Studienüberblick

Dr. Andro: Adaptogene Substanzen – Mythen und Fakten rund um Maca, Tribulus und Co. (II)

"Sprechstunde bei Dr. Andro" - in dieser Rubrik hier bei Team-Andro nimmt Dr. Andro es für euch mit den sport- und medizinwissenschaftlichen Datenbanken dieser Welt auf. In Teile 2 von Ausgabe 6 sollen Mythen und Fakten rund um adaptogene Substanzen wie der Schlafbeere, Ginseng und Co näher betrachtet werden.

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Disclaimer: Die hier zur Verfügung gestellten Informationen dienen ausschließlich Informationszwecken.

Für die Richtigkeit der Informationen aus den hier zitierten Artikel ist der Autor dieser Kolumne nicht verantwortlich. Die Rechte an den hier in Auszügen zitierten Studienergebnissen liegen bei den jeweiligen Autoren.

Die Rückschlüsse, die aus den Studienergebnissen im Hinblick auf bestimmte, teilweise dem Forschungsinteresse der Autoren nicht entsprechende Fragestellungen gezogen werden, sind nicht Teil der entsprechenden wissenschaftlichen Arbeiten.
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Mucuna pruriens

Die Kletterpflanze, Mucuna pruriens, die ursprünglich ausschließlich im ostindischen Raum beheimatet war, ist ein fester Bestandteil der traditionellen indischen Medizin. In der ayurvedischen Heilkunst werden der Juckbohne u.a. folgende Wirkungen zugeschrieben:
  • Linderung der Effekte chronischen Stresses
  • Stärkung des Immunsystems
  • Verlangsamung des Alterungsprozesses
  • Verbesserung der reproduktiven Funktionen (Impotenz, Frigidität, Unfruchtbarkeit)
In dieser Liste deutet, wie bereits im Fall des in Teil 1 dieses Specials diskutierten Andenkrauts Lepidium meyenii aka Maca, mit Ausnahme der stressmodulierenden Funktion des Samenextrakts zunächst wenig auf den möglichen Nutzen einer Mucuna-Supplementation bei Athleten und Hobbysportlern hin.

Seit 1937(43) ist außerdem bekannt, dass die Samen der Juckbohne geringe Anteile an L-Dopa, einem u.a. zur Behandlung von Parkinson eingesetzten Dopamin-Agonisten, enthält. Es ist daher wenig verwunderlich, dass die Erforschung der adaptogenen und ergogenen Potentiale der indischen Kletterpflanze bisher zu Gunsten ihrer pharmakologischen Wirkung im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen zurückgestellt wurde. Die Übersicht über die im Kontext sportlicher Leistungsfähigkeit oder allgemeinem Wohlbefinden interpretierbaren Studien in Tabelle 1 ist entsprechend nicht sehr umfangreich.

Design

Ergebnisse

Quelle(n)

In vivo; 180 Männer im Alter von 30-38 Jahren (G1,G2,G3); unfruchtbare Männer; 5g/Tag; 3 Monate

gegenüber Placebo+Stress:signifikante Reduktion des Cortisol-Spiegels in allen Gruppen (G1:normal -18%; G2:geringe Spermazahl -52%; G3:immobile Sperma -53%); Verbesserung des antioxidativen Status; Verbesserung der Spermazahl- und Mobilität;

(44)

75 gesunde + 75 unfruchtbare Männer; 5g Mucuna pruriens-Pulver in Milch

Verbessertes Spermaprofil; signifikanter Anstieg von LH und Testosteron bei gleichzeitigem Rückgang von FSH und Prolaktin; signifikanter Anstieg von Dopamin,Adrenalin & Noradrenalin

(45)

In vivo; 60 gesunde + 60 unfruchtbare Männer; 5g/Tag Mucuna pruriens-Pulver für 3 Monate

Verbesserung des antioxidativen Status (‘GSH,‘Vitamin C,‘Vitamin A,‘Vitamin E,‘SOD,“Lipid Peroxidation) bei stressinduzierter Reduktion der Spermazahl/-Mobilität; Normalisierung der der Blutfette

(46)

In vivo; Ratten; verschiedene Dosen Mucuna pruriens Pulver

~66% Reduktion ROS bei 1 mg; 15% Chelation von Eisen ab 250µg

(47)

In vivo; Ratten; (150,200,250)mg/kg vs. Viagra"

200mg/kg verursachen eine signifikante Potenz- und Luststeigerung bei den Ratten vergleichbar der von Viagra

(48)

In vivo; Ratten mit induzierter Diabetes; (100,200)mg/kg

Sowohl akute,als auch langfristige Absenkung des Blutzuckerspiegels

(49)

NMR-Analyse (Kernspin) von Mucuna pruriens-Samen

Nachweis von D-chiro-inositol und Derivaten als anti-diabetische Wirkstoffe in Mucuna pruriens

(50)

In vivo; alte Ratten (junge Ratten als Kontrolle); 200mg/kg

Signifikante Reduktion von ROS und LPO Produktion und signifikante Erhöhung der Antioxidantaktivität

(51)

Tabelle 1:Studien zu den adaptogenen Eigenschaften von Mucuna pruriens


Diverse Supplementproduzenten hindert die wenig ergiebige Studienlage allerdings nicht daran, Mucuna pruriens-Extrakte in etliche ihrer mit Attributen wie "Muscle-Building", "Nootropic" oder "Cortisol Suppressive" versehenen Wirkstoffkombinationen aufzunehmen. So finden sich bei dem bereits in Teil 1 dieses Specials zitierten großen amerikanischen Onlineshop sage und schreibe 44 Produkte, die zumeist nicht explizit aufgeführte Mengen an Mucuna pruriens-Extrakt enthalten. Da die Hersteller die genaue Zusammensetzung der z.T. patentrechtlich geschützten Inhaltsstoffkombinationen in aller Regel nicht angeben und der L-Dopa-Gehalt des Juckbohnenextrakts potentiell die gleichen Nebenwirkungen (Übelkeit, Kreislaufstörungen, Müdigkeit, Verwirrtheitszustände) verursachen könnte, wie sein pharmakologisches Analogon, ist diese Praxis nicht ganz unkritisch zu sehen.

Angesichts des hohen Rohstoffpreises und der geringen Gesamtdosierung der entsprechenden Wirkstoffmatrizen erscheint es jedoch unwahrscheinlich, durch die Einnahme Mucuna-haltiger Supplements die in Studien an Gesunden als nebenwirkungsfrei eingestufte Dosis von 5g/Tag (≈195mg L-Dopa)(44), (45), (46) zu überschreiten.

Nähr- und Wirkstoffanteile

stat. Mittel


Mineralien u. Spurenelemente

L-DOPA


3, 9

%


mg pro 100g Samen-Mehl

Alkaloide


0, 53

%


Magnesium

174, 9-387, 6

Mucunine, Mucunadine,Prurienidine und Nikotine





Zink

5, 0-10, 9

Ascorbinsäure


4, 78

%


Eisen

10, 8-15, 0

Gesamtprotein


25

%


Kupfer

0, 9-2, 2

Albumin,Globuline,Prolamine,Gluteline; sowie Tryptamine und Alkylamin





Mangan

3, 9-4, 3

Gesamtfett


6, 9

%


Natrium

43, 1-150, 1

Beta-Sitosterol,Lecithin





Kalium

778, 1-1846

Ballaststoffe


9, 6

%


Phosphor

325, 8-592, 0

Kalorien


370

kcal/100g




Tabelle 2:Relevante Nähr- und Wirkstoffe der Juckbohne Mucuna pruriens (adaptiert aus(46))



Die zuletzt genannte Menge (5g/Tag) an Juckbohnen-Extrakt konnte in mehreren von Shukla et.al.(45) im Zeitraum von 2007-2010 durchgeführten Studien(44), (45), (46) nicht nur die Fruchtbarkeit unfruchtbarer Studienteilnehmer verbessern bzw. wiederherstellen, sie führte auch bei den gesunden, aber gestressten Probanden zu einer statistisch signifikanten Erholung der stressbedingt abgesunkenen Hormonwerte (LH +23%; FSH -11%; Testosteron +27%; Prolaktin -19% alle Werte vs. Kontrolle), sowie des Spermavolumens (+8%), der –Beweglichkeit (+7%) und der –Konzentration (+26%)(45).

Des Weiteren verzeichneten die Forscher einen Anstieg des Dopamins (+63%), des Adrenalins (+84%) und des Noradrenalins (+53%) über das Ausgangsniveau nicht gestresster Probanden(45). Was zunächst nach "noch mehr Stress" klingt, könnte sich gerade bei dauergestressten, übertrainierten und an "Adrenal Fatique" leidenden Sportlern [der Autor ist sich um die von endokrinologischer Seite vorgebrachten Zweifel an der Existenz einer "Erschöpfung der Nebennierenrinde" bewusst, die erschöpfende Diskussion dieses Themas würde allerdings eines eigenen Dr.Andro-Artikels bedürfen] ungemein positiv auf die Leistungsfähigkeit auswirken.

Abbildung 1
Abbildung 1: Effekte von 5g/Tag Mucuna pruriens-Extrakt auf ausgewählte Blutparamter gestresster Probanden (Prozentwerte vs. Kontrollgruppe berechnet aus(46), (45))


Gepaart mit dem in einer vorangegangenen Studie gemessenen Anstieg der antioxidanten Kapazität(46), sowie der in einer kürzlich veröffentlichten Folgestudie belegten Reduktion des Kortisolspiegels der Probanden deuten die von Shukla et.al. vorgelegten Ergebnisse (vgl. Abbildung 1) darauf hin, dass auch intensiv trainierende und ihrem Körper damit starkem physischen Stress aussetzende Athleten vom Konsum adäquater Mengen Mucuna pruriens profitieren könnten.

Zudem können nicht nur Sportler von der bisher nur bei Ratten nachgewiesene kurz- und langfristige Reduktion des Blutzuckerspiegels(49) durch ein in den Samen der Kletterpflanze enthaltenes Inositol-Derivat(50), der Reduktion von freien Radikalen(47), (51), sowie der erhöhten Bindung von Schadstoffen im Blut(47) profitieren.

Zusammenfassung

Nachgewiesene Wirkung: Modulation der Stressantwort (Kortisol + Katecholamine); Regulation der HPTA (LH, FSH, Testosteron); antioxidante Wirkung; Blutzuckersenkung, Radikalenfänger (im Tierversuch)

Mögliche Nebenwirkungen: In den zitierten Studien an Menschen keine beschrieben; bei sehr hohen Dosen potentiell jedoch ähnliche Nebenwirkungen wie L-Dopa (Übelkeit, Kreislaufstörungen, Müdigkeit, Verwirrtheitszustände); allergische Reaktionen grundsätzlich nicht auszuschließen.

Dosierung: für die stressregulierende und hormonelle Wirkung ca. 5g/Tag Mucuna pruriens-Pulver

Withania somnifera (Ashwagandha)

Die Schlafbeere, lat. Withania somnifera ist einer der hierzulande bekannteren Wirkstoffträger der Ayurvedischen Medizin, von dem Spötter zuweilen behaupten, sie sei den Indern das, was den Chinesen der Ginseng (s. unten) ist. Tatsächlich gibt es gewisse Überschneidungen zwischen den Anwendungsgebieten des "indischen Ginseng", wie das Withania somnifera-Extrakt zuweilen auch bezeichnet wird, und seinem Pendant dem "echten", chinesischen Ginseng. Das Pflanzenextrakt, das seinem Namen seinem ungewöhnlichen, dem Schweißgeruch eines Pferdes ähnelnden 'Duftes' ("Ashwagandha" ist Sanskrit und heißt übersetzt "Pferdegeruch") verdankt, wird in der traditionellen indischen Medizin unter anderem bei folgenden Beschwerden angewendet:
  • Schlaflosigkeit (lat. "somnifera" = dt. "einschläfernd")
  • Geringe Libido und Unfruchtbarkeit
  • Bluthochdruck und Ödeme
  • Probleme mit dem Bewegungsapparat
  • Allgemeine Altersbeschwerden
Wer bereits mit den traditionellen Anwendungsgebieten der zuvor vorgestellten Adaptogene vertraut ist, findet hier weder wesentlich neues, noch direkte Hinweise auf den möglichen Gebrauch von Ashwagandha als Sportsupplement.

Auch mit der Studienlage (vgl. Tabelle 3) sieht es – zumindest was Studien an menschlichen Probanden betrifft – ähnlich schlecht aus, wie im Fall des Raupenpilzes Cordyceps sinensis, dessen adaptogene Eigenschaften bereits in Teil 1 dieses Specials diskutiert wurden. Dass dieses klassische Heilmittel dennoch bereits in 65 Nahrungsergänzungsmitteln des bereits mehrfach zitierten großen Internetversandhandels enthalten und dort unter anderem als "Stress-Assistent", "Brain-Supporter" oder Teil eines "Thermogenic Energy Enhancing Complex" beworben wird, dürfte Leser der vorangegangenen Abschnitte dieses Specials ebenfalls wenig überraschen.

Durch die zwei an menschlichen Probanden durchgeführten Studien von Ahmad et.al.(52), sowie Andallu und Radhika(53) sind diese Behauptungen allerdings weder direkt noch indirekt zu belegen. Die Studie von Ahmad et.al.(52) bescheinigt der im gesamten Mittelmeerraum, sowie in Indien und Südchina beheimateten Pflanze allerdings vergleichbare hormonmodulierende Eigenschaften, wie sie auch die Juckbohne Mucuna pruriens (s. oben) auszeichnen.

Design

Ergebnisse

Quelle(n)

In vivo; 75 gesunde und 74 unfruchtbare Männer; 5g/Tag in Milch für 3 Monate

Verbesserung der Zahl und Beweglichkeit der Sperma bei allen Probanden; Anstieg von LH (+16%) und Testosteron (+15%); Absinken von FSH (-5%) und Prolaktin (-2,6% statistisch n.s.) gennannte Werte für gesunde Probanden (!); Verbesserung des antioxidanten Status der Probanden

(52)

In vivo; 12 Probanden; WS-Pulver (Dosierung nicht angegeben) für 30 Tage

Absinken des Blutzuckers vergleichbar mit oralen hypoglykämischen Medikamenten; starker Anstieg des Natriums im Urin,sowie Anstieg des Urinvolumens; Absinken des Blutcholesterins,der Triglyceride; des LDLs und des VLDLs

(53)

In vivo; Ratten; 100mg/kg für 7 Tage vor dem Stresstest vs. Control

Gegenüber der Kontrollgruppe war in der WS-Gruppe der Anstieg der Corticosteroide fast komplett geblockt

(54)

In vivo; Mäuse; 250mg u. 500mg Pulver aus ganzer Pflanze oder nur Wurzeln

Anstieg der Corticosteroide gegenüber gestresster Kontrollgruppe bei allen Präparaten; besonders ausgeprägt bei 500mg Wurzel-Pulver; größte Ausdauer (+50% gegenüber Kontrolle) bei 250mg Pulver des Extrakts aus ganzer Pflanze

(55)

In vivo; Ratten; (12.5; 25; 50; 100; 125)mg/kg WS (ohne Withanolide) intravenös

Dosisabhängige Steigerung der Ausdauer mit Maximum +93.68% bei 100mg/kg (Abfall auf +46% bei 125mg/kg); Maximale Vitamin C,Cholesterin und Corticosteron Konzentration ebenfalls bei 100mg/kg

(56)

In vivo; Mäuse; (0.7 u. 1.4)g/kg für 15 und 30 Tage

Nur die 30-tägige Supplementation resultiert in einem Absinken der Lipidperoxidation und einem Anstieg des antioxidanten Status (SOD,CAT)

(57)

In vivo; Hasen und Mäuse; WS-Dosis nicht angegeben

WS blockiert die Lipidperoxidation nach Gabe von Lipopolysacchariden und Murein

(58)

In vivo; diabetische Ratten; Wurzel- und Blätter-Extrakt von Wihania somnifera

Normalisierung von Blutzucker,TBARS Glykogen,Vitamin C und E,SOD,CAT,GPx,GST,und GSH

(59)

In vivo; diabetische Ratten; (200 vs. 400)mg/kg WS für 5 Wochen

Reduktion des Blutzuckers,HbA(1)c und Insulin; Signifikante Verbesserung der Insulinsensitivität

(60)

In vivo; diabetische Ratten; 1g/kg wässiger vs. chloroformer WS-Extrakt für 14 Tage

Wässriger Extrakt:Reduktion Blutzucker (-52%),Triglyceride,Gesamtcholesterol,LDL und VLDL + Anstieg des HDL; stärkere Absenkung von Blutfetten und Blutzucker mit Kombination der beiden Extrakte

(61)

In vivo; Mäuse mit Immundefekt; WS-Dosis nicht angegeben

Signifikanter Anstieg von Hemoblobin,roten und weißen Blutkörperchen,0.01),Thrombozyten und Körpergewicht

(62)

In vitro; J774 Macrophagen; (1-256) µg/ml methanloisches WS-Extrakt

Signifikanter und Dosisabhängiger Anstieg der NO-Synthese ß Vermutung:NOS-Produktion trägt zu Immunstimulation bei

(63)

In vivo; Mäuse; über Magensonde 1.4g/kg für 20 Tage

Signifikanter Anstieg der Schilddrüsenhormone T3 und T4; unveränderte Deiondinase-Enzyme; Verbesserung des antioxidativen Status; Reduktion der Lipidperoxidation in der Leber

(64)

In vivo; Mäuse; 1.4g/kg für 20 Tage

Anstieg von Serum-T4 (+42%); Verbesserung des antioxidanten Status und Verringerung der Lipidperoxidation

(65)

In vivo; diabetische Ratten; 1.4g/kg WS

Reversion einer metformin-induzierten Schilddrüsenunterfkt.

(66)

In vivo; Ratten mit Eisenüberschuss; (10,20,50)mg/kg WS vs. 20mg/kg Silymarin

Dosisabhängige Reduktion von Lipidperoxidation,ALAT,ASAT und LDH,die aber auch bei 50mg/kg leicht geringer war,als die von Silymarin (Milk Thistle = Mariendiestel)

(67)

In vivo; Ratten; (500/1000)mg/kg WS-Extrakt

Absinken der Beta-glucuronidase and Lactatedehydrogenase in Ratten mit induzierter Gicht(/Arthritis)

(68)

In vitro; Adipozyten; (1-25) microM WS

Absinken der Lipidakkumulation; Sinken der PPAR-GAMMA; Apoptose (Zelltod)

(69)

In vitro; junge Mäuse; 200µg/µl WS Ethanol-Extrakt

Interaktion mit GnRH über GABAA (wenig aussagekräftig insofern,als dass sich die Interaktion von GnRH-Neuronen auf GABA mit der Pubertät ändert und noch nicht komplett erforscht ist)

(70)

Tabelle 3:Studien zu den adaptogenen Eigenschaften von Withania somnifera


Wie ein Blick auf Tabelle 1 zeigt, fällt der Stress- und Hormon-modulierende Effekt von Ashwagandha bei gleicher Dosierung (5g/Tag) jedoch geringer aus, als bei den L-Dopa-haltigen Bohnen der Kletterpflanze, deren Wirkung – gerade auf den Testosteronspiegel (vgl. Abbildung 1) sowie die von Ahmad et.al. nicht erfassten Katecholamine – z.T. über den klassischen, ausgleichenden Effekt eines Adaptogens hinausgehen (vgl. Abbildung 2).

Abbildung 2
Abbildung 2: Effekte von 5g/Tag Withania somnifera-Extrakt auf ausgewählte Blutparamter gestresster Probanden (Prozentwerte vs. Kontrollgruppe berechnet aus(52))


Dafür kann die Schlafbeere mit einer auch bei menschlichen Probanden beobachteten Blutzuckerreduktion (vergleichbar mit der entsprechender hypoglykämischer Medikamente), sowie einer Senkung der Blutfette, des Gesamtcholesterins, des LDLs und des VLDLs aufwarten(53).

Bezieht man außerdem die Ergebnisse der in Tabelle 3 zusammengestellten Studien an Nagern mit ein, zeigt sich, dass die HPTA(hypothalamic-pituitary-gonadal axis)-(52), (70) und Stress-modulierende(54), (56), sowie die blutzuckersenkende(53), (60), (61), (60) Wirkung langfristig von signifikanten antioxidanten(59), (58), (55), (57), (65), (67), blutbildenden und immunmodulierende(62), (63) Effekten komplementiert wird. All das, sowie die bisher ebenfalls nur im Tierversuch nachgewiesene Verbesserung der Schilddrüsenfunktion(64), (65) und die hepatoprotektiven (=leberschützenden) Eigenschaften(67) des unangenehm riechenden Pflanzenextrakts sprechen dafür, dass der Konsum von Withania somnifera zumindest abseits unmittelbar messbarer sportlicher Leistungen durchaus Sinn machen könnte.

Über eine Normalisierung der Blutparameter konnte der Konsum der indischen Heilpflanze außerdem zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit und über die Steigerung der Schilddrüsenaktivität evtl. zu einem Gewichtsverlust beitragen.

Zusammenfassung

Nachgewiesene Wirkung: Modulation stressbedingter HPTA-Dysfunktion; antioxidante Wirkung; Blutzuckersenkung; Blutbildung, Modulation der Immunfunktion, Verbesserung der Schilddrüsen- und Leberfunktion (im Tierversuch)

Mögliche Nebenwirkungen: in den zitierten Studien an Menschen keine beschrieben; im Netz vereinzelte Berichte von Krämpfen (vermutlich aufgrund der leicht diuretischen Wirkung des Pflanzenextrakts), sowie Magendarmbeschwerden (Durchfall, Übelkeit); allergische Reaktionen grundsätzlich nicht auszuschließen

Dosierung: für die stressregulierende Wirkung ca. 5g/Tag getrocknete Wurzel bzw. 300-600mg hochkonzentrierter Extrakt; für eine Verbesserung der Schilddrüsenfunktion würde die Extrapolation aus den Daten an Nagern(64), (65) für einen 75kg schweren Menschen eine Dosis von 17,5g/Tag Ashwagandha-Pulver ergeben, was von den Kosten abgesehen bereits aufgrund möglicher Nebenwirkungen wenig empfehlenswert scheint

Panax ginseng (u. Panax quiniquefolium)

Panax ginseng, das Panaceum (dt. "Allheilmittel"), mag zwar der letztgenannte Vertreter der adaptogenen Pflanzenextrakte im aktuellen Dr. Andro-Special sein, bei einer der im TV so beliebten Spontanumfragen zwischen den Einkaufstempeln einer deutschen Großstadt würde der Ginseng allerdings zweifelsohne ganz oben auf der Liste der bekanntesten Naturheilmittel rangieren. Zu den zahlreichen tradierten und umworbenen Eigenschaften, die der Wurzel dieses unscheinbaren Araliengewächs nachgesagt werden zählen u.a.:
  • Stärkung der Immunfunktion
  • Reduktion der negativen Effekte von Stress
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Beschleunigung der Stoffwechselrate
  • antioxidative Eigenschaften
  • und etliche andere
Verglichen zu den bisher vorgestellten Adaptogenen existiert zu den pharmokalogischen Wirkungen des Ginseng, eine schiere Unzahl an Studien, von denen etliche auch an menschlichen Probanden durchgeführt wurden. Die in Tabelle 4 zusammengefassten Ergebnisse einer Auswahl aus dem vorhandenen Datenmaterial ist allerdings mit Bezug auf mögliche Leistungssteigerungen in Folge einer Supplementation von Panax ginseng oder seinem amerikanischen Verwandten, dem Panax quinquefolium, dem "fünfblättrigen Allheilmittel", gelinde gesagt, ernüchternd.

Design

Ergebnisse

Quelle(n)

In vitro; menschliche Mastzellen (Teil d. Immunsystems); Panax ginseng

Panax ginseng behindert die Produktion des Tumornekrosefaktors (TNF)-alpha,interleukin (IL)-6,IL-8 und weiterer Entzündungsmarker

(71)

In vivo; 60 männliche Soldaten im Alter von 17-22 Jahren; 3g/Tag reiner Ginseng vs. Placebo für 8 Wochen

Keine Unterschiede bei den gemessenen Laktatwerte,der Herzfrequenz und der physischen Leistungsfähigkeit zwischen den Probanden der Ginseng- und der Placebo-Gruppe feststellbar

(72)

In vivo; 20 Männer und 8 Frauen; 200mg/Tag Panax ginseng (7% standardisiert) für 21 Tage

Bei dem verwendeten Ergometertest konnte keine Leistungssteigerung nachgewiesen werden

(73)

In vivo; 36 Männer; (200 o. 400)mg/Tag Panax ginseng Konzentrat (C.A. Meyer) für 8 Wochen

Kein Effekt auf die gemessen Parameter Sauerstoffaufnahme,Laktatwerte,Herzfrequenz und wahrgenommene Erschöpfung feststellbar

(74)

In vivo; 24 Frauen; 400mg/Tag Panax ginseng Konzentrat (C.A. Meyer) vs. Placebo für 8 Wochen

Keine höhere Leistungssteigerung bei supramaximalem Training gegenüber der Placebogruppe

(75)

In vivo; 25 Probandinnen; 1000mg/Tag Panax quinquefolia vs. Placebo für 4 Monate

Kein Effekt auf Puls,Blutdruck,Blutzucker oder Laktate in Ruhe oder unmittelbar nach einem Belastungstest; stärkerer Anstieg von Stressvariablen in der Panax-Gruppe

(76)

In vivo; 38 gesunde Probanden; 400mg/Tag Ginseng-Konzentrat vs. Placebo für 8 Wochen

Kein Effekt der Ginseng-Supplementation auf Immunantwort,Leistung und Erholungszeit nach einer Intervalltrainingseinheit

(77)

In vivo; 8 männl. Studenten; 3x7g/Tag Koreanischer roter Ginseng vs. Placebo für 7 Tage vor und 10 Tage nach einem Fitnesstest

Signifikant geringerer Anstieg des Entzündungsparameters IL-6 zwei Stunden nach einer intensiven Trainingseinheit auf dem Laufband; schneller Rückgang der Creatine Kinase (72h post) und geringerer Anstieg des Kortisols; kein Unterschied bei den Laktatwerten

(78)

Review einschlägiger Studien zur ergogenen Wirkung von Panax Ginseng

Zitat:Enhanced physical performance after ginseng administration in well-designed investigations remains to be demonstrated

(79)

In vivo; 40 Frauen,43 Männer,Alter ø25.7 Jahre; (200 o. 400)mg/Tag Panax ginseng Konzentrat (C.A. Meyer) für 60 Tage

Keine nachweisbare Auswirkung des Gingseng-Supplements auf die Stimmung der Proband/innen

(80)

In vivo; 23 bzw. 14 gesunde Probanden; 200mg zwei verschiedener PG-Extrakte vs. Placebo für 57 Tage

Keinerlei Langzeiteffekt auf den Blutzuckerhaushalt gesunder Probanden (dies steht z.T. im Widerspruch zu Ergebnissen von Studien mit zuckerkranken Nagern)

(81)

In vivo; Ratten; 100mg/kg Panax ginseng vs. 30mg/kg Ginkgo biloba; jeweils 3 und 7 Tage

Kurzfristig stärkere Senkung der Stressparameter Glukose,Triglyceride,Cholesterin,Creatine Kinase und Serum-Corticosteron durch Ginkgo,langfristige Stressreduktion nur durch Panax ginseng

(82)

Langzeitstudie an Menschen >55 Jahre; 1985-2009; Ginseng-Konsum vs. Lebenserwartung

Unter Berücksichtigung von Alter,Beruf,Alkohol- und Nikotinkonsum,sowie chronischem Krankheiten,Bluthochdruck und Übergewicht erwies sich die Sterblichkeit männlicher Ginseng-Konsumenten als signifikant geringer

(83)

Tabelle 4:Studien zu den adaptogenen Eigenschaften von Panax ginseng u. Panax quinquefolium


Während sich im Labor, wie in der Studie von Kim et.al.(71) signifikante anti-cytokine und damit vor krebsartiger Zellwucherung schützende Effekte nachweisen ließen, konnte nur eine(78) der an Menschen durchgeführte Placebo-kontrollierten Untersuchung einen statistisch signifikanten Effekt auf die sportliche Leistungsfähigkeit oder damit assoziierte Blutparameter der Probanden/innen nachweisen(72), (73), (74), (75), (76), (77). Wie verlässlich die Ergebnisse der von Park et.al.(78) an lediglich 8 männlichen Studenten durchgeführten Untersuchung allerdings sind, ist ungeachtet der außergewöhnlich hohen Dosierung (3x7g/Tag) äußerst fraglich.

Um definitive Rückschlüsse auf die Eignung hochdosierter Ginseng-Präparate zur Hemmung des Anstiegs von Entzündungsparametern, sowie zur Beschleunigung des Regenrationsprozesses bei Athleten zu ziehen, bräuchte es Folgestudien mit adäquaten Probandenzahlen. Daher ist es wenig verwunderlich, dass Bahrke, Morgan und Stegner (79) im wohl aktuellsten Review zum Thema "Is ginseng an ergogenic aid?" konstatieren:
    "Enhanced physical performance after ginseng administration in well-designed investigations remains to be demonstrated."
Ähnliches gilt im Übrigen auch für die dem Ginseng nachgesagte stimmungsaufhellende Wirkung(80), sowie seine im Tierversuch bestätigte blutzuckerregulierende Wirkung(81), die in placebo-kontrollierten Studien an gesunden menschlichen Probanden/innen nicht reproduziert werden konnten.

Zur Ehrenrettung des altchinesischen Panaceums und dem Urahn aller (vermeintlichen) Adaptogene sei an dieser Stelle jedoch das Ergebnis einer 2009 im Journal of Alternative Medicine erschienenen Langzeitstudie(83) genannt. Sie bescheinigt älteren (>55 Jahre zu Studienbeginn) männlichen Ginsengkonsumenten im koreanischen Kangwha eine signifikant geringere Sterblichkeitsrate als Ginseng-abstinenten Altersgenossen. Für die weiblichen Studienteilnehmer ließ sich ein derartiger Effekt allerdings nicht nachweisen. Darauf, dass der Ginsengkonsum eine Männerdomäne ist und auch bleiben sollte, deuten im Übrigen auch die Ergebnisse einer 2009 von Dickman et.al.(76) veröffentlichten Untersuchung an 25 post-menopausalen Frauen hin, deren Stressvariablen nach 4-monatiger Panax ginseng-Supplementation (1g/Tag) anstiegen anstatt, wie erhofft, zu sinken.

Wer nun enttäuscht darüber sein sollte, dass sich viele der z.T. durch Versuche an Zellen und Nagern geschürten Hoffnungen auf die pharmakologische Potenz des chinesischen (Panax ginseng) bzw. amerikanischen (Panax quinquefolium) Ginsengs in kontrollierten Studien an Menschen gewissermaßen in Luft auflösen, der sei gewarnt: Nicht nur im Zusammenhang mit den hier vorgestellten Adaptogenen, sondern auch und insbesondere in den bunten Werbebroschüren der Supplementindustrie werden oft wenige an Nagern oder gar im Reagenzglas durchgeführte und von Interessengruppen finanzierte Studien zitiert, um die vermeintliche Wirksamkeit der angepriesenen "Cell-Volumizer", "Mucle-Optimizer" und "Fat-Burner" zu untermauern.

Wer sich dessen bewusst ist, der kann auch abseits eines der 223 z.T. überteuerten Ginseng-haltigen Nahrungsergänzungsmittel, die ein beliebter amerikanischer Onlinehändler zur Zeit im Angebot hat, etliche Euros sparen.

Zusammenfassung

Nachgewiesene Wirkung: bei gängiger Dosierung (1-4g/Tag) keine für Sportler positiven Effekte nachgewiesen; bei Dosierung ≥ 20g/Tag möglicherweise entzündungshemmend und regenerationsfördernd

Mögliche Nebenwirkungen: Ginseng verringert die Blutgerinnung; eine Wechselwirkung mit Medikamenten zur Blutzuckerregulation ist nicht auszuschließen; sehr selten: Schlafstörungen, Magendarmbeschwerden, Blutungen, Bluthochdruck; allergische Reaktionen grundsätzlich nicht ausgeschlossen

Dosierung: als Regenerationshilfe für Sportler vermutlich nur in hoher Dosierung ≥ 15g/Tag

Fazit des Dr. Andro Specials zu Adaptogenen

Auch bei Olympia in Vancouver waren es nicht immer die Favoriten, diejenigen also, die jeder auf der Liste hatte, die am Ende mit den Medaillen nach Hause fahren konnten. Und so mag es zwar überraschen, dass die ersten drei Plätze im Dr. Andro-Vergleich an die vermeintlichen Außenseiter, Mucuna pruriens, Cordyceps sinensis und Withania somnifera, gehen, unverdient ist das aber sicherlich nicht.

Abbildung 3
Abbildung 3: Testfazit - ein klarer Sieg für die Außenseiter (Bilder aus NaturGarden.eu; volunteers.org.np; Feenkraut.de)
*gesundheitsfördernd = antioxidant, blutfettreduzierend, antientzündlich etc.


Wer plant einen oder gleich alle drei Top-Adaptogene auf die Liste seiner täglichen Supplements zu setzen, sollte sich jedoch ihrer Funktion als Hilfe (="Supplement") zur Anpassung ("Adaption") an intensive körperliche (und z.T. psychische) Belastung bewusst sein und von einem Adaptogen keine steroidähnlichen Muskelzuwächse erwarten. Wer Mucuna pruriens, Cordyceps sinensis und Withania somnifera in diesem Sinne als Ergänzung einer vollwertigen Ernährung und eines intensiven Trainingsprogamms versteht, für den könnte sich die Investition in eines der drei Naturprodukte durchaus lohnen.

Literaturverzeichnis

  • 1. Damodaran M, Ramaswamy R. Isolation of l-3:4-dihydroxyphenylalanine from the seeds of Mucuna pruriens. Biochem J. 1937, Bd. 31, 12.
  • 2. Shuklar, K.K. et.al. Mucuna pruriens Reduces Stress and Improves the Quality of Semen in Infertile Men. eCAM. 2010, Bd. 7, 1.
  • 3. Shukla, K.K. et.al. Mucuna pruriens improves male fertility by its action on the hypothalamus-pituitary-gonodal axis. Fertility & Sterility. 2009, Bd. 92, 6.
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