Sensationeller Classic Physique Olympia 2021

Ergebnis Classic Physique: Urs 4., Mike 7., Fabian 8.

Der Classic Physique Olympia 2021 ist Geschichte - und meine Güte, was war das für eine Geschichte! Mit gleich drei deutschsprachigen Athleten ging es in die abendliche Top 10-Show, für alle war es das Classic-Physique-Olympia-Debüt. Aber der Reihe nach:

Der Classic-Physique-Sommer 2021 verlief aus deutschsprachiger Sicht sehr erfreulich: Fabian Mayr holte sich bei der Europa Pro in Alicante bei seiner zweiten Pro Show seinen ersten Profisieg in einem rückblickend enorm stark besetzten Teilnehmerfeld mit Ramon Rocha Queiroz, German Pastor und Jose Maria Mete Bueriberi. Diese Leistung bestätigte er zwei Wochen vor dem Mr. Olympia mit einem Ausrufezeichen bei der Arnold Classic in Ohio: Platz 6!

Urs Kalecinski und Mike Sommerfeld taten sich für einen Trip nach Mexiko zusammen und holten zunächst einen Doppelsieg, der Mike das begehrte Orlando-Ticket bescherte. Urs zog mit Rückenwind, aber ohne zu große Erwartungen weiter nach Florida, wo er sich bei der renommierten Tampa Pro mit sage und schreibe 40 Konkurrenten messen musste. Der Ausgang ist bekannt: Ein sehr unerwarteter, aber völlig verdienter Sieg bei seinem allerersten Wettkampf in den USA vor Kalibern wie Steve Laureus, immerhin schon Zweiter bei der Arnold Classic.

Die drei Debütanten im First Callout

Drei Debüts in der Weltspitze


Mit also durchaus ähnlichen Voraussetzungen ging es für die drei am Samstagmorgen zum Prejudging im bestmöglichen Teilnehmerfeld der Classic Physique. Die Einzelpräsentationen zu Beginn zeigten zwei Dinge: Alle drei hatten ihre Hausaufgaben in Sachen Form und Präsentation gemacht - und das Teilnehmerfeld ist gespickt mit Weltklasse-Athleten, so dicht wie in wohl keiner anderen Männerklasse aktuell.

Fabian Paradepose.

Dann ging es in die Vergleiche, der traditionell mit dem wichtigsten beginnt: Dem First Callout mit den allen Athleten, die um den Sieg und die Finalplätze posen dürfen. Und dieser hatte es in sich: Neben den Topfavoriten wie Chris Bumstead, Terrence Ruffin und Breon Ansley wollten die Wertungsrichter fünf weitere Bodybuilder sehen. Und drei davon waren Fabian, Urs und Mike! In unserem Forum herrschte seltene Einstimmigkeit: Ein absolut überragender Moment.

Je länger verglichen wurde, desto mehr kristallisierte sicht heraus, dass Urs den Judges an diesem Tag von den drei deutschsprachigen Startern am besten gefiel und er sich Hoffnungen auf eine Top 6-Platzierung machen durfte. Fabian und Mike waren sicher in der Top 10 und posten in etwa um die Plätze 7 und 8. Mit diesen Eindrücken und der Gewissheit, dass es für alle drei ein Top 10-Ergebnis wird (in der Abendshow darf sich nur noch die Top 10 präsentieren), ging es in die abendlichen Finals

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Die Finals auf der größten Bühne


Die Finals, die um 03:00 morgens mitteleuropäischer Zeit begannen, fanden anders als die Prejudgings auf der ganz großen Hauptbühne vor einem ziemlich beeindruckenden Bühnenbild, das an den Muscle Beach in Venice angelehnt war, statt.

Top 10-Debüt für Mike Sommerfeld.

Noch eine Besonderheit: Die Küren gaben Aufschluss über die Top 5-Platzierungen, da nur diese ihre Kür zeigen durften - schade für Fabian und Mike, aber umso erfreulicher für Urs, der sich zu diesem Zeitpunkt nur noch Gedanken darüber machen musste, wie weit es denn nach oben ging. Und dies setzte er mit einer für 23 Jahre komplett unbefangenen souveränen Art und Weise in einer Kür um, mit der er das Hallenpublikum hörbar aus der Reserve lockte. Chapeau!

Top 4 für Urs Kalecinski, ein unglaublicher Erfolg.

Direkt danach wurden Fakten geschaffen: Die Top 5-Platzierungen wurden verkündet.

Platz 5: Ramon Rocha Queiroz
Platz 4: Urs Kalecinski

Und damit stand es fest: Ein sensationeller Platz 4 beim Debüt (man kann es nicht oft genug betonen) und immerhin noch 3.000 Dollar Preisgeld für den 23-jährigen Berliner.

Platz 3: Breon Ansley
Platz 2: Terrence Ruffin
Platz 1: Chris Bumstead

Eine exakte Wiederholung der Top 3 von letztem Jahr. Dahinter allerdings wurde so ziemlich alles durcheinandergewirbelt, wobei die drei Debütanten die tragende Rolle spielten. Die Scorecard mit den genauen Platzierungen zeigte schlussendlich, dass sich Fabian Mayr über einen 8. und Mike Sommerfeld über einen 7. Platz freuen konnten.

Ein großer Erfolg auch für Coach Stefan Kienzl, der neben Urs und Fabian weitere Topplatzierungen seiner Schützlinge verzeichnen konnte und spätestens jetzt in die Riege der Weltklasse-Vorbereiter aufsteigt.

Wir gratulieren herzlich zu diesen fabelhaften Ergebnissen und freuen uns schon jetzt - vermutlich mit vielen auch jetzt neu dazugekommenen Classic Physique-Fans - auf den Mr. Olmypia 2022!

Chris Bumstead verteidigt souverän seinen Titel.

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