Showdown in Alicante

Alle Ergebnisse der Europa Pro Championship 2021

Die Ergebnisse der Europa Pro 2021 lieferten Überraschungen und Spannung. Hier findest du einen ausführlichen Überblick über das gesamte Wettkampfgeschehen vom Sonntag! Im ersten Teil findest du die Ergebnisse des ersten Teils, welcher am Sonntagnachmittag endet, am Abend werden – sobald verfügbar – die Ergebnisse der Abendteils (inklusive Offener Klasse) im Artikel ergänzt.




Die Morning Session mit der Classic Physique und Figurklasse


In der Morgensession stehen die Klassen Men’s Physique, Classic Physique, Figure, Women’s Physique und Women’s Bodybuilding.

Men’s Physique: Der Titel geht nach Frankreich!


Marcel Treichler aus der Schweiz ist der drittletzte von 26 Athleten. Marcel zeigt eine schöne Linie und eine gute Form. Das könnte gut werden.

Insgesamt hält die Klasse das gewohnt hohe Niveau, wobei viele Athleten dabei sind, die offensichtlich aus einer Bodybuildingklasse kommen und entsprechen posen, was in der Men’s Physique eigentlich nicht erlaubt ist.

Auffällig sind wie schon in Portugal die sehr großen Vergleichsgruppen, was mit Blick auf die Lichtverhältnisse am Rand der Bühne fragwürdig erscheint. Positiv ist erneut anzumerken, dass sich viel Zeit für die Vergleiche genommen wird.

Marcel steht im ersten Vergleich des Finales. Was geht da für ihn?

Ergebnisse Men’s Physique:

  1. Youcef Djoudi (64)

  2. Leonardo (82)

  3. Luca Biolo (59)

  4. Philippe Degila (63)

  5. Edvan Palmeira (74)


Women’s Bodybuilding: Sieg für Felicia Spartarescue


Als zweite Klasse ist die Women’s Bodybuilding an der Reihe. Neun Athletinnen sind am Start.

Ergebnisse Women’s Bodybuilding:

  1. Margita Zamolova (95)

  2. Silvia Matta (90)

  3. Corine Ingman (86)

  4. Alcione Sanots (92)

  5. Felicia Spartarescue (93)


Classic Physique: Fabian Mayr holt sich den Sieg!


Abdelkarim Ammari präsentiert sich in sehr guter Form und wirkt im Vergleich zu Portugal leicht verbessert. Sehr starke Beine, guter Rücken, super Gesamtpaket.

Phil Jendreiek überzeugt mit toller Linie, dürfte es in diesem Feld aber schwer haben. Dennoch ein tolles Profidebüt.

Kevin Stütz wirkt ebenfalls im Vergleich zu Portugal verbessert. Guter Auftritt.

Chris Taylor präsentiert sich sehr gut und kann mit sehr guter Konditionierung überzeugen.

Fabian Mayr hat vielleicht die besten Beine der ganzen Klasse. In den numerischen Vergleichen wirkt es, als würde er ein wenig Wasser halten, davon ist aber in der Einzelpräsentation nichts mehr zu sehen: Topform, super Präsentation, das wird weit nach vorne gehen!

Abseits der deutschsprachigen Athleten fallen vor allem der Sieger von Portugal, Jose Maria Bueriberi, der Zweitplatzierte aus Portugal German Pastor und der Brasilianer Ramon Queiroz auf, allesamt mit ästhetischer Linie und brutaler Härte.

Fabian steht im ersten Callout mittig, ein gutes Zeichen. Die Leistungsdichte ist in diesem ersten Vergleich absolut brutal, aber gemäß des Judgings müsste Fabian mindestens Dritter sein, er wurde gemeinsam mit Jose Maria Bueriberi und Ramon Queiroz aus dem ersten Vergleich rausgenommen. Aber hier ist alles möglich. Ganz starke Leistung!

Abdelkarim und Kevin sind im dritten Vergleich, für Phil und Chris ist es leider der letzte Vergleich.

Und dann nochmal die Top 3 im letzten Callout. Fabian in der Mitte, dann rufen sie Jose in die Mitte. Sehr sehr starker Vergleich, die drei sind ganz eng zusammen. Und noch eine Runde, diesmal Ramon in der Mitte. Alles ist hier möglich.

Im Finale kämpft Fabian erneut um einen Platz in den Top 4. Es wird sehr spannend! Top 2 ist möglich, aber letztlich auch jeder andere Platz in den Top 4. Super starkes Feld!

Ergebnisse Classic Physique:

  1. Fabian Mayr (52)

  2. Ramon Queiroz (44)

  3. Jose Maria Bueriberi (37)

  4. German Pastor (43)

  5. (105)


Er hat es geschafft! Fabian holt sich verdient den Sieg in einem brutal starken Feld und fährt zum Mr. Olympia. Was für eine grandiose Leistung!

Women’s Physique


Mit Marina Putzinger ist hier eine deutsche Athletin am Start, die aber wohl leider im Kampf um die Topplatzierungen keine Rolle spielen dürfte.

Ergebnisse Women’s Physique:

  1. Anne-Lorraine Mohn (158)

  2. Pnpraghai Tiangngok (164)

  3. Laura Chinchilla (152)

  4. Modesta Halby(156)

  5. Raluca Raducu (162)


Figure


Die Figurklasse ist wie schon in Portugal gespickt mit deutschsprachigen Starterinnen.

Bahar Ayraüberzeugt mit schöner Linie und toller Form. Super Präsentation, das könnte wieder für die Top 5 reichen.


Linet Kaburu aus der Schweiz fehlt etwas Muskelmasse und Härte, dafür besticht sie mit einer schönen Linie und guter Präsentation.

Lena Ramsteiner sieht noch einmal etwas härter aus als in Portugal. Super Paket, beste Form aller Athletinnen!

Marina Schermer zeigt auch eine Topform, starker Rücken.

Jennifer Zienert hat auch nach Portugal noch einmal angezogen. Super Form, tolle Linie, starke Präsentation.

Bahar, Lena und Jennifer schaffen es in den ersten Vergleich. Nach der Anordnung der Judges dürfte Bahar um die Top 3 kämpfen, Lena wohl auf Platz 4, für Jennifer geht es um Platz 5.

Dann das Finale: Für Jennifer wird es wohl erneut maximal der fünfte Platz, Lena vermutlich Platz 3 oder 4, Bahar kämpft hier um den Sieg.

Ergebnisse Figure:

  1. Anna Banks (108)

  2. Bahar Ayra (107)

  3. Gabriela Linhartova (120)

  4. Lena Ramsteiner (124)

  5. Jennifer Zienert (128)


Abendsession mit der 212 und Men’s Bodybuilding


Mit gut einer Stunde Verspätung startet das Finale. Es stehen die Klassen Fitness, Wellness, Bikini, 212 und Men’s Bodybuilding auf dem Programm.

Fitness: Alix Small gewinnt bei ihrem Prodebüt


Die Fitnessklasse startet traditionell mit den Vergleichen, die in der Kategorie aber nur einen kleinen Teil der Gesamtwertung ausmachen. Entscheidend ist vor allem die Kür, die später am Abend präsentiert wird.

Hier sticht vor allem die Engländerin Alix Small hervor.

Ergebnisse Fitness:

  1. Alix Small (103)

  2. Minna Pajulathi (102)

  3. Kate Errington (101)

  4. Debbie Fowler (101)

  5. Corinne Bean (99)


Wellness: Sieg für Julia de Mello


Es folgt die Wellnessklasse mit Lisa Meiswinkel und den beiden Schweizerinnen Carina Marques und Rania Politis.

Carina Marques zeigt eine sehr gute Form und eine überzeugende Präsentation.

Lisa Meiswinkel ist zu 100 Prozent on point! Absolut überragend!

Rania Politis müsste an ihrer Struktur arbeiten. Schöne Präsentation, aber das wird wohl nicht reichen.

Carina und Lisa im ersten Vergleich. Für Lisa sieht es nach einem Platz in den Top 3 aus.

Im Finale wird Carina in den ersten Vergleich gerufen, der die Plätze zehn bis fünf entscheidet. Heißt für Lisa: Top 4 sind safe! Reicht das für die Olympiaqualifikation?

Ergebnisse Wellness:

  1. Julia de Mello (174)

  2. Susana Rodriguez (178)

  3. Charline Mas (172)

  4. Lisa Meiswinkel (173)

  5. Carina Marques (170)


Bikini: Allison Testu holt den Sieg


Die Bikiniklasse ist traditionell stark besetzt. Mit Johanna Dürr ist eine deutsche Starterin dabei.

Johanna Dürr zeigt einen im Vergleich zu Portugal leicht verbesserten Look. Ob das in dieser engen Klasse reicht, wird sich zeigen.

Ergebnisse Bikini:

  1. Allison Testu (147)

  2. Noora Mahonen (139)

  3. Adriana Kaczmarek (137)

  4. Simona Pavel (142)

  5. Giuditta Taccani (146)


212


Steve Benthin trifft gleich in seinem numerischen Vergleich auf den wohl stärksten Konkurrenten Radoslav Angelov und schlägt sich dabei sehr gut. Absolute Topform, nochmal verbessert im Vergleich zu Portugal.

Es folgen die Einzelvorstellungen.

Radoslav Angelov macht den Anfang. Sehr starke Form, sehr ausgewogen. Ganz starke Performance, vor allem von vorne.

Steve Benthin überzeugt auf ganzer Linie. Super Leistung, ganz stark! Das muss eigentlich für mindestens den zweiten Platz und damit die Qualifikation reichen.

Gabor Berek hat heftige Muskeln, aber die Form ist nicht auf den Punkt.

Dan Ciresta überzeugt mit einer starken Rückansicht, aber die Form, insbesondere in den Beinen ist nicht ideal.

Pasquale D’Angelo ist insbesondere im Schulterbereich stark, verliert aber in Sachen Form und Linie.

Vladimir Iakovlev ist ein weiterer sehr kleiner Athlet mit einer sehr guten Frontansicht, von hinten verliert er.

Andrei Melnikov hat brutale Beine, aber nicht ganz die Konditionierung, die andere bereits gezeigt haben.

Nasser Mohamed mit sehr starker Form, wobei auch er in der Beinrückseite Schwächen hat. Von vorne brutal.

Boas Olivieira mit schöner Linie und super Form. Sehr starker Auftritt.

Iman Rezaei zeigt eine brutale Form, hat aber leichte strukturelle Schwächen.

Francisco Barrios holte gestern die Pro Card. Starke erste Show!

Steve im ersten Vergleich und da steht er verdammt gut. Sehr enge Geschichte, das kann von Platz 1 bis 4 für Steve alles werden. Steve steht nach dem ersten Wechsel in der Mitte. Reicht das für ihn? Es wäre absolut verdient!

Sie holen die Top 6 nochmal nach vorne. Steve muss nochmal kämpfen. Wieder holen sie ihn in die Mitte und wieder liefert Steve ab! Absolut top!

Im Finale geht es mit den Küren los! Steve super, wobei er auf die Mittelpartie aufpassen muss.

Dann die Vergleiche: Steve im Vergleich der Top 4. Gerade von hinten ist Steve hier klar vorne, steht aber außen. Was heißt das jetzt?

Ergebnisse 212:

  1. Vladimir Iakolev (27)

  2. Pasquale D’Angelo (26)

  3. Dan Cirstea (25)

  4. Steve Benthin (23)

  5. Nasser Mohammed (29)


Nur Platz 4 für Steve! Schade, aber da Radoslav als Sieger von der Punkteliste rutscht, müsste es für Steve über die Punkte reichen!

Men’s Bodybuilding


Im ersten numerischen Vergleich findet sich Nathan de Asha wieder. Sehr massiv, aber keine Topform.

Im zweiten numerischen Vergleich dann Tim Budesheim und David Hoffmann. Beide stehen hier sehr gut und dominieren den Vergleich klar.

In der dritten Gruppe dann Paul Poloczek: Gute Form, gelungenes Comeback, aber wohl nicht genug für die Top 10.

Und die letzte Gruppe mit Roelly Winklaar. Roelly ist im Vergleich zu Chicago deutlich verbessert. Immer noch nicht in Topform, aber in dieser Form ist Roelly klar ein Kandidat für den Sieg.

Dann die Einzelpräsentationen:

Khaled Alkazem mit massiven Beinen, aber einer schwachen Mittelpartie und Formschwächen.

Mohammad Alsnoor hingegen zeigte eine super Form. Unglaubliche Qualität. Wenn man etwas kritisieren will, dann fehlende Masse, aber das ist ein top Paket.

Nathan de Asha ist extrem fleischig, die Form ist gut. Seine lange Mittelpartie ist sicher eine Schwäche, aber insgesamt eine sehr gute Leistung.

Ayat Bagheri überzeugt mit einer super Linie und einer toller Form. Was ihm fehlt ist Fleisch.

Pavel Beran ist in gewohnt sehr guter Form. Starke Performance, wenn ihm auch etwas Rückenbreite fehlt.

James Bondi ebenfalls in einer sehr guten Form, aber auch ihm fehlt Muskelmasse.

Tim Budesheim überzeugt auf ganzer Linie. Das ist nochmal eine Steigerung zu Portugal.

David Hoffmann wirft Fragen auf: Warum war er jemals in der Classic Physique? Sehr starke Leistung, die Klasse fühlt sich für ihn einfach richtig an.

Zack Khan feiert hier sein Comeback. Aber man muss klar festhalten, dass er in diesem Feld keinerlei Chancen hat.

Theo Leguerrier ist im Vergleich zu Portugal leicht verbessert. Sehr sehr starke Leistung, grandioses Paket.

Andrea Muzi kann mit sehr starken Beinen überzeugen. Gute Form, sehr stark!

Diogo Nunes bringt ungefähr das gleiche Paket wie in Portugal.

Paul Poloczek mit einem starken Comeback. Die Form sitzt. In Sachen Masse fehlen ihm zur Spitze sicher einige Kilos, aber dennoch schön für ihn, dass er zurück ist.

Sarhan Sarhan mit absolut überragender Form. Extrem starke Schulterpartie, top geteilte Beine. Super Auftritt!

Vladyslav Sukoruchko hat im Vergleich zu Portugal nochmal richtig zugelegt. Sehr starkes Paket!

Robert Taylor ebenfalls in super Form. Sehr starke Beine! Absolut gelungenes Prodebüt.

Mariusz Tomczuk zeigt auch eine super Form. Ihm fehlen aber sicherlich einige Kilogramm an Muskelmasse.

Roelly Winklaar hat seit Chicago absolut seine Hausaufgaben gemacht. Sehr gute Form, über den Rest muss man wenig Worte verlieren: The freak is back!

Krystian Wolski hat es nach Roelly natürlich nicht leicht, zeigt aber dennoch eine sehr gute Leistung.

Die Callouts:

In den ersten Vergleich werden Mohammad, Nathan, Tim, Sarhan, Vladyslav und Roelly gerufen. Roelly in der Mitte, daneben Nathan und Vladyslav. Tim muss kämpfen! Vladyslav und Nathan kann er schlagen, Roelly dürfte außer Konkurrenz antreten.

David steht im zweiten Vergleich und sollte diesen Vergleich eigentlich gewinnen. Aber egal wie das ausgeht: Davids Klassentausch hat sich auf jeden Fall nicht gerächt. Theo auch sehr stark.

Paul im letzten Vergleich. Aber er kann stolz auf sich sein.

David im Vergleich um die Top 10, wobei das leider eng werden dürfte.

Und dann der Last Callout: Nathan, Tim Vlad, Roelly. Tim mit der besten Muskelqualität im Vergleich, aber gegen Roelly und Nathan ist es schwer. Extrem starke Top 4! Tim vermutlich mit Vlad im Kampf um Platz 3, aber alles, wirklich alles richtig gemacht!

Das Finale: David in den Top 10. Für ihn geht es hier um Platz sieben bis zehn. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, was eine komplette Offseason für die Offene bringen wird.

Tim kämpft um Platz 3, vor allem gegen Radoslav. Das wird auf Platz 3 oder 4 hinauslaufen. Absolute Topform, alles richtig gemacht!

Nathan dann im Vergleich um den Sieg gegen Roelly. Sehr eng zwischen den beiden.

Ergebnisse Men’s Bodybuilding:

  1. Nathan de Asha (3)

  2. Roelly Winklaar (18)

  3. Tim Budesheim (7)

  4. Vladyslav Sukoruchko (15)li>
  5. Sarhan Sarhan (14)

„Nur“ Platz 3 für Tim. Schade, aber dennoch ein sehr sehr gutes Ergebnis. Nathan und Roelly waren in Sachen Konditionierung beide nicht auf Tims Niveau, aber hatten eben Massevorteile.

Und damit endet die Europa Pro Championship 2021.

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