte und damit die Gesundheit dieses wichtigen Organs im Auge behalten wollten. Doch nicht erst seitdem Vitamin D immer stärker in den Fokus rückt, dessen Bestimmung letztendlich mittels Blutbild erfolgt, haben immer mehr Sportler daran Interesse, was in ihren Adern überhaupt herumschwimmt. Da jeder vor seinem ersten Mal unsicher ist, soll der folgende Artikel die wichtigsten Punkte rund um das Blutbild zusammenfassen.

Es wird geklärt:
  1. Was ein Blutbild überhaupt umfasst und wo die Unterschiede liegen.
  2. Wie hoch die Kosten für die Erstellung sind.
  3. Wie ein Blutbild zu lesen ist.
  4. Welche Werte bei der Nutzung von AAS und für andere Untersuchungsziele sinnvoll sein können.
Dabei stellt dieser Artikel lediglich einen kleinen Einblick dar. Wer letztendlich ein Blutbild anfertigen will, sollte dies im Zweifelsfall immer mit dem Arzt seines Vertrauens absprechen, so dass dieser einen individuell beraten kann.


Was ist ein Blutbild?

Schauen wir uns zunächst einmal an, woraus Blut überhaupt besteht. Wer es als armer Student schon einmal schwer hatte, über die Runden zu kommen, weiß, dass man neben dem üblichen Blutspenden auch Plasma regelmäßig für Geld unters Volk bringen kann. Blut ist also ein komplexes Gemisch aus
  1. den zellulären Bestandteilen (rote und weiße Blutkörperchen sowie Thrombozyten, die einige vielleicht noch als Blutplättchen kennen) und
  2. dem Blutplasma.
Wenn man vom Blutplasma die Gerinnungsfaktoren trennt, erhält man schließlich das Blutserum, in dem Elektrolyte, Nährstoffe und Hormone im Rahmen des Blutbildes nachgewiesen werden können.

Die klassischen Blutbilder, an die jeder im ersten Augenblick jedoch vermutlich denken wird, sind das sogenannte "Kleine" und "Große" Blutbild. Generell gilt aber: Wie in einem großen Einkaufskorb, könnt ihr euch die einzelnen Werte, die euch interessieren, separat untersuchen lassen. Das eine Komplettpaket, das für jeden die beste Lösung darstellt, gibt es nicht!

Schauen wir uns daher zunächst die beiden "klassischen" Blutbilder an.

Kleines Blutbild: Nicht unbedingt für Körpertuner interessant

Das Kleine Blutbild ist relativ unspektakulär. Hier wird die Konzentration von
  1. den zellulären Bestandteilen (siehe oben)
  2. dem Blutfarbstoff (Hämoglobin)
  3. dem Anteil der roten Blutkörperchen im Blut (Hämatokrit)
bestimmt. Der Referenzbereich für die einzelnen Werte schwankt bei Erwachsenen je nach Geschlecht, wird in der Regel aber bei jeder Blutuntersuchung auf dem Protokoll mit aufgeführt.

Das kleine Blutbild dient dem Arzt in erster Linie im Zusammenhang dazu, eine Diagnose zu festigen. Darüber hinaus kann ein geringer Anteil an roten Blutkörperchen ein Anzeichen für den Mangel von Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure sein. – Diese Werte kann man, bei Interesse, aber auch gleich direkt bestimmten lassen, wie wir weiter unten noch sehen werden.

Großes Blutbild: Ergänzung des Differentialblutbilds

Die Basis des Großen Blutbildes stellt zunächst das Kleine Blutbild dar. Alle Werte, die dort ermittelt werden, kommen also auch im Großen Blutbild vor.

Darüber hinaus werden die weißen Blutzellen (Leukozyten) nach ihren Unterformen differenziert dargestellt. Da diese Blutkörperchen bekanntermaßen einen Abwehrmechanismus des Körpers darstellen, kann der Arzt je nach Konzentration Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen ziehen.

Für Bodybuilder und andere Sportler, die generell gesund sind, sind also sowohl das Kleine, als auch das Große Blutbild eher uninteressant.

Wie komme ich dann an die interessanten Blutwerte?

Wie bereits angesprochen, kann die Blutuntersuchung individuell wie bei einem Baukasten selbst zusammengestellt werden. Dies erfolgt unabhängig von den genannten Blutbildern, so dass man sich die Kosten für diese Untersuchung sparen kann.

Das führt auch zum nächsten Punkt.


Was kostet ein Blutbild?

Bei Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch die Hilfsbereitschaft der Krankenkasse. Zumindest, wenn es nicht um die Beiträge der Mitglieder geht. Dies führt soweit, dass die AOK seit Januar 2007 einen umfangreichen, fast schon Angst machenden Artikel online gestellt hat, der schlussendlich von einem Blutbild abrät.

Generell ist diese Botschaft nicht verkehrt: Wie wir gesehen haben, haben Kleines und Großes Blutbild für gesunde Menschen kaum einen Mehrwert. Wer keine Beschwerden hat, kann auf diese Untersuchungen tatsächlich verzichten. Aber Blutuntersuchungen sind ein weites Feld und so etwas wie den eigenen Vitamin D Wert kann man nicht mittels Blick in den Spiegel erkennen.
Unterm Strich sollte man sich also darauf einstellen, dass man die Kosten für die Blutuntersuchung selbst trägt!
Wie hoch diese werden, hängt schließlich von verschiedenen Faktoren ab!

Kostenpunkt 1: der Arzt

Zu welchem Arzt ihr geht, ist generell egal. Ein Termin beim Hausarzt genügt. Während Kassenpatienten die Rechnung von ihrem Arzt in der Regel nicht zu sehen bekommen, kennen Privatpatienten das Prozedere nur zu gut:

Das Anrufen, für einen Termin, bei dem man nur die Vorzimmerdame am Apparat hat, wird als individuelle Beratung berechnet. Das Schütteln der Hand des Arztes und die darauf folgende Erklärung, warum man da ist, taucht in Rechnung schnell als kryptische Untersuchungsbezeichnung auf.

Das soll nicht ausdrücken, dass Arztpraxen ein Bermudadreieck für das Portemonnaie des kleinen Mannes wären. Auch Ärzte müssen ihre Rechnung begleichen. Jedoch macht es Sinn, sich im Vorfeld klare Gedanken zu machen, was man untersuchen lassen will, um die "Beratung" so kurz wie möglich zu halten.

Wer mit einer klaren Liste bei seinem Arzt erscheint, obwohl er kerngesund ist und auch keine körpereigenen Experimente mit den Produkten neuzeitlicher Druiden vorhat, wird mehr damit beschäftigt sein, zu klären, dass er kein Hypochonder ist, sondern einfach nur neugierig. Dennoch verkürzt dieses Vorgehen das Arzttreffen ungemein, weshalb weiter unten noch einmal auf mögliche "Wunschwerte" eingegangen wird.

Was nicht verhindert werden kann, ist Terminvergabe, Hand schütteln und die eigentliche Blutabnahme. Je nachdem, was man bespricht, wird der Arzt noch einmal auf eine Auswertung bestehen. Dies sollte man auch im Interesse der eigenen Zeit auf ein Telefonat beschränken, das sich im besten Fall auf "Alles ist gut!" beschränkt. Die Ergebnisse erhält man dann auf dem Postweg.

Alles in allem müssen pro "Beratung" im günstigsten Fall knapp 5 Euro sowie für die Blutabnahme selbst ebenfalls knapp 5 Euro kalkuliert werden, so dass die Arztkosten am Ende zwischen 15 und 25 Euro betragen sollten.

Der teure Teil des Blutbildes folgt allerdings erst dann!

Kostenpunkt 2: die Laboruntersuchung

Meist wird der Arzt das Blut in ein Labor schicken, das die eigentliche Untersuchung des Blutes nach den gewünschten Werten übernimmt, sobald es über einfache Standardwerte hinausgeht. Die Kosten schwanken hier nicht nur je nach Kombination der Untersuchungswünsche, sondern auch von Labor zu Labor.

Um ein paar Beispiele zu nennen:
  • Für Vitamin D sollte man zwischen 30 und 35 Euro einplanen.
  • Testosteron wird mit 20 bis 25 Euro zu Buche schlagen.
  • Die üblichen Schilddrüsenwerten (fT3, fT4, TSH) kosten insgesamt knapp 50 Euro.
Das Ganze kann sich also schnell im dreistelligen Bereich summieren, weshalb man sich im Klaren sein sollte, welche Blutwerte man aus welchem Grund für sich selbst bestimmen lassen möchte.

Was sagen mir die Werte meiner Blutuntersuchung?

Wie bereits weiter oben dargestellt, können neben dem Blutbild eine Vielzahl an einzelnen Werte bestimmt werden. Das Ergebnis wird dann immer nach dem gleichen Prinzip dargestellt und beinhaltet (in variierender Reihenfolge) folgende Spalten:
  1. der zu untersuchende Blutwert
  2. die Maßeinheit
  3. der Normalwert
  4. das Untersuchungsergebnis.
Es muss also niemand irgendwelche Referenzwerte mühsam zusammensuchen.

Für die Praxis kann darüber hinaus jedem, der sich für Blutwerte interessiert, die App ► Blutwerte Pro empfohlen werden. Diese bietet neben einer Protokollierungsfunktion ein praktisches Lexikon sowie zu einer Vielzahl an Blutwerten übersichtliche Erklärungen, was der Wert aussagt und was Über- und Unterschreitungen des Referenzwertes bedeuten.

Kommen wir also zu den Blutwerten, die gesunde Sportler auswerten lassen sollten.

Blutbild und Anabole Steroide

Wie bereits weiter oben angedeutet, sollte sich niemand dazu ermutigt fühlen, körpereigene Experimente mit anabolen Steroiden durchzuführen. Egal wie seriös die Quelle zu sein scheint oder wie stark man meint am genetischen Limit zu kratzen: Anabole Steroide können eine Vielzahl an Körperfunktionen beeinflussen. Einige Ergebnisse sind auch im Blut zu erkennen. Die folgenden Erläuterungen dienen der Aufklärung! Ich rate ausnahmslos jedem gesunden Menschen ausdrücklich vom Missbrauch ab!

Kleines Blutbild bei Anabolen Steroiden

Ein kleines Blutbild überwacht, wie bereits dargestellt, unter anderem die roten Blutkörperchen. Der Missbrauch von anabolen Steroiden kann zur verstärkten Bildung von diesen führen, was schließlich in einer Polyglobulie münden kann.

Das Blut wird dicker, so dass das Herz mehr Arbeit leisten muss und sich der Blutdruck erhöht. Begleitet wird das Ganze von Kopfschmerzen, Atemnot unter Belastung, Herzkrämpfen und vielen weiteren Nebenwirkungen, die nicht alle gleichermaßen auftreten müssen.

Alles rund um Testosteron

Wer exogen Testosteron zuführt, sollte darüber hinaus einige Werte rund um das Männlichkeitshormon im Auge behalten.

Der eigentliche Testosteron-Wert schwankt je nach Alter und Geschlecht deutlich. Ab dem 40. Lebensjahr müssen vor allem Männer mit einem zunehmend geringer werdenden Wert rechnen. Für die Blutuntersuchung ist darüber hinaus zu beachten, dass der Testosteron-Wert auch im Laufe des Tages niedriger wird.

Wer die Untersuchung bei seinem Hausarzt durchführen lassen will, sollte sich im Klaren sein, dass dieser mit solchen Aspekten nicht unbedingt vertraut ist und einem auch nachmittags um 14 Uhr einen Termin anbieten würde. Dies kann zu Ergebnissen mit geringer Aussagekraft führen. Wer also den Testosteron-Wert untersuchen lassen will, lässt sich einen Termin früh morgens geben!

Daneben sollten
  • SHBG: Ein Globulin, dass Testosteron im Blut transportiert und damit entscheidend für die Hormonfunktion ist. Der sinkt auch bei Schilddrüsenunterfunktionen und zu hohem Körperfettanteil.
  • LH (luteinisierendes Hormon): Bewirkt die Produktion von Testosteron im Hoden.
  • FSH (Follikel-stimulierendes Hormon): Bewirkt die Reifung der Spermatozyten.
im Augen behalten werden. Sowohl LH als auch FSH werden bei einem dauerhaft zu niedrigen Körperfettanteil negativ beeinflusst.

Leberwerte

Wie bereits angedeutet, ist die Leber ein enorm wichtiges Organ für den menschlichen Körper. Das Entgiftungsorgan des menschlichen Körpers sorgt dafür, dass exogen zugeführte Stoffe (was auch Nahrung beinhaltet) nicht unkontrolliert an den Körper abgegeben werden. Eine gesunde Leber sollte somit für jeden Menschen von höchstem Interesse sein!

Der Begriff Leberwerte umfasst eine Vielzahl an einzelnen Parametern. Die Leberenzyme AST (auch GOT), ALT (auch GPT) und GGT sollten gleichermaßen überprüft werden, wie das Stoffwechselprodukt Bilirubin und das Enzym Cholinesterase (ChE) und der Quickerwert (TPZ).

Eng mit der Funktionstüchtigkeit der Leber sind darüber hinaus folgende Werte verbunden:
  • Zink, Eisen und GLDH geben Hinweise auf Störungen der Leberzellen;
  • AP (alkalische Phosphatase), Gesamtcholesterin, LDL und HDL lassen Aussagen über die Ausscheidungsleistung der Leber zu;
  • Albumin und Gesamteiweiß ergänzen die Aussagekraft zur Syntheseleistung der Leber;
  • Ammoniak ist ein Kennwert für mögliche Störungen der metabolischen Leistung der Leber.
Eine Vielzahl an Werten also, die rund um dieses wichtige Organ untersucht werden sollten und entsprechend einige Kosten bedeuten.

Anabole Steroide und weitere Blutwerte

Darüber hinaus sollte ein Arzt bei medizinisch notwendiger Anwendung anaboler Steroide bei Bedarf weitere Werte im Blick behalten (Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Herzenyzme, Nierenwerte, Krebsmarker), was ein Endokrinologe jedoch am besten einzuschätzen weiß und an dieser Stelle eine zu lange Liste nach sich ziehen würde.


Interessante Blutwerte für Sportler

Welche Werte eines Blutbildes bzw. der Blutuntersuchung für Sportler letztendlich interessant sind, hängt letztendlich vom Untersuchungsziel ab. Jemand, der sich gefühlt im Übertraining befindet, sollte andere Werte im Blick haben, als ein Athlet, der lediglich seinen Mikronährstoffhaushalt überprüfen lassen möchte. Würde man ALLES untersuchen lassen, könnte man die Kosten der Untersuchung ohne Probleme auch in einen vierstelligen Bereich ansteigen lassen.

Aus diesem Grund sollte man sich im Vorfeld in Ruhe Gedanken machen. Die im Folgenden aufgeführten Werte stellen somit auch keine abschließende Aufschlüsselung dar! Es wurde jedoch versucht ein paar häufige Untersuchungsziele thematisch zusammenzufassen.

Blutwerte Schlankheit und Darmgesundheit

Wer zu viel viszerales Fett mit sich herumschleppt, aber trotz strikter Diät Probleme mit der Abnahme hat, könnte über die Überprüfung folgender Werte nachdenken:
  • CRP:
    Dies ist Entzündungsparamter. Wer tatsächlich Angst vor lifestyle-induzierten Entzündungen hat, sollte diesen Wert überprüfen lassen!
  • HbA1c:
    Trifft Aussage über den durchschnittlichen Blut-Glukose-Wert über einen Zeitraum von 3 Monaten.
  • Blutzucker:
    Dieser sollte im nüchternen Zustand niedrig sein.
  • Schilddrüsenwerte:
    Neben fT3, ft4 und TSH kann noch über Thyreoglobulin (notwendiges Enzym für Schilddrüsenhormone), Homocystein sowie die Schilddrüsen-Antikörper MAK (auch TPO), TAK und TRAK nachgedacht werden.
  • Lipidspiegel:
    Der umfassende Lipidspiegel setzt sich aus Cholesterin, LDL, HDL, Trizglyzeride und LpA zusammen.
In Kombination mit sportlicher Aktivität, Nahrungszufuhr und medizinischer Biographie sollten so entsprechend Lösungen ausfindig gemacht werden können.

Blutwerte Übertraining

Die Blutwerte müssen bei einer andauernden, zu starken Belastung nicht zwangsläufig schlechter werden. Wer aber trotz gezielter Trainingspause und genügend Regeneration Probleme hat, kann folgende Werte überprüfen lassen:
  • Testosteron:
    Dieses sinkt bei dauerhaft zu starker Belastung ab.
  • Harnstoff:
    Dauerhaft erhöhte Serumsharnstoffwerte können ein Anzeichen für Übertraining sein.
  • CK-Wert:
    Dass der CK-Wert durch Training ansteigt, ist normal. Wenn dieser nach mehreren Tagen Trainingspause jedoch weiterhin erhöht bleibt, kann dies ein Anzeichen für Übertraining sein.
  • Cortisol:
    Das Stresshormon sollte morgens überprüft werden, solange es eigentlich noch keine Erlebnisse gab, die für Stress hätten sorgen können. Ist der Wert dennoch erhöht, ist dies ein weiterer Marker.
  • Ferritin:
    Das Eisen-Speichermolekül kann bereits in frühen Phasen des Übertrainings niedrig ausfallen.
  • Lymphozyten:
    Die Anzahl der weißen Blutkörperchen wird bei einem dauerhaft zu hohen Cortisolspiegel geschwächt, was wiederum auch negative Folgen für das Immunsystem hat.
Zusammen mit Leistungsabfall und dauerhafter Erschöpfung sollten diese Werte ein gutes Gesamtbild ergeben.

Für Sportler interessante Mikronährstoffe

Wie ich gerne immer wieder betone, sollte IIFYM eigentlich für If It Fits Your Micros stehen. Während viele Trainierende ohne weiteres Kalorien und Makronährstoffverteilung im Blick haben, sind Mikronährstoffe für viele ein Buch sieben Siegeln, das so kompliziert anmutet, dass damit keine seriöse Auseinandersetzung stattfindet.

Generell ist die eigene Zufuhr leicht über die tägliche Nahrung sicherzustellen. Dennoch kann es aufgrund von diversen Einflüssen auf die Absorption zu einer möglichen Unterversorgung kommen. Bevor hier jedoch wild Präparate zusammengestellt werden, bietet sich eine gezielte Untersuchung an.

Für Bodybuilder und Sportler häufig interessante Werte sind:
  • Vitamin D 25-OH:
    Das Parathormon ist an einer Vielzahl an körpereigenen Vorgängen beteiligt und in der jüngsten Vergangenheit vermehrt in den Fokus gerückt, nachdem auch Institutionen wie die DGE ihre Empfehlungen für den Vitamin-D-Konsum deutlich erhöhten.
  • Zink:
    An einer Vielzahl an Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt.
  • Magnesium:
    Wie auch Zink von großer Bedeutung für den Enzymhaushalt des Menschen. Für Sportler ist die Bedeutung für die M
    skelkontraktion interessant.
  • Ferritin:
    Wie bereits oben beschrieben, ein wichtiger Marker für zu große körperliche Belastungen.
  • Kalium: Regelt den Wasserhaushalt IN den Zellen und ist für die Speicherung von Kohlenhydraten in den Muskelzellen notwendig.
  • Calcium:
    Für Sportler ist vor allem die Bedeutung für die Erregung der Muskel- und Nervenzellen interessant.
  • Homocystein:
    Indirekte Aussagekraft über die Vitamin B6, B12 und Folsäure.
Darüber hinaus wäre beispielsweise für Veganer auch die Untersuchung des Selen-Wertes interessant.

Wichtig ist, dass nicht jeder dieser Werte zwangsläufig notwendig ist. Informiert euch in Ruhe im Vorfeld und macht euch Gedanken darüber, was ihr überprüfen oder beeinflussen wollt!

Abschließendes zur Untersuchung von Blutbild und Blutwerten

Das Blutbild oder auch die Ermittlung einzelner Blutwerte kann eine interessante Sache sein. Während wir unser Gewicht oder den Bauchumfang schnell und einfach selbst ermitteln können, ist die Untersuchung des eigenen Blutes oft das einzige Mittel, um detaillierte Informationen über unseren Körper zu erlangen.

Dabei sollte nie vergessen werden, dass die Untersuchungsergebnisse im Gesamtzusammenhang zu sehen sind und niemand zum Hypochonder oder Raketenwissenschaftler mutieren sollte. Nur weil der körpereigene Testosteronwert nicht am obersten Limit kratzt, ist das längst nicht die (Haupt-)Ursache für ausbleibenden Trainingserfolg. Daher wiederhole ich mich gerne: Man sollte sich gut informieren oder vernünftig beraten lassen, wenn man seine Werte sinnvoll interpretieren will.

Wer selbstkritisch und mit kühlem Kopf das Gesamtbild seines Lifestyles betrachtet, kann mit der Blutuntersuchung ein hilfreiches Puzzleteil erlangen.

Hinweis: Der Autor dieses Artikels bietet individuelle Trainings- und Ernährungsberatung und -betreuung an. Weiteres erfahrt ihr unter ► become-fit.de oder schaut einfach auf seiner ► Facebookseite vorbei.

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