Einfacher Überblick in Ernährung

Die Rolle der Ernährung bei Kampfsportlern, Polizisten und Soldaten

Ein Artikel von Bodybuilding.com
von Will Brink

Für eine lange Zeit hat die Ernährung im Leben vieler Kampfsportler, Polizisten und Soldaten keine Rolle als Werkzeug zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit gespielt. Spitzensportler sind immer auf der Suche nach einem Vorsprung. Auch wenn Kampfsport für viele mehr ein Lebensstil als ein Sport per se ist, haben Kampfsportler dieselben Bedürfnisse wie ein Elitesportler. Neben den mentalen Aspekten (mentale Aufmerksamkeit, Strategie, Cleverness usw.) sind Geschwindigkeit, Agilität, Kraft, Flexibilität und die Fähigkeit sich von harten Trainingseinheiten (und gnadenlosen Sparringspartnern) zu erholen, für den Erfolg von Sportlern und Kampfsportlern gleichermaßen von entscheidender Bedeutung.

Auch Polizisten und Angehörige der Streitkräfte können spezielle Bedürfnisse haben, deren Deckung es ihnen ermöglicht, auf höchstem körperlichen und psychologischen Level zu funktionieren.

Während des letzten Jahrzehnts hat sich unser Wissen über die Sporternährung zu einer Wissenschaft entwickelt, die die Welt des Sports überflutet hat und mit für die immer größer werdende Anzahl von Sportler verantwortlich ist, die die Grenzen der menschlichen Fähigkeiten und Leistung stetig weiter nach oben verschieben. Auch wenn eine Handvoll der weltbesten Kampfsportler, Polizisten und Angehörige von Militär-Eliteeinheiten sich den Vorteil einer innovativen Ernährung, wie sie von Spitzensportlern verwendet wird, zu nutze machen, ist dies bei der Mehrzahl nicht der Fall.

Die Vorteile einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch Ernährung und korrekte Supplementation sind für den Athleten offensichtlich, doch wie sieht es mit dem Kampfsportler aus? Offensichtlich sind Technik, Form und Wissen über die Gewählte Kampfsportart für das Meistern dieser Sportart essentiell, doch was wäre, wenn die entsprechende Person unabhängig vom Grad der Fähigkeiten etwas schneller, stärker, resistenter gegenüber Verletzungen und regenerationsfähiger wäre und außerdem besser trainieren könnte? Würde man hierdurch nicht zu einer verbesserten Version von sich selbst werden? Natürlich würde man das! Die richtige Ernährung kann den Kampfsportler, wie sie es bei so vielen Spitzensportlern unserer Zeit bereits getan hat, zu einem verbesserten und vollkommeneren Sportler machen.

Wenn ein Polizist dazu in der Lage ist, wachsamer zu sein und über mehr Kraft und Ausdauer verfügt, wird dies dann nicht von Vorteil für die Ausübung seines Berufs sein? Natürlich wird es das sein… Die Vorzüge für einen Soldaten sind offensichtlich. Fazit? Wenn man sich als Kampfsportler, Polizist oder Soldat die Vorzüge der Wissenschaft der Ernährung und der Supplementation nicht zunutze macht, dann betrügt man sich selbst.

Als Trainer vieler Athleten unterschiedlicher Sportarten, Polizisten und Soldaten sowie als Autor zahlreicher Artikel zum Thema Sporternährung und Training, habe ich einige allgemeine Richtlinien aufgestellt, die für Kampfsportler, Polizisten und Soldaten, die ihre Gesundheit und ihre Leistungsfähigkeit verbessern möchten, eine Hilfe darstellen können und von besonderem Interesse sein dürften. Auch wenn die Ernährung ein komplexes Thema ist, habe ich einen grundlegenden Ratgeber bezüglich der Makro- und Mikronährstoffe zusammengestellt, der für Kampfsportler, Polizisten und Soldaten, die eine intelligente Auswahl ihrer Nahrungsmittel treffen möchten, hilfreich sein sollte.

Natürlich ist dieser Ratgeber in keinster Weise vollständig und allumfassend, da es viele individuelle Unterschiede gibt. Als grundlegender Ratgeber, der diese Nährstoffe näher betrachtet, könnte er dem Leser jedoch den Vorteil verschaffen, nach dem er sucht.

Protein

Proteine bestehen aus Aminosäuren, welche die strukturellen Einheiten des Proteinmoleküls darstellen. Es gibt etwa 20 unterschiedliche Aminosäuren. Acht von ihnen werden als essentiell bezeichnet, da der Körper diese nicht selbst herstellen kann – was die Definition eines essentiellen Nährstoffs ist. Wenn man ein paar Aminosäuren miteinander verbindet, erhält man ein Peptid. Wenn man eine Reihe von Peptiden miteinander verbindet, erhält man ein Protein. Die Form der individuellen Aminosäuren (und der resultierenden Proteine) ist einzigartig und höchst spezifisch, weshalb ich an dieser Stelle nicht näher hierauf eingehen werde.

Es reicht aus zu sagen, dass Proteine ein essentieller Teil von praktisch jeder Funktion des Körpers sind, was von den Muskeln über bestimmte Hormone bis hin zum Immunsystem und vielem weiteren geht. Insbesondere die Aminosäuren, die als die verzweigtkettigen Aminosäuren (Leucin, Isoleucin und Valin) bekannt sind, sowie die Aminosäure L-Glutamin sind für aktive Menschen von besonderer Bedeutung, da sie antikatabol (muskelschonend) wirken und die Funktion des Immunsystems fördern, um nur einige Vorzüge dieser speziellen Aminosäuren zu nennen.

Auch wenn die öffentliche Empfehlung bezüglich der täglichen Proteinzufuhr für untätige Stubenhocker (wahrscheinlich) ausreichend ist, wird die Mehrzahl der Sportler und/oder sehr aktive Menschen von einer höheren Zufuhr hochwertigen Proteins profitieren. Proteine mit der höchsten biologischen Wertigkeit (BV) sind die Proteine, die den größten Teil der Ernährung eines aktiven Menschen ausmachen sollten, da sie bezüglich der Aufrechterhaltung einer positiven Stickstoffbilanz überlegen sind, die Regenerationszeit nach dem Training reduzieren, die Funktion des Immunsystems verbessern, usw.

Wheyprotein Konzentrate und Isolate weisen die höchste biologische Wertigkeit aller Proteine auf, bestehen zu fast 50% aus verzweigtkettigen Aminosäuren und sind reich an Glutamin, weshalb ich allen Sportlern, Kampfsportlern und Polizisten, mit denen ich arbeite, mehrere Portionen Wheyprotein pro Tag empfehle. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Wheyproteine auf dem Markt.

Andere hochwertige Proteinquellen umfassen Hühnchen ohne Haut, Fisch, Eier, Soja und mageres rotes Fleisch. Auch diese Proteinquellen weisen eine hohe biologische Wertigkeit auf. Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass man umso weniger Protein essen muss, je höher die Qualität des Proteins ist. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass man die Kalorienzufuhr niedriger halten kann, wenn man sich an Proteine mit einer hohen biologischen Wertigkeit hält.

Personen, die aktiv Kampfsport betreiben, einen anstrengenden Job haben und wahrscheinlich etwas Training mit Gewichten und/oder aerobes Training absolvieren, empfehle ich im Allgemeinen eine tägliche Proteinzufuhr von 1,5 bis 1,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Bodybuildern und Wettkampfsportlern liegt die Proteinzufuhr in der Regel höher, wobei etwas über 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht am häufigsten beobachtet werden können. In bestimmten Situationen kann eine Aminosäure Supplementation nützlich sein, doch die meisten Menschen können ihren Bedarf durch den Verzehr ausreichender Mengen von qualitativ hochwertigen proteinreichen Nahrungsmitteln decken. Minderwertige, fettreiche, mit Konservierungsmitteln überladene Proteinnahrungsmittel wie Frühstücksfleisch, Hot Dogs usw. sollten aus offensichtlichen Gründen vermieden werden.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bestehen hauptsächlich aus Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen, die einen zyklischen Ring bilden. Abhängig davon, wie viele dieser Ringe zusammenhängen und wie die entsprechenden Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel beeinflussen, spricht man von einfachen oder komplexen Kohlenhydraten. Auch wenn die Ringe sich bezüglich ihrer Form unterscheiden können, haben sie eine ähnliche Ringstruktur als Gemeinsamkeit. Ähnlich wie Aminosäuren Proteine bilden, erhält man Kohlenhydrate mit unterschiedlichen Eigenschaften, wenn man die einfachen Einheiten (die Zucker) miteinander verbindet. Wie die meisten Menschen wissen, stellen Kohlenhydrate die primäre Energiequelle des Körpers dar.

Die besten Kohlenhydrate, die man essen kann, sind die, die reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen sind. Auch wenn Nahrungsmittel wie Nudeln, Brot und weißer Reis als komplexe Kohlenhydrate angesehen werden, stellen sie stark verarbeitete Kohlenhydrate dar, denen es an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen fehlt. Solche stark verarbeiteten Kohlenhydrate sollten nur einen geringen Anteil der täglichen Kohlenhydratzufuhr ausmachen. Selbst wenn diese Nahrungsmittel häufig mit Vitaminen angereichert werden, kann hierdurch meiner Meinung nach nicht wirklich das ersetzt werden, was während der Verarbeitung verloren geht – ganz zu schweigen von den Nährstoffen, die nicht ersetzt werden.

Die Amerikaner von heute nehmen notorisch zu wenig Ballaststoffe zu sich und die erwähnten stark verarbeiteten Nahrungsmittel tun nichts, um dieses Defizit zu korrigiere. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie brauner Reis, Bohnen, Linsen, Haferflocken, Süßkartoffeln und viele andere stellen die bevorzugten Kohlenhydrate dar, wenn es um Gesundheit, Leistungsfähigkeit, stabile Blutzuckerspiegel und reduziertes Körperfett geht.

Auch wenn kohlenhydratreiche/fettarme Ernährungsweisen zurzeit sehr beliebt sind, ist diese Art der Ernährung meiner Erfahrung nach für viele Sportler, Kampfsportler und normale Menschen, mit denen ich gearbeitet habe, nicht optimal. Wissenschaftliche Untersuchungen unterstützen die Tatsache, dass kohlenhydratreiche/fettarme Diäten weder für die Gesundheit noch für den Fettabbau optimal sind. Wenn man zu viel von etwas isst, was auch für Kohlenhydrate gilt, dann wird man fett (zu dumm, dass die Hersteller von fettarmen Nahrungsmitteln dies nicht erwähnen) und erhöht das Risiko für eine ganze Reihe anderer Krankheiten, die ich an dieser Stelle aus Platzgründen nicht abdecken kann.

Es gibt viele Wissenschaftler, Bücher und mit Menschen sowie Tieren ausgeführte Studien, die eine kohlenhydratreiche/fettarme Ernährung als für Gesundheit und Leistungsfähigkeit optimale Ernährungsform ernsthaft in Frage stellen.

4,5 Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm fettfreier Körpermasse sind für die meisten Sportler mehr als ausreichend, um den Energiebedarf zu decken, wenn der Rest der Ernährung adäquat ist (d.h. die korrekte Verwendung und Menge bestimmter Fette und Proteine). Und natürlich ist, wie bereits erwähnt wurde, die Quelle dieser Kohlenhydrate von entscheidender Bedeutung.

Fette

Schon das Wort alleine lässt es den schlankesten Menschen kalt den Rücken herunter laufen. Es gibt keinen Nährstoff, der mehr als Fett missverstanden wird. Viele Menschen wissen, dass es einen großen Unterschied bezüglich der Auswirkungen verschiedener Typen von Kohlenhydraten auf den Körper gibt, doch Fett ist Fett, oder?

Zumindest würde einem das die Mehrzahl der Menschen sagen, wenn man sie zu diesem viel geschmähten Nährstoff befragt. Fette weisen im Körper genauso viele biochemische Unterschiede wie Kohlenhydrate und Protein auf und besitzen somit genauso viele unterschiedliche Wirkungen auf den Körper, die von sehr gut bis sehr schlecht reichen. Es hängt alles vom Typ und der Menge des Fetts ab, das wir essen. Amerikaner neigen dazu, ihre Fett in Form von gesättigte Fetten, ranzigen Fetten und stark verarbeiteten Fette (welche Nebenprodukte wie Transfettsäuren enthalten) zu sich zu nehmen, was mit für den schlechten Ruf von Fett verantwortlich ist.

Wie bereits erwähnt wurde, ist ein essentieller Nährstoff alles, was der Körper nicht selbst herstellen kann und was deshalb über die Nahrung zugeführt werden muss, um zu verhindern, dass man krank wird oder stirbt, wenn das Nährstoffdefizit nicht ausgeglichen wird. Wir wissen, dass es eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen, acht essentielle Aminosäuren und zwei Typen von Fetten gibt, die als für das Überleben essentielle Nährstoffe angesehen werden. (Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es so etwas wie essentielle Kohlenhydrate nicht gibt, doch das ist eine andere Geschichte.)

Die zwei Fette, von denen bekannt ist, dass sie für das Überleben essentiell sind, sind Linolsäure – eine Omega 6 Fettsäure – und Alpha-Linolsäure – eine Omega 3 Fettsäure. Beide dieser Fettsäuren finden sich in unterschiedlichen Nahrungsmitteln wieder, die nicht übermäßig stark verarbeitet wurden. Diese beiden Fette sind sehr empfindlich und reagieren bei Hitze, Licht und mit Sauerstoff (d.h. sie werden schnell schlecht), weshalb sie im Zuge der Verarbeitung von Nahrungsmitteln schnell zerstört werden. Der Grund dafür, dass mehrfach ungesättigte pflanzliche Öle, die man in den Regalen des Supermarktes findet, mehrere Jahre lang haltbar sind, besteht darin, dass sie erhitzt, desodoriert und bis zu dem Grad verarbeitet wurden, ab dem sie vom Nährwert her Weißbrot und Tafelzucker entsprechen. Ich kann nur dazu raten, diese Öle zu meiden.

Aufgrund der Verteufelung von Fett durch die Medien und Gesundheitsexperten, die es eigentlich besser wissen sollten, denken die meisten Menschen, dass alle Fette schlecht sind und keinem anderen Zweck dienen, als Hüft- und Bauchumfang zu vergrößern, während sie gleichzeitig die Gesundheit ruinieren. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Membran, die jede einzelne Zelle unseres Körpers umgibt, die Hülle der Nerven, zahlreiche Hormone, Prostaglandine und unzählige Bestandteile des Körpers (insbesondere des Gehirns) sind stark von der Zufuhr der richtigen Fette abhängig. Die wichtige Bedeutung essentieller Fettsäuren für Gesundheit und Leistungsfähigkeit kann gar nicht oft genug hervorgehoben werden.

Es ist wahr, dass bestimmte Fette wie gesättigte Fette, ranzige Fette und Transfettsäuren (die sich unter anderem in Margarine wiederfinden) zahlreiche Gesundheitsprobleme verursachen können, die von Herzkrankheiten über Krebs bis hin zu Insulinresistenz reichen, um nur einige Krankheiten zu nennen, die mit einer hohen Zufuhr der falschen Fette in Verbindung stehen. Die essentiellen Fettsäuren (insbesondere die Omega-3 Fettsäuren) sind hingegen anti-lipolytisch (stoppen die Fetteinlagerung), antikatabol (stoppen den Abbau von Muskelgewebe), erhöhen die Stoffwechselrate und Betaoxidation (verbrennen Kalorien/steigern die Fettverbrennung), verbessern die Insulinsensitivität, reduzieren das Risiko für Herzkrankheiten und besitzen noch eine ganze Reihe weiterer Vorteile.

Auch wenn uns frühere Untersuchungen gesagt haben, dass wir etwas mehr Linolsäure (die Omega-6 Fettsäure) in unserer Ernährung benötigen, zeigt sich in der Praxis, dass eine Ernährung, die höhere Mengen an Omega-3 Fettsäuren enthält, die meisten Vorzüge bezüglich Gesundheit, Körperfettanteil und Leistungsfähigkeit mit sich bringt. Die reichste Quelle für die Omega-3 Fettsäure Alpha-Linolsäure ist Leinöl, welches auch eine geringe Menge der Omega-6 Fettsäure Linolsäure enthält. Leinöl findet sich in der Kühlabteilung eines jeden guten Supermarktes wieder und wird aus vorsichtig verarbeitetem Leinsamen hergestellt. Als Ernährungsberater zahlreicher Sportler habe ich Leinöl mit vielem der besten Bodybuilder (eine Gruppe von Sportlern, die notorisch Angst vor dem Verzehr von Fett haben) des Landes verwendet, um ihren Körperfettanteil zu reduzieren und ihre Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit zu verbessern. Zwei bis drei Esslöffel pro Tag mit dem Salat, pur oder in einem Proteinshake erfüllen den Zweck.

Kaltwasserfische wie Sardinen, Makrelen und Lachs sind eine andere gute Quelle für Omega-3 Fettsäuren und ich empfehle den Verzehr von zwei bis drei Portionen dieser Fische pro Woche. Gute Quellen für Linolsäure sind unverarbeitete Öle wie Färberdistelöl, Sonnenblumenöl, Sesamöl und viele andere gesunde Pflanzenöle.

Zu den Fetten, die man meide sollte, gehören stark verarbeitete Pflanzenöle und stark verarbeitete Pflanzenprodukte wie Margarine, ranzige Fette und in gewissem Maß auch gesättigte Fette. Der Schlüssel zu Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist ein gesundes Gleichgewicht essentieller Fettsäuren (Alpha-Linolsäure und Linolsäure), einfach ungesättigter Fettsäuren (welche sich in Olivenöl, Avocados, usw. wiederfinden) und geringer Mengen gesättigter Fette (welche sich in magerem Fleisch und anderen Quellen wiederfinden) in Kombination mit den richtigen Kohlenhydraten und Proteinen.

Vitamine und Mineralstoffe

Eine vollständige Beschreibung eines jeden Vitamins und Mineralstoffs und all deren Funktionen würde leicht mehrere Bücher füllen, weshalb ich so etwas an dieser Stelle erst gar nicht versuchen werde. Ein gutes Vitamin- und Mineralstoffpräparat ist eine gute Versicherung um sicherzustellen, dass man alle wichtige Vitamine und Mineralstoffe bekommt, die man aus irgendwelchen Gründen am entsprechenden Tag nicht über die Nahrung zu sich nehmen konnte. Es gibt in unserem Körper keine einzige Zelle, die nicht auf eine Interaktion mit ausreichenden Mengen dieser Nährstoffe angewiesen wäre.

Wenn man glaubt alle Vitamine und Mineralstoffe, die man benötigt, durch seine hoch verarbeitete Nahrungsmittelzufuhr zu bekommen, dann ist man schief gewickelt. Einige (aber nicht alle) Ernährungsexperten und andere Gesundheitsexperten behaupten, dass "Vitamin Supplements lediglich teuren Urin verursachen". Das letzte Mal, als ich mich informiert habe, fielen die Kosten für Chemotherapien, Beipassoperationen und hunderte andere medizinische Behandlungen deutlich höher als für ein durchschnittliches Multivitaminpräparat aus.

Wenn die Einnahme von Vitaminen dazu in der Lage ist, bei einer von 100.000 Personen eine schwere Erkrankung zu verhindern, dann ist sie jeden Cent wert. Meiner Meinung nach ist die korrekte Verwendung von Vitaminen, Mineralstoffen, Heilkräutern, essentiellen Fettsäuren und vielen anderen Nährstoffen der beste Weg zu optimaler Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Antioxidantien

"Antioxidantien" und "freie Radikale" sind beliebte Schlagworte bei Fernsehshows, in Zeitungsartikeln und in Magazinen. Auch wenn Wissenschaftler diese Begriffe schon seit Jahrzehnten kennen, bekamen sie erst vor kurzem eine Menge Aufmerksamkeit von Mainstream Medien und aufgeschlosseneren Medizinern. Antioxidantien sind eine spezielle Klasse von Vitaminen und anderen Verbindungen, die freie Radikale im Körper neutralisieren, bevor diese die Zellen des Körpers beschädigen können.

Was ist ein freies Radikal? Ein freies Radikal ist ein hochreaktives Molekülfragment, das ein einzelnes ungepaartes Elektron besitzt. Ein ungepaartes Elektron möchte sich mit einem anderen Elektron verbinden. Das freie Radikal wird dieses Elektron von praktisch jedem Molekül stehlen, mit dem es in Kontakt kommt – inklusive der Bestandteile unserer Zellen. Diese Reaktion führt, wenn sie nicht kontrolliert wird, zu einer Kettenreaktion freier Radikale, die unterschiedliche Teile der Zellen beschädigen kann. Ein Antioxidans kann eine Elektron spenden ohne selbst zu einem freien Radikal zu werden und somit die Kette der Reaktionen unterbrechen, die zu einer unkontrollierten Kettenreaktion freier Radikale führt.

Die Pathologie der freien Radikale wird mit Krankheiten wie Krebs, Herzkrankheiten, Diabetes und dutzenden anderen Leiden in Verbindung gebracht. Ohne eine lange (und langweilige) biochemische Erklärung zu geben, sei erwähnt, dass es viele Ursachen für die Entstehung freier Radikale gibt, zu denen unter anderem das Rauchen, unterschiedliche in der Luft enthaltene Toxine, Nahrung und Wasser, Krankheiten, Training und Stress im Allgemeinen gehören.

Antioxidantien wie Vitamin E und C sowie andere Verbindungen wie Selen, N-Acetyl Cystein (NAC) und Proanthocyanidine (die aus Traubenkernextrakten gewonnen werden), um nur einige zu nennen, werden bei der Erholung nach harten Trainingseinheiten helfen, die Funktion des Immunsystems verbessern, möglicherweise bestimmte Krankheiten verhindern und die Gesundheit auf so vielen Wegen verbessern, dass eine vollständige Erklärung leicht einen ganzen Artikel füllen würde. Aus diesen Gründen sollte eine gute Antioxidantienformel neben einem Mutivitaminpräparat ein fester Bestandteil der Ernährung sein. Auch Wheyprotein kann den antioxidativen Status des Körpers deutlich verbessern und ist deshalb empfehlenswert.

Sportsupplements

Sportsupplements wie Androstenedion und andere Androgene, Arginin, Colostrum, CLA, Kreatin, Ecdysterone, GH Supplements, Ginseng, HMB, Myostatin Hemmer und Tribulus, um nur einige zu nennen, befinden sich außerhalb des Fokus dieses Artikels. Jedes dieser Supplements besitzt sein eigenes potentielles Einsatzgebiet, seine Nachteile, seine eigene Dosierung und andere Variablen, die auf individueller Basis erklärt werden müssen. Kampfsportler, Polizisten und Mitglieder der Streitkräfte, die diese Supplements besser verstehen wollen und etwas über mögliche Anwendungen, Dosierungen usw. lernen möchten, sollten die Lektüre meines Ebooks mit dem Titel "Muscle Building Nutrition" in Betracht ziehen.

Fazit

Die hier vorgestellte Liste von Nahrungsmitteln und Supplements ist in keiner Weise vollständig, noch deckt sie alle Aspekte der Verbesserung der Gesundheit, der Kraft, des Körperfettanteils und der Regenerationsfähigkeit für Kampfsportler, Polizisten und Mitglieder der Streitkräfte ab. Die hier präsentierten Informationen stellen jedoch eine gute Grundlage für Gesundheit und Leistungsfähigkeit dar, die jedem, der danach sucht, zu einem deutlichen Vorsprung verhelfen kann.
  1. Die Art und Weise, auf die Kohlenhydrate nach ihrem Verzehr den Blutzuckerspiegel beeinflussen, ist als glykämische Reaktion bekannt. Der glykämische Index (GI) ist eine Liste von Nahrungsmitteln und ihres Einflusses auf den Blutzuckerspiegel. Einige Nahrungsmittel, die wir als komplexe Kohlenhydrate ansehen, erhöhen den Blutzuckerspiegel schneller als andere Nahrungsmittel, die wir als einfache Kohlenhydrate ansehen würden.
  2. Die Gesundheitsprobleme, die mit Fetten in Verbindung gebracht werden, sind weitaus komplexer als die meisten Menschen denken würden. Die Pathologie von Erkrankungen, die durch eine hohe Zufuhr der falschen Typen von Fett verursacht werden, ist eine komplexe Interaktion zwischen bestimmten Fetten, Kohlenhydraten, einem Mangel an Vitaminen und anderen Nährstoffen, freien Radikalen und Antioxidantien Mechanismen sowie anderen Faktoren, die noch nicht ausreichen bekannt sind.
  3. Für weitere Informationen bezüglich der vielen Vorzüge essentieller Fettsäuren und den Zusammenhängen zwischen Fetten und Gesundheit im Allgemeinen ist das Buch "Fats That Heal, Fats That Kill" von Dr. Udo Erasmus (Alive Books) sehr empfehlenswert.
  4. Alpha-Linolsäure und Linolsäure sind im Verhältnis von 4:1 in Leinöl enthalten.
  5. Wie frische Eier, frische Milch, frisches Fleisch, usw. werden alle frischen, unverarbeiteten Öle schlecht (sie werden ranzig), wenn sie nicht kühl gelagert werden und nicht kurz nach dem Öffnen der Flasche verbraucht werden.
  6. Alle Öle, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind – inklusive Leinöl – sollten niemals zum Kochen verwendet werden, da Hitze die Struktur dieser Öle zerstört, diese toxisch macht und somit den Zweck ihrer Anwendung zunichte macht.
  7. Die Fischöle DHA und EPA können im menschlichen Körper durch das Desaturase Enzym hergestellt werden.
  8. Es ist wichtig zu wissen, dass Reaktionen, bei denen freie Radikale entstehen, normal und ein essentieller Teil des Stoffwechsels sind. Es sind die unkontrollierten Kettenreaktionen freier Radikale, die uns Sorgen bereiten sollten.

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