Der Essen-Guide

Ein Artikel von T-Nation.com
von T-Nation Team

Wir sind kurz davor, euch in das Geheimnis für einen definierten, muskulösen Körper einzuweihen. Dieses dunkle Geheimnis wurde schon seit über hundert Jahren von einer geheimen Gesellschaft, bestehend aus Magazinredakteuren und der Supplementindustrie, gehütet. Wir riskieren unser Leben, damit wir es euch sagen können. Seid ihr bereit? Ok, hier ist es:

Es gibt kein Geheimnis.

Gut, das ist nicht wirklich ein Geheimnis; es ist ein Stück Weisheit, zu dem man nach mindestens 10 Jahren harten Trainings und richtiger Ernährung kommt. Die Wahrheit bleibt, es gibt weder Wundermittel noch Wunderprogramme dorthin.

Wenn es ein echtes Geheimnis gibt, ist es folgendes: Ein Spitzenkörper resultiert aus konstantem, durchdachten Training und richtiger Ernährung. Es gibt vier Schritte:
  1. Trainiere hart
  2. Esse richtig
  3. Benutze Supplements, wenn nötig
  4. Wiederhole das für viele, viele Jahre
Von diesen vier Faktoren wird am häufigsten die Ernährung falsch gemacht. Was heißt denn richtig essen? Das hängt von euren Zielen ab. T-Mag umfasst viele verschiedene Programme, die auf eure Ziele zurechtgeschnitten sind. Der Hauptunterschied dieser Programme besteht in der Kalorienmenge und Verteilung der Makronährstoffe. Lustigerweise essen Bodybuilder jeden Tag fast das gleiche, egal welchen Ernährungsplan sie nun befolgen. Sie ändern nur die Mengen an Eiweiß, Kohlehydraten und Fetten und spielen etwas mit der Kalorienmenge für den Tag herum.

Das mag den Taco-Bell-fressenden Oprah Fans dort draußen komisch vorkommen, aber dahinter verbirgt sich eine Logik. Das meiste Essen in Supermärkten ist Mist. Gäbe es einen Bodybuilder-Supermarkt, wären die Regale ziemlich schmal. Ich mein, Leute, braucht ihr wirklich 234 verschiedene Cereals zum Frühstück? Nein! Ich bin der Meinung, ihr braucht überhaupt kein Cereal!

Je mehr ihr über die Säulen einer guten Ernährung lernt, umso schneller wird euch bewusst werden, dass 90% der Sachen im Supermarkt Mist sind, die euch von dem Körper wegbringen, den ihr erreichen wollt.

Mit diesem Gedanken haben wir ein paar T-Mag Mitarbeiter wie Cy Willson, Brock Strasser, Bill Roberts, John Berardi, John Koenig und John Davies über ihre Ernährung befragt. Mit ihrer Hilfe haben wir eine Liste erstellt, die euch die besten und schlechtesten Wahlen für Lebensmittel zeigt, plus einige, die dazwischen fallen.

Also, legen wir los:

Die Guten Sachen

Gute, alte Haferflocken

Die klare Nummer eins der Kohlehydrate bei Bodybuildern. Auch wenn ihr eine Diät mit wenig KH durchzieht, ist es sicher nicht falsch, eine Portion Haferflocken (27g KH) zum morgendlichen Schub Eiweiß zu geben. Euer Körper hat die ganze Nacht gehungert und da gibt es nichts besseres als ein paar komplexe KH für die Glykogenspeicher und etwas Eiweiß für den Bodybuilder.

Haferflocken haben ungefähr drei Gramm natürlicher ungesättigter Fettsäuren, fünf Gramm Eiweiß und zwei Gramm lösliche und nicht-lösliche Ballaststoffe pro Portion. Diese können euch nicht nur bei der Verdauung helfen. Die löslichen Stoffe können den Cholesterinspiegel senken und haben daher das Gütesiegel Heart Healthy von der American Heart Association verliehen bekommen.

Kauft aber nur 100% natürliche Haferflocken. Mehr soll auf der Verpackung nicht draufstehen! Getreide soll die einzige Zutat sein. Vermeidet tunlichst alle Haferflocken mit künstlichem Geschmack (mehr darüber im Absatz Die schlechten Sachen). Vermischt das gute Zeug bitte auch nicht mit Milch und Zucker. Esst es, wie ein Mann. Dabei müsst ihr das Wasser nicht im Topf kochen, die Mikrowelle tuts auch.

Haferflocken sind genial. Macht sie zu einem Grundstein eurer Ernährung.

Fettfreier Hüttenkäse

Wir können den Geschmack und die Konsistenz von Hüttenkäse nicht ausstehen. Die meisten von uns essen davon aber mindestens fünf Pfund pro Woche. Wie wir das Zeug genießbar machen? Wir mischen es mit Proteinpulver und machen Puddings und dicke Shakes daraus. Warum machen wir uns die Mühe? Ganz einfach, Hüttenkäse ist eine super Caseinquelle, eines der besten Eiweiße für Bodybuilder.

Casein wird sehr langsam verdaut und aufgenommen. Ein Snack mit Casein sorgt für einen langsamen, durchgehenden Zustrom von Aminosäuren über Stunden in unser Blut. Hüttenkäse hat zudem nur wenig KH. Diese Umstände machen Casein zur idealen Mahlzeit vor dem Schlafengehen, um dem nächtlichen Muskelabbau vorzubeugen (Muskelverlust durch das achtstündige Fasten).

Nehmt immer die fettarme Variante und keine andere, wegen deren Gehalt an "schlechten" Fetten. Sicher schmeckt sie etwas bitter, aber wenn ihr sie, wie wir, als Basis mit anderen Nahrungsmitteln mischt, ist das egal. Außerdem, wenn ihr euch mit Kniebeugen malträtieren könnt und euch Steroide in den Körper jagt, werdet ihr wohl auch Cottage Cheese runterkriegen, ihr Milchbubis!

Thunfisch und andere Fische

Nichts geht über eine Proteinmahlzeit, die wie eure Freundin schmeckt (ok, vielleicht hab ich bis jetzt die falschen Mädels getroffen). So wie Haferflocken ein idealer KH-Lieferant sind, ist Thunfisch ein idealer Eiweißlieferant. Er ist billig, fettarm, KH-frei und packt 13g Eiweiß in nur 50g hinein.

Es gibt sie in Dosen oder in diesen neuen kein Abtropfen mehr-Paketen (die aber etwas teurer sind). Es gibt sie mit Wasser oder Öl, wobei sich zweiteres ideal für Leute eignet, die eine fettreiche Diät durchziehen. Albacore Tuna hat 450mg Omega3-Fettsäuren pro 50g und wenn ihr Glück habt, ist auch etwas von diesem köstlichen Delphinfleisch dabei!

Wir haben von anderen Fischsorten neben Thunfisch gehört, aber die müssen gekocht werden. Lachs ist eine gute Quelle und ihr könnt sie auch in Dosen kaufen. Den meisten von uns wird davon übel, aber die beiden T-Mag Autoren John und Steve Berardi leben von dem Zeug. Dem und Atemfrische-Bonbons.

Rind und Geflügel

Diese Kategorie umfasst Rind, Huhn, Truthahn und so ziemlich alles, was man fangen kann und Füße hat. T-Mag Mitglied Coach Davies empfiehlt seinen Athleten sogar große Mengen an Büffel- und Straußfleisch.

Schauen wir uns mal ein saftiges Steak an. Rotes Fleisch wurde in den verkehrten 80ern gemieden, aber mittlerweile hat man da die Richtung geändert. Die Gegner von Rindfleisch waren üblicherweise Fanatiker der fett-frei Schiene und Tierschützer, die dachten dass Bagels und Soyabohnen die Erleuchtung und Führung zu einer schlanken Linie bringen würde. Sie lagen völlig daneben.

Rindfleisch ist prallvoll mit Eiweiß und Nährstoffen; es wird von einigen sogar das Multivitamin der Natur genannt. Sicher hat es auch etwas Fett, aber ein bisschen Fett schadet in der richtigen Menge nicht. Eine zu strikte Meidung der Fette senkt sogar den Testosteronspiegel. Eine sinnvolle Menge an Fetten in der Ernährung, auch gesättigte Fettsäuren, ist wichtig und gesund.

Sucht bei Rindfleisch immer nach Lendensteaks (Karree), das sind die magersten. Vermeidet das fette Fleisch der Rippen. Für uns heißt das einfach, dass wir uns ein Sirloin Steak statt Spareribs bestellen. Sucht im Supermarkt immer nach Stücken, die über 90% mageres Fleisch enthalten und schneidet das überschüssige Fett weg. Vermeidet alle prozessierten Rindfleischprodukte, wie Pasteten oder Wurst.

Weißes Fleisch vom Huhn oder Truthahn ist auch gut. Da beide viel Eiweiß liefern und KH-frei sind und auch vielseitig zubereitet werden können, sind sie einer der wichtigsten Nahrungsmittel für Bodybuilder. Aufessen!

Eier

In der Zeit vor dem Eiweißpulver haben sich Bodybuilder gerne auf Eier verlassen, um ihren Eiweißkonsum zu erhöhen. Ein großes Ei hat sieben Gramm Eiweiß, 80 Kalorien und einen großartigen BV (biologische Wertigkeit).

Wieder werdet ihr euch über Fett und Cholesterin Gedanken machen und wieder kann ich euch sagen, dass in den Medien diese Dinge übertrieben dargestellt wurden. Fakt: Cholesterin ist die Basis für alle anabolen Hormone. Ohne dem könntet ihr kein Testosteron produzieren. Wenn ihr auf eine gute Ernährung achtet und trainiert, werden euch ein paar ganze Eier nicht schaden. Selbst die sehr konservative American Heart Association sagt, dass es in Ordnung ist pro Woche bis zu vier ganze Eier zu essen.

Die meisten Bodybuilder nehmen dennoch nur das Eiklar für ihre Mahlzeiten und werfen ein bis zwei Dotter ein. Ihr könnt sogar pasteurisiertes Eiklar kaufen, wo die Dotter bereits entfernt wurden. Gebt ein ganzes Ei zu einer Packung Eiklar hinzu und ihr habt ein gutes Bodybuilder-Omelett.

Egal wie gut Rocky ausgesehen hat, rohe Eier sind schlecht! Wir reden hier nicht über Salmonellenvergiftung (die noch immer eine Gefahr darstellt, obwohl die Industrie da schon Fortschritte in den letzten Jahren gemacht hat). John Berardi fand eine Studie, laut der das Eiweiß roher Eier nur zur Hälfte vom Körper verarbeitet werden kann. Also riskiert ihr nicht nur krank zu werden, sondern ihr schmeißt auch Geld zum Fenster raus. Lektion: Kocht eure Eier!

Obst und Gemüse

Obst und Früchte versorgen euch mit Vitamine, Mineralstoffe, Pflanzenstoffe, einige Flavonoide, Ballaststoffe und könnten auch einige eiweiß-schonende Effekte haben. Esst etwas Obst, aber vermeidet die meisten Fruchtsäfte (mehr dazu unten).

Was Gemüse angeht: Was sollen wir dazu sagen? Mama hat gesagt, esst Gemüse und Mama hatte Recht. Es gibt einige Stoffe da draußen, die uns nur die Natur liefern kann und viele dieser Goodies sind in Obst, Früchten und Gemüse verpackt.

Eiweißpulver

Jetzt werden viele von euch schreien wartet mal, Eiweißpulver ist kein Essen! Es ist eine Nahrungsergänzung. Wir verstehen euch, aber wir sehen hochqualitatives Eiweißpulver und MRPs (Mahlzeitersatzprodukte) als Essen an. Seht euch die Inhaltsangaben an und ihr sehr Eiweiß, Fett, KH, Vitamine und Mineralstoffe. Hört sich für uns nach Essen an, nur in konzentrierter Form.

Eiweißpulver geben wir auf unsere Liste, weil sie nahrhaft, schnell und praktisch sind. Sie haben die Bodybuilding-Industrie revolutioniert und erlauben es jedem normalen Menschen mit Beruf und Familie die Nährstoffe zu liefern, die er braucht, um Muskelmasse aufzubauen. Versucht mal mindestens acht Stunden am Tag zu arbeiten, zu trainieren, Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen und auch noch fünf oder sechs eiweißreiche Mahlzeiten einzuschieben. Schwierig, vor allem, wenn man mindestens 1,5g Eiweiß pro Pfund Körpergewicht essen will. Proteinpulver sind die Lösung. Diejenigen mit wenig KH sind besonders gut, da sie sich zum Cutten und zum Aufbauen eignen.

Die mittelmäßigen Sachen

Diese Kategorie umfasst Nahrungsmittel, die man im Allgemeinen als gut für Bodybuilder ansieht, aber nicht unbedingt für alle geeignet sind. Probiert einfach ein bisschen mit ihnen herum und schaut, mit welchen ihr am besten auskommt. Wir denken, dass die meisten sowieso eher gute Sachen sind.

Nüsse und natürliche Erdnussbutter

Nüsse schaffen es in die okay-Liste aus einem bestimmten Grund: Sie haben eine sehr hohe Kaloriendichte. Aus diesem Grund empfehlen sie sich besonders für die sogenannten Hardgainer. 28g Erdnüsse (ungefähr 32 Nüsse, um genau zu sein) haben 160 Kalorien, 8g Eiweiß und 5g KH. Nüsse haben viel Fett, aber nur ein kleiner Teil davon ist gesättigt (2g aus 14g bei Erdnüssen).

Nun, da Nüsse so eine große Kaloriendichte haben, müsst ihr vorsichtig sein. Nur mal an einer Partydose Erdnüssen zu knabbern, kann euch schnell tausend Kalorien einbringen. Aber im Allgemeinen sind Nüsse ein guter Snack mit viel Fett und wenig KH (Cashew-Nüsse haben die meisten KH, 8g pro Portion, also aufpassen). Sie machen satt, sind leicht herumzutragen und können ein gesunder Teil einer jeden Ernährung sein.

Wir sind auch große Fans von natürlicher Erdnussbutter und ja, sie muss natürlich sein! Normale Erdnussbutter ist voller Mist wie Maissirup, gehärtete Fette und Zucker. Die Zutaten sollten sein „Erdnüsse und Salz“, mehr nicht. Und lasst euch nicht von den low-Fat Arten reinlegen. Sie sind immer noch voller ungesunder Zusätze, inklusive Sojaprotein! Und wenn ihr euch noch immer wegen dem Fett Sorgen macht, ihr könnt einen Teil davon bei natürlicher Erdnussbutter ausrinnen lassen, bevor ihr sie rührt und in den Kühlschrank gebt.

Ein Tipp für unsere schnellen Stoffwechsler: Gebt zwei Esslöffel natürlicher Erdnussbutter in euren Eiweißshake für einen gesunden, kalorienreichen Weight Gainer. Das macht ein Plus von 400 Kalorien und das völlig zuckerfrei.

Reis, Nudeln, Kartoffeln, Süßkartoffeln und Vollkornbrot

Wir geben es ja zu. Wir haben alle diese Nahrungsmittel wegen ihrer KH in dieselbe Kategorie geworfen. Das sind super Zutaten, nur müssen vor allem KH-sensible Körpertypen einiges beachten.

Wählt diese Zutaten strikt nach dem glykämischen Index (GI), wie Süßkartoffeln vor normalen Weißkartoffeln; Vollkornnudeln vor weißen Nudeln und braunen Langkornreis vor weißem Reis (je pickiger der Reis, desto höher der GI). Was Brot angeht, vermeidet weißes, bearbeitetes Brot und nehmt stattdessen dunkles Mehrkorn- oder Vollkornbrot. Wenn ihr grobe Stücke mit reingebacken seht, dann passt es.

Dieses Essen ist gut, solange ihr etwas aufpasst, wenn ihr sensibel auf KH reagiert. Seid auch vorsichtig mit Soßen, vor allem bei Nudeln und Kartoffeln. Eine fettreiche Soße auf ein KH-reiches Essen ist ein ideales Rezept für Fettzunahme.

Milch und Joghurt

Milch hat zwei Seiten. Für die einen sie eine billige Proteinquelle und der ultimative Weight Gainer für dürre Teenager. Einige Oldtimer raten sogar, vier Liter oder mehr davon pro Tag zu trinken! Das würde einige von uns mit Sicherheit recht fett aussehen lassen. Der Großteil von Milchfett fällt in die Kategorie schlecht. Gesättigte Fette mit viel KH und Zucker macht keinen gesunden Körper.

Noch dazu sind um die 10-20% der Bevölkerung laktoseintolerant, soll heißen, sie können keinen Milchzucker verdauen (es gibt einige Studien, die zeigen, dass nicht-weiße, vor allem Asiaten und Schwarze, sehr viel öfter laktoseintolerant sind). Dem kann mit laktosefreier Milch und Verdauungsenzymen geholfen werden. Wenn ihr kein Problem mit Laktose habt, ist Magermilch ein guter Eiweißlieferant. Dennoch, solange ihr kein Teenager mit dem Stoffwechsel eines Kolibris auf Ephedrin seid, würden wir euch von Milch abraten.

Joghurt ist dazu eine bessere Alternative. Er hat viele Vorteile der Milch und fast keine ihrer Nachteile. Einer der wirklich guten Dinge von Joghurt sind die lebendigen, aktiven Kulturen, die er enthält. Wir reden von Bakterien, nette Bakterien, die unsere Verdauung auf Trab halten (darum ist Joghurt auch so gut gegen Verstopfung und Durchfall).

Einige Substanzen darin füttern die Bakterien sogar und können euch somit helfen, das ganze Eiweiß aufzunehmen, das ihr esst. Ein bestimmtes Bakterium namens GDL reduziert Blähungen und fördert eine positive Stickstoffbilanz im Körper. Darum sind diese Bakterien eine ideale Zugabe zu Eiweißpulvern.

Soßen und Gewürze

Sie schaffen es auf die okay-Liste, weil nicht alle schlecht sind. Auf der guten Seite findet sich ein Breitband an kalorienfreien Pfeffersoßen, Worcestershire Soße und so ziemlich alle Kräuter und Gewürze. Viele verschiedene Senfsorten fallen auch in diese Kategorie, aber lest vorsichtshalber immer die Inhaltstabelle.

Auf der schlechten Seite findet sich alles aus Maissirup mit viel Fruktose (BBQ Soße, Ketchup, etc.), Mayo und die meisten cremigen Salatdressings. Wenn es unbedingt Mayo sein muss, dann nehmt fettfreies Miracle Whip und bei Grillfesten könnt ihr von uns aus eine kleine Menge BBQ Soße nehmen und dünn auf das Fleisch streichen.

Die schlechten Sachen

Wir wechseln alle ab und zu zur dunklen Seite der Macht, aber wenn ihr muskulös und definiert aussehen wollt, bleibt ihr besser 95% der Zeit bei der guten Seite. Hier ist eine Liste von Essen, dem ihr besser aus dem Weg geht, wenn ihr in der Öffentlichkeit noch euer Shirt ausziehen wollt.

Nahrungsmittel mit viel Fett und Zucker

Das typische Essen im Westen besteht aus viel Fett und Zucker. In Amerika hat das zu einem drastischen Anstieg der Übergewichtigen und den daraus resultierenden Krankheiten geführt. Es hat auch zu fetten Mädels geführt, die ganz wild darauf sind mit ihren Nabelpiercings in kurzen Shirts anzugeben und darum viel nackte, hervorquellende Körperteile zeigen, denen man am besten einen Sack drüberstreckt. Dieser Wahnsinn muss aufhören!

Wo waren wir? Ach ja, Essen mit viel Fett und KH. John Berardi hat das in seinen Massing Eating Artikeln so zusammengefasst: "Mahlzeiten mit vielen KH in Verbindung mit viel Fett können sogar einen synergischen Effekt auf das Insulin haben, in Vergleich mit nur einem der beiden. Mahlzeiten mit viel Fett und KH sind dabei das schlimmste Szenario…. ihr fördert damit hohe Konzentrationen an Fetten, KH und Insulin im Blut."

Welche Speisen sind hier am schlimmsten? Leider diejenigen, die am besten schmecken! Außer als Ausnahme sollte man sich fernhalten von Frittiertem, Pizza, Lasagne, Palatschinken, Vollmilch, Eiscreme, Kekse, Hamburger, dem meisten mexikanischen und chinesischen Essen und einigen anderen Köstlichkeiten. Aber das wusstet ihr schon.

Unser bösestes Essen der Menschheit-Preis geht an den Donut mit Zuckerglasur, dicht gefolgt von Pommes Frittes und Fettuccini Alfredo.

Fruchtsaft und zuckerhaltige Soft Drinks

Wiederholt mehrmals: Früchte gut, Fruchtsaft schlecht. Cy "Mr. Big Britches" Willson drückt es am besten aus:

"Bearbeiteter Fruchtsaft ist meiner Meinung nach nutzlos. Früher hätte ich gesagt, es wäre eine guter Quelle für kurze KH nach dem Training, aber mit Biotest Surge (oder Vitargo) fällt auch das weg und ist sogar weniger hilfreich. Außerdem gibt eine echte Frucht so viel mehr her: Mehr Ballaststoffe, mehr Pflanzenstoffe (viel mehr), mehr Nährstoffe, etc. Außerdem sättigt die ganze Frucht besser.

Fruchtsaft ist gut, um die Kalorienzahl in die Höhe zu schießen und fett zu werden. Vergesst nicht, dass ich von Fruchtsaftkonzentrat rede. Die Bearbeitung ist für den Verlust dieser besonderen Pflanzenstoffe und anderer Nährstoffe verantwortlich. Wenn ihr gerne Fruchtsaft trinkt, stellt ihn am besten selber her."

Wir haben auch ein großes Problem mit Soft Drinks, die Amerikaner schon mehr trinken als Wasser. Seht es ein, Cola ist flüssiges Süßzeug mit dem Ziel, euch noch durstiger zu machen. Ein bisschen Koffein dazu als Suchtfaktor, dazu noch die Entwässerung und ihr habt legales Crack. Ok, das ist übertrieben, aber wir sehen Soft Drinks in derselben Kategorie wie Zigaretten, wenn es um die Zerstörung eurer Gesundheit und eurer Form geht. Soft Drinks sind die Spitze der leeren Kalorie und enthalten nichts, das euer Körper wirklich braucht.

Was ist mit Diet Sodas? Na ja, wir würden die Leute viel lieber trinken sehen, was ihr Körper braucht – Wasser – aber Diet Sodas sind ok, wenn ihr nichts gegen Süßstoffe und Natrium habt (und trotz den Gerüchten im Internet und in den Medien sind beide Sachen ok, wenn man es nicht übertreibt).

Süßzeug

Oh, kommt schon. ihr wisst, dass ihr die Finger davon lassen sollt, nicht?

Weißbrot, Bagels und Reiskuchen

Es ist schwer zu glauben, aber in den 80ern und 90ern haben Ernährungsexperten den Leuten gesagt, sie könnten so viel davon essen, wie sie wollen. Da Reiskuchen fettfrei sind, kann man davon auch nicht fett werden, nicht? Falsch! Nun ist das Land voller übergewichtiger Diabetiker. Zufall? Ich denke nicht!

Ein Vertretet des Glycemic Research Institute hat gemeint, dass Reiskuchen die Fettzunahme so stimuliert wie zehn Schüsseln Zucker. Bagels sind nicht so schlecht, aber sollten dennoch vermieden werden. Glaubt ja nicht, dass ihr gesund esst, wenn ihr danach greift.

Cereals

Für uns sind Cereals zum Frühstück Formkiller, obwohl sie von den Firmen als gesund verkauft werden. Cereal ist süßes Naschzeug zum Frühstück, nicht mehr, nicht weniger. Corn Flakes haben einen höheren GI als Weißbrot! Und was ist mit den Cereals, die Energie für den Tag geben sollen, mit Weintrauben und Nüssen? Jap, 47g KH pro klitzekleiner Portion (und welcher Bodybuilder isst nur eine Portion?). Die meisten Leute wären bis zum Mittagessen in einem insulin-induzierten Koma.

Hier ist ein kleines Stück Wissen für euch. John Harvey Kellogg, der Gründer von Kellogg’s Cereal, hat Corn Flakes erfunden, um das sexuelle Verlangen zu reduzieren und die Epidemie der Masturbation einzudämmen. Zusätzlich zu dieser Kastration mit dem KH-Mist zum Frühstück hat er noch vorgeschlagen, junge Buben (nicht Säuglinge) ohne Betäubung zu beschneiden, damit sie für immer Penis mit Schmerz verbinden. Er schlug außerdem vor, die Klitoris von Frauen mit Carbolsäure zu bestreichen, um die abnormale Erregung zu verhindern. Hier möchte ich noch Sylvester Graham erwähnen, der die Graham Cracker erfunden hat, im Glauben, damit das sexuelle Verlangen von Männern einzuschränken.

Nun sagt mir, wollt ihr wirklich etwas essen, das euch zum testosteronlosen Eunuch machen soll?

Einige "fett-freie" Snacks

Die Nahrungsmittelindustrie hat in den 80ern einen tollen Trick gefunden, damit die Leute weiter ihren Mist kaufen. Da alles Fett schlecht war, hat man das fett-frei Label ins Leben gerufen. Sie haben im Prinzip das Fett entfernt, viel Zucker hinzu gegeben und das Ganze dann als gesund bezeichnet. Die Macher von Snacks sind die ärgsten Verbrecher, denn einige versuchen sogar fettfreie Kekse, Schokosirup und Süßigkeiten mit festem Zucker als gesundes Essen zu verkaufen, nur weil kein Fett enthalten ist.

Alkohol

Wir lieben Bier und es tut uns besonders weh, ihn auf der schlechten Liste zu sehen. Aber die Tatsache ist, Alkohol hat viele leere Kalorien, kann die Fettverbrennung hemmen, und, um mit den fatalen Worten des John Berardi zu sprechen, Alkohl ist der beste Testosteronspiegel-Suppressor der Menschheit!

Hey, gönnt euch ein, zwei Bier in der Woche, aber wenn ihr wirklich bedacht auf euer Aussehen und eure Fortschritte im Studio seid, trinkt in Maßen.

Soja-Eiweiß

Wir werden erst gar nicht versuchen, einen besseren Job als TC oder Cy Willson zu machen, wenn es um dieses Thema geht. Lest die beiden Artikel "Schlechtes Eiweiß" und "Die dunkle Seite von Soja". Wenn ihr diese Artikel gelesen habt und noch immer große Mengen Soja esst, dann verdient ihr kleine Eier.

Fazit

Training mit Gewichten und eine vernünftige Ernährung müssen nicht so kompliziert sein, wie wir sie meistens machen. Hebt, esst, rastet, nehmt Supplements, wenn ihr schneller vorankommen wollt, und wiederholt das Ganze. So einfach ist das. Hoffentlich hat euch dieser Artikel mit der Essensplanung geholfen.

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