Ist zu viel Eiweiß schädlich?

Das Protein Paradox: Teil II

Ein Artikel von Mikementzer.com
von Greg Bradley-Popovich, MS, MS

Es gibt zahlreiche Faktoren, welche die Ergebnisse der Experimente, bezüglich des Proteinbedarfs von anaerob trainierenden Athleten, durcheinander bringen. Solche externen Variablen verhindern wahrscheinlich, dass andere Variablen ein Signifikanzniveau erreichen können. Am wichtigsten ist hierbei vermutlich die Energiebilanz. Es ist bewiesen, dass es eine inverse Korrelation zwischen der Energieaufnahmen und dem Proteinbedarf gibt. Dies gilt sowohl für inaktive Personen, als auch für Kraftsportler (Lemon, 1995). Dieses Thema führt ganz besonders in Studien zu Freizeit-, und Wettkampfbodybuildern zu Problemen, da hier, während des Versuchs der Reduktion des Körperfetts, oft ein Kaloriendefizit gebildet wird. Überraschenderweise, wurde das Thema Energiebilanz, in der Mehrheit der abgedruckten Studien, nicht vollständig besprochen. Obwohl die meisten Studien den verwendeten Energiekonsum angaben, wurde in den wenigsten Studien eine Schätzung des Energiebedarfs angegeben. Es ist daher nicht bekannt, welche der Probanden eine negative, ausgeglichene, oder positive Energiebilanz hatten. Es ist aber bewiesen, dass die Energiebilanz schwere Auswirkungen auf die Stickstoffretention hat. Eine Energieaufnahme über den Bedarf hinaus führt zu Stickstoffretention, wohingegen ein Energiedefizit zu Stickstoffverlusten führt. Quantitativ ist es so, dass ein Kalorienüberschuss/Kaloriendefizit von 1000kcal, die Retention/Ausscheidung von 2g Stickstoff bewirkt (Munro, 1964). Diese unbekannte Variable kann mit Sicherheit zu Fehlern in der Interpretation solcher Studien führen, und kann dadurch helfen zu erklären, wieso in diesen Studien keine signifikante Korrelation zwischen der Stickstoffretention und der Energieaufnahme, unabhängig vom Energieumsatz, gezeigt werden kann.

Eine andere Variable von höchster Bedeutung, ist die mögliche Verwendung von anabolen androgenen Steroiden der Probanden. Die Wichtigkeit eines dopingfreien Probanden kann nicht stark genug betont werden. Unter Personen, die mit Gewichtheben und Bodybuilding vertraut sind, ist es weitbekannt, dass eine überraschend hohe Anzahl von Bodybuildern (besonders wettkampforientierte Bodybuilder) sich selbst verschreibungspflichtige Medikamente, inklusive anabole Steroide, verabreichen (Eliot, Goldberg, Kuehl, und Catlin, 1987; Friedl, 1994; Hatfield, 1993, p. 30; Hurley, et al., 1984; Kersey, 1993; Sherwood, 1993, p. 239; Tesch, 1992). Laut Schätzungen, verwenden 90% der professionellen, männlichen Bodybuilder, zu irgendeinem Zeitpunkt Steroide (Catlin, Wright, Pope, und Liggett, 1993). Anabole androgene Steroide können, durch ihre starken Effekte auf die Proteinsynthese und den Proteinabbau, die Studien zur Stickstoffbilanz beeinflussen (Lombardo, 1993). Von den neun untersuchten Studien, berichteten nur zwei Studien, Lemon et al. (1992) und Walberg et al. (1988), von einem Versuch diese Variable zu kontrollieren. Die Wissenschaftler befragten die Probanden aber nur ob sie je Steroide verwendeten, anstatt sie wirklich zu testen. Da die Verwendung von Steroiden zu nicht medizinischen Zwecken illegal ist, und damit der Ausschluss aus einer Studie mit finanzieller Entschädigung bevorstehen könnte, ist es unwahrscheinlich, dass solche Befragungen ehrlich beantwortet werden. Bei den anderen Studien ist es sehr wahrscheinlich, basierend auf den vorher zitierten Referenzstudien (Celejowa und Homa und Laritcheva et al), dass von den Wettkampfprobanden Steroide verwendet wurden. Im Gegensatz dazu ist es sehr unwahrscheinlich, dass leistungsfördernde Substanzen auch von den älteren Neulingen der Campbell's Studie verwendet wurden. Bei den verbleibenden vier Studien ist es unbekannt, ob die Teilnehmer jemals Steroide verwendeten, oder während der Studie verwendeten.

Das Alter der Studienteilnehmer war sehr konsistent, und die meisten Probanden waren Mitte oder Anfang 20 Jahre alt. Die einzige Ausnahme war die Campbell et al. Studie, welche sich mit Personen Mitte 60 beschäftigte. Älteren Personen, so könnte eingebracht werden, können Protein nicht mir derselben Effizienz verdauen und resorbieren wie jüngere Probanden, und haben dadurch andere Voraussetzungen. Dieses Argument würde auf eine Erhöhung des Nahrungsproteins zur Kompensation hindeuten. Die Daten zu inaktiven, älteren Personen, sind aber generell unschlüssig (National Academy of Sciences National Research Council, 1989). Auf der andern Seite, haben ältere Probanden nicht dasselbe anabole Hormon Milieu wie jüngere Probanden (LeMar, 1998a; LeMar, 1998b), und daher würde man nach einem Widerstandstraining nicht denselben Anstieg der Stickstoffretention erwarten.

Ebenfalls sehr konsistent während allen Studien war die ausschließliche Verwendung von männlichen Probanden. Einzige Ausnahme war die Studie zu älteren Mitbürgern, welche männliche und weibliche Probanden untersuchte. Es ist unwahrscheinlich, dass ein zwischengeschlechtlicher Unterschied bezüglich der Effizienz zur Proteinverwertung besteht (National Academy of Sciences National Research Council, 1989). Es ist jedoch möglich, dass Frauen pro Tag nicht so viel Stickstoff für den Muskelaufbau einbauen, da sie ungefähr 1/10 der Testosteronmenge eines Mannes sezernieren (Holloway, 1994). Testosteron induziert auch die Sekretion von anderen wachstumsstimulierenden Hormonen, welche den Muskel Metabolismus beeinflussen können (Kraemer, 1992 a). Die hypertrophe Antwort könnte sogar durch den Menstruationszyklus variieren (Kraemer, 1992 b). Die Rolle des Geschlechts bei der Stickstoff Retention verdient weitere Untersuchungen.

Unter den neun untersuchten Studien, gab es große Unterschiede bezüglich des Trainingsplans, der Häufigkeit, der Intensität und der Dauer des Trainings. Obwohl versucht wurde die Daten nach der täglichen Trainingszeit zu normalisieren, ist diese Information nicht sehr bedeutsam, da man nichts über die Intensität oder Schwierigkeit des Trainingsplans weiß. Die große Mehrheit der Studien machte keine Angaben zur Intensität des Trainingsprogramms. Zusätzlich, behielten die Probanden in manchen Studien ihren eigenen Trainingsplan bei. In der Tat, waren die verwendeten Trainingsstrategien sehr unterschiedlich, nicht notwendigerweise produktiv, und könnten dadurch für die Diskrepanzen zwischen den Studien verantwortlich sein.

Studien, wie die von Lemon, welche sich auf die ersten Wochen eines Trainingsanfängers beziehen haben ihren Platz in der Literatur, und verweisen auf einen erhöhten Proteinbedarf zu Beginn des Trainings. Es erscheint jedoch, als würde der Körper nach einige Wochen oder Monaten lernen Protein aufzusparen, so dass ein "Angleichen" stattfindet. Während diese Information für einen Anfänger eines Trainingsprogramms hilfreich sein kann, verweist McCarthy auf Butterfield, und legt damit nahe, dass diese Studien teilweise dazu beitragen, den Proteinbedarf bei Athleten verschiedener Erfahrungsebenen zu überschätzen. Butterfield drückt einen Bedarf für Langzeitstudien, zur genauen Messung des Proteinbedarfs aus (McCarthy, 1989).

Es existieren weitere externe Variablen, welche das Design, die Durchführung, die Interpretation und den Vergleich von Studien zur akkuraten Untersuchung der Proteinaufnahme unter anaerob trainierenden Athleten, schwierig gestalten. Die Unterschiede in der Proteinqualität des konsumierten Proteins, sollten mit Sicherheit berücksichtigt werden. Eine eher neue Sorge, ist der Zeitpunkt des Proteinkonsums relativ zum Krafttraining, da eine erhöhte Proteinverwertung direkt nach einer Trainingseinheit höher sein könnte (Lemon, 1997). Selbst die Aufnahme von Kohlenhydraten nach einem Training hat Auswirkungen auf die Stickstoffretention (Roy, Tarnopolsky, MacDougall, Fowles, und Yarasheski, 1997).

Studien zur Stickstoffbilanz sind schwierig durchzuführen, da die Erfassung des Urin, Kot, Schweiß, etc. notwendig ist. Zusätzlich weisen die Studien inhärente Fehlerquellen auf, welche eine Unterschätzung von Stickstoffverlusten begünstigen (Lemon and Proctor, 1991). Eine Person kann also erscheinen als würde sie eine positive Stickstoffbilanz aufweisen, obwohl sie dies nicht tut. Diese Situation wird als "falsch positiv" bezeichnet (Reeds und Beckett, 1996). Energiedefizite können die Methoden zur Bestimmung der Stickstoffbilanz noch weiter verkomplizieren.

Selbst mit diesen Unzulänglichkeiten wurden von den Studien zur Stickstoffbilanz, mit einer überwältigenden Mehrheit, die Nützlichkeit einer Ernährung mit hohem Proteinanteil zur Erhöhung der Stickstoffretention beschrieben. Zusätzlich variieren die Ergebnisse der Studien zur Stickstoffretention dahingehend, dass obwohl die Probanden im Mittel alle eine positive Stickstoffbilanz aufwiesen, einige Probanden eigentlich eine negative Bilanz hatten. Ebenfalls sollte man sich daran erinnern, dass das Ziel einer widerstandstrainierenden Person nicht nur eine positive Stickstoffbilanz ist, sondern das Ziel sollte die höchstmögliche erreichbare Stickstoffbilanz sein, ohne dabei andere Ernährungs-, oder Gesundheitsaspekte einzuschränken.

Es wurden weitere Unzulänglichkeiten über Studien zur Stickstoffbilanz, mit dem Ziel einer Untersuchung von Probanden die ein Widerstandstraining durchführen, veröffentlicht. Tarnopolsky, Atkinson et al. Kommentierten einen bisher unbekannten, inhärenten Fehler in der Methodik zur Bestimmung der Stickstoffbilanz, welcher dazu führt den Rückschluss zu ziehen, dass der exzessive Konsum von Protein ergogene Vorteile mit sich bringt. Tarnopolsky, Atkinson et al. verweisen auf ihre eigene (sowie andere Studien), welche eine Diskrepanz zwischen der Stickstoffbilanz, und anderen Messgrößen der Proteinsynthese des Körpers, anzeigen. Daher empfehlen sie, die Stickstoffbilanz zusammen mit anderen Techniken anzuwenden. Eine übliche Falschannahme bezüglich der Studien zur Stickstoffbilanz ist, dass eine Muskelhypertrophie während einer negativen Bilanz nicht möglich ist. Tatsächlich können Muskeln aber, in dem sie Aminosäuren von anderen Organen stehlen, selbst während einer unzureichenden Proteinzufuhr wachsen.

Dieser Prozess kann natürlich nicht endlos lange ablaufen, und eine Ernährung mit höherem Proteinanteil würde sich wahrscheinlich als überlegen erweisen (Lemon, 1995). Es wird viel über die möglichen, mit einer hohen Proteinzufuhr einhergehenden, gesundheitlichen Risiken debattiert. Themen wie eine erhöhte Kalziumexkretion, ein vermehrter Konsum von gesättigten Fettsäuren und Nierenschäden, stehen an vorderster Front dieser Kontroverse. Der Glaube, eine erhöhte Proteinzufuhr würde zu einer Störung der Kalziumbilanz führen, stammt zumindest teilweise von Studien, welche Protein-Isolate frei von natürlichem Phosphat verabreichten, gleichzeitig aber das Kalzium und Phosphat in der Nahrung konstant hielten. Dies ist der Fall bei der Studie von Anand and Linkswiler (1974). Sie untersuchten die Kalziumretention bei eine Proteinzufuhr von 47, 95 und 142g Protein/Tag. Die Proteine wurden als Isolate verabreicht. Sie stellten hierbei fest, dass das Protein eine signifikant erhöhte Kalziumausscheidung über den Urin induzierte. Ähnliches wurde von Allen, Oddoye, and Margen (1979) gezeigt. Sie untersuchten den Konsum von 75g Protein versus 225g Protein (täglich) und versuchten das Phosphat konstant zu halten (tatsächlich sank der Phosphatgehalt in der Gruppe mit hoher Proteinzufuhr leicht). Sie zogen ebenfalls den Rückschluß, dass eine erhöhte Proteinzufuhr die Kalziumausscheidung erhöht, das Maximum der Kalziumausscheidung 3-5 Tage nach Beginn der hohen Proteinzufuhr erreicht ist, und für mindestens drei Monate erhöht bleibt. Es wurden mindestens acht ähnliche Studien durchgeführt, wobei die Kalzium-, und Phosphataufnahme konstant gehalten, und die Proteinzufuhr variiert wurde (Hegsted, Schutte, Zemel, and Linkswiler, 1981).

Im Gegensatz zu den obigen Erkenntnissen, beleuchtete eine andere Studie den Proteinkonsum und den entsprechenden Phosphatkonsum. Es wurden 50g versus 150g Protein pro Tag aufgenommen. Es wurden keine signifikanten Störungen der Kalziumbilanz dokumentiert (Hegsted, et al.). Es ist nennenswert, dass alle bis zu diesem Zeitpunkt zitierten Studien, nur 500 mg Kalzium/Tag zuließen (<40% der 1989 RDA). Eine neuere Studie besagt, dass ein erhöhter Proteinkonsum durch Fleisch (und die damit assoziierte Erhöhung der Phosphataufnahme) die Kalziumverluste minimiert. Diese Studie untersuchte auch eine Gruppe, welche viel Protein in Form von Milchprodukten konsumierte, um die Kalziumaufnahme von 590mg/Tag auf 1379mg/Tag zu erhöhen. Dies führte zu einer stark positiven Kalziumbilanz. Milchprodukte sind nicht nur wegen ihres Kalziumgehalts hilfreich, sondern weil Laktose eventuell die Kalziumresorption erleichtern kann (National Academy of Sciences National Research Council, 1989).

Epidemiologische Studien konnten keinen negativen Einfluss von großen Mengen Nahrungsprotein auf die Knochen zeigen. Zwei Studien, eine zur Bruchquote und eine weitere zum Gewicht von Röhrenknochen, zeigten keine negativen Auswirkungen von Protein auf die Knochen (Arnaud and Sanchez, 1996). Was Kalziumverluste und Proteinaufnahme angeht, so sagt das National Research Council : "Bei gleichbleibender Phosphataufnahme, steigt bei erhöhter Proteinaufnahme, die Ausscheidung von Kalzium über den Urin. Steigt die Phosphataufnahme zusammen mit der erhöhten Proteinaufnahme an (was bei einer typischen U.S Ernährung der Fall ist), so werden die Auswirkungen von Protein minimiert. Es wurde vorgeschlagen, aber niemals demonstriert, dass eine hohe Proteinaufnahme zu Osteoporose beitragen könnte. Dies scheint, basierend auf den vorliegenden Anhaltspunkten, unwahrscheinlich. Zumindest für die meisten Leute in den USA" (National Academy of Sciences National Research Council, 1989, p. 72). Des Weiteren sagt die National Academy of Sciences National Research Council (1989, p. 178) zur Beziehung zwischen Phosphat-, und Proteinaufnahme und dem Kalziumstatus: "Die Spiegel von Protein und Phosphat, können den Metabolismus und den Bedarf von Kalzium beeinflussen. Hauptsächlich geschieht dies durch ihre entgegengesetzten Effekte auf das Urinkalzium, als Resultat einer Veränderung der tubulären Resorptionsrate. Die Effekte auf die Ausscheidung im Urin gleichen die kleinen, oben erwähnten Effekte auf die Absorption, wieder aus (diese zeigen, dass Phosphor nur als Phytat die Absorption stört und Protein die Absorption verstärkt). Eine erhöhte Proteinaufnahme vermindert die tubuläre Reabsorbtion, und führt daher zu einer verstärkten Kalziumausscheidung durch den Urin. Im Gegensatz dazu, verstärkt eine erhöhte Phosphoraufnahme die tubuläre Reabsorption, wodurch weniger Kalzium über den Urin ausgeschieden wird. Wegen diesen gegensätzlichen Effekten von Protein und Phosphat auf das Kalzium im Urin und die Kalziumretention, hat eine simultane Aufnahme von beiden (typischerweise enthalten beim Verzehr von Milch, Eiern und Fleisch), nur geringe Auswirkungen auf die Kalziumbilanz und die empfohlene Kalziumaufnahme".

Für Liebhaber des Widerstandstrainings gilt: Viele Protein Nahrungsergänzungen sind mit 25-100% der RDA von Phosphat und 25-160% der RDA von Kalzium versetzt. Zusätzlich muss man beachten, dass Widerstandstraining selbst ein starker Stimulus für die Mineralisierung von Knochen ist (Burr, 1997; Conroy and Earle, 1994). In Anbetracht dieser Vielzahl von Belegen, ist es unwahrscheinlich, dass ein erhöhter Proteinkonsum negative Auswirkungen auf die Kalziumretention bei widerstandstrainierenden Personen hat, welche die Mehrheit ihres Proteins als Fleisch, Eier, Milchprodukte und sogar Protein Nahrungsergänzung konsumieren.

Die Verbindung zwischen einer Ernährung mit viel Protein, und dem Konsum von gesättigten Fettsäuren, ist nicht ganz unwichtig. Studien zu den Ernährungsgewohnheiten von Freizeit-, und Wettkampfkraftsportlern, konnten wiederholt einen sehr geringen Konsum von Fett und gesättigten Fettsäuren zeigen (Kleiner, Bazzarre und Ainsworth, 1994; Vega und Jackson, 1996). Zusätzlich wurde gezeigt, dass Bodybuilding die Blutlipide, akut und chronisch, positiv beeinflusst (Wallace, Moffatt, Haymes, und Green, 1991, Eliot et al.; Goldberg, Elliot, Schutz, and Kloster, 1984; Ullrich, Reid, and Yeater, 1987). Diese positiven Effekte findet man nicht in Personen die anabole androgene Steroide missbrauchen (Hurley et al.). Solange sich eine steroidfreie, widerstandstrainierenden Person, um eine moderate Aufnahme von gesättigten Fettsäuren bemüht (indem sie mageres Fleisch und fettreduzierte Milchprodukte wählt), stellt eine Ernährung mit hohem Proteinanteil kein Arteriosklerose Risiko dar. Mögliche, negative Auswirkungen einer proteinreichen Ernährung wurden von Brenner et al. Postuliert (1982). Dieses Team schlug vor, dass eine übermäßige Proteinaufnahme eine altersbedingte Krankheit, die renale Glomerulosklerose, beschleunigt. Brenner benannte das mögliche Risiko innerhalb gesunder Individuen als "annehmbar". Das National Research Council weist darauf hin, dass es keine Studie am Mensch gibt, welche die These der proteininduzierten Glomerulosklerose unterstützt (National Academy of Sciences National Research Council 1989). Es muss in diesem Bericht zwischen einer Ernährung mit übermäßigem Protein, und einer solchen mit viel Protein unterschieden werden. Eine Ernährung mit übermäßigem Protein bedeutet: Eine Ernährung, bei der das Protein abgebaut werden muss, und die stickstoffhaltigen Abfallprodukte mit dem Urin ausgeschieden werden müssen. Andererseits, sollte eine Ernährung mit viel Protein einem widerstandstrainierenden Athleten genug Protein liefern, um eine positive Stickstoffbilanz zu erhalten und damit zusätzliches Wachstum ermöglichen.

Eine proteinreiche Ernährung eines Kraftsportlers ist also nicht notwendigerweise eine Ernährung mit überschüssigem Protein, und würde keine zusätzliche Last auf die Nieren ausüben. Basierend auf Forschung mit gesunden Individuen, und auch spezifisch mit Bodybuildern, scheint es für gesunde Individuen keinen Grund zu geben vor supraphysiologischem Proteinkonsum Angst zu haben (Di Pasquale; Lemon, 1994). In der Tat, hat mindestens eine Tierstudie günstige Auswirkungen einer proteinreichen Ernährung auf die Nierenfunktion gezeigt (Sterck, Ritskes-Hoitinga, and Beynen, 1992). Das National Research Council unterstützt diese Ansicht zur Sicherheit und schreibt: "Die Proteinaufnahme in den USA, ist wesentlich höher als der eigentliche Bedarf. Obwohl es keine soliden Hinweise zur Schädlichkeit dieses Konsums gibt, wird es vorsichtshalber als das Beste angesehen, die Obergrenze der zweifachen RDA Empfehlung nicht zu überschreiten (1,6g/kg/Tag), (National Academy of Sciences National Research Council, 1989, pp. 72-73)".

Trotz der früher angemerkten, methodischen Probleme, häufen sich die Hinweise, dass widerstandstrainierte Personen für gewöhnlich sehr positiv auf eine Proteinaufnahme reagieren, welche die Empfehlungen durch traditionelle Quellen, wie die RDA, übersteigt. Die Datenlage ist so überzeugend, dass die American Dietetic Association im Jahre 1987 eine Stellungnahme veröffentlichte, welche die RDA für alle Athleten leicht anhob (von 0.8 g/kg/Tag auf 1.0 g/kg/Tag (McCarthy)). Die meisten Behörden, abgesehen von wenigen Ausnahmen (Sargent and Hohn, 1993), sind der Meinung, dass anaerob trainierende Athleten die besten Ergebnisse erzielen, wenn ihr Proteinkonsum die RDA übersteigt (Lemon, 1995; Lemon und Proctor; Paul, 1989; Reimers; Tarnopolsky, Atkinson, MacDougall, Chesley, et al.).

In Lemon's letzter Analyse (1995), schlug er einen Bedarf von ungefähr 1,4-1,8g/kg/Tag für anaerob trainierende Athleten vor. Diese Empfehlung geht von einer adäquaten Kalorienaufnahme, sowie einer Ernährung aus gemischten und hochwertigen Proteinen aus. Schwankungen innerhalb dieses Bereiches sind abhängig von Faktoren wie Trainingserfahrung, Intensität und Häufigkeit des anaeroben Programms, einer zusätzlichen aeroben Komponente (häufig bei Bodybuildern der Fall), der Verwendung von anabolen androgen Steroiden (welche die Proteinsynthese verstärken) und dem Alter (sich im Wachstum befindende Athleten benötigen mehr Protein). Lemon schlägt vor, dass man mit dem Hinzufügen von zwei Standartabweichungen zum Wert der Linearen Regression ungefähr 98% aller widerstandstrainierenden Athleten abdeckt (Lemon 1997). Dies ist ähnlich den Daten der RDA. Tarnopolsky meint, dass aufgrund der geringen Anzahl der Teilnehmer in diesen Studien über Widerstandstraining, eine Standardabweichungen eher angebracht ist, da bei weniger Teilnehmern mehr Schwankungen vorliegen (Tarnopolsky, Atkinson, et al.). Die einfache Regressionsanalyse aller Studien liefert einen Schätzwert für eine ausgeglichene Stickstoffbilanz (was nicht notwendigerweise der stärksten Retention entspricht), welcher sich bei 1,35g Protein/kg/Tag ergibt (0,215g N/kg/Tag). Nach Anwendung von 1-2 Standartabweichungen (12.5% pro SD) (National Academy of Sciences National Research Council, 1989), mit der Absicht bis zu 98% aller widerstandstrainierenden Personen abzudecken, wird aus der Zahl 1,52g Protein/kg/Tag oder 1,69g Protein/kg/Tag (0,270g N/Kg/Tag). Ein etwas vorsichtigerer Ansatz wäre, mit dem "Proteinbedarf" zum Erreichen einer ausgeglichenen Stickstoffbilanz zu beginnen, und eine vernünftige Menge für das eigentliche Wachstum hinzuzufügen (beispielsweise die vorher genannten 5,5g Protein/Tag). Falls ein widerstandstrainierter Athlet sein volles genetisches Potential ausgeschöpft hat (wenn zusätzliche Hypertrophie in Abwesenheit von Übertraining ausbleibt), so könnte dieser Athlet seine Proteinzufuhr stufenweise reduzieren, um die Stickstoffbilanz zu erhalten. Die Zahlen aus der Linearen Regressionsanalyse und dem einfachem Rechnen, stimmen mit mindestens einem wissenschaftlichen Review überein, und bewegen sich im von Lemon vorgeschlagenen Bereich von 1,4-1,8g Protein/kg/Tag (Lemon 1995). Basierend auf den eher vorsichtigeren Berechnungen dieses Berichtes, würde eine 65kg schwere Person ungefähr 94g Protein pro Tag benötigen, um eine positive Stickstoff Retention zu erreichen (1.35 X 65 = 88; 88 + 5.5 = 94 g Protein/Tag). Dies muss jedoch noch bestätigt werden, und es können aktuell keine Empfehlungen ausgesprochen werden, da der eigentliche Bedarf noch ungesichert ist.

Die unmittelbaren Auswirkungen dieser Daten auf widerstandstrainierenden Athleten sind wahrscheinlich eher unbedeutend. Es ist gut dokumentiert, dass die große Mehrheit der Amerikaner, und speziell auch die anaerob trainierenden Athleten, bereits Proteinmengen konsumieren, die weit über den Empfehlungen liegen (Lemon and Proctor, 1991; Munro; Vega and Jackson). Geht man von einer mindestens durchschnittlichen Proteinqualität aus, so ist es unwahrscheinlich, dass widerstandstrainierenden Athleten ihren aktuellen Proteinkonsum modifizieren müssen. Tatsächlich konsumieren viele anaerob trainierende Athleten, und besonders Bodybuilder, eine Fülle von hochwertigem Protein (Vega and Jackson), welches ihren Bedarf an Protein sogar senken würde. Zusammenfassend zeigen meine Forschungsergebnisse, dass eine ausgeglichene Stickstoffbilanz bei einer Proteinzufuhr von 1,35g/Kg/Tag zu erreichen ist. Es werden dringend zusätzliche Studien, bezüglich des Proteinbedarfs von widerstandstrainierenden Athleten unter kontrollierten Bedingungen benötigt, um festzustellen, welche Menge von Protein die positivste Stickstoffbilanz erzeugt. Einer Frage der man sich stellen muss, ist die abnehmende Effizienz der Proteinausnutzung, welche das Resultat von ausgedehnten Intervallen mit supraphysiologischem Proteinkonsum ist.


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