Deutsche KDK Verbände im Überblick

Der kleine Powerlifting-Verbandsguide

Als ich 2006 meine ersten Wettkämpfe im Powerlifting bestritt, erschien mir die Verbandslandschaft im Powerlifting so undurchsichtig wie die Frage, wie viele Bauchübungen ich für ein hart definiertes Sixpack machen müsste. Heute, knapp vier Jahre später, ist Licht ins Dunkel gekommen und ich bin mir beidem klarer. Die eine Antwort lautet gar keine, die Powerliftingverbände dagegen sollen Thema dieses kleinen Guides sein.

Warum gibt es überhaupt verschiedene Verbände?

Dabei möchte ich trotz intensiver Recherche nicht die Hand dafür ins Feuer legen möglicherweise eine Organisation vergessen zu haben. Wer glaubt, es würde im Boxen schon viele Verbände geben, der hat sich im Powerlifting noch nicht richtig umgeschaut.

Der Hauptgrund dürften wohl zwei Hauptgründe sein, die beide für große emotionale Argumentationsweisen unter ihren Verfechtern sorgen:
  1. Dopingkontrollen und
  2. Equipment
Ohne eines der jeweiligen beiden Lager in irgend einer Weise unterstützen zu wollen, möchte ich dennoch ein paar kurze Erklärungen geben, da dieser Guide in erster Linie für die Leute gedacht ist, die noch nie einen Wettkampf bestritten haben und eventuell darüber nachdenken endlich zum Mann zu werden und ihr erstes Mal zu haben.

Ihr erstes Mal unter Wettkampfbedingungen das Abrufen, was sie sonst vermeintlich immer nur im Studio vollbracht haben. Sich dort mit anderen messen, wo die Kniebeuge wirklich tief sein muss oder das Bankdrücken mit kurzem Stop und Arsch auf der Bank ausgeführt werden muss. Die Antwort auf die Frage "Was drückst Du denn?" hat nur eine Bedeutung, wenn sie auf einem Wettkampf bewiesen wurde.

Doch kommen wir auf die beiden Themenbereiche zurück, bei denen sich die Geister scheiden. Zum Ersten hätten wir da die Dopingkontrollen. Die einen Verbände führen diese aus, die anderen nicht. Die häufigsten Argumente der Kritiker sind in erster Linie, dass vernünftige Kontrollen nicht realisierbar wären: Wenn, dann müsste gleiches Recht für alle gelten. Wer unterstützende Substanzen nehmen will, würde einfach rechtzeitig absetzen. Zudem würde längst nicht auf alles kontrolliert werden, da könne man es gleich lassen. - Wie weiter oben geschrieben, will ich an dieser Stelle für kein Lager Partei ergreifen und überlasse es dem Leser sich dazu eine Meinung zu bilden.

Der zweite große Punkt, in dem sich die Verbände und die verschiedene Lager unter den Powerliftern unterscheiden, ist die Frage nach Equipment. Auch hier soll keine Partei für eines der beiden Lager übernommen werden. Auch wenn es für Außenstehende so aussehen mag, als ob man lediglich ein Shirt überzieht oder in den Beugeanzug schlüpft und sofort die maximale Steigerung aus dem jeweiligen Equipment herausholt, so sei dem Leser versichert, dass dies zwei paar Schuhe sind, die nur bedingt miteinander vergleichbar sind. Während der Equipment-Krieg die letzten Jahre teilweise immer größere Ausmaße angenommen hatte, sind die Rufe nach RAW – also ohne Equipment – Powerliftingveranstaltungen die letzten Jahre immer lauter geworden.

Während einige Verbände langsam beginnen RAW Wettkämpfe zu fördern oder eigene Wertungen einzuführen, spezialisieren sich andere Verbände vollkommen auf RAW Veranstaltungen. Mehr dazu, bei den jeweiligen Verbandsvorstellungen.

Tatsache ist jedoch auch, dass die Leute, die mit Equipment ganz vorne sind, in aller Regel auch RAW die vorderen Plätze für sich reserviert haben. Ein Bankdrückshirt oder ein Kniebeugeanzug machen noch niemandem zum Hardcore Powerlifter.

Die Verbände

Im Folgenden sollen die unterschiedlichen Verbände vorgestellt werden. Die Reihenfolge soll dabei keinerlei Wertung darstellen. Ich selbst habe bereits Wettkämpfe beim BVDK, der GRAWA und der GDFPF bestritten und will nicht ausschließen in Zukunft auch in anderen Verbänden zu starten, wenn die Gelegenheit sich ergibt. Jegliche Beschreibungen sind dabei subjektive Darstellungen, weshalb sich kein verbitterter Krieger "seines" Verbandes auf den imaginären Schlips getreten fühlen soll. Zudem will ich nicht – wie bereits oben beschrieben - die Hand dafür ins Feuer legen, möglicherweise eine Organisation vergessen zu haben oder das es in Zukunft möglicherweise noch mehr Verbände geben könnte (der Artikel ist auf dem Stand Juli 2010).

Nachdem dies gesagt wurde, können wir endlich starten:

BVDK

Der BVDK kann, was seine Wurzeln betrifft, als ältester Verband in Deutschland angesehen werden und führte unter dem damaligen Verband DBKV (Deutscher Bodybuilding und Kraftsport Verband) bereits 1962 und damit 9 Jahre vor Gründung seines heutigen internationalen Dachverbandes IPF die ersten Kraftdreikämpfmeisterschaften in Deutschland durch.

1982 wurde der Kraftdreikampf offiziell Teil des Bundesverbands Deutscher Gewichtheber (BVDG) und obwohl es in Deutschland bereits seit 1984 eine Bundesliga im Kraftdreikampf gibt, wurde der BVDK erst im Jahr 2000 offiziell als selbstständiger Verband gegründet.

Der BVDK ist in Deutschland in einzelne Landesverbände unterteilt, die jeweils für sich regionale Meisterschaften im Kraftdreikampf, Bankdrücken und vereinzelt in den letzten Jahren auch Kreuzheben durchführen.

Übersicht BVDK

  • Equipment: Offiziellen Wettkämpfe mit Equipment (außer B-Jugend), vereinzelte RAW Cups möglich (z.B. Berlin), zudem mit dem Bembelman Cup einen etablierten RAW-Wettkampf
  • Dopingkontrollen: Ja
  • Internationaler Dachverband: EPF (Europa) / IPF (weltweit)
  • Verbandszugehörigkeit: Über Vereinsmitgliedschaft
  • Gewichtklassen: Bis 44 kg (nur Frauen), bis 48 kg (nur Frauen), bis 52 kg, bis 56 kg, bis 60 kg, bis 67,5 kg, bis 75 kg, bis 82,5 kg, bis 90 kg, 90+ kg (höchste Frauen-Gewichtsklasse), bis 100 kg. bis 110 kg, bis 125 kg und 125+ kg
  • Altersklassen: B-Jugend (14 - 15 Jahre), A-Jugend (16-18 Jahre), Junioren (19 - 23 Jahre), Aktive (24 - 39 Jahre), Senioren-Altersklassen (ab 40 Jahre AK I, ab 50 Jahre AK II, ab 60 Jahre AK III)
  • Offizielle Homepage: BVDK.de

GRAWA

Die German RAW Association ist der, unter den hier vorgestellten Verbänden, jüngste, der zudem bisher ohne internationalen Dachverband agiert.

Im Jahr 2007 von Enrico Schütze, der unter anderem aktiver Strongman, sowie Wettkampfrichter beim NAC ist, endgültig ins Leben gerufen, zeichnet sich der Verband durch eine "Back to the roots" Mentalität aus, wenn man es so ausdrücken möchte: Kein Equipment, keine Bekleidungsvorschriften, nur vier Gewichtsklassen, aber auch keine Dopingkontrollen.

Bereits in der ersten GRAWA-Saison wurden drei Bankdrückwettkämpfe sowie ein Kreuzhebe-Wettkampf veranstaltet. Ein Jahr später kam zudem bereits ein selbstständiger Kniebeugewettkampf hinzu (ein Versuch des Cremlinger KDK Vereins im Jahr 2006, unter BVDK-Flagge solch einen Cup zu veranstalten, scheiterte damals an einer zu geringen Teilnehmerzahl) und seit 2009 werden sowohl im Bankdrücken, als auch Kreuzheben und Kniebeugen offiziell Deutsche Meisterschaften ausgetragen.

Die GRAWA zeichnet sich zum Einen dadurch aus, ein reiner Single-Lift Verband zu sein, der neben den beiden DMs im Kreuzheben und Kniebeugen immer mehr Wettkämpfe im Bankdrücken in ganz Deutschland durchführt, und zum Anderen dadurch, dass er lediglich vier Gewichtsklassen hat, in denen jeder, der will, ohne Verbandszugehörigkeit starten kann.

Der Gedanke dahinter ist, dass es im Powerlifting wieder mehr zu Wettkämpfen unter Gegner kommen soll und nicht jeder Anreisende in seiner Gewichtsklasse konkurrenzlos Sieger wird, wie es gerade auf Landesmeisterschaften beim BVDK aufgrund mangelnder Starterzahlen all zu häufig vorkommt.

Übersicht GRAWA

  • Equipment: kein Equipment, alles RAW
  • Dopingkontrollen: Nein
  • Internationaler Dachverband: keiner
  • Verbandszugehörigkeit: nicht nötig, lediglich Startgeld für den jeweiligen Wettkampf zahlen
  • Gewichtklassen: Frauen: keine Gewichtsklassen, gewertet wird die Gewichtsleistung über dem gewogenen Körpergewicht (Formel: Wertungsleistung = Leistung in kg - Körpergewicht in kg) | Männer: bis 75 kg, bis 95 kg, bis 105 kg und 105+ kg
  • Altersklassen: Junioren (bis 23 Jahre), Aktive (24 - 39 Jahre), Senioren-Altersklassen (ab 40 Jahre Masters I, ab 50 Jahre Masters II, ab 60 Jahre Masters III)
  • Offizielle Homepage: PUREPOWERLIFTING.de

WPC Germany

Der World Powerlifting Congress wurde im Jahr 1986 von Ernie Frantz gegründet und umfasst inzwischen 30 Mitgliedsländer.

In Deutschland wird die WPC seit 2000 durch die WPC Germany vertreten, die regelmäßig in Schleswig in Schleswig-Holstein regionale Meisterschaften durchführt, sowie einmal im Jahr die Deutsche Meisterschaft der WPC organisiert. Mit der Neustrukturierung im Jahr 2009 benötigt man für den Start bei der WPC nun endgültig keinen Verein mehr, sondern zahlt eine Einzelmitgliedschaft, die jeweils für ein Jahr gilt und automatisch endet.

Im Gegensatz zum BVDK ist das erlaubte Equipment bei der WPC deutlich stärker, was einer der Gründe für höhere Rekorde in diesem Verband ist. Zudem entspricht die Tiefe der Kniebeuge nicht IPF-Regeln und es wird aus einem Monolift gehoben, der ein nach hinten gehen mit der Hantel vor dem Kniebeugen unnötig macht. Zusammen mit dem stärkeren Equipment ermöglicht dies unter anderem auch einen deutlich breiteren Stand beim Beugen (Sumo-Kniebeugen), als es mit einem Powerrack möglich wäre.

Die namensähnliche Amateur World Powerlifting Congress war in der Vergangenheit eine Untersektion der WPC und zeichnet sich durch den einzigen Unterschied aus, dass es in der AWPC zu Dopingkontrollen kam. Inzwischen lautet der Name der AWPC World United Amateur Powerlifting (WUAP), die zwar in Deutschland einen internationalen Cup ausrichtet, jedoch keinen mir bekannten deutschen Tochterverband hat.

Übersicht WPC Germany

  • Equipment: stärkeres Equipment als beim BVDK, daneben wurde die letzten Jahren parallel eine RAW-Wertung eingeführt
  • Dopingkontrollen: Nein
  • Internationaler Dachverband: WPC
  • Verbandszugehörigkeit: Einzelmitgliedschaft
  • Gewichtklassen: Bis 44 kg (nur Frauen), bis 48 kg (nur Frauen), bis 52 kg, bis 56 kg, bis 60 kg, bis 67,5 kg, bis 75 kg, bis 82,5 kg, bis 90 kg, 90+ kg (höchste Frauen-Gewichtsklasse), bis 100 kg. bis 110 kg, bis 125 kg, bis 140 kg und 140+ kg
  • Altersklassen: Teenager I (13 - 15 Jahre), Teenager II (16 - 17 Jahre), Teenager III (18 - 19 Jahre), Junioren (20 – 23 Jahre), Senior (24 - 32 Jahre), Sub-Masters (33 – 39 Jahre), Masters-Altersklassen (ab 40 Jahre M I, ab 45 Jahre M II, ab 50 Jahre M III, ab 55 Jahre M IV, ab 60 Jahre M V, ab 65 Jahre M VI, ab 70 Jahre M VII, ab 75 Jahre M VIII, ab 80 Jahre M IX)
  • Offizielle Homepage: WPC-GERMANY.com

GDFPF

Bereits ein Jahr vor der GRAWA, aber mit einem deutlich älteren internationalen Dachverband, gründete sich 2006 die German Drug Free Powerlifting Federation. Die GDFPF hat es sich nach eigener Aussage wie ihr Mutterverband, die WDFPF, vor allem auf die Agenda geschrieben naturalen Powerliftern eine Plattform zu bieten.

In Deutschland fand dieses Jahr der zweite Internationale Deutschlandcup (German Open) statt, die ihren Namen so verdient hat. Hat der Verband in Deutschland noch relativ wenig Starter, so zeichneten sich die German Open 2010 vor allem durch ein breitgefächertes Starterfeld mit Liftern aus Belgien, England, den USA, der Ukraine, Frankreich und Italien aus.

Die WDFPF, und damit auch der deutsche Ableger, veranstalten Single-Lift-Wertungen für alle drei Disziplinen, sowie Wertungen im Powerlifting und das sowohl RAW als auch mit Equipment, das mit dem IPF-Reglement verglichen werden kann.

Ähnlich wie bei der WPC Germany erfolgt die Verbandszugehörigkeit dabei durch eine Jahresmitgliedschaft als Einzelmitglied. Zudem fällt die GDFPF durch eine ungewöhnlich Aufteilung der Frauengewichtsklassen auf.

Übersicht GDFPF

  • Equipment: sowohl Wertungen mit als auch ohne Equipement
  • Dopingkontrollen: Ja
  • Internationaler Dachverband: WDFPF
  • Verbandszugehörigkeit: Einzelmitgliedschaft
  • Gewichtklassen: Frauen: bis 44 kg, bis 47,5 kg, bis 50,5 kg, bis 53 kg, bis 55,5 kg, bis 58,5 kg, bis 63 kg, bis 70 kg, bis 80 kg, bis 90 kg, 90+ kg | Männer: bis 52 kg, bis 56 kg, bis 60 kg, bis 67,5 kg, bis 75 kg, bis 82,5 kg, bis 90 kg, bis 100 kg. bis 110 kg, bis 125 kg, bis 145 kg und 145+ kg
  • Altersklassen: Teenager I (14 - 15 Jahre), Teenager II (16 - 17 Jahre), Teenager III (18 - 19 Jahre), Junioren (20 – 23 Jahre), Open (24 - 39 Jahre), Masters-Altersklassen (ab 40 Jahre M I, ab 45 Jahre M II, ab 50 Jahre M III, ab 55 Jahre M IV, ab 60 Jahre M V, ab 65 Jahre M VI, ab 70 Jahre M VII, ab 75 Jahre M VIII, ab 80 Jahre M IX)
  • Offizielle Homepage: GDFPF.de

Powerlifting Association Germany

Wer gedacht hat, die GDFPF wäre bereits als deutscher Randverband anzusehen, hat mit großer Wahrscheinlichkeit bis zum Lesen dieses Artikels noch nichts von der PAG gehört.

Wie auch bei der WPC und der GDFPF erfolgt die Mitgliedschaft über eine Einzelmitgliedschaft, wobei die PAG sich dadurch auszeichnet, dass Neustarter bei ihrem ersten Deutschen Wettkampf keine Verbandsgebühr zahlen müssen und diese erst ab dem zweiten Start bei der PAG erforderlich werden würde.

Die PAG führt Wettkämpfe im Powerlifting wie auch im Kreuzheben durch, bei denen Equipment vergleichbar mit dem des BVDKs erlaubt ist.

Übersicht PAG

  • Equipment: Ja
  • Dopingkontrollen: Nein
  • Internationaler Dachverband: EPC (Europa) / WPF (weltweit)
  • Verbandszugehörigkeit: Einzelmitgliedschaft
  • Gewichtklassen: Bis 44 kg (nur Frauen), bis 48 kg (nur Frauen), bis 52 kg (nur Frauen), bis 56 kg, bis 60 kg, bis 67,5 kg, bis 75 kg, bis 82,5 kg, bis 90 kg, 90+ kg (höchste Frauen-Gewichtsklasse), bis 100 kg. bis 110 kg, bis 125 kg, bis 140 kg und 140+ kg
  • Altersklassen: Teens (15 - 19 Jahre), Junioren (20 - 23 Jahre), Aktive (24 - 39 Jahre), Masters-Altersklassen (ab 40 Jahre M I, ab 45 Jahre M II, ab 50 Jahre M III, ab 55 Jahre M IV, ab 60 Jahre M V, ab 65 Jahre M VI, ab 70 Jahre M VII, ab 75 Jahre M VIII, ab 80 Jahre M IX)
  • Offizielle Homepage: POWERLIFTING-AG.de

Worauf wartest Du noch?

Ein amerikanischer Autor schrieb mal sinngemäß über das Powerlifting in den USA, dass es inzwischen so viele Verbände geben würde, dass fast jeder irgendwo in seiner Klasse nationaler Meister oder gar nationaler Rekordhalter werden könnte. - Nun, dasselbe gilt inzwischen für Deutschland, wie man ohne ketzerische Hintergedanken feststellen darf. Und ich weiß, wovon ich spreche, ich habe mir Landesmeister, Norddeutsche Meister und Deutsche Meister Titel, sowie Deutsche Rekorde gesichert. Nicht, weil ich unglaublich stark wäre, sondern weil einfach zu wenig Leute zu wenig bereit sind zu starten.

Die Landesverbände des größten deutschen Verbandes BVDK sind teilweise so ausgedünnt, dass in einigen Gewichtsklasse der jeweiligen Altersklasse keine Starter vorhanden sind. Selten treten mehr als drei Leute gegeneinander an. Das mag zum Einen daran liegen, dass der BVDK bürokratisch Vereinszugehörigkeiten verlangt, die nicht jeder bereit ist einzugehen, aber zum Anderen wohl deutlich mehr daran, dass die Leute keine Eier mehr haben.

Es gibt Hunderte Studioweltmeister, die am Stammtisch oder in der Disco Trainingsgewicht zum Besten geben können, die selbst mit zwei Augen zudrücken wohl in keinem der genannten Verbände Bestand haben würden. Die Leute reden davon, dass sie noch nicht bereit wären, noch zu schwach wären oder ihr Horoskop ihnen heute einfach verbieten würde, schwere Gewichte unter Wettkampfbedingungen zu bewegen. Keine Ausrede ist zu schlecht, als dass sie nicht vorgeschoben werden könnte und die Leute vergessen dabei den Blick für das Wesentliche:

Der Einzige, gegen den ihr wirklich kämpft, seid ihr selbst! Tretet an, bringt wenn möglich drei gültige Versuche je Disziplin in die Wertung und versucht euch beim nächsten Wettkampf selbst zu schlagen und stärker und besser erneut anzutreten.

Andy Dörner beugt über 400kg, Markus Schick hat in seinem Leben mehr als 300kg gedrückt bei weniger als 75kg Körpergewicht und Rudi Küster war der erste Deutsche der 400kg im Kreuzheben bewältigte. Das sind Leistungen, die die meisten von uns niemals erreichen werden, was jedoch niemanden davon abhalten sollte, sich einem Wettkampf zu stellen.

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