07.05.2011 in Berlin

Fazit zur Berliner Meisterschaft

Das Wochenende ist vorbei und demzufolge auch die 2011 Berliner Bodybuiding- und Fitness-Meisterschaft. Die Berliner Frühjahrsmeisterschaft ausgerichtet von dem, seit September 2010 neu formierten Berliner Landesveband war ein voller Erfolg. Wie in den Jahren zuvor wurde die Meisterschaft im Fontanehaus ausgerichtet, nichts desto trotz war sie dank des großen Startefeldes mit 62 Athleten, dessen Anhang die Halle bereits bei der Vorwahl füllte, den Deutschen Profis Ronny Rockel und Cvetko Stojomenovski, die trotz Vorbereitung auf die New York Pro eine tolle Show bei ihren Gastauftritten abgeliefert haben, der Stimmung des Publikums und zu guter Letzt der guten Organisation der Meisterschaft etwas besonderes. Auch ein paar Pannen mit der Musikanlange taten dem guten Eindruck, die der Berliner Verband mit der Ausrichtung der Meisterschaft vermittelt hat keinen Abbruch. Gesamtsieger der Meisterschaft war der mit 112 kg schwerste Athlet der Meisterschaft Mario Kapser mit 3:4 Kampfrichterstimmen. Im Frauen Bodybuilding konnte sich Nina Löbert durchsetzten, bei deren Betreten der Bühne ein Raunen durchs Publikum ging. Mit 70,1 kg Wettkampfgewicht und einer herausragenden Form, wird sie bei der Deutschen Meisterschaft kommenden Samstag kaum zu schlagen sein.

Masters/Senioren

Die Senioren/Masters-Klasse war mit zwei Starter besetzt, in der sich Jörg Wolter, deutlich massiver und einen Tick trockener als Jörg Riedel den Sieg sichern konnte. Trotz einer Verletzung des Brustmuskels von Jörg Wolter konnte Jörg Riedel dem deutlichen Mehr an Muskelmasse nichts entgegensetzen.

Newcomer

Die Newcomer-Klasse war mit 7 Athleten nicht nur zahlreich sondern auch qualitativ stark besetzt. Insbesondere Frank Fabian stach aus dem ohnehin schon starken Feld heraus mit absolut trockenen 102 kg Wettkampfgewicht erdrückte er förmlich seine Konkurrenten. Ebenso schnell kristallisierte sich heraus, dass Adrian Kazimierz und Michael Haß um die Plätze 2 und 3 kämpfen würden. Adrian Kazimierz konnte sich mit dem insgesamt besseren Gesamtpaket und Präsentation vor Michael Heß platzieren. Wobei alle drei genannten Athleten definitiv Potential besitzen um in den nächsten Jahren national ganz oben mitzumischen.


Bikini

Die Bikiniklasse war mit 4 Starterinnen besetzt, bei denen sich Frances Beck durchsetzten konnte. Frances konnte durch ihre Form und Präsentation nach der unschönen Platzierung auf der FIBO wieder punkten.

Frauen Fitness Figur

Die Fitness-Figur-Klasse war mit 7 Starterinnen besetzt, bei der es weitreichende Unterschiede bezüglich der Form bzw. der Härte der einzelnen Athletinnen gab. Härte war jedoch nicht das gewünschte Kriterium der Kampfrichter, sodass die mit Abstand härteste Athletin des Feldes, Ramona Wolf, nur auf dem 6ten Platz kam. Mit einem ausgewogenem Paket aus den Bewertungsrichtlinien (Symmetrie, Harmonie, Proportion, Gesamteindruck, feminine Ausstrahlung, allgemeine Körperpflege, Hautqualität, weibliche Ästhetik, sportlich-athletische Erscheinung ) brachte Melanie Niebergall, dicht gefolgt von Jessica Papenfuß und Corinna Detlef, das überzeugendste Paket des Tages.

Junioren I

In der Junioren-Klasse I starteten 2 Junioren, bei der sich Pawel Wetsch vor Felix Neubarer durchsetzen konnte. Pawel wirkte deutlich massiver und trotz bescheidener Farbe besser in Form als Felix. So konnte sich Pawel Wetsch zu Recht trotz noch nicht dem starken Oberkörper angeglichenen Beinen den Sieg in der Klasse sichern.

Junioren II

In der Junioren-Klasse II starteten Dennis Arnold und Riccardo Poschau.
Dennis Arnold mit besserer Beinentwicklung und dem insgesamt ausgewogenerem Paket konnte sich in dieser Klasse durchsetzten. Trotz des enthusiastischerem Posings von Riccardo Poschau hat es für einen Sieg über Dennis Arnold nicht gereicht.

Auch im Gesamtsiegerstechen der Junioren konnte sich Dennis Arnold mit Idealpunkzahl durch seine beeindruckende Form durchsetzten. Mit nur 19 Jahren und einem Wettkampfgewicht von 90,9 kg bei einer Körpergröße von 178 cm wird man mit Sicherheit noch viel von ihm hören.

Frauen Bodybuilding

Für die Frauenklasse I ist leider niemand angetreten. Bei der Frauenklasse II waren 3 Starterinnen vor Ort. Obwohl alle Teilnehmerinnen ihre Form brachten stach insbesondere Nina Löbert mit brutaler Masse und hervorragender Qualität heraus. Schon beim betreten der Bühne war klar, dass sie die Klasse für sich entscheiden wird. Das Publikum würdigte ihre Form auch entsprechend, mit immer wiederkehrendem Szenenapplaus. Wie im Livetopic bereits erwähnt, bin ich mir sicher, dass sie auch die Deutsche Meisterschaft für sich entscheiden wird.

Paare

Bei den Paaren waren zwei Paare am Start. Sowohl Sandy Jobs mit Jenny Zarrakis an seiner Seite als auch Jutta und Thorsten Vosgerau brachten ihre Form und begeisterten durch gut einstudierte Küren. Dennoch konnten sich Sandy Jobs und Jenny Zarrakis deutlich durchsetzten, was die Leistung des anderen Paares keineswegs schmälern soll.

Classic Bodybuilding

Bei der Classic Bodybuilding-Klasse, besetzt mit 7 Athleten, lagen die Athleten vom Leistungsnivaeu wohl am engsten zusammen. In dieser Klasse war auch der trockenste Athlet der Meisterschaft, Mahdad Akbari, am Start, der allerdings in der Vorwahl mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte. Nichts desto trotz ließ Mahdad sich davon nicht abhalten auch beim Finale alles zu geben. Gereicht hat es diesen Tag dennoch nicht um Sebastian Vetters zu schlagen, was nicht gänzlich unumstritten war. Auf dem dritten Platz platzierte sich Carsten Hauptmann auch dank seiner gelungenen akrobatischen Kür.

Männerklasse I

Trotz mangelnder Konkurrenz präsentierte sich Mesut Aktas selbstbewusst und in guter Form.

Männerklasse II

In der Männerklasse II starteten 5 Athleten. Sandy Jobs, der schon beim Paarposing positiv aufgefallen ist, stach auch hier durch seine enorme Schulterbreite hervor. Letztendlich wurde der Kampf um den Sieg ein Zweikampf zwischen Sandy Jobs und Marcel Löwentraut. Obwohl beide ähnliche Körpertypen sind, konnte sich Sandy Jobs aufgrund des insgesamt trockeneren und pralleren Gesamtpaket durchsetzten. Nicht unerwähnt bleiben soll Newcomer Adrian Kazimierz bleiben, von dem zukünftig einiges zu erwarten ist.

Männerklasse III

Aus der Männerklasse III mit 8 Startern haben sich insbesondere Karsten Wolff und Daniel Jennerjahn hervorgetan. Da Karsten der mit Abstand trockenste Teilnehmer der Männerklasse III war und es den restlichen Athleten noch an Härte fehlte, sicherte er sich souverän den Sieg.

Männerklasse IV

In der Männerklasse IV mit 5 Startern fiel sofort Andre Niebergall ins Auge. Mit 98,7 kg Wettkampfgewicht war er nicht nur der schwerste Athlet seiner Klasse sondern auch der mit der besten Form, Symmetrie und Linie. Eine perfekt einstudierte und präsentierte Kür sicherte ihm nicht nur den Best Posing Pokal sondern auch den Klassensieg mit Idealpunktzahl, sicherte er sich den Sieg mit fast Idealpunktzahl. Am ehesten konnte noch Volkmar Solondoz mit Andre konkurrieren.

Männerklasse V

Die Männerklasse 5, vertreten durch 4 Athleten, wurde durch Olimp Challenge Teilnehmer Mario Kapser dominiert. Er war mit 112 kg Wettkampfgewicht der deutlich massivste Athlet, der zwar nicht die trockene Form von Frank Fabian aufwies die Kampfrichter ihn aber durch das deutliche mehr an Muskelmasse vorne sahen.

Gesamtsieger

Beim anschließenden Gesamtsiegerstechen wurde schnell klar, dass der Gesamtsieger entweder Mario Kapser oder Andre Niebegall heißen würde. Mit 4:3 Kampfrichterstimmen entschied Mario Kapser das Duell für sich.

Gaststars

Wie bereits oben erwähnt, wurden als Gaststars die Deutschen Profis Ronny Rockel und Cvetko Stojomenovski engagiert. Beide befinden sich in Vorbereitung auf die New York Pro am 28.05 und waren schon entsprechend gut in Form. Beide heizten erst einzeln und im Anschluss nochmal zusammen der Menge ein und brachte diese zum toben. Auch Daniel Hill war vor Ort, zwar nicht selber auf der Bühne aber er stand für Fragen und Smalltalk bereit.

Alles in allem also eine wirklich gelungene Meisterschaft, die auf die weitere Verbandsarbeit des Berliner Landesvebandes hoffen lässt.

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